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Fußball

2. Liga: 1. FC Nürnberg – SV Sandhausen 1:0

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Lukas Mühl per Kopf zum 1:0-Sieg beim Heimspiel-Auftakt gegen Sandhausen

7-Felix Lohkemper (N) gegen 6-Denis Linsmayer

Erstere Heimsieg seit Februar 2020 – wieder gegen den SVS!

Die Saison 2020/21 in der 2. Bundesliga läßt sich gut an für den 1. FC Nürnberg, zumindest bezüglich der ersten Ergebnisse: Dem Punktgewinn von Regensburg (1:1 beim SSV Jahn) ließen die Mannen von Cheftrainer Robert Klauß im ersten Heimspiel der neuen Spielzeit auch gleich den ersten Heimerfolg folgen – ausgerechnet wieder gegen den SV Sandhausen, der als letzter Klub vor fast acht Monaten (2.2.2020, damals 2:0 für den “Club”) ohne Punkt das “Max-Morlock-Stadion verlassen musste!

Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit für die junge FCN-Truppe, die auf einem guten Wege scheint, zu einer echten Mannschaft zusammenzuwachsen. Wobei die Tatsache, dass die bisherigen beiden Tore (jeweils nach Vorarbeit des in der Schlussphase der schwierigen Vorsaison eher weniger gefragten Johannes Geis) jeweils von Abwehrspielern erzielt wurden, eine Qualität ebenso ausmacht wie sie ein Manko ausweist. Uneingeschränkt positiv zu sehen ist dabei der Mut und die Durchschlagskraft, die Linksverteidiger Tim Handwerker in Regensburg mit seinem Fernschuß und nun Lukas Mühl mit seinem Kopfball zum “Tor des Tages” gegen den SV Sandhausen bewiesen – gleichermaßen weist es hin auf mangelnde Chancenverwertung der nominellen Offensivspieler.

8-Sarpreet Singh (N) gegen 37-Anas Ouahim

Und da lief mit Daniel Keita-Ruel ein ehemaliger Fürther Stürmer beim jüngsten Gegner auf, der seine Torgefährlichkeit beim Auftakt-3:2 gegen den SV Darmstadt 98 nachdrücklich unter Beweis gestellt hatte. Der 31jährige Deutsch-Franzose, im Sommer wegen auslaufenden Vertrags Ablöse-frei vom Ronhof in den gut 15 000-Einwohner-Ort südlich von Heidelberg gewechselt, stünde auch dem 1. FCN gut zu Gesicht angesichts seiner spielerischen Klasse, der außergewöhnlichen Kopfballstärke und nicht zuletzt seiner erst in der Vorwoche wieder bewiesenen Abschluß-Qualitäten.

Über 28-Lukas Muehl kämpft Nürnbergs Torwart Christian Mathenia auch gegen den Ellbogen von 14-Tim Kister

Keita-Ruels Selbstkritik + das Hoffen auf Schäffler

Die verließen ihn indes in Nürnberg insbesondere in der 62. Spielminute – oder korrekt(er), es fehlte das immer mal wieder nötige Abschluß-Glück: Nach dem Gäste-Konter über den eingewechselten Aziz Bouhaddouz zog Julius Biada einem möglichen Schuß aufs FCN-Gehäuse ein weiteres Abspiel nach links zu Daniel Keita-Ruel vor, das jedoch einen Tick zu weit nach hinten ausfiel, sodass der Ex-Fürther abbremsen musste, um den Ball überhaupt zu erwischen. Mit der Folge, dass er das Spielgerät weniger kontrolliert traf und der Pfosten des von Christian Mathenia bis dahin glänzend gehüteten Nürnberger Kastens einen Rückstand der Gastgeber verhinderte!

17-Robin Hack (N) gegen 19-Nartey

Und als die Begegnung rund eine Viertelstunde später zugunsten der Klauß-Truppe ihren Lauf nahm, war Keita-Ruel aus seiner eigenen Sicht ebenfalls nicht ganz unbeteiligt. Was ihn nach dem Abpfiff zu schonungsloser Selbstkritik veranlaßte, weil er den Kopfball von Lukas Mühl nach Ecke von Johannes Geis nicht hatte verhindern können. Da sah er sich als zugeteilter Gegenspieler in der Verantwortung.

7-Felix Lohkemper (N) gegen 22-Gerrit Nauber

Für Lukas Mühl bedeutete das 1:0 seinen ersten Saisontreffer für den FCN und die Krönung einer Partie, in der er auch defensiv gefallen konnte. In der Offensive hoffen die “Glubberer” indes auf den noch angeschlagenen August-Neuzugang Manuel Schäffler, der vor seinem Wechsel in die Noris 255 Zweitliga-Einsätze für den TSV München 1860, MSV Duisburg, FC Ingolstadt 04 und zuletzt den SV Wehen Wiesbaden absolvierte (dabei mit 19 Treffern in der Saison 2019/20 zweitbester Torjäger hinter Fabian Klos vom Meister und Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld).

Nürnbergs Lukas Mühl gegen 14-Tim Kister und 9-Daniel Keita-Ruel

Mit (fairen) Fans ist Fußball wesentlich schöner . . .

So interessant “Fußball pur” (also ohne Zuschauer) auch sein kann – mit Anhängern hat das Geschehen mit dem runden Spielgerät eine völlig andere, bessere Atmosphäre; inklusive aller Vor- und Nachteile . . .

Die Vorteile liegen auf der Hand: Stimmung von den Rängen; und die Besucher im “Max-Morlock-Stadion” ließen ihrer Freude von Anfang an freien Lauf. Nachteile sind derweil unqualifizierte Äußerungen inklusive Pfeifkonzerten gegenüber mißliebigen Akteuren der Gäste; im jüngsten Fall vornehmlich Dennis Diekmeier. Dabei trug der inzwischen 30jährige gebürtige Niedersachse (Thedinghausen) vom Januar 2009 bis Sommer 2010 mit 47 Spiele für den 1. FCN und dem Aufstieg des Clubs über die Relegation in die Bundesliga zu einer erfolgreichen Zeit bei; sogar sehr positiv und wesentlich.

Nürnbergs 7-Felix Lohkemper ist am nächsten dran, als der von 28-Lukas Mühl (dritter von links) geköpfte Ball unhaltbar für Gästetorwart Martin Fraisl zum 1:0-Siegtreffer einschlägt.

Dass der Großteil auch der Nürnberger Zuschauer grundsätzlich durchaus sportlich fair eingestellt ist, bewiesen sie nach der Verletzung von Sandhauses Denis Linsmayer: Nachdem der gerade 29 Jahre jung gewordene SVS-“Abräumer” vor der Abwehr von Nikola Dovedan unkorrekt außer Gefecht gesetzt worden war (mancher Beobachter sah die dafür absolut gerechtfertigte Gelbe Karte sogar als zu milde an …), begleitete aufmunternder Applaus den Abtransport des offensichtlich stärker verletzten Sandhäusers, den damit beste Genesungswünsche begleiten sollten.

Und so geht’s weiter mit den Heimspielen für den 1. FC Nürnberg

5. OKTOBER 2020 (MONTAG, 20:30 UHR): 1. FC NÜRNBERG – SV Darmstadt 98 (Vorsaison 1:2 + 3:3) . . . im “Max-Morlock-Stadion”
23. OKTOBER 2020 (FREITAG, 18:30 UHR): 1. FC NÜRNBERG – Karlsruher SC (Vorsaison 1:1 + 1:0) . . . im “Max-Morlock-Stadion”

Nach dem Spiel bedankt sich auch Club-Trainer Robert Klauß beim Torschützen zum Nürnberger 1:0-Sieg, 28-Lukas Mühl

Statistik zum 2. Spieltag der 2. Bundesliga 2020/21

1. FC Nürnberg – SV Sandhausen 1:0 (0:0)

1. FCN: 26 Mathenia – 4 Sörensen, 5 Geis, 6 Handwerker, 7 Lohkemper (79. 20 Köpke), 10 Dovedan (70. 8 Singh), 15 Nürnberger (86. 33 Margreitter), 17 Hack (86. 14 Krauß), 22 Valentini (C), 23 Schleusener (79. 11 Zrel’ák), 28 Mühl / ohne Einsatz auf der Bank: 29 Früchtl – 18 H. Behrens, 25 Sorg, 35 Knothe / Chef-Trainer: Robert Klauß.
SVS: 1 Fraisl – 2 Zhirov, 3 Contento, 6 Linsmayer (26. 20 E. Taffertshofer / 58. 37 Ouahim), 9 Keita-Ruel, 10 Biada, 14 Kister, 16 K. Behrens (58. 11 Bouhaddouz), 18 Diekmeier (C), 19 Nartey (79. 17 Zenga), 22 Nauber (79. 27 Scheu) / ohne Einsatz auf der Bank: 13 Wulle – 21 Pena Zauner, 23 Röseler, 24 Klingmann / Chef-Trainer: Uwe Koschinat.
Tor: 1:0 28 Mühl (77. Spielminute – Kopfball aus sechs Metern nach Eckball von 5 Geis von der rechten Nürnberger Angriffseite).
Schiedsrichter: Tobias Reichel – Asmir Osmanagic + Manuel Bergmann / 4. Offizieller: Nikolai Kimmeyer / Video-Assistent: Sascha Stegemann.
Gelbe Karten: FCN 3 = 10 Dovedan (23., wegen Foulspiels), 7 Lohkemper (56., wegen Foulspiels), 17 Hack (74., wegen Unsportlichkeit) – Sandhausen 2 = 2 Zhirov (31., wegen Foulspiels) + Trainer Mikayil Kabaca (84., wegen Reklamierens).
Gelb-Rote Karten: keine – weder FCN noch SVS.
Rote Karten: keine – weder FCN noch SVS.
Ecken: FCN 14 (jeweils 7 vor und nach Seitenwechsel) – SVS 10 (davon 6 in Halbzeit 1).
Zuschauer: 6505 (zahlende), laut Stadionsprecher – von rund 9700 möglichen im weiten Rund des “Max-Morlock-Stadions”, das keinerlei Stehplätze aufwies; alle Blöcke waren mit Sitzplätzen ausgestattet. Gemäß aktualisierter “Corona-Regeln” dürfen derzeit 20 Prozent der Stadion-Kapazität mit Sitzplätzen angeboten werden.

Text: Klaus Meßenzehl
Fotos: Thorsten G. Schönberger / ISPFD
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