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Handball: HC Erlangen – FRISCH AUF! Göppingen 23:25

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Bittere Niederlage nach 3-Tore-Vorsprung + 15:14 zur Pause

Es geht weiter munter auf und ab beim Handball-Club (HC) Erlangen: Dem 29:22-(Pflicht-)Heimsieg gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke folgte laut Augenzeugen-Berichten zwar ein aufopferungsvoller Auftritt auf der folgenden Reise in den Norden, doch bedeutete die unglückliche 29:30 (13:15) Niederlage beim Handball-Sport-Verein (HSV) Hamburg unterm Strich ebenso null Punkte wie nun das 23:25 (15:14) vor heimischem Publikum in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ gegen FrischAuf Göppingen.

6-Jon Lindenchrone Andersen gegen 18-Sebastian Firnhaber (ER)

Vor einem Jahr errang der HCE nach Pausen-Gleichstand (14:14) beim Gastspiel der Württemberger dank eines 31:28-Sieges noch beide Punkte, diesmal trotz (immerhin Ein-Tore-)Führung nach 30 Spielminuten keinen. Dazwischen lag eine Pause, die einem weiteren Erlanger „höhere Weihen“ bescherte.

Nach Nico Büdel, Christoph Steiner und Sebastian Firnhaber hatte Bundestrainer Gislason den 25-jährigen Tim Zechel Ende vorigen Jahres erstmals zu einem Lehrgang der Männer-Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) eingeladen und den gebürtigen Bad Harzburger damit in den erweiterten Kader für die Europameisterschaft im Januar 2022 berufen. Im Gegensatz zum „Corona“-bedingt bei der für die deutsche Auswahl durchwachsenen EM zwischenzeitlich nachnominierten Sebastian Firnhaber und Christoph Steiner, der im slowakischen Bratislava beim 30:21-Sieg gegen Polen mit neun Toren eine Sternstunde verzeichnete, reichte es damals für Tim Zechel noch nicht zur endgültigen Nominierung.

6-Jon Lindenchrone Andersen gegen 18-Sebastian Firnhaber (ER)

Doch der 196 Zentimeter lange Erlanger Kreisläufer, der trotz seiner immerhin rund 105 Kilogramm äußert wendig wirkt, holte dies alsbald nach. Ausgebildet in der Jugend des SC Magdeburg und bei Eintracht Hildesheim, wo er auch in den Männer-Bereich wechselte, über Hannover-Burgwedel und TuSEM Essen im Sommer 2021 nach Erlangen gewechselt, wo er einen Vertrag bis 2023 unterschrieb, nutzte der HCE-Profi in der Bundesliga-Pause Mitte März seine Chance beim DHB-Lehrgang für die „PlayOff“-Qualifikation zur Handball-Weltmeisterschaft der Männer (11. bis 29. Januar 2023 in Polen und Schweden), wo es am 13. April 2022 (18:15 Uhr, in Kiel) gegen die Färöer-Inseln geht. In beiden Testspielen gegen Ungarn dabei, gefiel der Neu-Erlanger sowohl beim 31:31 (17:16) von Gummersbach wie vor allem beim 30:29 (17:13) in Kassel, wo Tim Zechel sogar mit drei Toren zum Sieg beitrug!

Tim Zechel folgt Christoph Steinert ins Nationalteam

Und das muss noch lange nicht das Ende der Höhepunkte sein für den HCE-Akteur mit der Rückennummer 96, der auch gegen FrischAuf Göppingen immerhin vier Treffer beisteuerte; drei vom Kreis und einen von der Siebenmeter-Linie, als Tim Zechel einsprang für Top-Torschütze Simon Jeppsson (diesmal insgesamt sechs Treffer, nach drei erfolgreichen 7m-Versuchen ging’s beim vierten Mal jedoch schief).

22-Klemen Ferlin (ER) wird den Strafwurf von 24-Marcel Schiller abwehren

Neben der Grundaufgabe, möglichst frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern (was gegen Göppingen so wenig gelang wie in Hamburg), gibt es immerhin weitere reizvolle Aussichten. Nach den Pflicht-Aufgaben in der Bundesliga Ende März beim Turn-Verein Bittenfeld (TVB) 1898 Stuttgart und Anfang April gegen den Bergischen HC in heimischer Umgebung darf der Erlanger Kreisläufer zunächst mit einer neuerlichen Reise zum Nationalteam planen.

21-Christopher Bissel (ER) über 44-Kresimir Kozina

Weil Christopher Steinert nach wie vor verletzt fehlt (was den HCE naturgemäß noch mehr schmerzt als die DHB-Auswahl), dürfte Tim Zechel einziger Erlanger in der deutschen Handball-Nationalmannschaft sein, die am 13. April in Kiel gegen das Team der Färöer-Inseln im „PlayOff“-Hinspiel die Grundlage zur Qualifikation für die Handball-WM 2023 der Männer in Schweden und Polen schaffen will.

4-Tim Kneule gegen 27-Antonio Metzner (ER)

Bereits drei Tage später steht das Rückspiel für den neuen DHB-Kapitän Johannes Golla und seine Mitspieler (darunter dann wohl auch HCE-Kreisläufer Zechel) in Tórshavn, der Hauptstadt der Färöer, auf der Insel Streymoy auf dem Programm. Danach kommt es zum Saison-Höhepunkt für den gesamten Verein, dessen 1. Männer-Mannschaft erstmals in der Geschichte des Handball-Clubs (HC) Erlangen im Pokal so weit kam wie in der aktuellen Spielzeit:

34-Kevin Maageroe Gulliksen gegen 22-Klemen Ferlin (ER)

Das Halbfinale im DHB-Pokal steht an – letztmals vor dem Umzug nach Köln wird es ausgetragen in der „Barclays Arena Hamburg“. Bis dahin hoffen die Mittelfranken, dass sich die Verletztenliste leert (zuletzt musste neben Christoph Steinert vor allem auch Nico Büdel passen) und vor allem keine neuen Ausfälle dazu kommen!

42-Simon Jeppsson (ER) und 9-Petter Overby (ER) gegen 4-Tim Kneule

Nächstes Heimspiel für den HC Erlangen:

7. APRIL 2022 (DONNERSTAG, 19:05 UHR): HC ERLANGEN – Bergischer HC in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ (in der Vorsaison 20:25 + 25:29 = beide für den BHC sowie in der Hinrunde dieser Spielzeit 2021/22 am 18.11.2021 in Solingen 25:25)

Hinter 5-Johannes Sellin (ER) feiern die Gäste ihren Auswärtssieg

Statistik der HCE-Begegnung des 25. Spieltages in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga der Saison 2021/22

HC Erlangen – FrischAuf! Göppingen 23:25 (15:14)

HCE: 1 Ziemer (kein Einsatz), 22 Ferlin (50:25 Spielminuten) – 4 Seitz, 5 Sellin (4 Tore), 6 Jaeger, 9 Øverby, 13 Fäth (3), 18 Firnhaber (1), 21 Bissel (1), 27 Metzner (3), 33 Link (C / 1 Tor), 42 Jeppsson (6, davon vor der Pause 3 Siebenmeter; bei seinem 4. Versuch nach Seitenwechsel scheiterte der Schwede an FAG-Keeper 99 Urh Kastelic), 57 Leban, 67 Olsson, 96 Zechel (4, davon 1 Siebenmeter bei 1 Versuch in Halbzeit 2) / Offizieller A: Thomas „Tom“ Hankel (= Co-/Torwart-Trainer) – OB: Raúl Alonso (= Chef-Trainer) – OC: Ulrike Rienecker (= Physiotherapeutin) – OD: Ólafur Indriði Stefánsson (= neuer, weiterer Assistent im Trainerstab).
FAG: 12 Rebmann (57:22), 99 Kastelic (0:57, parierte einen Siebenmeter von Erlangens 42 Jeppsson) – 2 Neudeck, 3 Smarason, 4 Kneule (4), 6 Lindenchrone Andersen, 13 Sarac (1), 14 Bagersted (1), 17 Ellebæk (4), 24 Schiller (5, davon 2 Siebenmeter, nachdem er beim ersten Versuch an HCE-Keeper 22 Ferlin gescheitert war), 30 Goller, 34 Maageroe Gulliksen (4), 41 Hermann (3), 42 Zelenović (1), 44 Kozina (2) / Offizieller A: Christian Schöne (= Sportlicher Leiter) – OB: Hartmut Mayerhoffer (= Chef-Trainer) – OC: Sebastian Daebel (= Physiotherapeut) – OD: Heiko Ruess (= Betreuer).
Torfolge: nach Anwurf Göppingen 0:1, zwei HCE-Treffer hintereinander zum 2:1, 2:2, 3:2, 3:3, erneut zwei Erlanger Tore in Folge zum 5:3, 5:4, 6:4, 6:5, 7:5, ein 3:0-Lauf der Gäste zum 7:8, 8:8, 8:9, 9:9, 9:10, zwei Treffer der Gastgeber nacheinander zum 11:10, 11:11, erster 3:0-Lauf des HCE zum 14:11, 14:12, 15:12, zwei FAG-Tore zum Pausenstand von 15:14 – nach Wiederbeginn und Anwurf HCE 16:14, es folgte ein 5:0(!)-Lauf der Göppinger zum 16:19, was die Erlanger ebenso konterten mit einem 3:0-Lauf zum 19:19-Ausgleich wie die Gäste zum neuerlichen 3-Tore-Vorsprung von 19:22, 20:22, 20:23, 21:23, 21:24, zwei Treffer der Gastgeber in Folge zum 23:24 + das letzte Tor der Partie zum Endstand von 23:25.
Siebenmeter: HCE 5, 3 (= alle verwandelt von 42 Jeppsson) vor + 2 nach der Pause (erst scheiterte 42 Jeppsson am eingewechselten FAG-Schlußmann 99 Urh Kastelic, dann traf 96 Zechel); Erlangens 7m-Spezialist + DHB-Nationalspieler mit der Nummer 44, Christoph Steinert, stand wegen Verletzung erneut nicht zur Verfügung – FAG 3 / 2 Tore = alle vorm Seitenwechsel, wobei Göppingens deutscher Nationalspieler 24 Schiller zunächst scheiterte an HCR- Keeper 22 Ferlin + dann zweimal verwandelte.
Schiedsrichter: Christian Hannes + David Hannes (beide TuS Reichshof/Nordrhein-Westfalen).
Gelbe Karten/Verwarnungen: HCE 2 = 42 Jeppsson (19:11) + Chef-Trainer Raúl Alonso (53:55) – FAG 2 = 6 Lindenchrone Andersen (8:45) + = Chef-Trainer Hartmut Mayerhoffer (53:32).
Zeitstrafen: HCE 3 x 2 Minuten = 5 Sellin (10:51), 27 Metzner (36:31), 96 Zechel (50:49) – FAG 2 x 2 Minuten = 44 Kozina (4:26), 14 Bagersted (16:25).
Disqualifikation/Rote Karte: keine.
Zeitnehmer: Uwe Fromme (TV Weidhausen/Oberfranken= DHB-Landesverband Bayern) – Sekretär: Wolfgang Jung (Bad Staffelstein/Oberfranken = DHB-LV Bayern) – Technischer Delegierter: Bernd Andler (Stuttgart).
Auszeiten: HCE 3 = Spielzeit 29:38 (nach 15:12-Führung und zwei Göppinger Tore in Folge, jedoch ohne den angestrebten Treffer bei der folgenden Fortsetzung; also blieb es beim Pausenstand von 15:14) + 38:15 (beim Spielstand von 16:18; nach vier FAG-Treffern in Folge, was die Gäste dann sogar noch per 5:0-Lauf zum 16:19 ausbauten, ehe die Erlanger Auszeit mit einem 3:0-Lauf zum 19:19 nachträglich Wirkung zeigte) + 55:36 (nach Verkürzung des 3-Tore-Rückstand auf 22:24, dem die Alonso-Truppe auch noch das 23:24 folgen ließ – bevor Göppingen mit dem 23:25 alles klar machte) – FAG 3 = 21:26 (nach zwei Erlanger Toren zum 13:11, dem die Gastgeber sogar einen weiteren Treffer zu einem 3:0-Lauf und zum Spielstand von 14:11 hinterhersetzten) + 44:41 (beim Spielstand von 19:19, den der HCE dank eines 3:0-Lauf erreicht hatte und den die Gäste ebenfalls mit einem 3:0-Lauf zum 19:22 zu kontern) + 58:37 (nach Erlangens Treffer zum 22:24 und vor dem Anschluß der Gastgeber zum 23:24, was nichts mehr am Gäste-Sieg änderte, aber dokumentiert, dass nicht nur zwischen den beiden letzten Auszeiten beider Mannschaften mehr als drei Minuten kein Torerfolg gelang – insgesamt waren es nämlich sogar 6:22 Minuten).
Zuschauer: 3345 (zahlende) in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ – laut Anzeige auf dem Video-Würfel der „ARENA“ + offiziellem Spielberichtsbogen der „LIQUI MOLY HBL“ (wo vor Spielbeginn, wohl versehentlich, die Zahl 2855 angegeben war).

Text: Klaus Meßenzehl = „Pressedienst Nürnberg“ (PDN)
Titelfoto: Trainer Raul Alonso (ER)
Fotos: ISPFD
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