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Nürnberg: Teamplay für Bildungsgerechtigkeit

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Mit Teamplay sind Ehrenamtliche im Einsatz für gerechte Bildung.

Sie bilden Tandems für Kinder und Jugendliche. Es werden ehrenamtliche Teamplayerinnen und Teamplayer gesucht.

Die Schließung von Bildungseinrichtungen, von Sport- und Begegnungsstätten und der Wegfall von Förderangeboten durch die Corona-Krise hat für Kinder und Jugendliche schlagartig Bildungserfahrungen unterbrochen. Nicht alle Elternhäuser können sie in dieser Zeit bestmöglich unterstützen. Und die Voraussetzungen für ein gelingendes Selbstlernen zuhause sind höchst unterschiedlich.

„Wir müssen daher beobachten, dass die in Deutschland ausgeprägte Bildungsschere zwischen ‚bildungsärmeren‘ und ‚bildungsreicheren‘ Familien in dieser für alle schwierigen Situation weiter aufgeht. Corona ist nicht die Ursache hierfür, wirft aber ein Schlaglicht auf bestehende Bildungsungerechtigkeiten, die sich weiter zu verfestigen drohen. Gegensteuern müssen in erster Linie die Bildungseinrichtungen selbst, die sich um alle Kinder und Jugendlichen bemühen müssen. Sie brauchen aber auch darüber hinaus individuelle Unterstützung und Begleitung. Daher möchten wir mit einem breit angelegten Programm auf die Situation reagieren und werben um individuelle, ehrenamtliche Unterstützung durch Teamplayerinnen und Teamplayer – für Fairplay in der Bildung“, sagt Sozialreferentin Elisabeth Ries.

Teamplay ist ein Tandem-Projekt zwischen je einer ehrenamtlichen Person und einem Kind oder Jugendlichen. Zielgruppe von Teamplay sind vor allem – aber nicht ausschließlich – Kinder aus Grundschulen und Förderzentren sowie Kinder und Jugendliche aus Mittelschulen sowie insgesamt Kinder, deren Eltern sie nicht aktiv auf dem Bildungsweg unterstützen können.

Sozialreferentin Elisabeth Ries äußert sich zuversichtlich: „Corona hat gezeigt, wie viele Menschen hilfsbereit in einer Krise sind. Daran wollen wir anknüpfen und hoffen auf viele engagierte Bildungspatinnen und Bildungspaten.“

Für die Ehrenamtlichen im Teamplay-Tandem gibt es keine formalen Voraussetzungen. Sehr begrüßt würden zum Beispiel auch ältere Schülerinnen und Schüler aus weiterführenden Schulen, Studierende und junge Erwachsene (die auch digitale Kenntnisse mitbringen). Der „Bildungsauftrag“ der Teamplay-Ehrenamtlichen kann Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung mit umfassen, ist aber auf eine allgemeine Begleitung des Bildungswegs, auf Ermutigung („Lob und Trösten“), auf Aufbau von Selbstorganisation und Selbstwirksamkeit, auf Ermöglichung von Zugängen, auf digitalen Support angelegt.

Das Teamplay-Tandem soll sich wöchentlich persönlich (soweit mit den Corona-Einschränkungen vereinbar) treffen und hält darüber hinaus persönlichen Kontakt (zum Beispiel per Telefon). Die Regeln des Jugendschutzes, des Gesundheitsschutzes und natürlich die Zustimmung der Eltern sind Voraussetzung für die Bildung eines Teamplay-Tandems.

Die Corona-Hotline im Referat für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg nimmt ab sofort Interessensmeldungen entgegen und steht für alle Fragen zur Verfügung unter Telefon 09 11 / 23 1-23 44 von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr oder per E-Mail engagiert@stadt.nuernberg.de.

Text: Stadt Nürnberg / let
Foto: Sozialreferentin Elisabeth Ries wirbt für das neue Ehrenamtsprojekt Teamplay.
Bildnachweis:: Stadt Nürnberg / Giulia Iannicelli

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