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Basket-& Handball

Handball-Bundesliga: HC Erlangen – SG BBM Bietigheim 27:25

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Nach zwei Siegen und zwei Niederlagen in Folge nun wieder ein Sieg.

Erlangens 20-Nico Büdel (mitte) bejubelt seinen Treffer.

Nach jeweils zwei Siegen in Folge gegen den SC Magdeburg (26:25) und beim VfL Gummersbach (27:25) sowie zwei Nie-derlagen hintereinander, beim Spektakel gegen den THW Kiel (21:30) und zuletzt bei FrischAuf Göppingen (23:25 nach 8:11- Pausen- und trotz zweimal aufgeholten Fünf-Tore-Rückstand …), konnte der HC Erlangen am 31. Spieltag der DKB-Handball-Bundesliga einen schwer erkämpften, wenn auch verdienten 27:25 (12:12)-Sieg gegen die SG BBM Bie-tigheim verbuchen; womit die Mannschaft aus der Großen Kreisstadt Bietigheim-Bissingen an der Enz, die etwa je 20 Kilometer nördlich von Stuttgart und südlich von Heilbronn liegt, als Tabellenvorletzter weiter zwei Punkte hinter Tradi-tionsklub VfL Gummersbach auf einem der beiden Abstiegs-plätze verbleibt.

Derweil verbuchten die Mittelfranken damit zwei Siege in der laufenden Runde gegen die Baden-Württember-ger, die allerdings nach dem Heim-24:26 (9:11) der Hinrunde, das die Erlanger ebenfalls erst in den Schluss-minuten für sich entscheiden konnten, zum zweiten Male nur knapp unterlagen. Und diesmal lagen die Gäste bei Halbzeit mit dem 12:12 sogar noch mehr auf Kurs Punktgewinn. Diese Hoffnung nährte auch die SG-Füh-rung nach Seitenwechsel trotz Anwurf des HCE und bis acht Minuten vor Schluß der Begegnung glich die Mannschaft von Trainer Hannes Jón Jónsson selbst Zwei-Tore-Rückstände immer wieder aus. Erst der dritte 3:0-Lauf (nach 1:4 auf 4:4 und 12:13 auf 15:13) brachte der Truppe von Aðalsteinn Eyjólfsson fünf Minuten vor Spielende den entscheidenden Vorsprung von 23:23 auf 26:23, den sich die Gastgeber im isländischen Trainer-Duell nicht mehr nehmen ließen!

Bietigheims Trainer Hannes Jón Jónsson.

Am Ende machte es dann letztlich doch nichts aus, dass der HCE den Auftakt verschlafen hatte. Zumal dem ersten Bietigheimer Drei-Tore-Lauf (von 1:1 auf 1:4, einen zweiten gab es von 10:9 auf 10:12) prompt eigene drei Treffer hintereinander (von 1:4 auf 4:4) folgten. Was sich nach der Pause zwei weitere Male wiederholte von 12:13 zum 15:13 und eben in der Schlussphase zum vorentscheidenden 26:23-Vorsprung.

Mit “Arbeitssieg” bezeichnete Gottfried Oliwa, Sport-Reporter des Baye-rischen Rundfunks (BR) und 1976 mit dem Post-SV Bayreuth (später USC und Olympia USC) Aufsteiger in die Basketball-Bundesliga sowie Pokal-sieger 1988 und Double-Gewinner (= Pokalsieger + Deutscher Meister) 1989, den Auftritt der Erlanger in der Nürnberger ARENA absolut tref-fend. Die jüngsten beiden Punkte sichern dem HCE Tabellenplatz 9 und damit den neuerlichen Tausch mit TBV Lemgo-Lippe, außerdem bringen nun 28 Zähler einen neuen Rekord an Bundesliga-Punkten in Reichweite; was dann wohl das Ziel sein wird in den letzten drei Partien der zu Ende gehenden Spielzeit.

Seinen Glückwunsch an den HCE wie an Landsmann Eyjólfsson bei der Pressekonferenz verband Gäste-Trainer Jónsson mit seiner Enttäschung über die knappe Niederlage (“Punkte hier wären Gold wert gewesen …”), war aber trotzdem alles andere als schlecht auf seine Spieler zu sprechen: “Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, sie hat sehr gut gespielt und unseren Plan gut umgesetzt!”

Bietigheims Ex-Erlanger 22-Jonas Link.

Anerkennung für “cleveres Erlanger Spiel” zollte Hannes Jón Jónsson insbesondere Nico Büdel. Der HCE-Rückraum-spieler erzielte diesmal zwar nur drei Treffer (davon einer von zwei Siebenmetern) – ist aber derzeit als Spielmacher in der Tat unverzichtbar, weil Nikolas Link nach seiner langen Verletzungspause zwar wieder in der Start-Formation stand, aber wohl doch noch etwas Zeit braucht, um zu alter Stärke zurückzufinden und seinen Nebenleuten wieder der frühere Leader zu werden; zudem wanderte Nikolai im Bruder-Duell mit dem nach Bietigheim gewechselten Jonas nach kürzes-ter Zeit (2:59 Minuten) mit einer Zeitstrafe überraschend auf die Bank …).

SG-Coach Jónsson ließ dann noch ein Kompliment für seinen Regisseur Michael Kraus folgen (“Mimi hat sein bestes Spiel gemacht, seit er bei uns ist – auch wenn er weniger Tore erzielte als sonst!”, um den Grund für die Niederlage schließlich beim Nürnberger Torhüter Katsigiannis zu verorten: “Entscheiden war ‘Katze’!”

Erlangens 20-Nico Büdel (mitte vorne) wird hier von den Bietigheimer Spielern 25-Maximilian Trost (links) und 68-Max Emanuel (rechts) gehalten.

Da schloss sich Aðalsteinn Eyjólfsson (“Hannes hat schon alles gut analysiert!”) vollkommen an und hob ebenfalls sei-nen Schlußmann hervor: “In den letzten zehn Minuten ret-tet uns ‘Katze’ über die Zeit!” Zufrieden über den Sieg und die Punkte, weniger mit Fehlern, die neben der verschla-fenen Anfangsphase dazu führten, dass von Beginn an hell-wache Bietigheimer bis kurz vor Schluss auf zumindest ei-nen Punkt hoffen durften, mahnte der HCE-Coach an, “wir müssen weiter an uns arbeiten, uns weiterentwickeln” und freute sich über eine für wochentags sehr gut besetzte Halle: “Mein Dank geht an das Publikum!”

Schließlich wurden auch noch zwei Akteure mit dem ge-bührenden Lob bedacht, die neben Katsigiannis und Büdel vor allem für offensive Erfolgserlebnisse des HCE mindes-tens mitentscheidend waren: Andreas Schröder (27 Jahre jung), der wie der frühere Erlanger Jonas Link (26) auf Seiten der SG BBM ein großes Spiel ablieferte und ebenso sieben Tore erzielte, sowie der gerade mal 20-jährige Benedikt Kellner, der wie zuletzt schon mutig auftrat, in wichtigen Phasen Eigeninitiative bewies und es SG-Kreisläufer Patrick Rentschler (28) mit fünf Treffer gleich tat!

Bietigheims 11-Christian Schäfer (vorne) setzt sich hier gegen Erlangens 33-Nikolai Link (dahinter) durch.

“Seine Einsatzzeiten hat sich ‘Bene’ im Training verdient”, lobte Chef-Coach Eyjólfsson erneut und Kevin Schmidt (“Mit dem Sieg bin ich zu-frieden, mit der Leistung weniger – wir hatten auch Glück und ich wün-sche Bietigheim im Kampf um den Klassenerhalt alles Gute!”) schloß sich an und freute sich außerdem gleichfalls besonders über die Leistungen von Torhüter Katsigiannis sowie Schröder und Kellner: “Das ist nicht so einfach mit drei Rechtshändern im Rückraum …”, zollte der Sportliche Leiter des HCE seinen Schützlingen wie der Trainer Respekt.

Während der HC Erlangen also gelassen den Rest der Saison 2018/19 angehen und eine Verbesserung des Rekord-Punktestandes von bislang 28 Zählern anpeilen kann, kämpft Aufsteiger SG BBM Bietigheim um den Erhalt der Liga: „Ich nehme Positives mit aus dem Spiel“, meinte Chef-Coach Hannes Jón Jónsson und kündigte an: „Wir werden weiter für die letzten drei Spieltage hart arbeiten und dann schauen, ob es am Ende für uns reicht.“

Michael Haaß: Ehrung vor Anpfiff für 500. Bundesliga-Begegnung

Mit einem Blumenstrauß geehrt wurde vor Spielbeginn 1,94m-Riese Michael Haaß für seinen 500. Einsatz in der Bundesliga. Der 35-jährige gebürtige Essener, der 2001 mit Heimat-verein TUSEM sein Erstliga-Debüt feierte und 2005 den EHF-Pokal gewann, kam über HSG Düsseldorf, Rhein-Neckar Löwen, GWD Minden, Göppingen (2011 und 2012 mit FrischAuf erneut EHF-Pokal-Sieger) und den SC Magdeburg 2016 zum HCE. Der Rechtshänder gab 2006 sein Debüt in der deutschen Nationalelf, mit der er 2007 Weltmeister wurde und dafür vom Bundespräsidenten das Silberne Lorbeerblatt erhielt. Ein Tor blieb dem Rechtshänder, der mit der linken Hand schreibt, gegen Bietigheim versagt – trotz mehrerer (unglück-licher) Versuche.

Erlangens 71-Andreas Schröder (vorne) bejubelt seinen Treffer.

Und so geht’s weiter für den HCE:

Am 23. Mai (Donnerstag, 19 Uhr) steht die Auswärts-Partie beim SC DHfK Leipzig an und nur sechs Tage später, also am 29. Mai 2019 (Mittwoch, 20:30 Uhr), das ist der Abend vor dem Donnerstag-Feiertag Christi Himmelfahrt, gastiert die MT Melsungen (= Melsunger Turngemeinde 1861 e.V.) in Nürnberg, bevor elf Tage nach diesem letzten Heimspiel des HCE in der DKB Handball-Bundesliga der Saison 18/19 am 9. Juni 2019 (Sonntag, 15 Uhr – zeitgleich für alle 18 Mannschaften) der 34. und damit letzte Spieltag anliegt, für den HC Erlangen bei TVB 1898 Stuttgart.

Die jüngste Begegnung des 31. Spieltages der DKB-Handball-Bundesliga in der Statistik:

HC Erlangen – SG BBM Bietigheim 27:25 (12:12)

Bietigheims 12-Jürgen Müller (rechts) kann diesen Treffer von Erlangens 17-Benedikt Keller (links unten) nicht verhindern.

HCE: 29 Katsigiannis (60:00 Spielminuten), 12 Skof (ohne Einsatz) – 3 Theilinger, 7 Poser, 9 Øverby (2 Tore), 13 Haaß, 17 Kellner (5), 20 Büdel (3, davon 1 von 2 Siebenmetern verwandelt), 21 Bissel (2), 22 Mappes (1), 24 Murawski, 25 Schäffer (1), 33 N. Link (1), 36 von Gruchalla (5, davon 3 von 4 Siebenmetern), 46 Thümmler, 71 Schröder (7). / OA/Co-Trainer: Stefan Mittag – OB/Trainer: Aðalsteinn Eyjólfsson – OC/Physiotherapeutin: Uli Rienecker – OD/Sportlicher Leiter: Kevin Schmidt.
Bietigheim: 1 Ebner (40:17 Spielminuten), 12 Müller (19:43) – 2 Haller, 3 Vlahovic, 4 Rentschler (5 Tore), 10 Kraus (3, da-von 1 von 1 Siebenmeter), 11 Schäfer (1 = 1 von 2 Sieben-metern), 17 Oehler, 19 Rønningen, 22 J. Link (7), 23 Asmuth (3), 25 Trost, 29 Döll (3), 68 Emanuel (2), 73 Marcec, 97 Fischer (1). / OA/Team-Manager: Jens Rith – OB/Trainer: Hannes Jon Jonsson – OC/Torwart-Trainer: Hans-Ulrich Kämpf – OD/Physiotherapeut: Rune Held.
Torfolge: nach Anwurf Bietigheim 0:1 (2. Spielminute), 1:1 (3.), 1:4 (6.), 4:4 (11.), 4:5 (11.), 5:5 (13.), 6:5 (18.), 6:7 (19.), dem Heim-Ausgleich folgte jeweils eine Gäste-Führung bis 8:9 (23.), 10:9 (24.), 10:12 (29.), 12:12 (30.) – nach Anwurf Erlangen 12:13 (32.), 13:13 (32.), 15:13 (34.), 15:14, 16:14 (35.), 16:16 (38.), 18:16 (39.), 18:17, 19:17 (41.), 19:19 (44.), bis zum 23:23 (51.) glich die SG BBM die jeweilige HCE-Führung aus, 26:23 (55.), 26: 24, 27:24 (57.), 27:25 (58.).

Bietigheims Ex-Erlanger 22-Jonas Link nach der Rückkehr in ehemalige Spielstätte.

Siebenmeter: HCE 4 von 6 verwandelt – Bietigheim 2/3.
Schiedsrichter: Sebastian Grobe + Adrian Kinzel (DHB Elite-Kader).
Gelbe Karten/Verwarnungen: HCE 1 = 9 Øverby (13:45) – Bietigheim 3 = 68 Emanuel (7:36), 25 Trost (16:24), 23 As-muth (19:16).
Zeitstrafen: HCE 4 x 2 Minuten = 33. N. Link (2:59), 21 Bissel (5:33), 9 Øverby (15:16), 25 Schäffer (49:18) – Bietigheim 4 x 2 Minuten = 19 Rønningen (6:10 + 12:14), 23 Asmuth (40:24 + 54:58).
Disqualifikation/Rote Karte: keine.
Auszeiten: HCE 2 = 25:58 + 48:06 – Bietigheim 3 = 19:59 + 53:13 + 57:06 (gemäß eigener Feststellung, der offizielle Spielberichtsbogen weicht davon vier Mal geringfügig ab …).
Zuschauer: 3792 (zahlende, laut offizieller Mitteilung des HCE + offiziellem Spielberichtsbogen in der für einen Wochentag gut besuchten ARENA Nürnberger Versicherung).

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: Thorsten Schönberger / ISPFD
weitere Fotos in unserer Bilddatenbank

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