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Fußball

Liga 1: SpVgg. Greuther Fürth – 1. FSV Mainz 05 2:1

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Der zweite Saison-Sieg macht dem „Kleeblatt“ Mut!

Vier Begegnungen in Folge ohne Niederlage und sechs von zwölf möglichen Punkten – wäre der Spielvereinigung (SpVgg) Greuther Fürth eine solche Ausbeute nach ihrem ersten Bundesliga-Aufstieg 2012 beim zweiten Anlauf von Anbeginn der Saison 2021/22 gelungen, würde dem „Kleeblatt“ statt des „Schlusslichts“ im deutschen Fußball-Oberhaus die Chance auf eine Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb leuchten. Doch so, wie die Realität aussieht, weckt das 2:1 (2:0) der Leitl-Truppe gegen den 1. Fußball-Sport-Verein (FSV) Mainz 05 (= der gerade mal zweite Erfolg auf eigenem Gelände im 27. Erstliga-Heimspiel seit 2012) allenfalls Hoffnungen darauf, vielleicht doch nochmal auf Relegations-Rang 16 schielen zu dürfen.

10-Branimir Hrgota (FÜ) gegen 4-Jeremiah St. Juste

Der zwar um drei Zähler verkürzte Rückstand von allerdings immer noch neun Punkten auf den FC Augsburg (19) macht deutlich, wie wichtig statt des torlosen Unentschiedens gegen den bayerischen Konkurrenten am letzten Vorrunden-Spieltag Mitte Dezember ein Heimsieg gewesen wäre. Gleiches gilt für den Rückrunden-Auftakt Anfang Januar im süddeutschen Duell mit dem VfB Stuttgart (ebenfalls 0:0) – zu Hause werden im weiteren Verlauf der Rückrunde ausschließlich Siege helfen können, den Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu halten.

9-Karim Onisiwo köpft den Ball zum 1:2-Anschlusstreffer für Mainz ins Fürther Tor

Und auswärts braucht es zumindest Punktgewinne. So wie beim 2:2 (1:1) in Runde 19 Mitte Januar in Bielefeld, als beim Vorsaison-Aufsteiger in Ostwestfalen sogar mehr drin war nach dem frühen Rückstand (8. Spielminute). Den drehten Jamie Leweling (35.) und Håvard Nielsen (67.), der am 15. Spieltag (12.12.2021) mit seinem „Tor des Tages“ über den 1. FC Union Berlin (1:0) den historischen allerersten Bundesliga-Heimsieg und damit auch das Ende der „Rekord-Niederlagen-Serie“ von zwölf Begegnungen besiegelt hatte, bevor Arminias 2:2 (83.) dann doch wieder zwei Punkte weniger auf der Habenseite bedeuteten.

16-Stefan Bell beendet den Sturmlauf von 28-Jeremy Dudziak (FÜ)

Funk-Ersatz Linde (vorerst) noch auf der Bank

Das Auswärtsspiel in Bielefeld kam noch zu früh für den jüngsten „Neuen“ im Fürther Kader, oder genauer Tor – doch gegen Mainz saß der 28-jährige Schwede Andreas Christopher Linde mit dem Trikot-Aufdruck 26 immerhin schon mal auf der Bank. Die aktuelle Nummer 1 im „Kleeblatt“-Kasten blieb jedoch (zumindest vorerst) weiter Sascha Burchert, der seinen Platz im Greuther Gehäuse zwischenzeitlich verloren hatte an Marius Funk. Der seit Jahresbeginn 26-jährige gebürtige Aalener ist nach seiner im Training erlittenen Knie-Verletzung und erfolgreicher Operation im oberpfälzischen Donaustauf bei Regensburg übrigens schon wieder ziemlich munter unterwegs.

19-Moussa Niakhate vor 40-Jamie Leweling (FÜ)

Dank des 2:2 von Bielefeld wahrte die Spielvereinigung ihre ausgeglichene Bilanz der vergangenen zehn Begegnungen mit zwölf Punkten gegen DSC Arminia (= seit der Saison 2016/17 je zwei Siege und Niederlagen sowie sechs Remis), auch wenn die Gesamt-Bilanz mit sieben Fürther Siegen, neun Unentschieden, zehn Niederlagen (noch?) negativ ist. Das sah und sieht gegen den 1. Fußball-Sport-Verein (FSV) Mainz 1905 auch dank des jüngsten 2:1-Heimsieges sogar noch besser aus bei 7:3-Siegen (inklusive eine Pokal-2:1 im Oktober 2016 in Fürth) in den letzten zehn Aufeinandertreffen!

28-Jeremy Dudziak (FÜ) gegen 8-Leandro Barreiro Martins

In den zehn Aufeinandertreffen zuvor verbuchte das „Kleeblatt“ im Übrigen ebenso eine fast gleich gute Ausbeute von 6:3-Siegen bei nur einem Remis (1:1 vom 28.4.2002) wie in den übrigen acht Auseinandersetzungen seit dem allerersten Spiel gegeneinander im November 1974 (dem 3:2-Sieg in Mainz folgten drei weitere, teils deutliche SpVgg-Erfolge, ehe der FSV im fünften Treffen erstmals gewann). 5:2-Siege bei einem weiteren Unentschieden (2:2 am 22.2.1998) lautet die restliche Bilanz der Mittelfranken gegen den Klub aus der Gutenberg-Stadt, was insgesamt also 18 Fürther Siege bei lediglich zwei Remis und acht Niederlagen (gesamt 52:38 Tore) in die Statistik einfließen läßt – womit das „Kleeblatt“ durchaus als Mainzer „Angst-Gegner“ bezeichnet werden darf.

10-Branimir Hrgota (FÜ) gegen 4-Jeremiah St. Juste

Rückhalt Burchert + ein Sondertrikot „Nie wieder“!

Insoweit überrascht(e) der neuerliche Heimsieg also weniger, wiewohl die Rheinhessen an einer Verbesserung dieser negativen Ausbeute jedes Mal aufs Neue ebenso interessiert sein dürften, wie Fürth jede nur erdenkliche Möglichkeit auf Punktgewinne suchen muss. Dabei half diesmal mit Sascha Burchert erneut auch der Fürther Schlussmann, dessen Einsatz von Beginn an nach der Verpflichtung von Andreas Christopher Linde (der schwedische Olympia-Teilnehmer kam von Molde FK) alles andere als sicher schien. Der frühere „Ersatz“-Kapitän indes stand seinen Mann im „Kleeblatt“-Kasten ebenso wie seine Vorderleute die nötigen Tore für den erhofften zweiten (Heim-)Sieg der laufenden Spielzeit beisteuerten.

Zweikampf zwischen 18-Daniel Brosinski und 16-Havard Nielsen (FÜ) vor Fürths Trainer Stefan Leitl

Gute Tat am Rande: Mit einem Sondertrikot setzten Haupt-Sponsor „Hofmann Personal“, der dafür die „Werbe-Brust“ freimachte, und die Spielvereinigung ein Mal mehr zusammen ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung. Diese Unterstützung der Aktionen zum Deutschland-weiten Erinnerungstag „Nie wieder“ im Profi-Fußball findet jährlich statt rund um den 27. Januar, den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Das „Kleeblatt“ und „Hofmann Personal“ verbinden und verbanden dies mit ihrem bereits 2020 initiierten Motto „Vielfalt gewinnt“ – dem gemeinsamen Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung.

Darüber hinaus engagierte sich die SpVgg Greuther Fürth mit einer Plakat- und Online-Kampagne für das Thema. Als Träger dafür traten Profis des Vereins und der Extrem-Sportler sowie Musiker Joey Kelly in Erscheinung.

Freude bei Fürths Spielern (18-Marco Meyerhöfer, 4-Maximilian Bauer, 24-Nick Viergever, 22-Sebastian Griesbeck und 30-Sascha Burchert) nach dem zweiten Sieg

Nächstes Heimspiel für die SpVgg Greuther Fürth:

Bereits drei Spieltage nach ohnehin kurzer Winterpause und dem Wiederbeginn im Jahr 2022 legt die Bundesliga Ende Januar schon wieder eine Pause ein. Grund für diese Unterbrechung des Spielbetrieb sind Länderspiele, die 2020 wegen der „Corona“-Pandemie abgesagt werden mussten und nun nachgeholt werden sollen. Zwar war (und ist) davon der Fußball in Europa nicht direkt betroffen, wegen der fälligen Abstellungs-Pflicht von Spielern für National-Mannschaften auch anderer Regional-Verbände als der Europäischen Fußball-Union (UEFA) greift der Ersatz-Termin für deutsche Vereine ebenso wie für alle anderen europäischen Klubs.

Der „Ratsausschuss“ des Weltfußball-Verbandes (FIFA) hatte das wie folgt bereits im August 2020 so entschieden: „Das Länderspielfenster vom 31. August bis 8. September 2020 wird durch ein Fenster vom 24. Januar bis 1. Februar 2022 ersetzt – für alle Konföderationen außer der UEFA.“

22. SPIELTAG – 12. FEBRUAR 2022 (SAMSTAG, 15:30 UHR): SpVgg GREUTHER FÜRTH – Hertha BSC Berlin im „Sportpark Ronhof | Thomas Sommer“ (kein Pflichtspiel in der Vorsaison – in der Hinrunde der laufenden Spielzeit 2021/22 in Berlin 1:2 = für Hertha BSC; letzte Aufeinandertreffen zuvor in der Saison 2010/11 der 2. Bundesliga jeweils 0:2 = in Berlin wie in Fürth für Hertha)

Statistik zum Punktspiel der 20. Runde der Saison 2020/21 in der Fußball-Bundesliga

SpVgg Greuther Fürth – 1. FSV Mainz 05 2:1 (1:0)

SpVgg: 30 Burchert – 10 Hrgota (C = Kapitän), 13 Christiansen, 15 Willems (69. 27 Itter), 18 Meyerhöfer, 21 Tillman (85. 11 Abiama), 22 Griesbeck, 24 Viergever, 28 Dudziak (77. 16 Nielsen), 33 Seguin, 40 Leweling (85. 4 Bauer) / ohne Einsatz auf der Bank: 26 Linde – 2 Asta, 9 Pululu, 23 Jung / Chef-Trainer: Stefan Leitl.
Mainz: 27 Zentner – 3 Aarón (66. 42 A. Hack), 4 St. Juste, 6 Stach (72. 22 Stöger), 7 Lee (72. 26 Nebel), 8 Barreiro Martins, 9 Onisiwo, 16 Bell (66. 5 Boëtius), 19 Niakhaté (C), 29 Burkardt, 30 Widmer (79. 18 Brosinski) / ohne Einsatz auf der Bank: 1 Dahmen – 23 Lucoqui, 24 Papela, 34 Nemeth / Interims-Chefcoach: Babak Keyhanfar (in Vertretung des wegen der vierten Gelben Karte gesperrten Chef-Trainers Bo Svensson).
Tore: 1:0 28 Dudziak (12. Spielminute – Schuß aus zentraler Position und 15 Metern Tor-Entfernung als leicht angehobener Schlenzer mit der Innenseite des linken Fußes bei der dritten Ball-Berührung/-Streichlung, jedesmal mit links + vorbei am herausstürzenden Mainzer Keeper 27 Zentner ins aus Schützensicht linke untere Eck des Gäste-Gehäuses nach perfekter An- und Mitnahme des Spielgeräts, das Fürths 33 Seguin nach dessen Eroberung in Folge eines schlechten Mainzer Zuspiels von 19 Niakhaté auf den vor der Saison vom „Kleeblatt“ zum „Karnevals-Klub“ gewechselten 6 Stach direkt + perfekt in den Strafraum gepasst hatte; vorausgegangen war ein Spielaufbau über die linke Fürther Angriffsseite mit Direkt-Kombination und Doppelpaß von 10 Hrgota und 15 Willems auf Höhe der Mittellinie an der Außenlinie + ein Zuspiel des SpVgg-Spielführers auf 40 Leweling, der in dieser Situation an 05-Innenverteidiger 19 Niakhaté hängen blieb), 2:0 16 Bell = unglückliches Eigentor beim Rettungsversuch aus drei Metern Torentfernung, das zwei möglichen Fürther Anspiel-Stationen die Arbeit der Vollstreckung abnahm (66. – nach erneutem punktgenauem + damit wiederum überragendem Zuspiel von 33 Seguin entschied sich 28 Dudziak statt eines Abschlusses mit dem linken Fuß aus zunehmend spitzer werdendem Winkel für einen Quer- bzw. Rückpaß, auf den sowohl 10 Hrgota wie 40 Leweling in Position laufend warteten), 2:1 9 Onisiwo (90+3. – Kopfball, halb im angedeuteten Flug, nur etwas mehr als zwei Meter vor der Torlinie am langen rechten Pfosten nach Butter-weicher Flanke von links von 22 Stöger, den der Ball erreichte nach dem achten und letzten Eckball der alles nach vorne werfenden Mainzer von der gegenüberliegenden rechten Angriffsseite; den hatte 18 Brosinski kurz ausgeführt auf 5 Boëtius, dessen Flanke 42 A. Hack per Kopf statt aufs Fürther Gehäuse zu 22 Stöger beförderte und damit wie alle vier Vorbereiter des an diesem Tag einzigen FSV-Treffers ein eingewechselter Akteur).
Ecken: Fürth 7 (auch wenn auf der Anzeigetafel im „Ronhof“ eine mehr aufleuchtete, zählten wir nach der Pause 5, vorm Seitenwechsel 2 + damit bereits nach etwas mehr als 47 Spielminuten inklusive Zugabe in Halbzeit 1 doppelt so viele wie beim gesamten vorherigen torlosen Rückrunden-Auftakt gegen den VfB Stuttgart) – Mainz 8 (jeweils 4 in beiden Halbzeiten).
Schiedsrichter: Robert Schröder (SG Blaues Wunder Hannover / DFB-LV Niedersachsen) – Assistenten: Jan Clemens Neitzel-Petersen (FC Eintracht Norderstedt / DFB-LV Schleswig-Holstein) + Robert Wessel (SV Stern Britz, Berlin-Neukölln / DFB-LV Berlin) / 4. Offizieller: Michael Bacher (SV Amerang / DFB-LV Bayern) / Video-Assistent: Dr. Martin Thomsen (SV 06 Donsbrüggen / DFB-LV Niederrhein).
Gelbe Karten: Fürth 1 = 33 Seguin (86., wegen Foulspiels) – Mainz 1 = 62 Nebel (88., wegen Foulspiels).
Gelb-Rote Karte: keine.
Rote Karte: keine.
Zuschauer: KEINE (zahlenden) = „Geister-Spiel“ – gemäß aktueller “Corona-Maßgaben” der Politik.

Text: Klaus Meßenzehl / Pressedienst Nürnberg
Titelfoto: Nach seinem Tor zur 1:0-Führung jubelt 28-Jeremy Dudziak (FÜ) vor 19-Moussa Niakhate, 40-Jamie Leweling (FÜ) und 3-Aaron
Fotos: WFS / ISPFD
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