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Eishockey

DEL: Nürnberg Ice Tigers – Augsburger Panther 5:1

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Nach je 4 Siegen + 3 Niederlagen in Folge ein (zudem deutlicher) Erfolg!

Das war dann doch mal wieder eine Zeichensetzung: Nach vier Siegen hintereinander hatten die Nürnberg Ice Tigers Hoffnungen bei ihren Anhängern geweckt, von den „Pre-PlayOff“-Rängen 7 bis 10 sogar noch Richtung direkte „PlayOff“-Qualifikation (Plätze 6 und besser) zu steuern, was angesichts der folgenden drei Niederlagen am Stück (gegen in der Tabelle schlechter platzierte Mannschaften) jedoch erst mal mißlang.

Der Puck zappelt im Tor von Augsburgs #31 Olivier Roy (re.), geschossen von Nürnbergs #29 Nicholas Welsh (hinten).

So kam dem Gastspiel der “Panther” des Augsburger EV besondere Bedeutung zu, weil der Klub aus Schwaben seinem Konkurrenten aus Mittelfranken im Nacken saß – dank früher Führung und eines starken ersten Spieldrittels kehrten die Mannen von NIT-Chefcoach Thomas „Tom“ Rowe jedoch trotz Licht und Schattens mit einem am Ende deutlichen 5:1 (3:0, 1:1, 1:0) in die Erfolgsspur zurück!

Wer weiß, wofür es also gut war für die Eishockey-Cracks aus der Noris, dass die Partie gegen die „Adler“ des Mannheimer ERC wegen deren 3. „Corona“-Impfung verschoben wurde (vom 4. Januar auf 16. März) und so der arg kurze Spiel-Rhythmus wenigstens in dieser Phase ersetzt werden konnte durch etwas mehr Regeneration und Training. Hoch genug ist die Belastung ja immer noch: Mit sage und schreibe zwölf Begegnungen innerhalb 31 Tagen (also eines Monats) vom Jahresende 2021 bis zur gut dreiwöchigen Olympia-Pause im Februar 2022 heißt es für die Rowe-Schützlinge, alle zwei bis drei Tage ihre Schlittschuhe für ein Punktspiel zu schnüren.

Nürnbergs #6 Julius Karrer (re.) checkt Augsburgs #24 T.J. Trevelyan (li.).

In weniger als vier Monaten haben die Ice Tigers seit Anfang/Mitte September vorigen Jahres bis über den Jahreswechsel hinaus bereits 33 Partien absolviert und liegen damit mehr oder weniger ziemlich genau im Durchschnitt aller Teams der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Die „Tigers“ des EHC Straubing (30) gehören zu den vier Mannschaften mit weniger Punktspielen, die „Haie“ des Kölner EC (mit bereits 38 von 56 auszutragenden Matches der Hauptrunde ein Ausreißer nach oben) zu den zehn Teams mit mehr Spielen als Nürnberg.
Olympia: DEL muss Profis abstellen, NHL nicht . . .

Angesichts der zahlreichen bereits nötigen Spielabsagen und -Verlegungen sorgt sich DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke um den Fortgang der Saison 2021/22: „Uns gehen die Spieltage aus. Wir können die Mannschaften ja nicht dauerhaft vier Mal pro Woche spielen lassen.“

Nürnbergs #8 Tyler Sheehy (hinten) traf zum 3-0. Unten Augsburgs Torwart #31 Olivier Roy.

Zumal mit den „Grizzlys“ Wolfsburg, Iserlohn „Roosters“ und dem EHC RB München mittlerweile drei Teams mehr oder weniger komplett in Quarantäne gesetzt werden mussten. Und es bleibt offen, ob sich diese Zahl womöglich noch erhöht . . .

Die Klubs der National Hockey League (NHL) in Nord-Amerika haben auf Grund derselben Problematik ihre Konsequenzen gezogen und stellen keine Aktiven ab zu den Olympischen Spielen 2022 (4. bis 20. Februar, das Eishockey-Turnier beginnt einen Tag früher) in Beijing. Die DEL-Vereine jedoch sind auf Grund einer entsprechenden Vereinbarung verpflichtet, ihre Akteure nach China reisen zu lassen, soweit diese das wollen – und wer will das nicht!?!

Nürnbergs #15 Charlie Jahnke (re.) scheitert an Augsburgs #31 Olivier Roy (li.).

Nach Rowe + MacLeod verlängerte auch Welsh

NIT-Sportdirektor Ustorf erneuerte derweil die bereits zuvor von Geschäftsführer Wolfgang Gastner aufgeworfene Frage nach einer nochmaligen Aussetzung zumindest des Abstiegs aus der DEL – die sportliche Grundlage für einen korrekten Verlauf der aktuellen Spielzeit angesichts der „Corona“-Einflüsse bewertet Stefan Ustorf mit klaren Worten: „Es gibt keine mehr. Die sportliche Fairneß in DEL, DEL2 und Oberliga – die ist vorbei!“

Zusammen mit den übrigen Verantwortlichen bastelt er trotzdem unverdrossen weiter fleißig an der mittelfristigen Zukunft der Mannschaft. Nach den Verlängerungen der Verträge mit Chef-Trainer Rowe (bis 2024) und Torjäger Gregor Mac Leod (bis 2023 – wir berichteten) konnte auch Nicholas Welsh davon überzeugt werden, zumindest ein weiteres Jahr seine Eishockey-Stiefel für die Ice Tigers zu schnüren.

Hier scheitert Nürnbergs #25 Daniel Schmölz (re.) an Augsburgs #31 Olivier Roy (li.).

Drei Tore (jüngst sein drittes im Powerplay zum 5:1-Endergebnis gegen Augsburg) und 15 Assists machen den 24-Jährigen Kanadier bei 27 Einsätzen zum aktuell punktbesten NIT-Verteidiger. Mit deutlich mehr als 20 Minuten pro Spiel weist der im Sommer 2021 von den Rochester Americans aus der American Hockey League (AHL) nach Nürnberg gewechselte Übersee-Akteur außerdem die meiste Eiszeit aller Ice Tigers auf.

Augsburgs #78 Chad Nehring (unten) mit vollem EInsatz den Puck an Nürnbergs #6 Julius Karrer (li.) vorbei zu bringen.

So geht’s weiter für die Ice Tigers . . .

9. JANUAR 2021 (SONNTAG, 14 UHR): EHC „Eisbären“ Berlin – NÜRNBERG ICE TIGERS (Vorsaison 3:1 + 4:3 n.V. / nur 2 Spiele gegen die Klubs der Nord-Gruppe + in der laufenden Runde am 7.10.2021 in Nürnberg 6:2 = für die Eisbären sowie am 28.11.2021 in Berlin 1:3 = für die Ice Tigers)
11. JANUAR 2021 (DIENSTAG, 18:30 UHR): NÜRNBERG ICE TIGERS – EHC Straubing „Tigers“ in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ (Vorsaison 2020/21 = 4:3, 2:3, 3:2, n.V. 3:4 + in der laufenden Runde am 26.9.2021 in Nürnberg 6:3 sowie am 29.10.2021 in Straubing 5:3 = jeweils für die NIT)

Nürnbergs #77 Tim Bender (li.), #15 Charlie Jahnke (mi.) und Augsburgs #41 Maximilian Eisenmenger (re.).

Statistik zum jüngsten Heim-Spiel der Nürnberg Ice Tigers in der „PENNY DEL“-Saison 2021/22

Nürnberg Ice Tigers – Augsburger EV „Panther“ 5:1 (3:0, 1:1, 1:0)

Ice Tigers: 31 Treutle (60:00 Spielminuten), 38 Dubeau (ohne Einsatz) – 6 Karrer, 8 Sheehy, 11 Brown (A), 13 Stoa, 15 Jahnke, 17 Reimer (C = Kapitän/Spielführer), 19 Fleischer, 22 Mebus, 24 M. Weber (A = Assistent-Spielführer), 25 Schmölz, 26 Lobach, 29 Welsh, 48 J. Ustorf, 55 Parlett, 67 Friedrich, 71 Bodnarchuk, 74 Fox, 77 Bender, 89 MacLeod / Mannschaftsleiter: Manuel Kofler – Chef-Trainer: Manuel Kofler (laut offiziellem Spielberichtsbogen, statt dem eigentlichen „Boss“ Thomas „Tom“ Rowe) – Co-Trainer: „Tom“ Rowe (zumindest laut DEL-Information).
AEV „Panther“: 31 Roy (60:00), 35 Keller (ohne Einsatz) – 2 Lamb (C), 4 Haase (A), 6 Sternheimer, 11 Payerl, 14 Mag. Eisenmenger, 19 LeBlanc (A), 22 Valentine, 24 Trevelyan, 28 Rogl, 41 Max. Eisenmenger, 44 Clarke, 64 Graham, 65 Länger, 73 Puempel, 74 Saponari, 77 Campbell, 78 Nehring, 89 McClure / Mannschaftsleiter: Duanne Moeser – Chef-Trainer: Mark Pederson – Co-Trainer: Pierre Beaulieu.
Tore: 1:0 11 Brown – keine Assistenten (Spielzeit 3:37 – nach Puck-Eroberung an der eigenen blauen Linie und erfolgreichem Laufduell gegen Augsburgs 73 Puempel tauchte der genesene Co-Kapitän, den Trainer Rowe für 23 Ribarik wieder ins NIT-Team genommen hatte, alleine vor dem Gäste-Gehäuse auf und verwandelte gegen den machtlosen AEV-Goalie Roy ebenso perfekt wie unhaltbar zu seinem 6. DEL-Treffer der laufenden Saison), 2:0 74 Fox – 55 Parlett + 24 Weber (7:19 – „Abstauber“ aus Nahdistanz nach herrlicher Vorarbeit von 55 Parlett, der um den Augsburger Kasten gekurvt war und die Scheibe mit einem „Bauerntrick“ Richtung gegnerisches Gehäuse zu bringen versucht hatte), 3:0 8 Sheehy – 6 Karrer + 15 Jahnke (10:58 – 16. DEL-Saisontor des 26-jährigen US-Amerikaners bei Nürnberger 4:5-Unterzahl nach herrlichem Zusammenspiel mit den Vorbereitern), 4:0 74 Fox – 8 Sheehy + 89 MacLeod (27:45 – immerhin auch bereits DEL-Treffer Nummer 11 der laufenden Spielzeit des 28-jährigen Kanadiers nach Herausnahme von Torhüter 31 Treutle auf Grund einer angezeigten Strafe für Augsburg in 6:5-Überzahl auf dem Feld; inklusive klugem zweimaligem Anlauf, nachdem der Puck das eigene Angriffsdrittel jeweils verlassen hatte), 4:1 6 Sternheimer – 41 Max. Eisenmenger + 22 Valentine (28:12), 5:1 29 Welsh – 74 Fox + 55 Parlett (41:42 – bei 5:4-Überzahl Nürnberg war es das DEL-Tor Nummer 3 des 24-jährigen Kanadiers, dessen Vertragsverlängerung um ein Jahr bis 2023 die Ice Tigers erst zwei Tage zuvor verkündet hatten).

Augsburgs #73 Matt Puempel (li.) und Nürnbergs #77 Tim Bender (re.).

Haupt-Schiedsrichter: #5 André Schrader (Bochum, seit 2017 als Nachfolger von Lars Brüggemann Profi-Schiedsrichter / Zugehörigkeit zu einem Verein und/oder DEB-Landesverband unbekannt) + #7 Marian Rohatsch (Vereinszugehörigkeit unbekannt, früher Spieler der Hannover Indians / wohnhaft in Palling, Landkreis Traunstein/Oberbayern / DEB-LV Bayern) + #11 Sirko Hunnius (Zugehörigkeit des gebürtigen Berliners zu einem Verein und/oder DEB-Landesverband unbekannt).
Linienschiedsrichter: Tim Heffner (Vereinszugehörigkeit des gebürtigen Bietigheimers ebenso unbekannt wie der zuständige DEB-Landesverband) + #97 Mariuas Wölzmüller (Augsburger EV Panther / DEB-LV Bayern).
Punktrichter: Michael Feldmann (Nürnberg).
Strafen bzw. Strafzeiten: NIT 4 = 16 Minuten; davon allerdings nur 4 mit Unterzahl-Folge, weil die beiden Hinausstellungen gegen 11 Brown zuerst als persönliche Disziplinarstrafe und dann zusammen mit Augsburgs 44 Clarke erfolgten (3 x 2 + 1 x 10 – je 1 im 1. + 2 sowie 2 im 3. Drittel) = 13 Stoa (9:28, wegen „Interference“ = Behinderung) + 11 Brown (38:32, 10 Minuten Disziplinarstrafe wegen „Unsportslike conduct“ = Provozierens einer Zeitstrafe + 50:12, wegen „Interference“ = Behinderung zeitgleich mit Augsburgs 44 Clarke – wie angemerkt jeweils ohne Folge für die Anzahl der Nürnberger Akteure auf dem Eis) + 71 Bodnarchuck (54:30, wegen „Interference“ = Behinderung) – AEV 5 = 31 Minuten (3 x 2 + 1 x 5 plus 20 – 1 im 1. + je 2 im 2. + 3. Drittel) = 64 Graham (12:39, wegen „Tripping“ = Beinstellens) + 11 Payerl (38:02, 5 Minuten mit der Folge Unterzahl plus 20 Minuten persönliche Disziplinarstrafe und vorzeitigem Abgang in die Kabine wegen „Kneeing“ = Knie-Checks; nach entsprechender Entscheidung auf dem Eis plus Video-Überprüfung wie -Bestätigung der Unparteiischen als große Strafe – auf der Strafbank abgesessen von 14 Magnus Eisenmenger) + 6 Sternheimer (44:28, wegen „Tripping“ = Beinstellens) + 44 Clarke (50:12, zeitgleich mit Nürnbergs 11 Brown wegen „Diving or embellishment“ = laut Regelwerk „Schwalbe / Täuschung“ (versuch vor den Schiedsrichtern), vom Stadionsprecher zunächst als Stockschlag gewertet und verkündet).
Zuschauer: KEINE (zahlenden) in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ – gemäß aktueller „Corona“-Richtlinien.

Text: Klaus Meßenzehl / Pressedienst Nürnberg
Titelfoto: Augsburgs Maximilian Eisenmenger und Nürnbergs Gregor MacLeod.
Fotos: Thorsten Schönberger / ISPFD
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