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Fußball

Liga 1: SpVgg. Greuther Fürth – FC Augsburg 0:0

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Ein Punkt im bayerischen Kellerduell am Ende zu wenig?

Die Spielvereinigung (SpVgg) Greuther Fürth beendete ein außergewöhnliches Jahr 2021 mit einer ähnlich außergewöhnlichen Woche: Vier von bislang (gerade mal) fünf Punkten der Hinrunde der zweiten Zugehörigkeit zur Fußball-Bundesliga nach 2012/13 konnten in den letzten drei Partien und so innerhalb von lediglich etwas mehr als sechs Tagen verbucht werden!

21-Andi Zeqiri gegen 33-Paul Seguin (FÜ) und 22-Sebastian Griesbeck (FÜ)

Nach dem doch eher überraschenden zweiten (Direkt-)Aufstieg des „Kleeblatts“ ins deutsche Fußball-Oberhaus neun Jahre nach der Premiere gab es zum Ende einer höchst durchwachsenen Vorrunde der Saison 2021/22 doch noch Grund zur Freude: Zunächst gelang dem einstigen dreimaligen Deutschen Meister gegen den 1. FC Union Berlin (1:0) der historische allererste Bundesliga-Heimsieg und nach einem unglücklichen 0:3 (0:1) in der das Jahr abschließenden „englischen Woche“ beim Tabellen-Zweiten Borussia Dortmund folgte im torlosen bayerischen Derby mit dem FC Augsburg immerhin der fünfte Heimpunkt, nachdem es zwischenzeitlich zwölf Runden am Stück nur Niederlagen gesetzt hatte.

40-Jamie Leweling (FÜ) gegen 22-Lago Amaral Borduchi

Dass es im „Keller-Duell“ mit dem bayerischen Nachbarn und Rivalen aus der Fuggerstadt keinen einzigen Treffer gab, hat einen positiven Aspekt und einen weniger erfreulichen: Als gut können die Protagonisten verbuchen, dass in zwei Heim-Begegnungen hintereinander kein Gegentor zugelassen wurde – kritischer betrachtet ist festzustellen, dass in diesen beiden Partien (ebenso wie zusätzlich zur Reise Mitte der Woche nach Dortmund und damit in drei Spielen in Folge) nur ein einziger Tor-Abschluß erfolgreich war.

3-Mads Giersing Pedersen gegen 18-Marco Meyerhöfer (FÜ)

Rückstand vergrößert trotz des Punktgewinns.

Und es bleibt natürlich festzuhalten, dass angesichts der Situation, als „Schlußlicht“ der Liga den ebenfalls vom Abstieg bedrohten Tabellen-Drittletzten zu erwarten, ein Sieg eigentlich Pflicht gewesen wäre. Zumindest, wenn denn der Klassenerhalt noch einmal in ernsthaft greifbare Nähe rücken soll. Wiewohl auch insofern die positive Analyse lauten könnte, dass eine Niederlage entsprechende aufkeimende Hoffnungen gleich wieder im Keim erstickt hätte.

40-Jamie Leweling (FÜ) gegen 10-Arne Maier

Allerdings: So wenig der Abstand von 13 Punkten auf den FCA verringert werden konnte, so deutlich vergrößerte sich der Rückstand auf einen Teil der Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt – weil der DSC Arminia Bielefeld (zweiter Gegner der Fürther nach der kurzen Winterpause über Weihnachten und Neujahr und jetzt elf Punkte vor dem „Kleeblatt“ Vorletzter) bei RasenBallsport Leipzig mit 2:0 gewann. Und der VfB Stuttgart (zum Wiederbeginn erster Gast des Jahres 2022 im „Ronhof“) konnte seinen Abstand von zwölf Zählern auf Fürth vor seinem letzten Auftritt des Jahres in Köln ebenfalls noch vergrößern.

11-Michael Gregoritsch gegen 22-Sebastian Griesbeck (FÜ)

Diese Situationsbeschreibung ist ernüchternd, aber sie bedeutet trotz allem keineswegs das Ende. Und selbst wenn der Mannschaft von Chefcoach Stefan Leitl und seinem Trainerteam die nötige Aufholjagd am Ende doch nicht gelingen sollte – die Entwicklung der Aktiven bleibt eine lohnende Aufgabe; zumal die außergewöhnliche Situation rund um die „Corona“-Pandemie völlig offen läßt, wie die nähere wie auch mittlere Zukunft aussieht, in der die administrative Führung der Spielvereinigung allem Anschein nach ähnlich klug zu Werke geht wie im sportlichen Bereich!

4-Maximilian Bauer (FÜ) gegen 11-Michael Gregoritsch

Green verlängerte, kommt Karius als Funk-Ersatz?

Dort arbeiten die Verantwortlichen in der Zwischenzeit ziemlich geräuschlos an der personellen Weiterentwicklung des Kaders. Dazu gehört etwa die vorzeitige Verlängerung des Vertrages von Julian Wesley Green um zwei Jahre bis 2024. Der 26-jährige offensive Mittelfeldspieler, in Tampa/Florida geboren und nach ersten Stationen bei FC Miesbach sowie SG Hausham in der Jugend des FC Bayern München ausgebildet, kam beim FCB II auf 51 Einsätze und 25 (!) Tore, ehe der Deutsch-Amerikaner (U16, U17 + U19 des DFB, dazwischen U18 der USA sowie später A-Nationalspieler mit bislang 15 Einsätzen + 4 Toren) erste Bundesliga-Stationen beim Hamburger SV (2014/15, 5 Spiele plus einmal für HSV II) und VfB Stuttgart (2017, 10/1 Tor) absolvierte und schließlich 2017 nach Fürth kam.

Dieses Signal verdeutlicht, dass sowohl der Verein an den derzeit nicht zur Stamm-Elf gehörenden Spieler glaubt wie umgekehrt auch Julian Green an seine Chance beim (zumindest Noch-)Bundesligisten, der an anderer Stelle ganz andere Probleme zu lösen hat:

10-Arne Maier gegen 4-Maximilian Bauer (FÜ)

Nach dem Ausfall von Marius Funk und dessen (inzwischen in Straubing erfolgter erfolgreicher) Knie-Operation, die einen Einsatz im weiteren Verlauf der Saison unmöglich macht, wird – unabhängig davon, dass „Ersatz-Torhüter“ und „Wieder-Nummer 1“ Sascha Burchert tadellos hält (gegen den FCA rettete der 32-jährige Schlußmann mehrmals den Punkt!) – die Frage diskutiert, ob ein zweiter erfahrener Torhüter nötig ist. Und da geistert der Name Loris Karius durch Gazetten wie das Internet.

Sportdirektor Rachid Azzouzi will dazu allerdings keine „Wasserstands-Meldungen“ abgeben. Wiewohl der 28-jährige Karius, der bereits in der Jugend eine bewegte Vergangenheit hatte (SG Mettenberg, SSV Ulm 1846, VfB Stuttgart + Manchester City/U18), eine Menge Erfahrung mitbringt. Nach Einsätzen in der Reserve von ManCity führte der Weg des in Biberach an der Riß (also in Baden-Württemberg) geborenen deutschen U16 bis U21-Nationaltorhüters zurück ins Geburtsland zu Bundesligist 1. FSV Mainz 05 (91 Einsätze + 27 beim FSV II von 2011–16), ehe das Kraftpaket vom FC Liverpool mit einem Vertrag bis Sommer 2022 an die Traditions-reiche „Anfield Road“ gelockt wurde. Nach 29 Einsätzen und der zweifelhaften Aktion von Real Madrids Sergio Ramos im Endspiel der Champions League 2018 von Kiew (1:3) folgten Ausleihen an Beşiktaş Jimnastik Kulübü (BJK) Istanbul (55 Einsätze 2018–20) und 1. FC Union Berlin (4 Spiele bis Sommer 2021).

Geht’s künftig weiter bei der SpVgg Greuther Fürth?

9-Sergio Cordova gegen 4-Maximilian Bauer (FÜ)

So geht’s weiter für die SpVgg Greuther Fürth:

18. SPIELTAG – 8.JANUAR 2022 (SAMSTAG, 15:30 UHR): SpVgg GREUTHER FÜRTH – VfB Stuttgart 1893 im „Sportpark Ronhof | Thomas Sommer“ (kein Pflichtspiel in der Vorsaison – in der laufenden Runde 2021/22 beim Punktspiel-Auftakt in der „Schwaben-Metropole“ 1:5 = für Stuttgart; letzte Begegnungen davor 2:0 + 0:2 in der Saison 2019/20 der 2. Fußball-Bundesliga)

Statistik zum Punktspiel der 17. Runde der Saison 2020/21 in der Fußball-Bundesliga

SpVgg Greuther Fürth – FC Augsburg 0:0

SpVgg: 30 Burchert – 4 Bauer, 10 Hrgota (C = Kapitän, die Armbinde ging nach seiner Auswechslung an 33 Seguin / 82. 11 Abiama)), 13 Christiansen, 15 Willems, 16 Nielsen, 18 Meyerhöfer, 21 Tillman (71. 28 Dudziak), 22 Griesbeck, 33 Seguin (ab 74. C = Spielführer), 40 Leweling / ohne Einsatz auf der Bank: 25 Schaffran – 2 Asta, 8 Seufert, 14 Sarpei, 19 Itten, 27 Itter, 37 Green / Chef-Trainer: Stefan Leitl.
FCA: 1 Gikiewicz – 2 Gumny, 3 Pedersen (46. 16 Vargas Martinez), 4 Oxford, 6 Gouweleeuw (C = Kapitän), 10 Maier, 20 Caligiuri (73. 17 Sarenren Bazee), 21 Zeqiri (59. 9 Cordova), 22 Iago, 28 Hahn (59. 11 Gregoritsch), 30 Dorsch / ohne Einsatz auf der Bank: 40 Koubek – 14 Moravek, 26 Winther, 32 Framberger, 38 Salifou / Trainer: Markus Weinzierl.
Tore: keine.
Ecken: Fürth 6 (1 vor und 5 nach der Pause) – FCA 5 (4 vor und 1 nach Seitenwechsel).
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (1. FC Niederkassel / DFB-Landesverband: FV Mittelrhein) – Assistenten: Mike Pickel (TuS Grün-Weiß Mendig / DFB-LV Rheinland) + Frederick Assmuth (Fortuna Bensberg / DFB-LV Rheinland) / 4. Offizieller: Florian Lechner (PSV Wismar / DFB-LV Mecklenburg-Vorpommern) / Video-Assistent: Sören Storks (VfL Ramsdorf 1936, Münsterland / DFB-LV Westfalen).
Gelbe Karten: Fürth 2 = 15 Willems (77., wegen Foulspiels), 9 Abiama (90., wegen Foulspiels) – FCA = 20 Caligiuri (38., wegen Foulspiels), 4 Oxford (64., wegen Foulspiels), Iago (84., wegen Foulspiel).
Gelb-Rote Karte: keine.
Rote Karte: keine.
Zuschauer: 0 (zahlende) = „Geister-Spiel“ – gemäß aktueller “Corona-Maßgaben” der Politik.

Text: Klaus Meßenzehl / Pressedienst Nürnberg
Titelfoto: 40-Jamie Leweling (FÜ) gegen 22-Lago Amaral Borduchi
Fotos: Jürgen Baumann / ISPFD
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