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Fußball

Liga 1: SpVgg. Greuther Fürth – 1. FC Union Berlin 1:0

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1. Bundesliga-Heimsieg: „Kleeblatt“-Geschichte dank Håvard Nielsen!

Es geschehen noch Zeichen und Wunder – vielleicht aber ist es ja auch nur der ganz normale Wahnsinn des Fußballs: Am 14. Spieltag der Saison 2021/22 der Bundesliga setzte die SpVgg Greuther Fürth ihre Talfahrt mit einer 1:7 (1:3)-„Rekord-Klatsche“ bei Bayer 04 Leverkusen fort (das einzige Tor beim Achtelfinal-Teilnehmer der Europa League gelang Jeremy Dudziak in der 33. Spielminute zum zwischenzeitlichen, da noch Hoffnung-bringenden 1:2) und baute die neue „Rekord-Niederlagen-Serie“ damit auf „Zwölf am Stück“ aus – acht Tage danach schrieb der „Aufsteiger-Rückkehrer“ aus Franken mit seinem allerersten Bundesliga-Heimsieg in der zweiten eigenen Erstliga-Spielzeit erneut Fußball-Geschichte!

27-Sheraldo Becker gegen 33-Paul Seguin (FÜ)

Das 1:0 (0:0) gegen den „Ersten (1.) Fußballclub (FC) Union Berlin e. V.“, der nach zehnjähriger ununterbrochener Zweitliga-Zugehörigkeit 2018 und damit sechs Jahre nach den Fürthern erstmals ins Fußball-Oberhaus aufgestiegen war, bedeutet den allerersten Bundesliga-Heimsieg und die ersten drei Punkte in heimischer Umgebung – im mittlerweile bereits 24. Auftritt auf eigenem Rasen. Wenngleich (oder vielleicht sollte es besser heißen: Noch dazu) ohne Publikum, das wegen „Corona“ ausgeschlossen blieb und nach dem Ende der Partie wenigstens mit einem angedeuteten Auto-Korso respektive Hupkonzert den außergewöhnlichen Augenblick feierte.

Im Getümmel schickt 16-Havard Nielsen (FÜ) den Ball zur 1:0-Führung auf den Weg

Vier Punkte aus der gesamten Spielzeit 2012/13 im heimischen „Sportpark Ronhof | Thomas Sommer“ dank damals vier Unentschieden (auf Reisen gab’s sogar fünf und dazu vier Siege = 17 Auswärts-Zähler) stehen nun nach 15 Runden ebenso viele Zähler in der Heim-Tabelle der aktuellen Runde auf der Habenseite gegenüber. Und so regt sich (zumindest bei den Anhängern) ein klitzekleines Fünkchen Hoffnung, den schier unaufholbaren Rückstand auf die Konkurrenz womöglich doch noch wettmachen zu können: Zwölf Punkte sind es auf Relegations-Rang 16, den derzeit der nächste Heim-Gegner FC Augsburg mit 16 Zählern innehat – und „nur“ einer mehr auf den Klassenerhalts-Platz 15; den belegt mit 17 Zählern jener VfB Stuttgart, bei dem die laufende Saison mit einer 1:5-Niederlage so wenig verheißungsvoll fürs (nur 3-blättrige) „Kleeblatt“ begonnen hatte und der erster Gegner im Jahr 2022 sein wird.

Ein jubelnder Torschütze 16-Havard Nielsen (FÜ) wird nach seinem Tor zur 1:0-Führung gefeiert

Erinnerung an Felix Klaus + seinen Papa Fred . . .

In der Spielzeit 2012/13 war dem „Kleeblatt“ nach deren erstmaligem Aufstieg in die Elite-Liga des deutschen Fußballs kein einziger Heimsieg geglückt. Dafür gab es immerhin vier Erfolge in der Fremde. Und der erste gleich nach der 0:3-Heim-Niederlage zum Saison-Auftakt gegen den damaligen Vorsaison-Vize-Meister wie Vize-Pokalsieger FC Bayern München (der damit seine Serie von bislang neun Meisterschaften am Stück startete) im folgenden allerersten Auswärtsspiel am 2. Spieltag mit 1:0 (0:0) beim 1. FSV Mainz 05.

15-Jetro Willems (FÜ) versucht 27-Sheraldo Becker aufzuhalten

Damals, am 31. August 2012 (einem Freitag-Abend), trug sich Felix Klaus (über SC Freiburg, Hannover 96 und VfL Wolfsburg inzwischen bei Fortuna Düsseldorf gelandet) mit seinem „Tor des Tages“ nach Vorlage von „Joker“ Ilir Azemi in die Fußball-Geschichtsbücher ein. Der Vater hat dem Filius zu seiner Osnabrücker Profi-Zeit da offensichtlich die entsprechenden Gene in die Wiege gelegt – Papa Fred, im fränkischen Eckental geboren und von der Jugend des SC Eckenhaid und des 1. FC Nürnberg über deren Profis, die Hansestadt Hamburg (erst FC St. Pauli, dann HSV!), Hertha BSC Berlin, den VfL Osnabrück sowie Preußen Münster dann wieder aus dem Norden der Republik zurückgekehrt in die Heimat (SC Weismain und SG Quelle Fürth), war später unter anderem als Jugend-Trainer auch bei der SpVgg Greuther Fürth, TSV München 1860 und dem FC Augsburg unterwegs.

27-Sheraldo Becker vor 18-Marco Meyerhöfer (FÜ)

Wer weiß, vielleicht finden die Fußball-Sportler der Familie Klaus (= mit einem „s“, wie der Vorname – im Gegensatz etwa zu Robert Klauß = mit „scharfem s“ = „ß“, dem Trainer der Profis des Nachbarn 1. FC Nürnberg) ja sogar nochmal zusammen in Fürth. Zeitlich unabhängig voneinander waren Vater und Sohn ja ebenso wie Felix‘ Onkel Gerd (SG Quelle), der Bruder von Fred, bereits bei Vereinen der „Kleeblatt“-Stadt beschäftigt.

21-Grischa Prömel bringt den Abpraller aus dem Zweikampf zwischen 17-Kevin Behrens und 4-Maximilian Bauer (FÜ) nicht unter Kontrolle für einen erfolgreichen Torschuss

Suche nach einem Ersatz für verletzten Keeper Funk

Aktuell genießen alle bei der Spielvereinigung allerdings erst mal das Ende der jüngsten Serie von Mißerfolgen; selbst der im Training am Knie verletzte Torhüter Marius Funk – wegen dessen monatelangem Ausfall Sportdirektor Rachid Azzouzi derzeit nach einem weiteren Torwart Ausschau hält. Am Tag vor seiner Operation in Straubing erschien der 25-jährige Unglücksrabe, der seinen Vorgänger Sascha Burchert aus dem SpVgg-Kasten verdrängt hatte, frohgelaunt mit Krücken im Stadion; so, als ahnte er das, was kommen sollte, bereits voraus. Und er freute sich für seinen glänzend aufgelegten Vorgänger-Nachfolger im Gehäuse wie für alle Mitspieler über den durchaus auch etwas glücklichen Sieg gegen die „Eisernen“ von Union Berlin, die nach dem Ausscheiden aus der „UEFA Conference League“ (das 1:1 gegen den tschechischen Meister Slavia Prag drei Tage zuvor war zu wenig zum Weiterkommen) im „Ronhof“ personell erst mal rotierten, bevor sie gegen Ende der Begegnung nochmals alles in die Waagschale warfen.

17-Kevin Behrens gegen 4-Maximilian Bauer (FÜ) und 18-Marco Meyerhöfer (FÜ)

Wie spätestens Fernseh-Bilder belegten, waren die Proteste von FCU-Trainer Urs Fischer beim einzigen Treffer der Partie nämlich alles andere als unberechtigt. Darüber, dass der „Video Assistent Referee“ (VAR) das körperliche Einsteigen des Torschützen Håvard Nielsen gegen Berlins Kevin Behrens als noch nicht mal „Überprüfungswürdig“ einstufte (jedenfalls bekam Schiedsrichter Sven Jablonski keinen entsprechenden Hinweis), dürfte sich keineswegs nur der Schweizer Coach von Union gewundert haben. Bei näherer Betrachtung der TV-Ausschnitte konnten die Meinungen da doch einigermaßen auseinander gehen. Wie dem auch sei; eben auch mal Glück gehabt, mögen die Greuther das einstufen.

17-Kevin Behrens gegen 4-Maximilian Bauer (FÜ) und 18-Marco Meyerhöfer (FÜ)

Zumal es Ruckzuck weitergeht in der Endphase des Jahres mit „englischer Woche“ und den beiden letzten Spielen in der eigenen zweiten Bundesliga-Saison. Bei Borussia Dortmund und gegen den FC Augsburg könnte das 1:0 gegen Union Berlin nach der neuen „Bundesliga-Rekord-Minus-Serie“ von zwölf Niederlagen am Stück (3. bis 14. Spieltag) der Mannschaft von Stefan Leitl neuen Mut einhauchen. Und wer weiß, was in den beiden restlichen Begegnungen der „englischen Woche“ zum Vorrunden-Finale der laufenden Runde passiert – beim aktuellen Pokalsieger in Dortmund hängen die Trauben (sprich respektive lies‘: Punkte) zwar extrem hoch, doch im das „Corona“-Jahr 2021 abschließenden bayerischen Derby gegen den FC Augsburg kann eine neuerliche Weichenstellung erfolgen: Ein zweiter Heim-Erfolg hintereinander würde nicht nur das eigene Punkte-Konto wesentlich erhöhen, sondern auch einen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt in erreichbarer Nähe halten.

So geht’s weiter für die SpVgg Greuther Fürth:

16. SPIELTAG – 15. DEZEMBER 2021 (MITTWOCH, 20:30 UHR): BV 09 Borussia Dortmund – SpVgg GREUTHER FÜRTH (kein Pflichtspiel in der Vorsaison – letzte Aufeinandertreffen zuvor 3:1 + 6:1 = in der Saison 2012/13 er Fußball-Bundesliga + im DFB-Pokal/1. Runde am 20.8.2018 in Fürth 2:1 = für den BVB)
17. SPIELTAG – 18. DEZEMBER 2021 (SAMSTAG, 15:30 UHR): SpVgg GREUTHER FÜRTH – FC Augsburg 1907 im „Sportpark Ronhof | Thomas Sommer“ (kein Pflichtspiel in der Vorsaison – letzte Aufeinandertreffen zuvor 1:1 + 1:3 = in der Saison 2012/13 der Fußball-Bundesliga + in einem Testspiel am 13.7.2019 in Heimstetten bei München 0:1)

DANACH erwartet die Fußball-Bundesliga eine kurze Winterpause, die für die SpVgg Greuther Fürth am SAMSTAG, 8. JANUAR 2022 (Anstoß um 15:30 UHR), bereits wieder endet mit dem 18. Spieltag und dem Gastspiel des VfB Stuttgart 1893 (wo es in der Hinrunde der aktuellen Bundesliga-Spielzeit eine 1:5-Niederlage fürs „Kleeblatt“ gab)

Statistik zum Punktspiel der 15. Runde der Saison 2020/21 in der Fußball-Bundesliga

SpVgg Greuther Fürth – 1. FC Union Berlin 1:0 (0:0)

Fürth: 30 Burchert – 4 Bauer, 10 Hrgota (C = Kapitän, die Armbinde gind nach seiner Auswechslung an 33 Seguin / 74. 19 Itten), 11 Abiama (61. 40 Leweling), 13 Christiansen, 15 Willems, 16 Nielsen (85. bzw. 86. 28 Dudziak), 18 Meyerhöfer, 21 Tillman (85. 8 Seufert), 22 Griesbeck, 33 Seguin (ab 74. C = Spielführer) / ohne Einsatz auf der Bank: 25 Schaffran – 2 Asta, 14 Sarpei, 27 Itter 37 Green / Chef-Trainer: Stefan Leitl.
Union: 1 Luthe – 3 Jackel, 6 Ryerson, 10 Kruse (63. 14 Awoniyi), 17 K. Behrens (82. 18 Endo), 21 Prömel (C), 23 Gießelmann, 24 Haraguchi (82. 36 Teuchert), 25 Baumgartl (76. 9 Voglsammer), 27 Becker, 31 Knoche / ohne Einsatz auf der Bank: 19 Rönnow – 4 van Drongelen, 8 R. Khedira, 20 Ocipka, 28 Trimmel / Trainer: Urs Ficher.
Tor: 1:0 16 Nielsen (56. Spielminute – Schuß mit dem linken Fuß aus rund sieben Metern und zentraler Position, der am Körper von FCU-Innenverteidiger 25 Baumgartl und nach der dadurch verursachten Richtungsänderung im aus Schützensicht linken Ecke des Union-Gehäuses landete; vorausgegangen war ein Eckball von rechts, den SpVgg-Kapitän Hrgota mit dem linken Fuß und viel Effet aufs kurze Ecke nach innen zirkelte, wo er am vorderen Fünf-Meter-Eck zunächst von Berlins 24 Haraguchi mit dem Kopf verlängert wurde und als Bogenlampe weiter in die Gefahrenzone flog; dort fabrizierten der Ex-„Kleeblättler“ 3 Jaeckel und Fürths Torschütze im Zweikampf um den Ball eine „Kerze“, die der Norweger in Greuther Diensten nach durchaus grenzwertigem Arm-/Körpereinsatz gegen den in der Defensive aushelfenden Berliner Stürmer 17 Behrens auf die geschilderte Weise zum alles in allem glücklichen „Tor des Tages“ verwandelte).
Ecken: Fürth 3 (1 vor und 2 nach der Pause) – Union 6 (je 3 vor und nach Seitenwechsel).
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Blumenthaler SV / DFB-LV Bremen) – Assistenten: Norbert Grudzinski (TSV Wandsetal / DFB-LV Hamburg) + Eduard Beitinger (SV Schwabelweis Regensburg / DFB-LV Bayern) / 4. Offizieller: Robert Hartmann (SV Krugzell/Allgäu) / Video-Assistent: Pascal Müller (FV Löchgau / DFB-LV Württemberg).
Gelbe Karten: Fürth 3 = 33 Seguin (33., wegen Foulspiels), 4 Bauer (69., wegen Foulspiels), 40 Leweling (71., wegen Reklamierens) – Union = keine.
Gelb-Rote Karte: keine.
Rote Karte: keine.
Zuschauer: 0 (zahlende) = „Geister-Spiel“ – gemäß aktueller “Corona-Maßgaben” der Politik.

Text: Klaus Meßenzehl / Pressedienst Nürnberg
Titelfoto: Fürths Torwart Sascha Burchert kurz vor Spielende mit der Sicherheit des ersten Sieges in der aktuellen Saison
Fotos: Werner F. Schönberger / ISPFD
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