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Basket-& Handball

DHB Pokal: HC Erlangen – SG Flensburg-Handewitt 29:26

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Der HCE schreibt Vereinsgeschichte: erstmaliger Einzug ins Achtelfinale!

Die Saison 2021/22 verspricht außergewöhnlich zu verlaufen für den Handball-Club (HC) Erlangen:

Zuerst ein nahezu makelloser Start mit 5:1- Punkten inklusive dem beeindruckenden 27:27-Unentschieden beim aktuellen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt und nun – nach dem Heim-20:30 gegen den amtierenden Deutschen Meister THW Kiel sowie dem 30:35 (16:20) am 5. Spieltag der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga (HBL) beim Spitzenteam Füchse Berlin (aus dem Hauptstadt-Stadtteil Reinickendorf) – der 29:26 (16:12)-Erfolg in der 2. Runde des Pokalwettbewerbs des Deutschen Handball-Bundes (DHB) gegen die, wenn auch personell geschwächte Mannschaft der Spielgemeinschaft (SG) Flensburg-Handewitt!

14-Hampus Wanne gegen 5-Johannes Sellin (ER) und 33-Nikolai Link (ER)

Dabei buchte Erlangens Rückraum-Akteur Christoph Steinert ebenso wie bereits in Berlin sage und schreibe weitere neun (!) Treffer auf sein Konto. Betrug der Anteil der Siebenmeter beim vorherigen Auswärtsspiel ein Drittel (also 3), waren es gegen die Ostsee-Städter sogar noch zwei mehr (also fünf); erst beim sechsten Versuch behielt Benjamin Burić im Gäste-Gehäuse die Oberhand – während der auch ansonsten einmal mehr überragende Klemen Ferlin im HCE-Kasten bereits den zweiten Versuch des Flensburger 7m-Spezialisten Hampus Wanne entschärfen konnte.

Und da Simon Jeppsson, der den Füchsen in Berlin – ebenso wie Steinert – neun Tore (dazu noch alle aus dem Feld!) “beschert” hatte, die in Halbzeit 1 noch relativ gute Abschirmung der Gäste in den zweiten 30 Spielminuten immer öfter abschütteln konnte (mit erfolgreichen Abschlüssen wie mit Anspielen an den Kreis), fanden die Flensburger plötzlich ein zusätzliches Problemfeld vor. Die diesmal fünf Treffer des 26-jährigen Schweden halfen ebenso wie jeder weitere Einschlag der insgesamt sieben erfolgreichen Erlanger Schützen.

14-Hampus Wanne gegen Torwart 22-Klemen Ferlin (ER)

Ferlin, Steinert und Jeppsson überragten in Klasse-Mannschaft

Da tat es dann nichts zur Sache, dass die Norddeutschen sogar elf Mann in die Trefferliste eintragen lassen konnten – sechs davon allerdings mit lediglich einem einzigen Tor. Dazu gehörte mit Lasse Svan eine sonst höchst treffsichere Identifikationsfigur der Machulla-Truppe. Der 38-jährige Rechtsaußen, der mit Dänemark Olympiasieger, Welt- und Europameister wurde, beendet nach 14 erfolgreichen Jahren an der Förde zum Saisonende seine Karriere mit nationalen wie internationalen Klub-Titeln (= Deutsche Meisterschaft + Pokal sowie Champions League) zusätzlich zu seiner beeindruckenden Länderspiel-Karriere und kehrt wohl zurück in die Heimat, wo er eine neue Herausforderung außerhalb des Sports sucht.

Torwart 22-Klemen Ferlin (ER) wehrt den von 19-Marius Steinhauser (nicht im Bild) geworfenen Ball ab

Da insbesondere Klemen Ferlin als erneut großer Rückhalt im HCE-Tor an diesem außergewöhnlichen Abend keineswegs nur Svan den Zahn zog – neben Talent Oscar von Oettingen konnten auch Marius Steinhauser, Mads Mensah Larsen, Jim Gottfridsson und Aaron Mesing den Slowenen im Erlanger Kasten lediglich je einmal überwinden, endete die Reise in den Süden für die ja durchaus Erfolgsverwöhnten “Nordlichter” ohne Glanz.

33-Aaron Mensing gegen 9-Petter Overby (ER) und 44-Christoph Steinert (ER)

Zumal der 32-jährige Erlanger Schlußmann, der natürlich auch häufig von der guten Abwehrleistung seiner Vorderleute profitierte, noch den zweiten Siebenmeter von Hampus Wanne parierte.

42-Simon Jeppsson (ER) gegen 33-Aaron Mensing

Aus Gastgeber-Sicht alles in allem also ein höchst erfreulicher Abend, der mit dem erstmaligen Erreichen des Achtelfinals im DFB-Pokal sogar Vereinsgeschichte schrieb für den HCE. Das indes hätte mehr als die “nur” 1853 zahlenden Besucher in der “ARENA NÜRNBERGer Versicherung” verdient gehabt.

18-Sebastian Firnhaber (ER) kommt gegen 5-Simon Hald Jensen und 14-Hampus Wanne zum Torwurf

All jene, die dem (erwartbaren?) Spektakel fern blieben, sollten so planen, dass sie in der folgenden Pokal-Runde (oder besser noch bei den nächsten Heimspielen) dabei sind und die beachtliche Entwicklung der Mannschaft von Chef-Trainer Michael Haaß live vor Ort verfolgen können.

18-Sebastian Firnhaber (ER) kommt gegen 4-Johannes Golla zum Torwurf

So geht’s weiter für den HCE in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga:

9. OKTOBER 2021 (SAMSTAG, 20:30 UHR): HC ERLANGEN – TBV Lemgo Lippe (Vorsaison 31:35 + 23:24) in der “ARENA NÜRNBERGer Versicherung”
14. OKTOBER 2021 (DONNERSTAG, 19:05 UHR): TuS Nettelstetd-Lübbecke – HC ERLANGEN (in der Vorsaison kein Aufeinandertreffen – zuletzt in der Spielzeit 2017/18 = 27:27 + 22:22)
21. OKTOBER 2021 (DONNERSTAG, 19:05 UHR): HC ERLANGEN – TSV Hannover-Burgdorf (Vorsaison-Ergebnisse 21:21 + 26:27) in der “ARENA NÜRNBERGer Versicherung”

Erlangen feiert den Sieg im DHB-Pokal gegen Flensburg

Statistik der HCE-Partie in Runde 2 des DHB-Pokals der Saison 2021/22

HC Erlangen – SG Flensburg.Handewitt 29:26 (16:12)

HCE: 1 Ziemer (0:17 Spielminuten), 22 Ferlin (58:57) – 5 Sellin (3 Tore), 6 Jaeger, 9 Øverby (2), 11 Marschall, 18 Firnhaber (3), 20 Büdel (4), 21 Bissel (3), 27 Metzner, 33 Link, 42 Jeppsson (5), 44 Steinert (9, davon 5 per Siebenmeter bei 6 Versuchen), 57 Leban, 67 Olsson, 96 Zechel / Offizieller A: Thomas Hankel (= Co-/Torwart-Trainer) – OB: Michael Haaß (= Chef-Trainer) – OC: Ulrike Rienecker (= Physiotherapeutin) – OD: Ricco Wolf (= Team-Manager).
Flensburg-Handewitt: Burić (36:23), 20 Möller (15:44) – 4 Golla (4 Treffer), 5 Hald Jensen (2), 11 Svan (1), 13 von Oettingen (1), 14 Wanne (5, davon 3 Siebenmeter bei 4 Versuchen), 17 Meyer-Siebert, 19 Steinhauser (1), 22 Mensah Larsen (1), 24 Gottfridsson (1), 31 Jakobsen (3, davon 1 Siebenmeter bei seinem einzigen Versuch), 32 Semper (6), 33Mensing (1), 66 Lindskog / Offizieller A: Mark Bult (= Co-Trainer) – OB: Maik Machulla (= Chef-Trainer) – OC: Lena Jannsen (= Physiotherapeutin).
Torfolge: nach Anwurf HCE relativ schnell (= weniger als einer Minute) 1:0, drei Flensburger Treffer hintereinander zum 1:3 (ähnlich wie in der Vorsaison beim 26:27 in der HBL von 2:1 auf 2:4 …), bis zum 5:7 jeweils das Erlanger Anschuß-Tor und der folgende Ausbau der Gäste zur Zwei-Tore-Führung, dann jeweils 3:0-Läufe des HCE zum 8:7 + der SGFH zum 8:10, zwei Erlanger Treffer in Folge zum 10:10, 10:11, 11:11, 11:12, 5:0-Lauf des HCE zum Pausenstand von 16:12 – trotz Flensburger Anwurf zum Wiederbeginn 17:12, 17:13, 18:13, zwei Gäste-Tore nacheinander zum 18:15, 19:15, 19:16, Erlanger 3:0-Lauf zum 22:16, bis zum 25:19 jeweils abwechselnd je ein Treffer, was die Sechs-Tore-Führung der Gastgeber jeweils nur um einen Treffer schmälerte, bevor die SGFH den Rückstand mit einem 3:0-Lauf zum 25:22 auf nur noch drei Tore halbierte. Mit zwei Treffern nacheinander baute Erlangen seine Führung wieder auf fünf Tore und zum 27:22 aus, 27:23, 28:23, Flensburger 3:0-Lauf zum 28:26 und schließlich das erlösende 29:26 für den HCE durch 42 Jeppson zum Endstand + Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals!
Siebenmeter: HCE 6 = Erlangens 44 Steinert verwandelte die ersten 5 Versuche + scheiterte dann an 1 Burić im Gäste-Gehäuse – Flensburg-Handewitt 5 = 14 Wanne fand bereits beim zweiten seiner insgesamt 4 Versuche im erneut überragenden HCE-Keeper 22 Ferlin seinen Meister (in der HBL-Vorsaison war der schwedische Nationalspieler bei seinem dritten Versuch an Ziemer gescheitert …) + nachdem 31 Jakobsen einmall erfolgreich war, traf auch Hampus Wanne wieder!
Schiedsrichter: Fabian Baumgart (TuS Altenheim) + Sascha Wild (HC Hedos Elgersweier).
Gelbe Karten/Verwarnungen: HCE 1 = 9 Øverby (13:32) – Flensburg-Handewitt 1 = 24 Gottfridsson (6:44).
Zeitstrafen: HCE 1 x 2 Minuten = 9 Øverby (36:55) – Flensburg-Handewitt 4 x 2 Minuten = 32 Semper (4:35), 33 Mensing (24:28), Burić (25:10), 4 Golla (42:01).
Disqualifikation/Rote Karte: keine.
Zeitnehmer: Michael Pernet (TSV Roßtal) – Sekretär: Matthias Pernet (TV Altdorf) – Technischer Delegierter: Thorsten Zacharias (HSC Ingelheim / DHB-LV Rheinhessen).
Auszeiten: HCE 3 = Spielzeit 29:32 (beim Stand von 15:12, dem Michael Haaß’ Mannen den 16:12-Pausenstand folgen ließen …) + 49:32 (nach einem 3:0-Lauf der Gäste zum 25:22, den die Erlanger mit zwei Toren hintereinander zum 27:22 beantworteten), 59:26 (nach einem erneuten Flensburger 3:0-Lauf zum 28:26, den 42 Jeppsson zwölf Sekunden nach Spielfortsetzung mit seinem fünften Treffer der Begegnung zum 29:26 entschärfte). Flensburg-Handewitt 3 = Spielzeit 15:48 (nach Verlust der Zwei-Tore-Führung durch den 3:0-Lauf des HCE zum 8:7) + 46:24 (beim Spielstand von 25:19, dem ein 3:0-Lauf der Gäste zum 25:22 folgte) + 54:41 (beim Spielstand von 28:23, mit der Folge eines weiteren 3:0-Laufs der Flensburger zum 28:26 …).
Zuschauer: “nur” 1853 (zahlende) in der “ARENA NÜRNBERGer Versicherung” – und damit bei weitem nicht ausverkauft, obwohl es rechtzeitig zum Spieltag gültig gewordener “3G plus-Regel” (Zugang für Geimpfte, Genesene und Getestete = PCR-Test) keine weiteren sonstigen vorherigen “Corona”-Einschränkung mehr gab.

Text: Klaus Meßenzehl / Pressedienst Nürnberg
Titelfoto: 20-Nico Büdel (ER) gegen 22-Mads Mensah Larsen
Fotos: Werner F. Schönberger / ISPFD
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