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Fußball

Jetzt hat der “Glubb” sogar (s)eine eigene “Schdraßaboh”

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VAG und 1. FCN stellten Fahrzeug im Club-Design vor!

Fast 120 Jahre musste der 1. FC Nürnberg (gegründet am 4. Mai 1900) darauf warten, jetzt hat er sie – (s)eine eigene ” Schdraßaboh” . . .

Naja, die Straßenbahn mit Baujahr 1993 und Seriennummer 1013 gehört natürlich nach wie vor der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG), dem Tochterunternehmen der 1959 gegründeten Städtischen Werke Nürnberg (StWN), die wiederum ein Eigenbetrieb der Stadt Nürnberg sind.

 

Vor der FCN-Strassenbahn haben sich von links Dr. Thomas Grethlein (FCN-Aufsichtsratsvorsitzender), Felix Dornebusch (FCN-Torwart), Niels Rossow (Kaufmännischer Vorstand 1. FCN), Tim Dahlmann-Resing (VAG-Vorstand), Bernd Kallies (N-Ergie), Michael Frey (FCN-Spieler) und Christian Vogel (Bürgermeister Nürnberg) aufgestellt.

Aber: Die “neue” (zumindest neu gestaltete) Tram fährt in einem von bisherigen Fahr-zeugen stark abweichenden, (zumindest im Bereich öffentlicher Nahverkehr) bisher unbekannten Design – nämlich in den Farben des “Glubb”, also überwiegend in Rot und Schwarz und natürlich mit FCN-Emblem sowie bekannten Sprüchen wie “DERCLUB-BEWEGT” oder “MEINE LIEBE MEIN CLUB” plus Wahrzeichen der Stadt Nürnberg.

Bei Vorstellung und anschließender Jungfernfahrt der “Glubb- Schdraßaboh” von der VAG-Werkstatt Straßenbahn an der Heinrich-Alfes-Straße, dem früheren MAN-Gelände südlich der Nopitschstraße (also gar nicht mal so weit entfernt von der Heimat des 1. FCN an Valznerweiher und “Max Morlock-Stadion”), war “Der CLUB” gut vertreten: Aufsichtsrats-Vorsitzender Dr. Thomas Grethlein und der Kaufmännische Vorstand Niels Rossow als Einfädler der Idee, mit Torhüter Felix Dornebusch und Torjäger Michael Frey auch zwei Profis und darüber hinaus viele weitere FCN-Verantwortliche wie Katharina Fritsch, die Leiterin Unternehmenskommunikation/Unternehmerische Gesellschafts-verantwortung (= Corporate Social Responsibility/CSR), oder Jürgen Bergmann (Leiter des Fan- und Zuschauer-Service).

 

Vor der FCN-Strassenbahn haben sich von links Michael Frey, Felix Dornebusch (beide FCN-Spieler), Dr. Thomas Grethlein (FCN-Aufsichtsratsvorsitzender), Bernd Kallies (N-Ergie), Niels Rossow (Kaufmännischer Vorstand 1. FCN), Tim Dahlmann-Resing (VAG-Vorstand), Christian Vogel (Bürgermeister Nürnberg) und Hermann Klodner (VAG) aufgestellt.

Hochrangige Vertreter von Stadt Nürnberg und VAG waren natürlich ebenso vor Ort: an der Spitze SPD-Bürgermeister Christian Vogel, der als Vorsitzender des Aufsichtsrats der VAG zusammen mit seinem Stellvertreter Rainer Lehnemann laut WIKIPEDIA über 1748 Beschäftigte des Betriebes wacht – von denen einige von der FCN-Straßenbahn auf dem Betriebsgelände ebenso angetan waren wie offensichtlich ausnahmslos alle Gäste der Vorstellung und vielfach ihr Handy zückten, um Fotos zu machen.

Matteo (4) wünschte sich mehr Tore von seinen FCN-Profis . . .

All diesen geladenen Gästen kamen außerdem mehrere Anhänger des 1.FCN, die sich über Social Media-Wege darum beworben und gewonnen hatten, außergewöhnlich nah: Unter anderem Peter Loos aus Lauf, der seinen vierjährigen Sohn Matteo dabei hatte – beide (natürlich …) in Fan-Montur!

Der 50jährige Familienvater aus dem fränkischen Lauf ist Mitglied eines FCN-Fanklubs, dessen offizieller Name lautet: “Allmächd” Der GlubbFanGlubb. Und der Dauerkarten-Inhaber nimmt seinen Filius auch schon mal, so wie jüngst zur gewonnenen Jungfern-fahrt der FCN-Straßenbahn, auf den Familienblock mit zu FCN-Heimspielen. Auf Abend-Begegnungen wie die gegen Hannover 96 muss Matteo allerdings (zumindest noch …) verzichten – “das ist zu spät, um halb Acht geht Matteo ins Bett”, meint der fürsorgliche Papa.

 

Felix Dornebusch und Michael Frey mit Clubfan Peter Loos aus Lauf, mit seinem vierjährigen Sohn Matteo
Foto: Privat

Niels Rossow, selbst zweifacher Vater und zudem in FCN-Angelegenheiten sehr intere-ssiert an jungen bis jüngsten Anhängern (wie vorherige Aktionen belegen – siehe “Baby-Strampler” und “Fußball-Kindergarten”), kümmerte sich übrigens ebenfalls rührend um den Vierjährigen. Die Frage des Kaufmännischen Vorstandes, ob er sich zu den Profis Dornebusch und Frey setzen möchte, lehnte Matteo zwar zunächst schüchtern ab, um sich nach einer Weile aber doch mit seinem Papa zu den Club-Fußballern zu begeben und auch fotografieren zu lassen.

Eigentlich, so berichtete Papa Loos, habe sein Jüngster (das Nesthäkchen hat noch zwei ältere Schwestern) ja ein Anliegen gehabt an die Club-Profis. Damit traute sich Matteo aber zunächst nicht so recht rauszurücken – bis er auftaute. Und dann richtete er doch tatsächlich seinen sehnlichen Wunsch an Felix Dornebusch und Michael Frey: Die Club-Spieler möchten doch bitte mehr Tore schießen, womit sich Stürmer Frey vermutlich eher als Torhüter Dornebusch angesprochen gefühlt haben dürfte . . .

 

Von links: Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel, Tim Dahlmann-Resing(VAG-Vorstand), Dr Thomas Grethlein (FCN-Ausichtsratsvorsitzender), Felix Dornebusch (FCN-Torwart), Michael Frey (FCN-Angriff) und Bernd Kallies (N-Ergie)

Bald auch ein Flugzeug in den Farben des 1.FCN

In Sachen Marketing scheint der 1. FC Nürnberg schon so weit, wie er sportlich noch kommen will = nahezu erstklassig. Der FCN-Straßenbahn soll (wie ebenfalls bereits an-gekündigt) ein Flugzeug im Club-Design folgen. Das jedenfalls signalisierte Corendon Airlines, die seit September 2019 am Albrecht Dürer Airport Nürnberg stationiert ist und ganzjährig Urlaubsziele rund um das Mittelmeer, in Ägypten und auf den Kanaren an-steuert.

Die Partnerschaft mit dem 1.FCN sieht demnach vor, dass die türkische Fluggesellschaft eine ihrer 30 Maschinen mit den Farben und dem Logo des Vereins versieht. Vermutlich wird das eine der beiden Maschinen, die Corendon Airlines künftig fest in Nürnberg stationieren will. Eine Boeing 737-800 hat ihre Stamm-Quartier bereits seit Monaten in der Noris, die zweite kommt in Kürze (= ab dem Frühjahr 2020) dazu.

Die für Anfang Mai diesen Jahres geplante Präsentation ist eine Premiere sowohl für den 1. FC Nürnberg wie für die türkische Fluggesellschaft. Laut deren Produktmanager geht Corendon Airlines damit erstmals eine Partnerschaft mit einem Fußball-Verein ein und läßt folglich auch das erste eigene Flugzeug in Vereinsfarben in die Lüfte steigen.

 

Niels Rossow (Kaufmännischer Vorstand 1. FCN) zeigt auf eines der Plakate in der Club-Straßenbahn

Niels Rossow: “FCN-Logo noch präsenter machen in der Stadt!”

Doch zurück zum Wirklichkeit gewordenen Traum vieler Club-Fans: Die außen wie innen im Look des 1. FC Nürnberg erstrahlende “FCN- Schdraßaboh “nahm bereits kurz nach der Jungfernfahrt, die von zahlreichen Passanten mit Interesse wahrgenommen wurde, ihren regulären Betrieb auf. Das rot-schwarze Schienengefährt soll ab sofort auf allen Linien der VAG zum Einsatz kommen und an Spieltagen Besucher über die Haltestelle Dutzendteich zum “Max-Morlock-Stadion” bringen.

“Wir haben als großes Ziel, dass das Logo präsenter wird”, erklärt Niels Rossow die Intention des Vereins und macht deutlich: “Wir wollen zum Alltag gehören und in der Stadt sichtbar sein.” Durchaus mit Stolz berichtete der Kaufmännische Vorstand im Vereins-Interview, dass die FCN-Straßenbahn “dank guter Gespräche mit unseren Partnern” in Rekordzeit habe verwirklicht werden können. Und erste Reaktionen auf die auffällige neue Tram empfand der 43-Jährige als positiv: “So sieht man, dass der Club emotional einfach bewegt.”

 

Tim Dahlmann-Resing (VAG-Vorstand Technik und Marketing)

Zusammenarbeit mit VGN vorerst zumindest bis 2022

Mit dem VAG-Partner VGN (= Verkehrsverbund Großraum Nürnberg) hat der 1. FC Nürn-berg, der mittlerweile eine Mitgliederzahl von insgesamt mehr als 24 000 Frauen, Män-nern und Jugendlichen verzeichnet, seit über einem Viertel-Jahrhundert eine Partner-schaft. Und diese Zusammenarbeit wurde erst 2019 um weitere drei Jahre verlängert. Das bedeutet, dass die Besucher von Veranstaltungen des FCN bis mindestens zum Ende der Saison 2021/22 mit dem Kauf einer Eintrittskarte auch das Recht erwerben, VGN-Dienste zu nutzen. “Club- und Gästefans können also weiterhin auf eine bequeme und kosten-freie Fahrt mit dem ÖPNV setzen”, freut sich Niels Rossow, der Kaufmännische Vorstand des 1. FC Nürnberg.

Das Einzugsgebiet reicht dabei von Bayreuth bis Lichtenfels, von Kitzingen bis Feucht-wangen und Treuchtlingen bis Amberg: “Mit der Eintrittskarte geht das ohne Ticketkauf, ohne Parkplatzsuche und ohne Stau. Und wer nach hoffentlich vielen Siegen im Biergar-ten oder in der Fankneipe anstoßen will, kann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie-der sicher nach Hause fahren”, betonte VGN-Geschäftsführer Jürgen Haasler nach der Vertragsverlängerung. Das Angebot gilt jeweils bis 3 Uhr am Folgetag.

Überaus wechselhafte Geschichte des “ruhmreichen” 1. FC Nürnberg

Auf dass “Titel, Tränen und Triumphe” des eigenen Lieblingsklubs möglicht Umwelt-freundlich erlebt werden mögen. Denn die bewegte, bald 120-jährige Geschichte mit “goldenen” 1920er Jahren (= 1920, 1921, 1924, 1925 + 1927 alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften, denen 1936, 1948, 1961 + 1968 vier weitere Titel folgten) bein-haltet auch das Gegenteil: Bis 1968/69 war der 1. FC Nürnberg ein großer Name im deutschen Fußball, bis es “Der CLUB” als erster (und bislang einziger …) Verein des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schaffte, der Meisterschaft in der Bundesliga nur zwölf Monate später einen Abstieg folgen zu lassen . . . (und das nach dem Pokalsieg 2007 zu wiederholen …)!

 

Nürnbergs Bürgermeistr Christian Vogel wiesst über Clubtorwart Felix Dornebusch auf eines der Plakate in der Club-Straßenbahn hin

 

Mit dem erstmaligen Abstieg aus dem (= überhaupt einem) Fußball-Oberhaus im Jahr 1969 begann ein jahrzehntelanges Auf und Ab, mit vielen Tiefen. Abstiege und Skandale gehörten zur Tagesordnung und das Aushängeschild des Vereins, die 1. Mannschaft, er-warb sich den Ruf einer “Fahrstuhl-Truppe” (1984 runter, 1985 sofort wieder rauf) und nach neun Jahren 1. Liga der Abstieg 1994 sowie zwei Jahren 2. Bundesliga der Weg 1996 gar endgültig in die damals drittklassige Regionalliga führte (nachdem im Jahr davor nur der Lizenz-Entzug eines anderen Vereins den eigenen, sportlichen Abstieg verhinderte …). Über sofortigen Wiederaufstieg 1997 und die erfolgreiche Relegation 1998 mit Durch-marsch in die Bundesliga den Fahrstuhl so richtig in Fahrt brachte: 1999 gleich wieder runter, 2001 wieder rauf, 2003 runter und 2004 erneut rauf in die Bundesliga!

Erst dann zog wieder so etwas wie Beständigkeit ein beim 1. FCN, der mit dem DFB-Pokalsieg 2007 (dem vierten nach 1935, 1939 + 1962) nochmal aufhorchen ließ und an wirklich erfolgreiche alte Zeiten anknüpfen konnte. Danach allerdings ging’s wieder in den Fahrstuhl, immerhin jeweils nur von der 1. in die 2. Liga – wenngleich mit dem Kunststück, das zu wiederholen, was 1968/69 bereits als Deutscher Meister “gelungen” war: der Abstieg 2008 nur ein Jahr nach dem bislang letzten DFB-Pokalsieg des 1. FCN als vorjähriger DFB-Pokalsieger . . .

Dem sofortigen Wiederaufstieg 2009 über die Relegation folgte 2014, also fünf Jahre später der neuerliche Abstieg aus der Bundesliga und nach vier Jahren Zweitliga-Zu-gehörigkeit 2018/19 nochmal ein einjähriges Intermezzo im deutschen Fußball-Oberhaus (inklusive zwei Trainerwechseln, einer sieglosen Hinrunde und zuletzt sieben Niederla-gen in Folge …). Der nunmehrige alleinige deutsche Rekord-Absteiger aus der Bundesliga darf dafür seit dem Wiederaufstieg 2017/18 auch den imaginären Bestwert als alleiniger Rekord-Aufsteiger ins Fußball-Oberhaus für sich beanspruchen!

Text: Klaus Meßenzehl
Fotos: Werner F. Schönberger / ISPFD
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