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Eishockey / CHL: Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Rouen Dragons 2:5

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2:5 (1:1, 0:2, 1:2) gegen Rouen – die Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg verpassten das Achtelfinale der Champions Hockey League (CHL)!

93-Leonhard Pföderl (N) gegen 36-Mathieu C. Roy (Rouen)

69-Mattja Pintaric (Rouen), 95-Eugen Alanov und 91-Philippe Dupuis (beide N)

 

 

 

 

 

 

 

 

DEL oft pfui, CHL meistens hui – auf diesen kurzen Nenner ließ sich (zumindest phasenweise) in der noch relativ jungen Saison 2018/19 die Situation der Franken bringen. Doch das war einmal . . .

Im letzten Spiel der Gruppe F der CHL gegen die Rouen Dragons setzte es nach der zugegebenermaßen et-was unglücklichen 2:4-Schlussminuten-Niederlage von Frankreich sechs Tage zuvor nun ein Heim-2:5, an dem es in letzter Konsequenz wenig zu deuteln gibt. Unterm Strich überstand mit den französichen “Drachen” im direkten Duell die (zumindest in diesen beiden Begegnungen) unterm Strich bessere Mannschaft die Gruppen-phase und zerstörte damit den Traum der Ice Tigers vom Weiterkommen bei der erstmaligen Teilnahme an diesem internationalen Wettbewerb.

42-Alexander Aleardi (Torschütze zur 1:0-Führung für Rouen), 26-Brandon Segal und 61-Chad Bassen (beide N)

Dabei hätte ein einziger Punkt aus beiden Spielen gegen Rouen zur Sensation gereicht – doch da bleibt jetzt nur die Feststellung “hätte, hätte, Fahrrad-Kette . . .”.

Eine Sensation wäre es allerdings in der Tat gewesen, wenn den Ice Tigers das Erreichen des CHL-Achtelfinales gelungen wäre. Die französische Mannschaft aber erfüllte ihr Soll, schaffte das schier Unmögliche und gewann beide Begegnungen, in Nürnberg zumindest keineswegs unver-dient – wobei mit Torhüter Matija Pintaric und dem zwei-maligen Torschützen Nicolas Deschamps, der außerdem zu den Vorbereitern der 1:0-Führung gehörte, zwei Spieler aus der hochmotivierten Gäste-Mannschaft herausragten.

96-Joel Caron (Rouen) , Goalie 31-Niklas Treutle und 24-Marcus Weber (beide N)

Mit Niklas Treutle im Tor sowie den Rückkehrern Dane Fox und Brandon Segal begann Nürnberg das Spiel, hatte aller-dings auch einen weiteren Ausfall der ohnehin langen Liste der vergangenen Wochen zu verkraften: Verteidiger Brett Festerling, der wegen Leistenproblemen passen musste.

Zwar wollten sicher auch alle Akteure im schwarzen Trikot der Ice Tigers das ausgegebene Ziel CHL-Achtelfinale errei-chen, allein schon aus persönlichem Eigen-Interesse (wer schmückt sich nicht gerne mit einem solchen Erfolg!?!). Bis-weilen jedoch entstand in der Nürnberger Arena der Ein-druck, die Männer in den gelben Shirts wollten es einen Tick mehr – oder sie hatten diesen entscheidenden Tick mehr “Körner” (= Mix aus Energie, Kraft, Willen).

10-Taylor Aronson (N) gegen 17-Nicolas Deschamps (Rouen)

Nach dem 2:3 durch Eugen Alanov, der nach Bully-Gewinn von Will Acton im Angriffsdrittel und Schuß von Dane Fox aus der Drehung seine Kelle zum Abfälschen sowie zur ent-scheidenden Richtungsänderung für den Anschlusstreffer nutze, keimte in der 50. Spielminute schließlich doch noch-mal Hoffnung auf. Die Ice Tigers agierten wie ausgewechselt, schienen kurzzeitig drauf und dran, den ersehnten Aus-gleich zu bewerkstelligen und schnupperten am ersehnten und das Achtelfinale garantierenden Ausgleich.

Bei “Vier gegen Vier” (Feldspielern) nutzten dann jedoch die Dragons das Mehr an Platz auf dem Eis und schlugen zurück. Rouen demonstrierte nahezu perfektes Laufen-lassen der Scheibe und setzte in Person von “Top-Scorer” Nicolas Deschamps den entscheidenden Schlag zum 2:4 (54:37), womit die Ice Tigers aus dem Rennen waren. Zwar gab die Jiranek-Truppe bis zum Ende nicht auf, der Chef-Trainer nahm Torhüter Treutle aus dem Gehäuse und versuchte alles – bis Nicolas Deschamps mit seinem zweiten Treffer und dritten Scorer-Punkt elf Sekunden vor der Schluss-Sirene zum 2:5 ins leere Nürn-berger Tor traf.

17-Patrick Reimer (N)

Genähte Oberlippe bei 11-Christopher Brown (N)

 

 

 

 

 

 

 

 

Da nutzt letztlich auch kein Verweis auf Schiedsrichter-Entscheidungen, die manchem Heim-Fan ungerecht erschienen (wie das bei eingefleischten Anhängern halt gern mal der Fall ist …). Wiewohl der ungeahndete Bandencheck 1:40 Spielminuten vor Schluss gegen Brandon Buck (für diese CHL-Partie mit dem Sponsor-Tri-kot als Nürnbergs “Top-Scorer” gekennzeichnet …) durchaus kritikwürdig war. Ob in der verbleibenden Spiel-zeit der Zwei-Tore-Rückstand noch aufzuholen gewesen wäre, ist eine andere Frage.

Nürnbergs Trainer/Sportdirektor Martin Jiranek berät sich mit Patrick Reimer

Und so bleibt die Anerkennung des Fakts, dass das Achtel-finale der CHL ohne die Ice Tigers Nürnberg stattfindet. Was manche Besucher der Arena mit Pfiffen quittierten, andere wiederum dankten den NIT-Spielern trotz Niederlage und Ausscheiden aus der CHL für ihren Einsatz und die schönen Momente in diesem Wettbewerb, der insbesondere mit den 4:3-Heimsiegen gegen Mountfield HK aus Tschechien (nach Verlängerung sowie 2:1-Auswärtssieg in Hradec Kralove) und gegen Gruppensieger Kärpät Oulu aus Finnland (gar nach regulärer Spielzeit!) Highlihgts im Nürnberger Eis-hockey darstellten!

Mit der bitteren Doppel-Niederlage gegen die Rouen Dragons endet der erste Auftritt der Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg in der Gruppenphase der Champions Hockey League. Für die Mannschaft von Sportdirektor Martin Jiranek, der seit der Freistellung von Head Coach Kevin Gaudet auch dessen Aufgaben als Chef-Trainer wahrnimmt, muss es nun heißen: volle Konzentration auf die Meisterschaft, um aus dem Keller der DEL Richtung Play-off-Plätze zu klettern!

93-Leonhard Pföderl (N) steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben

Das meinten die Trainer:

Fabrice Lhenry (Rouen): “Ich bin sehr stolz auf meine Spie-ler. Das war heute sehr gut fürs französische Eishockey. Die Liga wird immer besser. Es war schwierig für uns, das Spiel zu gewinnen, aber wir haben einen großartigen Job ge-macht.”

Martin Jiranek (Nürnberg): “Ich sehe auf die Statistik und sehe 53 Schüsse, aber da hat heute einfach einiges gefehlt. Rouen hat mehr Willen gezeigt und das gemacht, was es gebraucht hat, um zu gewinnen. Wir sind in einer sehr schwierigen Phase, aber niemand wird Mitleid mit uns haben. Wir müssen uns auf die Liga konzentrieren und einen Weg finden, Spiele zu gewinnen.”

11-Christopher Brown (N) lässt den Puck vor Gästegoalie 69-Matija Pintaric passieren, aber ohne Torerfolg

Und so geht’s weiter:

Nach dem Aus in der Champions Hockey League (CHL) weist der Spielplan der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zunächst ein Auswärtsspiel bei den Iserlohn Roosters am 19. Oktober 2018 (Freitag, 19.30 Uhr) aus, ehe zwei Heimspiele folgen in der ARENA Nürnberger Versicherung – am 21. Oktober 2018 (Sonntag, 16.30 Uhr) in einem weiteren bayerischen Derby gegen die Panther des Augsburger EV und am 26. Oktober 2018 (Freitag, 19.30 Uhr) gegen die Adler des Mannheimer ERC .

Das jüngste CHL-Heimspiel in der Statistik:

Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Rouen Dragons 2:5 (1:1, 0:2, 1:2)

So nah und doch so fern wie hier der Puck für Nürnbergs Leonhard Pföderl war (zwischen Fabien Colotti, 14-Atte Makinen und Goalie 69-Matija Pintaric) war für die Ice Tigers das erreichen des Achtelfinales in der CHL.

Ice Tigers: 31 Treutle (Spielzeit 58:31 – 29 Jenike ohne Einsatz) – 6 Stephan, 8 Lalonde, 9 Buck, 10 Aronson, 11 Brown, 14 Gilbert, 16 Bast, 17 P. Reimer, 21 Kislinger, 24 Weber, 26 Segal, 41 Acton, 57 Weiß, 61 Bassen, 68 Jurcina, 74 Fox, 77 Bender, 91 Dupuis, 93 Pföderl, 95 Alanov. / Trai-ner: Sportdirektor Martin Jiranek – Co-Trainer: Mike Flanagan.
Rouen: 69 Pintaric (0:00–60:00 – 23 Papillon ohne Einsatz) – 5 Reynaud, 6 Nesa, 12 Koivisto, 14 Makinen, 17 Deschamps, 19 Miklik, 20 Dusseau, 25 Brodeur, 27 Lampérier, 36 Roy, 37 Bedin, 41 Cantagallo, 42 Aleardi, 62 Chakiachvili, 71 Guttig, 72 Langlais, 90 Colotti, 91 Ritz, 96 Caron. / Head Coach: Fabrice Lhenry – Assistant Coach: Romain Farruggia.

Tore: 0:1 42 Aleardi / Assistenten 72 Langlais + 17 Des-champs – 5:4-Überzahl Rouen (11:10 Spielminuten), 1:1 8 Lalonde / 9 Buck + 16 Bast – 5:4-Überzahl Nürnberg (14:50), 1:2 27 Lampérier / 72 Langlais (24:14), 1:3 19 Miklik / 42 Aleardi + 17 Deschamps – 5:4-Überzahl Rouen (34:38), 2:3 95 Alanov / 74 Fox + 41 Acton (49:40), 2:4 17 Deschamps / 62 Chakiachvili (54:37), 2:5 17 Deschamps / 42 Aleardi + 71 Guttig – 5:6-Unterzahl, da Nürn-berg seinen Torhüter durch einen 6. Feldspieler ersetzte, ein “empty-net-goal” also (59:49).

Nach der Heimniederlage ist die CHL-Saison für Nürnberg beendet.

Schiedsrichter: Andreas Benvegnu (Italien) + Lasse Kopitz (Deutschland).
Linesmen: Marius Wölzmüller + Andreas Hofer (beide Deutschland).

Strafzeiten: Nürnberg 6 Spielminuten (3 x 2 Minuten) – Rouen 12 (6 x 2 Minuten).

Zuschauer: 4031 (in der ARENA Nürnberger Versicherung).

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD
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