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Eishockey / DEL: Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Kölner Haie 2:3

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Der Freistellung von Cheftrainer Kevin Gaudet folgte zwar ein 6:2-Sieg gegen Bremerhaven, nun aber mit dem 2:3 (0:1, 1:2, 1:0) gegen die Kölner Haie die zweite Niederlage in Folge zuhause und die dritte in Folge insgesamt!

Trainer Peter Draisaitl (K)

Sportdirektor Martin Jiranek (N)

 

 

 

 

 

 

 

Schwere Zeiten in Sachen Unparteiische ebenfalls: Denn neben den nach wie vor zahlreichen Ausfällen (Tay-lor Aronson, Dane Fox, Tom Gilbert, Oliver Mebus, Petr Pohl, Florian Proske, Ilya Sharipov, Brandon Segal) stellt sich mitunter die Frage, ob die Entscheidungen der Schiedsrichter in der ARENA Nürnberger Versicher-ung wirklich gerecht ausfallen gegenüber der Heimmannschaft.

Völlig unabhängig davon, dass der Kölner EC eine starke Mannschaftsleistung ablieferte in der Noris und keineswegs unverdient gewann, verwundert die Tatsache, dass die Gastgeber doppelt so viele Strafen erhiel-ten. Anders gerechnet, nämlich nach dem Zeitpunkt der Aussprache und der folgenden effektiven Auswirkung, sogar vier Mal so viel – weil die zweiten zwei Strafminuten für Köln erst nach Ende der Begegnung vermerkt wurden und damit völlig ohne Folgen respektive Wirkung verpufften und den Ice Tigers der Ausgleich versagt blieb . . .

Außerdem mussten die Gäste ihre allererste Strafzeit erst in der 58. Minute (= 2:31 vor dem Ende …) hinnehmen!

77-Tim Bender (N) und 55-Felix Schütz (K) vor Goalie 29-Andreas Jenike (N)

86-Ben Hanowski (K) und 08-Shawn Lalonde (N)

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dabei war es keineswegs so, dass die Ice Tigers wesentlich härter zu Werke gegangen wären – vielmehr entstand der Eindruck, dass bei ähnlichen oder gleichgelagerten Situationen strenger gegen die Jiranek-Schü-tzlinge entschieden wurde. Das begann bereits mit der 4-MInuten-Strafe (2+2) für Daniel Weiss wegen eines hohen Stocks (7.), obwohl der Nürnberger im selben Moment den Stock von Corey Potter ins Gesicht bekom-men hatte.

Die folgende Überzahl ließen sich die Kölner nicht entgehen und gingen aus dem Gewühl heraus durch Colby Genoway in Führung (8.), wobei NIT-Torhüter Andreas Jenike ohne Chance blieb. Nachdem Jason Bast, der we-nig später Brandon Bucks Schuss ungewollt blockierte, nach Klasse-Rückhandpass von Marcus Weber völlig frei am glänzend reagierenden Gustaf Wesslau im KEC-Gehäuse gescheitert war (13.) und auch Christopher Brown von links knapp am langen Pfosten vorbeischoss, ging Köln mit einer Führung in die erste Drittelpause.
Auch im zweiten Durchgang konnten sich die Ice Tigers zunächst bei Andreas Jenike bedanken, dass keine wei-teren Gegentore fielen. Der NIT-Schlussmann entschärfte die Schüsse von Sebastian Uvira und Steve Pinizzot-to (25.) glänzend.

55-Felix Schütz (K) vor Goalie 29-Andreas Jenike (N)

02-Brett Festerling (N) vor 95-Fabio Pfuhl (K)

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann musste Shawn Lalonde (25.), der ein Beinstellen geradezu vermeiden wollte, indem er seinen Schläger aus der Hand fallen ließ, ebenso auf die Strafbank wie gegen Ende der Partie Christopher Brown (57.), der Do-minik Tiffels zwar am Kopf erwischte, aber lediglich deshalb, weil sich der ohnehin alles andere als groß/lang gewachsene Kölner nach unten Richtung Eis bewegte und mit seinem Gesicht maximal auf Hüfthöhe war, als ihn Brown’s Stock traf (das zudem ohne Wucht). Zwei Schiedsrichter-Entscheidungen, die Unverständnis aus-lösten.

So blieben die Kölner auch dank eines Spielers mehr auf dem Eis am Drücker und erhöhten später durch Lucas Dumont auf 2:0 (28.). In der Folge kämpften sich die Ice Tigers zurück in die Partie und Brandon Buck überraschte Kölns Torhüter Gustaf Wesslau zum 1:2 (30.). Im Gegensatz zum Spiel zwei Tage zuvor, wo Mün-chen nahezu postwendend der erneute Ausbau der Führung gelang, waren die Ice Tigers dem Ausgleich jetzt nah: Patrick Reimer (34.) verpasste das KEC-Tor mit seinem Schlagschuss indes und hinein in diese Nürnber-ger Drangphase führte ein Fehler im Aufbau zum 1:3 durch Austin Madaisky (36.).

24-Marcus Weber (N) vor 95-Fabio Pfuhl (K)

29-Gustaf Wesslau (K)

 

 

 

 

 

 

 

Mit Tempo und nun auch spielerisch ansprechenden Mitteln ergaben sich im Schlussdrittel Chancen, so als Leo Pföderl Phil Dupuis bediente, dessen Schlagschuss Wesslau mit der Stockhand parierte (43.). In den letz-ten zehn Minuten erhöhte Nürnberg den Druck und der Anschlusstreffer rückte näher – so etwa, als Max Kis-linger eine Hereingabe von Shawn Lalonde mit der Latte verlängerte, Wesslau jedoch erneut abwehrte. (53.).

Knapp eine Minute nach Chris Browns bereits geschilderter Strafzeit musste auch erstmals ein Kölner auf die Strafbank, Benjamin Hanowski wegen Haltens. Und nachdem Andreas Jenike sein Tor für den sechsten Feld-spieler der Ice Tigers geräumt hatte, fiel endlich der Anschlusstreffer, der nochmal eine heiße Schlussphase bescherte: Patrick Reimers Direktabnahme nach Vorlage von Tim Bender landete am Pfosten, den Abpraller schob William Acton zum 2:3 ins Netz (60.).

43 Sekunden blieben Nürnberg schließlich noch – es sollte, wenngleich unglücklich, nicht reichen für eine Verlängerung . . .

Nun denn, auch das Pech in den Schluss-Sekunden erklärt die dritte Niederlage der Ice Tigers in Folge bei nur einem Punkt (ausgerechnet dank Verlängerung beim Spitzenreiter in Düsseldorf …) nicht. Die angespannte Personalsituation schon eher. Und da regiert das Prinzip Hoffnung – Hoffnung darauf, dass so bald wie mög-lich so viele der angeschlagenen Spieler wie möglich wieder zur Verfügung stehen.

2:3-Anschlußtreffer durch 41-William Acton (N)

Dann kommen (aus Nürnberger Sicht) hoffentlich wieder mehr Anspiele an und gelingen mehr Abschlüsse. Denn dass das eine oder andere Abspiel der unter Druck stehenden Ice Tigers besser sein, der eine oder andere Fehler weniger pas-sieren dürfte, steht wohl außer Frage.

Ebenso die Tatsache, dass alle eingesetzten Nürnberger Spieler alles geben – wie ihre Anhänger; wenngleich ein paar wenige in ihrer Enttäuschung und ihrem Ärger die Unpartei-ischen bisweilen unsachlich, ja beleidigend attackieren und zudem Fächer oder Münzen aufs Eis werfen. Das ist in Punk-to Anstand daneben und außerdem unsportlich.

Die Ice Tigers werden den Weg zurück in die Erfolgsspur ebenfalls nur auf sportliche Weise schaffen, denn – das sollte bekannt sein: Auf der Strafbank gewinnt keine Mannschaft ihre Spiele . . . (egal, ob die Strafen berechtigt oder unberechtigt sind)!

Stimmen zum Spiel:

Peter Draisaitl (Köln): “Ich denke schon, dass wir über weite Strecken des Spiels das bestimmende Team waren. Gegen Nürnberg hat das aber nicht viel zu bedeuten, so dass es am Ende noch einmal richtig eng wurde. Mit der 3:1-Führung waren wir am Ende ein bisschen zu passiv und haben uns das ein oder andere Problem eingefangen. Das müssen wir besser machen!”

Martin Jiranek (Nürnberg): “Man sieht schon an unserem Aufbau, dass drei unserer fünf wichtigsten Ver-teidiger fehlen. Der Charakter in unserer Mannschaft ist aber stark und wir werden diese schwierige Phase überstehen. Wir wachsen als Team noch enger zusammen. Wir müssen in den nächsten Spielen mehr Druck machen und mehr Zeit im gegnerischen Drittel verbringen. Wir haben momentan leider nicht die Zeit, diese Spielweise zu trainieren.”

Der Gesichtsausdruck von 93-Leonhard Pföderl (N) spiegelt die Stimmung bei den Ice Tigers wieder.

Und so geht’s weiter:

Bevor in der Champions Hockey League (CHL) am 10. Okto-ber 2018 (kommender Mittwoch, 20 Uhr) bei den Rouen Dragons in Frankreich das ausstehende Gruppen-Hin- sowie sechs Tage später am 16. Oktober 2018 (Dienstag, 19.30 Uhr) in der ARENA Nürnberger Versicherung das abschlie-ßende Rückspiel gegen die Franzosen anstehen, sieht der DEL-Spielplan für die Ice Tigers am 7.10.2018 (Sonntag, Spielbeginn 19 Uhr) das Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers in Niederbayern vor und zwischen den beiden CHL-Begegnungen stehen am 12. Oktober 2018 (Freitag, 19:30 Uhr) die Reise zu den Grizzlys Wolfsburg sowie das Heim-spiel am 14.10.2018 (Sonntag, Spielbeginn 16:30 Uhr) gegen die Pinguine des Krefelder EV an.

Das jüngste DEL-Heimspiel in der Statistik:

Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Kölner EC Haie 2:3 (0:1, 1:2, 1:0)

Ice Tigers: 29 Jenike (0:00–58:40 + 59:17–59:21 = 58:44 Spielminuten, 31 Treutle ohne Einsatz) – 2 Festerling, 6 Stephan, 8 Lalonde, 9 Buck, 11 Brown, 16 Bast, 17 P. Reimer, 19 Grosse, 21 Kislinger, 24 Weber, 41 Acton, 57 Weiß, 61 Bassen, 68 Jurcina, 72 Mieszkowski, 77 Bender, 91 Dupuis, 93 Pföderl, 95 Alanov. / Trainer: Martin Jiranek – Co-Trainer: Mike Flanagan.
KEC: 29 Wesslau (Spielminute 0:00–60:00, 67 Weitzmann ohne Einsatz) – 2 Potter, 5 Ellis, 7 Tiffels, 13 Dumont, 16 Viklund, 19 Akeson, (20 Palka), 23 Madaisky, 27 Zerressen, 28 Jones, 41 Pinizzotto, 50 Oblinger, 55 Schütz, 59 Genoway, 70 Zalewski, 86 Hanowski, 91. Mo. Müller, 93 Uvira, 95 Pfohl. / Trainer: Peter Draisatl – Co-Trai-ner: Greg Thomson.
Tore: 0:1 59 Genoway / Assistenten 55 Schütz + 19 Akeson – 6:5-Überzahl Köln (Spielzeit 7:46 Minuten), 0:2 13 Dumont / 41 Pinizzotto + 5 Ellis (27:41), 1:2 16 Bast / 8 Lalonde (29:40), 1:3 23 Madaisky (35:21), 2:3 41 Acton / 77 Bender + 17 P. Reimer – 6:4-Überzahl Nürnberg + ohne Torhüter (59:17).

Schiedsrichter: Gordon Schukies + Daniel Stricker.
Linesmen: Gabriel Gaube + Marcus Höfer.
Strafzeiten: Nürnberg 8 (2 + 2 sowie 2 x 2 Minuten) – Köln 4 (2 x 2 Minuten, davon 1 x nach Ende der Partie).
Zuschauer: 4275 (in der ARENA Nürnberger Versicherung).

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD
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