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Eishockey / DEL: Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – EHC Red Bull München 1:4

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Nach dem 3:4 (2:2, 1:1, 0:0, 0:1) mit Verlängerung beim weiter ungeschlagenen Tabellenführer Düsseldorfer EG am Sonntagabend,

was immerhin wenigstens einen Punkt bedeutete für die TS Ice Tigers, gingen die (an seinem Geburtstag!) erneut von Sportdirektor Martin Jiranek in (vorübergehender?) Nachfolge des freigestellten Head Coaches Kevin Gaudet zusammen mit Co-Trainer Mike Flanagan verantwortlich betreuten und geführten Nürnberger Eishockey-Cracks am 7. Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gegen den aktuellen Deutschen Meister EHC Red Bull München leer aus: Beim 1:4 (0:2, 1:1, 0:1) fighteten die Gastgeber vor 5888 zahlenden Besuchern zwar aufopferungsvoll – bissen sich im bayerischen Derby am Titelverteidiger aber die Zähne aus.

Trainer Don Jackson (M)

Geburtstagskind Sportdirektor Martin Jiranek (N)

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie bereits in Düsseldorf ohne Taylor Aronson und Brandon Segal (lediglich Philippe Dupuis war wieder einsatzfähig) sowie weiter ohne die teils Langzeit-Verletzten Dane Fox, Tom Gilbert, Oliver Mebus und Petr Pohl gaben die stark ersatzgeschwächten Jiranek-Schützlinge an dessen Geburtstag alles und hätten ihrem Sportdirektor, der zumindest vorübergehend auch deren Trainer ist, nur zu gerne einen Sieg (oder wenigstens einen Punkt) geschenkt. Es sollte nicht sein, weil die Mannschaft von Don Jackson vollkonzentriert und absolut clever auftrat. Im ersten Drittel verloren die Gäste zwar immer mal wieder den Stock, doch bei wenigen Unter-brechungen wogte das Geschehen ständig hin und her, mit Vorteilen für die Münchner zumindest im Torab-schluss. Dabei beweisen alle Akteure auf dem Eis eine beeindruckende Körper- und Puck-Beherrschung, die Stocktechnik war phänomenal; insbesondere, wenngleich keineswegs ausschließlich, ebenfalls auf Münchner Seite.

6-Daryl Boyle (M), 93-Maximilian Kastner (M) und 57-Daniel Weiss (N)

14-Justin Shugg (M) gegen 16-Jason Bast (N)

 

 

 

 

 

 

 

 

Dank relativ früher Führung (6. Spielminute, Yannik Seidenberg nach glänzender Vorarbeit von Patrick Ha-ger) und Ausbau derselben (12., Trevor Parkes nach Schuss von John Mitchell, den NIT-Torhüter Niklas Treutle noch abwehren konnte) gingen die Schützlinge von Don Jackson mit einer beruhigenden 2:0-Führung in die erste Pause, aus der die Ice Tigers mit dem erkennbaren Willen kamen, das Ergebnis wettzumachen und mög-lichst umzudrehen. Der erste Schritt dazu gelang dann auch dank des Anschlusstreffers durch den ums gegne-rische Tor kurvenden Brandon Buck; eingeleitet hatte das 1:2 (24.) Co-Kapitän Christopher Brown, gefolgt vom Schuss Jason Bast’s (wenngleich keinem von beiden offiziell ein Assist zuerkannt wurde …) – EHC-Schlussmann Danny aus den Birken konnte indes auch diesen noch abwehren, ehe Nürnbergs Nummer 9 den Puck zum vielumjubelten Anschlusstreffer über die Torlinie beförderte.

09-Brandon Buck (N) zwischen 33-Danny aus den Birken (M) und 49-Mark Voakes (M)

72-Mike Mieszkowski (N) mit vollem Einsatz gegen 28-Frank Mauer (M)

 

 

 

 

Allerdings währte der Spielstand von 1:2 gerade mal 21 Sekunden, die Münchner schlugen nämlich prompt zurück: Patrick Hager leitete einen zunächst abgewehrten Querpaß von Andrew Bodnarchuk nah an der blau-en Linie direkt weiter Richtung NIT-Gehäuse, wo Verteidiger Keith Aulie völlig frei vor Niklas Treutle auftauchte und den Puck unhaltbar für Nürnbergs Torhüter mit seinem ersten Saisontor zum 1:3 ins Gehäuse der Gast-geber abfälschte und den vorherigen Zwei-Tore-Abstand somit schnell wieder herstellte!

Am Willen der Nürnberger, das Geschehen zu wenden, fehlte es auch in der Folge keineswegs, doch die Münchner bewiesen ihre ganze Klasse und ließen wenig zu. Wenn’s dann doch mal eng wurde, bewiesen die Gäste auch in Punkto Härte und Körperlichkeit ihre Klasse . . .

Auseinandersetzung zwischen 08-Shawn Lalonde (N) und 6-Daryl Boyle (M)

Co-Trainer Mike Flanagan (N) vor Sportdirektor Martin Jiranek (N)

 

 

 

 

 

 

 

 

Wobei die Strafenverteilung der Unparteiischen insbesondere nach gerade absolvierter halber Spielzeit (30:05 – ein Ice Tigers wurde gefällt, ohne Folgen außer einer Rudelbildung) sowie gegen Ende der allerersten Strafzeit des Deutschen Meisters überhaupt für Frank Mauer (33:48) unverständlich wurde: Nachdem es erneut Tumulte gegeben hatte und der Münchner Daryl Boyle schon freiwillig (von selbst) auf der Strafbank Platz genommen hatte, durfte die Münchner Nummer 6 diese völlig überraschend wieder verlassen. Statt-dessen gab es wegen “übertriebener Härte” zwar 2 plus 2 Minuten Strafzeit für dessen Teamkameraden Keith Aulie, jedoch ebenso 2 plus 2 Strafminuten mit der selben Begründung für Nürnbergs Philippe Dupuis und zusätzlich 10 Minuten für Shawn Lalonde wegen “Unsportlichkeit” (= “unsportsmanlike conduct”).

An seinem Geburtstag konnte Nürnbergs Sportdirektor Martin Jiranek seine Spieler nicht auf die Siegesstraße führen und auch sein Co-Trainer Mike Flanagan (links) konnte nicht helfen.

Die verbleibenden 31 Sekunden Unterzahl überstand München ebenso wie die folgenden 2 plus 2 Minuten Straf-zeit für Jason Jaffray auf EHC-Seite und bei den Ice Tigers Brett Festerling folgenlos blieben. Beide mussten indes noch vor Beginn ihrer “Auszeit” von der Strafbank aus mitverfol-gen, wie das Schiedsrichter-Gespann den Auslöser der Aus-einandersetzungen inklusive Herunterreißen des Helms durch den Münchner klärten: das vermeintliche Tor für Red Bull. Dieses erwies sich indes als unkorrekt (was von der Medien-/Pressetribüne ebenso gut zu erkennen war wie später auf Video), weil NIT-Schlussmann Treutle die Scheibe längst unter seinem Fanghandschuh auf dem Eis begraben hatte, bevor diese regelwidrig wieder ins Spiel gebracht wurde.

Alle weiteren Bemühungen der Gastgeber blieben ohne Treffer. Auch Eric Stephan, dem sich während Milan Jurcina’s Strafzeit in Nürnbegrer Unterzahl bei einem Break die Chance zum neuerlichen Anschlusstor bot (47.), scheiterte am überragenden Danny aus den Birken (er parierte 24 von 25 Schüssen, die auf sein Tor kamen). Auf der Gegenseite hielt Niklas Treutle sogar 33 Schüsse, dreimal aber war er machtlos und beim 1:4 (59.) saß er auf der Bank, weil die Ice Tigers mit einem zusätzlichen Feldspieler das Unmögliche doch noch möglich zu machen versuchten; vergebens.

11-Christopher Brown (N) und 2-Andrew Bodnarchuk (M)

Gerissen ist damit auch die Heimserie der Ice Tigers,: Am 3. Januar 2016 nämlich hatten die Oberbayern zuletzt vor dem 3. Oktober 2018 in Nürnberg gewonnen . . .

„Das war eine unserer besten Partien in dieser Saison”, stellte ein zufriedener Frank Mauer hinterher fest und er-klärte den Erfolg so: “Wir haben uns auf das fokussiert, was uns in der Vergangenheit stark gemacht hat. Es war ein ver-dienter Sieg, bei dem wir vom Anfang bis zum Ende als Mannschaft stark gespielt haben!“

Und so geht’s weiter:

Bevor in der Champions Hockey League (CHL) am 10. Oktober 2018 (Mittwoch, 20 Uhr) bei den Rouen Dragons in Frankreich und sechs Tage später am 16. Oktober 2018 (Dienstag, 19.30 Uhr) in der ARENA Nürnberger Versicherung das abschließende Gruppen-Rückspiel ge-gen die Franzosen stattfindet, weist der Spielplan für die Ice Tigers zwei weitere DEL-Begegnungen im Abstand von jeweils nur zwei Tagen aus: Am 5.10.2018 (Freitag, 19:30 Uhr) das zweite Heimspiel in Folge gegen den Köl-ner EC und weitere zwei Tage danach am 7.10.2018 (Sonntag, Spielbeginn 19 Uhr) das Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers in Niederbayern.

Das jüngste DEL-Heimspiel in der Statistik:

Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – EHC Red Bull München 1:4 (0:2, 1:1, 0:1)

Ice Tigers: (29 Jenike, ohne Einsatz) 31 Treutle (Spielminute 0:00–58:12 + 58:36–60:00) – 2 Festerling, 6 Ste-phan, 8 Lalonde, 9 Buck, 11 Brown, 16 Bast, 17 P. Reimer, 21 Kislinger, 24 M. Weber, 41 Acton, 51 Grosse, 57 Weiß, 61 Bassen, 68 Jurcina, 72 Mieszkowski, 77 Bender, 91 Dupuis, 93 Pföderl, 95 Alanov. / Trainer: Martin Jiranek – Co-Trainer: Mike Flanagan.

München: 33 aus den Birken (Spielminute 0:00–60:00, 35 Reich, ohne Einsatz) – 2 Bodnarchuk, 5 Aulie, 6 Boy-le, 13 Wolf, 14 Shugg, 15 Jaffray, 16 Abeltshauser, 18 Stajan, 25 Joslin, 28 Mauer, 36 Seidenberg, 49 Voakes, 52 Hager, 55 Sutton, 70 Daubner, 79 Mitchell, 84 Parkes, 93 Kastner, 96 Eder. / Trainer: Don Jackson – Co-Trainer: Matt McIlvane.

Tore: 0:1 36 Seidenberg / Assistent 52 Hager – 6:5-Überzahl München (Spielzeit 5:20 Minuten), 0:2 84 Parkes / Assistent 79 Mitchell (11:51), + 1:2 9 Buck (23:11), 1:3 5 Aulie / Assistenten 2 Bodnarchuk + 52 Hager (23:32), 1:4 79 MItchell – Nürnberg ohne Torhüter (58:36).

Schiedsrichter: Stephan Bauer + Aleksi Rantala. Linesmen: Andreas Hofer + Marius Wölzmüller.

Strafzeiten: Nürnberg 22 (6 x 2 Minuten + 10 Minuten für 8 Lalonde) – München 14 (6 x 2 Minuten + 2 für zu viele Spieler auf dem Eis).

Zuschauer: 5888 (in der ARENA Nürnberger Versicherung).

Bilanz der Nürnberg Ice Tigers gegen EHC Red Bull München

Insgesamt: 33 Spiele, 16 Siege, 17 Niederlagen, 98:110 Tore

Heim: 17 Sp., 11 S, 6 N, 55:51 T + auswärts: 16 Sp., 5 S, 16 N, 43:59 T

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD
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