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Der GOLDENE RING geht mit sechs neuen Stipendiat*innen auf die Road to Paris

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Umbruch nach Tokio

Der GOLDENE RING stellt sich mit Blick auf die Olympischen und Paralympischen Spiele von Paris 2024 neu auf: Zehn personelle Wechsel geben dem Förderkader ein neues Ge-sicht. Die anhaltende Unterstützung der Partner wie die Sparkasse Nürnberg, oder Rödl & Partner und ipp ermöglichen im sechsten Vereinsjahr den historischen Höchstwest von 14 Stipendien.

Pünktlich mit den ersten Frühlingstagen erwacht auch der GOLDENE RING aus dem Winterschlaf. Die Olympischen und Paralympischen Spiele von Tokio sind in den Geschichtsbüchern, die Qualifikation für Paris 2024 hat begonnen. Der Förderkader des GOLDENEN RING erlebt im Hinblick auf den um ein Jahr verkürzten Qualifikationszyklus den größten Umbruch der Vereinsgeschichte: Vier langjährige Athlet*innen scheiden aus der Förderung aus, sechs neue Stipendiat*innen kommen hinzu. Eine Newcomerin bringt eine olympische Medaille in einer bisher nicht im Förderprogramm enthaltenen Sportart ein.

Mit einer echten Underdog-Story gewann Bogenschützin Charline Schwarz im Recurve Mannschaftswettbewerb bei den Olympischen Spielen von Tokio sensationell Bronze. Von der sportlichen Perspektive der gerade mal 21-jährigen Polizeimeisteranwärterin ist man beim GOLDENEN RING so überzeugt, dass man der Empfehlung seines achtköpfigen Expertenbeirats folgte, die strengen Förderkriterien in ihrem Fall etwas weiter auszulegen. Denn Charline kommt aus Feucht bei Nürnberg. Mit der Spitzensportgruppe der Polizei trainiert sie meistens in Berlin, startet aber seit 2005 für die Bogenschützen Feucht. Anfang März 2022 kürte sich Charline bei den Hallenmeisterschaften in Berlin zur Deutschen Vizemeisterin.

Ringer Hannes Wagner

Der zweite Neue ist Ringer Hannes Wagner. Der gebürtige Lichtenfelsener tritt im griechisch-römischen Stil für den AC aus seiner Heimatstadt an. 2020 und 2021 konnte Hannes die Bronze-Medaille bei den Europameisterschaften (bis 82 kg) erringen. Für eine bessere Perspektive für Paris wechselte der 26-Jährige in die Gewichtsklasse bis 87 kg. Im Moment gehört Hannes der Sportfördergruppe der Polizei in Dachau an, sein Haupteinsatzort ist die Polizeidienststelle in Nürnberg. Er trainiert deshalb regelmäßig mit Roland Schwarz am hiesigen Landesstützpunkt beim SV Johannis 07. Gemeinsam mit seiner Freundin lebt der überzeugte Vegetarier im Stadtteil Wöhrd.

Triathlon-Stipendiat Jonas Schomburg

Jonas Schomburg wird der dritte aktive Triathlon-Stipendiat beim GOLDENEN RING. Der 28-Jährige stammt gebürtig aus Hannover. Aktuell ist Jonas die Nummer 10 der Weltrangliste und damit der bestplatzierte Deutsche. Bei den Olympischen Spielen 2021 belegte er als bester Deutscher Platz 38 im Einzelrennen und Platz 6 im Mixed Team Relay mit Anabel Knoll. In Paris 2024 möchte Jonas auf seinem sportlichen Zenit voll angreifen und ist deshalb 2022 an den Triathlon Bundesstützpunkt in Nürnberg gewechselt. Jonas ist Teil der Sportfördergruppe der Bundeswehr.

Die restlichen Neuen kommen allesamt aus der Sportart Taekwondo.

Die 23-jährigen Sportsoldaten Ela Aydin (bis 49 kg) und Iordanis Konstantinidis (bis 63 kg) sind in ihren Gewichtsklassen die Aushängeschilder des Nationalteams. Die letzten Jahre lebten und trainierten die beiden Taekwondokas in München, zogen aber im Februar 2022 in Folge einer Zentralisierungsmaßnahme der BTU in die Nürnberger Südstadt, um näher am Bundesstützpunkt zu leben. Iordanis größter Erfolg bisher ist die Bronzemedaille bei der WM 2019 in Manchester, Ela gewann bei der Europameisterschaft 2019 Silber. Ein echtes Nürnberger Taekwondo-Gewächs ist dagegen Anya Kisskalt. Auch wenn die in Thailand geborene Anya erst mit 10 Jahren nach Deutschland kam, durchlief sie ihre komplette sportliche Ausbildung bei der Taekwondo Elite Nünberg.

Auf dem Foto v. l.: Ela Aydin, Anya Kisskalt, Iordanis Konstannidis (alle Taekwondo) und die
Bronzemedaillengewinnerin von Tokio, Charline Schwarz (Bogenschießen) sind vier der sechs Newcomer im Förderkader
des GOLDENEN RING für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 von Paris.

Die seit kurzem 20-Jährige tritt wie Ela Aydin in der Gewichtsklasse bis 49 Kilo an. Im Nachwuchsbereich zeigte Anya mit Bronze bei den JEM 2019 ihr Ausnahmetalent. Im Seniorenbereich sammelt sie seit zwei Jahren internationale Top-Platzierungen. Am vergangenen Wochenende sicherte sich Anya den deutschen Meistertitel. Ihr Fachabitur absolvierte sie 2021 an der Lothar-von-Faber-Schule. Seit März 2022 studiert Anya Maschinenbau an der TH Nürnberg.

Die beiden Taekwondo-Weltmeister Tahir Gülec von Taekwondo Özer und Hasim Celik von KSC Leopard Nürnberg beendeten nach der verpassten Qualifikation für Tokio im Sommer 2021 ihre langen und erfolgreichen Leistungssportkarrieren. Boxerin Marie Retzer entschied sich ihre Boxkarriere als Profi mit Promoter fortzusetzen. Obwohl sie plant beim kontinentalen Qualifikationsturnier im Jahr 2024 um einen Startplatz für die Olympischen Spiele von Paris anzutreten, ist ihr Athletenstatus außerhalb der Amateurverbände nicht kompatibel mit den Förderkriterien des GOLDENEN RING. Sprinter Patrick Schneider wechselte nach einem verletzungsgeplagten Jahr 2021 auf die 800 Meter Distanz. Bis er auf der neuen Strecke an sein altes Leistungsvermögen anknüpfen kann, ist sein Stipendium ausgesetzt.

Somit beginnt der GOLDENE RING die Olympiade mit 14 Stipendiat*innen, dem größten Förderkader seiner sechsjährigen Geschichte.

Text/Fotos: Goldener Ring
Titelfoto: Ein Gemeinsames Ziel für Nürnberg: Die Unternehmenspaten des GOLDENEN RING unterstützen die 14 Stipendiat*innen auf ihrem Weg zu den Olympischen und Paralympischen Spielen 2024 von Paris.
[Hinweis: Die beiden Newcomer Jonas Schomburg und Hannes Wagner fehlen auf der Collage]

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