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Handball-WM: „Das ist eines der geilsten Gefühle der Welt“

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HCE-Spieler Antonio Metzner und Sebastian Firnhaber im Interview.

Kurz vor dem Abflug nach Ägypten haben wir (HCE) uns mit unseren deutschen Nationalspielern Antonio Metzner und Sebastian Firnhaber unterhalten, die erst vor wenigen Tagen erfolgreich ihr Debüt für die deutsche Nationalmannschaft gaben. Was ihnen die Teilnahme bei der WM bedeutet und mit welchen Erwartungen sie nach Ägypten fliegen, verraten sie im Interview:

Wie geht es Euch beiden? Wie sind Eure ersten Eindrücke von Euren ersten Einsätzen in der Nationalmannschaft?

Antonio Metzner: Also ich denke ich kann für uns beide sprechen. Uns geht es eigentlich super. Flamme hat jetzt schon sein zweites Spiel gemacht und ich mein erstes. Vor dem ersten Spiel ist schon eine gewisse Anspannung und ein gewisser Druck zu spüren. Danach ist dann auch der erste Stein vom Herzen gefallen, denn im Nachhinein war das ein gelungener Auftritt von beiden. Daher muss man schon sagen, wir fühlen uns super und haben Bock auf mehr.

Was bedeutet Eure WM-Teilnahme für den HCE?

Sebastian Firnhaber: Das bedeutet unglaublich viel, dass man jetzt bei der WM mitspielen darf. Es war sehr unverhofft, aber man ist da natürlich super stolz darauf, dass man jetzt für sein Vaterland eine WM spielen darf. Für den HCE hat das eine gute Strahlkraft, dass zwei Spieler dabei sind, die sich durch die Leistung beim HCE dafür empfohlen haben. Das ist dem Erlanger Handballclub sehr positiv anzurechnen.

Auf was freust du dich am meisten?

Sebastian Firnhaber: Das ist schwer – Ich freue mich natürlich darauf möglichst viele Länderspiele zu spielen und möglichst erfolgreich zu sein. Wir haben jetzt in den zwei EM-Quali-Spielen schon gezeigt, in welche Richtung es gehen kann, müssen aber allerdings weiter an uns arbeiten. Wir hoffen einfach, dass wir möglichst lange im Turnier bleiben.

Als erster Gegner wartet Uruguay als WM-Neuling auf das deutsche Team. Was kommt da auf Euch zu?

Sebastian Firnhaber: Natürlich erstmal ein unbekannter Gegner, man kennt nicht viele Spieler aus irgendwelchen deutschen Ligen, die sich aber trotzdem beweisen wollen. Die werden zurecht bei dieser WM dabei sein und da muss man vorsichtig sein und mit einer ganz professionellen, guten Einstellung in das Spiel gehen, sodass man dann auch erfolgreich das Spiel abschließen kann.

Wie läuft ein normaler Trainingstag bei der Nationalmannschaft ab?

Antonio Metzner: Wir haben morgens und abends Training. Morgens zum Frühstück, danach fahren wir dann in die Halle trainieren, je nachdem was der Trainer gerade auf dem Plan hat, meistens Taktik. Wenn wir von der Halle wiederkommen, gibt es Mittagessen und Mittagsruhe, danach dann entweder ein kurzes Video oder Kaffee und Kuchen. Nach dem Training am Abend fahren wir wieder ins Hotel zurück und dann zum Abendessen. Also sehr getaktet.

Wie fühlt es sich an, dass erst Mal die Nationalhymne vor einem Spiel zu singen?

Antonio Metzner: Überragend. Ich habe früher EM, WM und alle anderen Spiele geschaut. Man hat damals vor dem Fernseher gesessen und hat die Nationalhymne mitgesungen. Jetzt steht man selbst da und singt, das ist einfach mega. Das ist eines der geilsten Gefühle der Welt.

Mit welchen Erwartungen geht ihr ins Turnier?

Antonio Metzner: Wir haben jetzt die ersten beiden Spiele der EM-Qualifikation gegen Österreich durch. Ich denke, wir gehen mit einem ganz guten Gefühl ins Turnier. Klar sind hier und da ein paar Schwierigkeiten wie Absprachefehler oder Timingfehler. Da müssen wir eben weiter arbeiten.

Wer sind Eure Zimmerpartner?

Sebastian Firnhaber: In Deutschland im Hotel sind wir in Einzelzimmer untergebracht. In Ägypten werden wir ein Doppelzimmer bekommen, da werden natürlich wieder Toni und ich zusammen auf dem Zimmer sein, das altbewährte Team, was wir schon vom HC Erlangen kennen und da freuen wir uns schon darauf.

Welcher Spieler im Team ist immer für einen Spaß zu haben?

Sebastian Firnhaber: Da kann man Silvio Heinevetter nennen, das ist schon ein sehr lustiger Typ. Ein angenehmer Zeitgenosse, mit dem kann man sehr interessante Gespräche führen.

Wer kümmert sich um die Musik in der Kabine?

Sebastian Firnhaber: Das macht Timo Kastening. Ein bunter Mix aus Rock, Schlager und allem Möglichen. Da kommt jeder auf seine Kosten.

Habt ihr auch schon ein Amt bekommen?

Sebastian Firnhaber: Nein, hier in der Nationalmannschaft gibt es nicht wirklich Ämter. Jeder versucht so gut es geht mitzuhelfen, sei es Wäsche zu sortieren oder den Eiskoffer zu tragen, da packt wirklich jeder mit an. Da sind wir glücklich, dass man nicht extremen Pflichten nachkommen muss. Das passt alles hier. Man kann sich vollkommen konzentrieren.

Text: HCE
Fotos: DHB-Klahn
Titelfotomontage: ISPFD
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