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Eishockey

DEL-Playoff-VF 4: Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Adler Mannheim 4:3 n.V.

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Nach dem 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) in Spiel 3 von Mannheim, wo Marcus Weber wieder dabei war nach seiner Verletzung, dafür aber Oliver Mebus fehlte, bedeutet das 4:3 (0:0, 1:2, 2:1 / 1:0) nach Verlängerung in Partie 4 (mit Mebus und Weber!) eine Verlängerung der Serie des Playoff-Viertelfinales um zumindest eine Begegnung.

Co-Trainer Mike Flanagan (N) hinter Trainer/Sportdirektor Martin Jiranek (N)

Trainer Pavel Gross (MA)

 

 

 

 

 

 

 

 

Erstmals in der Saison 2018/19 verhinderten die Ice Tigers gegen die Adler mehr als drei Gegentore und legten so (neben weniger Strafzeiten als die Adler) den Grundstock für den vom Großteil der über 7000 Besucher in der ARENA umjubelten ersten Sieg gegen Mannheim im laufenden Spieljahr.

“Totgesagte leben länger” – diesem Spruch hauchten die Schützlinge von Sportdirektor sowie in Personal-union Cheftrainer Jiranek und dessen Co-Coach Flanagan in der “Do-or-die”-Begegnung, die bei einer Nieder-lage das Nürnberger Ausscheiden aus den Playoffs bedeutet hätte, Leben ein. Und wie sie das taten: Nach torlosem, jedoch alles andere als ereignisarmem ersten Drittel mit hoher Intensität und viel Tempo dauerte es über die ersten 20 Minuten hinaus weitere fast acht Minuten, bis der erste Treffer fiel. Dabei hatten beide Torhüter, Ice Tiger Niklas Treutle ebenso wie Adler Dennis Endras, reichlich zu tun und zeigten sich beide von ihrer besten Seite

23-Marcel Goc (MA) gegen 11-Christopher Brown (N) und 41-William Acton (N)

21-Nicolas Krämmer (MA) gegen 10-Taylor Aronson (N), Goalie Niklas Treutle (N) und 22-Oliver Mebus (N)

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegen Matthias Plachtas 0:1 war Nürnbergs Keeper dann aber machtlos: Nachdem Brandon Buck auf Zuspiel von Christopher Brown an Dennis Endras gescheitert war (25.) und Marcus Weber eine grenzwertige Zwei-Mi-nuten-Strafe wegen Haltens kassiert hatte (25:59), traf der Rechtsaußen der zweiten Adler-Reihe in Überzahl (3 Sekunden vor dessen Ende …) aus Nahdistanz. Den Schlagschuss von Joonas Lehtivuori aus halblinker, fast zentraler Position hatte NIT-Torwart Treutle noch abwehren können, gegen den Nachschuss von Plachta, der den Angriff mit einem Solo über die rechte Angriffsseite auch selbst eingeleitet hatte, war er ohne Chance.
Die Ice Tiger aber machten weiter wie zuvor (inklusive Auslassen der Nutzung der vierten Mannheimer Straf-zeit ab Minute 29:26 …) und schlugen dann doch zu (31 Sekunden nach Ende der Zwei-Minuten-Strafe von Mannheims Chad Kolariks), also bei gleicher Spielerzahl: Jason Bast passte von ganz lins, fast an der Bande, quer auf halbrechts, wo sich Brendan Segal ein Herz nahm, abzog und den Puck im MERC-Tor versenkte zum umjubelten Ausgleich.

Das 1:1 allerdings hielt nur kurz, weil Mannheim eine weitere grenzwertige Strafe gegen Leonhard Pföderl (2 Minuten wegen Hakens, 34:27) nur 22 Sekunden später dank erneuter Überzahl durch Mark Katic, dem mit einem Schuss von der blauen Linie sein zweites Playoff-Tor in der Serie mit Nürnberg gelang, zum 1:2 nutzte. Mit diesem Rückstand ging’s dann auch in die zweite Drittelpause und der Hauptrunden-Erste aus Baden-Württemberg wähnte sich womöglich bereits kurz vor dem Ziel von vier Siegen im Playoff-Viertelfinale und dem Erreichen des Halbfinals.

17-Marcus Kink (MA) vor 57-Daniel Weiss (N)

42-Chad Kolarik (MA) jubelt mit dem Torschützen zur 2:1-Führung – 95-Mark Katic (MA)

 

 

 

 

 

 

 

 

Zumal die Ice Tigers zu Beginn des 3. Drittels zwei weitere Mannheimer Strafzeiten ungenutzt ließen. Zum En-de der dritten MERC-Strafe (David Wolf 51:42 – vom “Sünder” so wenig verstanden wie zuvor mehrmals auf der Gegenseite …) jedoch klappte es dann endlich mit dem 2:2-Ausgleich (Spielzeit 53:03):

Nach Vorarbeit über rechts von Tim Bender und dann Philippe Dupuis brachte Daniel Weiß die Scheibe aus Nahdistanz und einem Knäuel von Spielern jenes Stück über die Torlinie, das notwendig ist für eine Anerken-nung – die nach Video-Kontrolle durch die Schiedsrichter ebenso eindeutig erfolgte wie es von den Medien-Presse-Plätzen aus für einen kurzen Moment schon live zu erkennen war.

9-Brandon Buck (N) gegen 27-Brendan Mikkelson (MA)

17-Patrick Reimer (N) hat den Puck zum 4:3-Sieg in der Verlängerung eingenetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dabei blieb es keineswegs, denn die Ice Tigers nutzten die Euphorie nur etwas mehr als drei Minuten spä-ter (56:27) zur erstmaligen Führung in Spiel 4 der Playoffs: Dass dabei der als Mensch wie als Spieler überra-gende Patrick Reimer seine Rolle als Kapitän voll und ganz er-, ja ausfüllt, überrascht(e) ebenso wenig wie es seine Leistung schmälert, dass der Schuss der Nürnberger Nummer 17 von halbrechts nach Zuspiel von Daniel Weiß von Mannheims Verteidiger Brendan Mikkelson leicht abgelenkt und damit für Schlussmann Endras end-gültig unhaltbar wurde (womöglich hätte der Puck ja auch so den Weg ins Netz gefunden …).

Nürnbergs 3:2-Führung indes läutete eine Schlussphase (wie sich kurz darauf herausstellten sollte, lediglich der regulären Spielzeit) ein, die es in sich hatte!

Nach Foul von Moritz Seider an Jason Bast entschieden die Unparteiischen folgerichtig und völlig zu Recht auf Penalty für Nürnberg, den der in Regina/Provinz Saskatchewan geborene 29jährige Kanadier mit deutschem Pass 2:06 Minuten vor Ende der regulären 60 Spielminuten nahezu perfekt ausführte – jedenfalls scheiterte er keineswegs an Mannheims Torwart, sondern nur (und das höchst knapp) am Metallkreuz des Gäste-Gehäu-ses; der Puck sprang hinter dem Rücken von Dennis Endras zurück ins Spielfeld und fast hätte Mannheims Nummer 44 die Scheibe mit dem linken Schlittschuh noch selbst ins Tor befördert . . .

17-Patrick Reimer (N) hat den Puck zum 4:3-Sieg in der Verlängerung eingenetzt

Die verpasste Vorentscheidung zugunsten Nürnbergs war für die Gäste zwangsläufig das Signal, alles nach vorne zu werfen und dabei auch den Torhüter vom Eis zu nehmen – mit Erfolg: 27 Sekunden vor Schluss (so im Gegensatz zur offiziellen Zeitmessung der Kommentator auf der DEL-Web-site zu dieser Begegnung, der im Gegensatz zu den Schieds-richtern auch erkannte, dass zwischen dem Abspiel von Markus Eisenschmid und dem Torschützen noch Chad Ko-larik, wenn nicht gar David Wolf, entscheidend beteiligt war) überlistete Andrew Desjardins, der dreifache Torschütze aus Spiel 1 (7:2 für den MERC), die NIT-Abwehr inklusive Schlussmann Treutle zum 3:3 und erzwang so die Verläng-erung.

Erinnerungen an die “Pre-Playoffs” mit der Heim-Niederlage gegen Bremerhaven nach fast kompletter zwei-maliger Verlängerung in Spielminute 100 verdrängten die Ice Tigers indes erfolgreich. Die Jiranek-Truppe zeigte sich alles andere als geschockt, kam nach der dritten Pause voll motiviert wieder aufs Eis und machte Druck. Dennis Endras im Gäste-Gehäuse hatte zunächst jedenfalls mehr zu tun als sein Gegenüber. Und nach-dem auch Niklas Treutle bewiesen hatte, dass er nach wie vor voll konzentriert war, kam es zum “Showdown”: Die Entscheidung nach 65:09 Spielminuten besorgte Patrick Reimer mit seinem zweiten Tor der Begegnung aus Nahdistanz nach Zuspiel von Jason Bast, den Daniel Weiß mit klugem Pass an der Bande seitlich hinter dem Mannheimer Gehäuse gefunden hatte.

Der Jubel in der ARENA war unglaublich (wie tags zuvor an gleicher Stelle beim 25:25 des Handball-Bundes-ligisten HC Erlangen nach zwischenzeitlichem Fünf-Tore-Rückstand gegen den TSV Hannover-Burgdorf …) und die Anhänger der Ice Tigers ließen ihrer Freude über wenigstens ein weiteres Playoff-Spiel freien Lauf. Super-Optimisten hoffen nun (zumindest insgeheim) auf eine weitere Überraschung in Mannheim und ein Spiel 6 in Nürnberg . . .

Interview von Frankenfernsehen mit Siegtorschütze 17-Patrick Reimer (N)

Derweil ein ebenso glücklicher wie erschöpfter Patrick Rei-mer, der Kapitän und Siegtor-Schütze, vor den Kameras von DEL-TV-Partner Magenta/Telekom Rede und Antwort stand: “Ich glaub’, heut’ hatten wir’s zum Ende hin auf jeden Fall verdient! Und jetzt ham’ wir einen Schritt nach vorn ge-macht und Sonntag geht’s weiter.”

Und so geht’s weiter:

Beim Stand von (“nur”) 3:1 für Mannheim nach vier Begeg-nungen ist zumindest ein Spiel 5 in Mannheim nötig, um zu klären, wer in den “Playoffs” des DEL-Viertelfinals nach dem Modus “Best of Seven” (= vier Siege sind also nötig fürs Wei-terkommen und Erreichen des Halbfinals) aus dieser Paarung weiterkommt.

Der Termin der mindestens noch nötigen Begegnung . . .

. . . Spiel 5: Sonntag, 24 März 2019 / 16:30 Uhr = Adler Mannheim – Ice Tigers

Mögliche weitere Termine . . .

. . . Spiel 6: Freitag, 29 März 2019 / Uhrzeit offen =: Ice Tigers – Adler Mannheim
. . . Spiel 7: Sonntag, 31 März 2019 / Uhrzeit offen = Adler Mannheim – Ice Tigers

Spiel 4, das 2. Heimspiel, der DEL-Viertelfinal-Playoffs in der Statistik:

Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Adler Mannheim nach Verlängerung 4:3 (0:0, 1:2, 2:1 / 1:0)

Ice Tigers: 31 Treutle (Spielzeit 65:09 Minuten), 29 Jenike (ohne Einsatz) – 6 Stephan, 8 Lalonde, 9 Buck, 10 Aronson, 11 Brown, 14 Gilbert, 16 Bast, 17 P. Reimer, 21 Kislinger, 22 Mebus, 24 Weber, 26 Segal, 41 Acton, 57 Weiß, 61 Bassen, 74 Fox, 77 Bender, 91 Dupuis, 93 Pföderl. / Mannschaftsleiter + Chef-Trainer: Martin Jiranek – Co-Trainer: Mike Flanagan.
Mannheim: 44 Endras (Spielzeit 64:26 Minuten), 34 Pickard + 30 Pantkowski (jeweils ohne Einsatz) – 6 Lehti-vuori, 7 Akdag, 14 G. Festerling, 16 Eisenschmid, 17 Kink, 18 Smith, 21 Krämmer, 22 Plachta, 23 M. Goc, 27 Mikkelson, 29 Reul, 37 Larkin, 42 Kolarik, 53 Seider, 61 Huhtala, 84 Desjardins, 89 Wolf, 90 Adam, 95 Katic. / Mannschaftsleiiter: Youri Ziffzer – Chef-Trainer: Pavel Gross – Co-Trainer: Mike Pellegrims.

Tore: 0:1 22 Plachta / Assistenten 90 Adam + 6 Lehtivuori – bei 5:4-Überzahl Mannheim (27:56), 1:1 26 Segal / 16 Bast (31:57), 1:2 95 Katic / 84 Desjardins – bei 5:4-Überzahl Mannheim (34:49), 2:2 57 Weiß / 77 Bender + 91 Dupuis – bei 5:4-Überzahl Nürnberg (53:03), 3:2 17 Reimer / 77 Bender + 57 Weiß (56:27), 3:3 84 Desjardins / 42 Kolarik + 16 Eisenschmid – bei 6:5-Überzahl Mannheim durch Herausnahme des eigenen Torhüters (59:32), 4:3 17 Reimer / 16 Bast + 57 Weiß (65:09).

Besonderes Vorkommnis: 57:54 – 16 Bast scheitert nach Foul von 53 Seider (für das 7 Akdag im Spielbe-richtsbogen mit einer Strafe von 0 Minuten notiert ist …) mit dem fälligen Penalty am Metallkreuz des Mannheimer Tores.

Schiedsrichter: Lasse Kopitz + André Schrader.
Linienschiedsrichter: Maksim Cepik + Marcus Höfer.

Strafzeiten: Nürnberg 7 = 14 Minuten (7 x 2) – Mannheim 10 = 18 Spielminuten (9 x 2 + 0 = 7 Akdag …).

Zuschauer: 7111 (zahlende in der ARENA Nürnberger Versicherung).

Spiel 3 der “Playoffs” der DEL-Serie “Best of Seven” in der Kurz-Statistik:

Adler Mannheim – TS Ice Tigers Nürnberg 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)

Tore: 0:1 11 Brown / Assistenten 16 Bast + 8 Lalonde – 5:4-Überzahl Nürnberg (5:54), 1:1 16 Eisenschmid / 42 Kolarik + 95 Katic – 5:4-Überzahl Mannheim (12:43), 2:1 95 Katic / 84 Desjardins (23:56), 3:1 18 Smith / 61 Huh-tala + 90 Adam (35:59), 4:1 90 Adam / 18 Smith + 61 Huhtala (51:43)

Schiedsrichter: Marc Iwert + Marian Rohatsch.
Strafzeiten: Mannheim 4 = 6 Minuten (3 x 2) + 10 (37 Larkin) – Nürnberg 3 = 6 (3 x 2).
Zuschauer: 13 600 (zahlende in der ausverkauften SAP Arena Mannheim).

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD
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