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Fußball / 1. Bundesliga: 1.FCN – Frankfurt 1:1

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Duplizität der Ereignisse II!

28-Lukas Mühl (FCN) gegen 4-Ante Rebic (F)

Was sich acht Tage zuvor beim 1. FC Nürnberg zwischen der U21 (in der Regionalliga Bayern gegen Viktoria Aschaf-fenburg nach 1:0-Halbzeitführung 1:2 unterlegen) und direkt danach den Profis (nach 1:0-Pausenvorsprung am Ende 1:3 gegen die TSG 1899 Hoffenheim) an Parallelität ereignete, wiederholte sich in ähnlicher Form nun zwischen einem anderen Nachwuchs-Team des Club und der Mannschaft von Michael Köllner:

Erst mussten sich die U19-Junioren des 1.FCN am Valzner-weiher im Kellerduell der Bundesliga Süd gegen den 1. FC Kaiserslautern nach 2:0-Führung mit einem 2:2-Unentschie-den begnügen (und konnten so den Sechs-Punkte-Rückstand auf die Pfälzer nicht verringern …) – dann widerfuhr den Mannen um Kapitän Hanno Behrens in deren Begegnung des 9. Spieltags der Bundesliga-Saison 2018/19 gegen die SG Eintracht Frankfurt in der Nachspielzeit das selbe Schicksal und es gab statt eines durchaus verdienten Sieges ein unglückliches 1:1; verbunden mit dem Verlust von zwei Punkten mehr, die zum Greifen nah waren!

23-Tim Leibold (FCN) vor 11-Mijat Gacinovic (F)

Und niemand hätte sich wirklich beklagen können über einen FCN-Sieg. Schon gar nicht die Frankfurter, denen in Halbzeit 1 nach dem 2:0-Sieg gegen Apollon Limassol bei der Zusatzschicht in der Europa League vom Donnerstag der Vorwoche (also nur knapp drei Tage und weniger als 63 Stunden) zuvor durchaus zugestanden werden konnte, es erst mal lang-samer angehen zu lassen und das Spiel zu kontrollieren. Das gelang der Eintracht, die mit dem Franzosen Sébastien Haller einen der beiden Tor-schützen vom Limassol-Spiel (das andere erzielte Luka Jovic) zunächst schonte, indes allenfalls in der Anfangsviertelstunde – dann übernahm die von Trainer Köllner auf mehreren Positionen umgestellte Heimelf das Kommando, und das eindrucksvoll.

Wie die ziemlich neuformierte Mannschaft die alles andere als geringen Umstellungen verkraftete – nein, viel mehr, wie optimal sie die sich zwangs-läufig ergebenden Umstellungen und die Vorgaben ihres Trainers umsetzte, erstaunte und verdient großen Respekt. Sebastian Kerk etwa beeindruckte auf der linken Außenbahn bei seinem ersten Einsatz vom Anpfiff an nach über einjähriger Verletzungspause, Yuya Kubo lief (für Kapitän Behrens) im offensiven Mittelfeld zu großer Form auf und Törles Knöll (für Mikael Ishak) im Sturmzentrum ebenso (in Sachen Torgefahr ebenso wie als Wegbereiter für seine Nebenleute); am meisten überraschte Trainer Köllner aber mit Debütant Simon Rhein, der zusammen mit dem zurückgezogen agierenden Hanno Behrens für das sonstige 6er-Paar Eduard Löwen und den auf Grund von Adduktoren-Problemen kurzfristig ausgefallenen Ondrej Petrák als defensiver Mittelfeldspieler vor der Abwehr eine blitzsaubere Leistung ablieferte

8-Robert Bauer (FCN)

Zudem bot der FCN-Coach mit Robert Bauer im Grunde einen weiteren “neuen” Akteur auf (zumindest auf anderer Position – auf der anderen, der rechten Verteidigerseite …). Am Spieltag zuvor war der Pforzheimer Leihspieler von Wer-der Bremen gegen Hoffenheim ins Team gerutscht, um auf der linken Abwehrseite den gesperrten Tim Leibold zu ver-treten – und durfte nach durchaus ansprechender Leistung gegen die TSG 1899 nun überraschend erneut dabei sein für den ebenfalls kurzfristig wegen dessen Sehnenverletzung ausgefallenen Enrico Valentini.

Irgendwie wirkte nach Behrens’ knapp das Ziel verfehlendem Schuss aus 20 Metern in der Folge einer Kubo-Ablage (4.) das aberkannte frühe Tor von Yaya Kubo (11.) wie ein Wachmacher, so deutlich es auch abseits war und damit völlig zu Recht (sowie ganz ohne Video-Beweis) einen Freistoß für Frankfurt statt Anstoß zur Folge hatte. Dieser Treffer sowie die Art und Weise des respektlvollen, aber mutigen Auftritts aller elf FCN-Startspieler (Lukas Mühl kurz zuvor total abgeklärt gegen Vize-Weltmeister Rebic) hatten Folgen, höchst positive. SGE-Torhüter Trapp (16. mit Faustabwehr) konnte sich über Mangel an Beschäftigung kaum beklagen und hatte nach Margreitters geblocktem Schuss (16.) sogar Glück, dass Törles Knöll nach Leibold-Flanke nur den linken Pfosten seines Gehäuses traf (17.).

11-Adam Zrelák (FCN) nach seinem Tor zur 1:0-Führung mit 21-Federico Palacios (FCN)

Spätestens ab diesem Zeitpunkt war der Club im Spiel und es beeindruckte, wie dessen Doppel-Sechs Behrens /Rhein zum Teil mit Wechsel der Seiten die fälligen Aufgaben lösten. Und als dann mal der Pokalsieger gefährlich vor dem Nürnberger Gehäuse auftauchte, kam Torhüter Christian Mathenia mutig raus und pflückte Rebic’ Flanke von links mit den Fingerspitzen vor Jovic aus der Luft (31.).

Auf der Gegenseite bewies auch Kevin Trapp seine Klasse und hielt Kerks Freistoß ebenso sicher (33.) wie drei Minuten später Mathenia souverän eingriff, ehe Evan Obite Ndicka nach Vorarbeit von Margreitter und Bauer in höchster Not gegen Knöll retten musste (37.). Eben noch als Vorbereiter glänzte Robert Bauer dann als Abfangjäger beim folgenden Frankfurter Angriff (38.) – clever und souverän. In der restlichen Spielzeit bis zur Halbzeit glich der 1. FCN körperliche und spielerische Nachteile gegenüber den Frankfurter Internationalen wie zuvor und danach durch Einsatz, Laufbereitschaft und Spielwitz mehr als aus. Und Robert Bauer zwang SGE-Schlussmann Trapp erneut noch zum Eingreifen (43.).

Flankengeber 24-Virgil Misidjan (FCN) jubelt mit dem Torschützen zur 1:0-Führung – 11-Adam Zrelák (FCN)

Auch nach Wiederbeginn beschränkte sich die Köllner-Truppe keineswegs aufs Reagieren. Dass im Training Stan-dards geübt werden, zeigte eine neuerliche Eckball-Variante (49.) und Kerk versuchte es erneut per Freistoß (50.), der nur knapp sein Ziel verfehlte. Während sich die eifrigen, biswei-len übermotivierten Nürnberger auch schon mal selbst aus-tricksten (53. der fleißige Misidjan schoß sich beim Versuch eines Rückpasses mit der Hacke selbst an …), arbeiteten die Eintracht-Profis mit allen Tricks (62. Kapitän Abraham mit vergeblichem Armeinsatz gegen Misidjan) und hatten Glück, dass die fällige Gelbe Karte für Gelson Fernandes zweimal ausblieb (63./71.); lediglich im ersten Fall rang sich Schieds-richter Schröder zu einer Ermahnung durch und ließ damit schon Gnade vor Recht ergehen.

8-Robert Bauer (FCN) vor 5-Gelson Fernandes (F)

Dass oft nur Kleinigkeiten fehlten, bewies Misidjan nach Diagonalpaß von Mühl, als ihm der Ball bei der Annahme außer Kontrolle geriet (74.). Und dann hatten womöglich auch die Gastgeber Glück nach einem Mühl-Zweikampf mit Jovic, den der Unparteiische laufen ließ (75.), sowie bei Beh-rens’ Drücken und Schieben gegen den eingewechselten Haller (76.) – was indes allenfalls ausgleichende Ungerech-tigkeit bedeutete . . .

Nachdem Torhüter Trapp gegen Kubo und Misidjan ge-rettet hatte (77.), ließ sich das Frankfurter Unheil indes nicht mehr aufhalten: Aus einer Art Powerplay-Situation löste sich Nürnbergs Japaner Kubo geschickt, passte halbrechts von außerhalb kurz in den Gäste-Strafraum auf Misidjan und der flankte so gefühlvoll und genau vors Gehäuse, dass FCNJoker Adam Zrel’ák der Rückennummer 11 seines slowakischen Landsmanns und Club-Idols Marek Mintal alle Ehre machen konnte – per Kopf netzte Zrel’ák innerhalb weniger als zwei Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:0 ein!

8-Robert Bauer (FCN) gegen 5-Gelson Fernandes

Diese erarbeitete wie erspielte verdiente Führung geriet dann in Gefahr, weil die Eintracht nun alle Reserven mobili-sierte. Doch auch dabei bewies die junge FCN-Truppe, wie sehr sie sich entwickelt hat; Robert Bauer etwas rettete mit großer Übersicht zum weniger gefährlichen Einwurf statt eines Eckballs. (83.), ehe Jovic (84.) übers Ziel schoß und sich die Köllner-Elf wieder befreite. Dabei wechselten dann Licht und Schatten wieder mal – erst wurde Kubos Volley-Schuß nach Misidjan-Heber glücklich für FRankfurt und unglücklich für Nürnberg zur Ecke abgewehrt (85.), dann vertändelte der Japaner den Ball im Strafraum (86.).

Als Danny da Costa mit einem Glücksschuss (89.), der über Mathenias Kasten strich (aber ebenso im Dreieck hätte landen können …) erfolglos geblieben war, sorgte die Ankündigung von unverständlichen vier Minuten Nachspielzeit für Unmut beim FCN. Dies spielte aber letztlich keine Rolle, weil Hallers glücklicher Ausgleichstreffer nach da-Costa-Flanke (90+2.) in einem Zeitrahmen der zusätzlichen Spielzeit lag, der nachvollziehbar war. Allerdings hätte es einen anderen Grund zu (berechtigter) Verärgerung gegeben: Diesem Treffer ging nämlich ein hohes Bein von Jovic voraus, das durchaus hätte abgepfiffen werden können – und dann wären wohl drei Punkte auf der Habenseite des 1. FC Nürnberg verblieben . . .

8-Robert Bauer (FCN) gegen 6-Jonathan De Guzman (F)

Allerdings muss niemandem um diese Mannschaft des 1. FC Nürnberg bange sein. Wenn sie sich weiter so entwickelt wie zuletzt, ist der Bundesliga-Klassenerhalt absolut mach-bar!

Und so geht’s weiter:

Nach dem Spiel der 2. Runde im DFB-Pokal-Wettbewerb 2018/19 am Mittwoch, den 31. Oktober 2018, um 18:30 Uhr beim FC Hansa Rostock folgt drei Tage später das bayeri-sche Derby beim FC Augsburg am Samstag, den 3. Novem-ber 2018, um 15:30 Uhr und eine Woche später am Sams-tag, den 10. November 2018, um 15:30 Uhr das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart.

9-Sébastian Haller (F) überwindet Nürnbergs Torwart 26-Christian Mathenia (FCN) zum 1:1-Ausgleich

Die Bilanz des 1. FCN gegen die SG Eintracht Frankfurt

Gesamt-Bilanz aus Sicht des 1. FCN:

74 Spiele / 19 Siege, 24 Unentschieden, 31 Niederlagen / 94:119 Tore (zuhause: 38 Sp. / 12 S, 11 U, 15 N / 52:54 T – auswärts: 36 Sp. / 7 S, 13 U, 16 N / 42:65 T).

Bundesliga-Bilanz aus Sicht des 1. FCN:

57 Spiele / 14 S, 20 U, 23 N / 69:89 T (zuhause: 29 Sp. / 8 S, 11 U, 10 N / 39:41 T – auswärts: 28 Sp. / 6 S, 9 U, 13 N / 30:48 T).

Bilanz im DFB-Pokal aus Sicht des 1. FCN:

6 Spiele / 3 S, 1 U, 2 N / 12:10 T (zuhause: 4 Sp. / 3 S, 0 U, 1 N / 10:5 T – auswärts: 2 Sp. / 0 S, 1 U, 1 N / 2:5 T).

18-Hanno Behrens (FCN) gegen den Torschützen zum 1:1-Ausgleich 9-Sébastian Haller (F)

Bilanz in der Bundesliga-Relegation aus Sicht des 1. FCN:

2 Spiele / 0 S, 1 U, 1 N / 1:2 T (zuhause: 1 Sp. / 0 S, 0 U, 1 N / 0:1 T – auswärts: 1 Sp. / 0 S, 1 U, 0 N / 1:1 T).

Bilanz in der 2. Bundesliga aus Sicht des 1. FCN:

2 Spiele / 0 S, 0 U, 2 N / 1:5 T (zuhause: 1 Sp. / 0 S, 0 U, 1 N / 0:1 T – auswärts: 1 Sp. / 0 S, 0 U, 1 N / 1:4 T).

Bilanz in der Oberliga Süd aus Sicht des 1. FCN:

7 Spiele / 2 S, 2 U, 3 N / 11:13 T (zuhause: 3 Sp. / 1 S, 0 U, 2 N / 3:6 T – auswärts: 4 Sp. / 1 S, 2 U, 1 N / 8:7 T).

Das aktuelle Spiel in der Statistik:

1. FC Nürnberg – SG Eintracht Frankfurt 1:1 (0:0)

1. FCN: 26 Mathenia – 8 Bauer, 10 Kerk (69. 21 Palacios), 14 Kubo (88. Erras), 18 Behrens, 19 Knöll (76. 11 Zrel’ák), 23 Leibold, 24 Misidjan, 28 Mühl, 33 Margreitter, 38 Rhein / ohne Einsatz auf der Bank: 1 Bredlow – 4 Ewerton, 27 Costa Pereira, 35 Fuchs / Trainer: Michael Köllner.
Frankfurt: 31 Trapp – 2 Ndicka, 4 Rebic (68. 9 Haller), 5 Fernandes, 6 De Guzman (80. Stendera), 8 Jovic, 10 Kostic, 11 Gacinovic (68. Ridrigues De Sousa), 19 Abraham, 20 Hasebe, 24 da Costa / ohne Einsatz auf der Bank: 1 Rönnow – 15 Willems, 23 Russ, 33 Tawatha / Trainer: Adi Hütter.

Tore: 1:0 11 Zrel’ák (78., Kopfball von links aus fünf Metern ins lange Eck nach Flanke von 24 Misidjan von rechts und zuvor öffnendem Kurzpass von 14 Kubo in den Strafraum), 1:1 9 Haller (50., nach flacher Eingabe von 24 da Costa von rechts mit extremem Grätschschritt-Abschluss aus Nahdistanz kurz vor der Linie am linken Pfosten).

Schiedsrichter: Robert Schröder – SR-Assistenten: Frederik Assmuth + Jan Clemens Neitzel-Petersen / 4. Offizieller: Lasse Koslowski / Video-Assistent: Christian Dingert.

Gelbe Karten: 38 Rhein (85. Foul), 11 Zrel’ák (90+1. Foul) – 2 Ndicka (5., Foul), 4 Rebic (57. Foul), 31 Trapp (88. Reklamieren?).
Gelb-Rote Karten: keine.
Rote Karten: keine.

Zuschauer: 42 154 (zahlende).

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD
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