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Neubau Grund- und Mittelschule mit Hort Maiacher Straße

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Stadtkämmerer Harald Riedel und Dr. Andreas Iding von der Firma Goldbeck Public Partner GmbH haben den Vertrag zum Neubau und Betrieb der Grund- und Mittelschule mit Hort Maiacher Straße unterzeichnet.

Der Auftrag umfasst die Planung, den Neubau, den Abriss des Altbestands, die Finanzierung und den Betrieb über 25 Jahre nach Abschluss der Bauarbeiten. Für die Stadt Nürnberg ist es das vierte Schulprojekt, das im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) realisiert wird. Die Planungs- und Bauzeit beträgt 48 Monate, Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts ist Ende 2023 geplant, die des zweiten Bauabschnitts zum Schuljahresbeginn 2025/26.

Die Baumaßnahme umfasst die Grundschule Maiach mit Hort und die Mittelschule Süd in jeweils funktional eigenständigen Gebäudeeinheiten, eine Dreifach- und Einfach-Sporthalle, eine Außensportfläche sowie Außen- und Freiflächen. Bis zu 1 100 Schülerinnen und Schülern bekommen damit eine neue Räumlichkeit, die mit ihrer Bauweise das Lernen erleichtern und die Nürnberger Schullandschaft bereichern soll.

Das Gebäude wird wie alle Neubauten der Stadt Nürnberg als Passivhaus gebaut. Die Schulen mit Hort in der Maiacher Straße entstehen in zwei Bauabschnitten. Begonnen wird auf dem ehemaligen Vereinsgelände des SV 73 Süd Nürnberg im Stadtteil Werderau.

Die Turnhallen werden nach dem Abriss der Bestandsgebäude auf dem angrenzenden Grundstück im Süden errichtet. Die Außensport- und sonstigen Außenanlagen sind im Westen auf einem Grundstück, das die Stadt Nürnberg Ende 2020 vom Freistaat erworben hat, vorgesehen. Neben einem Grundschulangebot für bis zu 300 Schülerinnen und Schüler soll ein ganztägiges Bildungs- und Betreuungsangebot für bis zu 150 Grundschulkinder in den Schulwochen und in den Ferien zur Verfügung stehen. Die Stadt Nürnberg realisiert das staatlich geförderte kooperative Modell von Schule und Jugendhilfe (Kooperative Ganztagesbildung), das mit 150 Schülerinnen und Schülern einem sechsgruppigen Hort entspricht. Dabei reduziert sich bei dem hier geplanten Kombimodell die Hort-Gesamtfläche um circa 26 Prozent im Vergleich zu einer konventionellen Planung. Ziel ist eine erhöhte Betreuungsqualität im Betrieb bei erhöhter Wirtschaftlichkeit im Bau.

Die Mittelschule Süd ist sechszügig vorgesehen, im Endausbau mit 30 Klassen der Jahrgangsstufen 5 bis 9 plus zusätzlich zwei M-10-Klassen. Der Ganztagesbetrieb kann bis zu 23 Klassen umfassen. Der Neubau bietet bis zu 800 Schülerinnen und Schülern Platz, die den Erfolgreichen Abschluss der Mittelschule nach der 9. Jahrgangsstufe, den Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule nach der 9. Jahrgangsstufe oder den Mittleren Schulabschluss an der Mittelschule nach der 10. Jahrgangsstufe machen können.

Die Partner beim Schulbau

Mit der Firma Goldbeck erhält die Stadt Nürnberg einen Partner, der sich bereits vielfach beim Schulbau bewiesen hat. Für die Firma Goldbeck ist es das 50. ÖPP-Projekt, insgesamt hat sie über 110 Schulen gebaut. Das familiengeführte Unternehmen zählt zu den führenden Bauunternehmen Deutschlands. Dr. Andreas Iding, Geschäftsführer von Goldbeck, freut sich, den Vertrag in Nürnberg zu unterzeichnen und führt aus: „Die Firma Goldbeck steht seit mehr als 15 Jahren für die erfolgreiche Umsetzung von Lebenszyklusprojekten in ganz Deutschland und wir können daher versichern, dass wir in den kommenden Jahren auch dieses Projekt für unseren neuen Partner – die Stadt Nürnberg – erfolgreich realisieren werden.“

Der Entwurf stammt von Dohle + Lohse Architekten GmbH, einem national tätigen Architekturbüro mit Sitz in Braunschweig. Dohle + Lohse haben sich nach mehrfachen Wettbewerbserfolgen auf den Bildungs- und Verwaltungsbau spezialisiert. So wurden in den letzten zehn Jahren bundesweit fast 30 Bildungsbauten nach den Plänen von Dohle + Lohse realisiert.

Die Außenanlagen wurden von Blaurock Landschaftsarchitektur gestaltet, einem Landschaftsarchitekturbüro aus Dresden mit besonderem Fokus auf ästhetische, nachhaltige und funktionale Gestaltung von Außenräumen, insbesondere Kita- und Schulanlagen. Der Entwurf der Außenanlagen integriert auf einem großen Campus jeweils einen Pausenhof der neuen Grund- und Mittelschule, eine Freisportanlage, einen Verkehrsübungsplatz und den gemeinsam nutzbaren Mensabereich.

Finanzierungspartner ist die Helaba aus Frankfurt, die die Langfristfinanzierung übernimmt. Die Schulbaumaßnahme wird mit Zuschüssen des Freistaats Bayern gefördert. Die Einbindung von KfWInvestitionszuschüssen für effiziente Neubauten ist vorgesehen.

Zuständig für ÖPP ist Stadtkämmerer Harald Riedel. Sein Fazit zum Vertragsabschluss: „Für die Stadt Nürnberg bedeutet diese Partnerschaft eine schnelle, wirtschaftliche und termingetreue Fertigstellung einer wichtigen neuen Schule. Dabei bietet Goldbeck alle Leistungen aus einer Hand und trägt damit zur Entlastung bei unserem riesigen Bauprogramm für Schulen und Kitas bei.“

Vergabeverfahren

Am 21. Juli 2021 hatte der Stadtrat zugestimmt, die Firma Goldbeck aus Bielefeld zu beauftragen. Die Zuschlagserteilung erfolgte am 28. Juli 2021. Das Vergabeverfahren war im August 2019 gestartet und fand unter erschwerten Corona-Bedingungen statt. Vorangegangen war ein europaweites Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Interessensbekundungs- und Interessenbestätigungsverfahren.

Text: Stadt Nürnberg / jos
Foto: Haupteingang der Schulen mit Hort Maiacher Straße. Bildnachweis: Architekturbüro Dohle + Lohse / Goldbeck Public Partner GmbH

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