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Fußball

2. Liga: SpVgg. Greuther Fürth – FC Erzgebirge Aue 3:0

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Fürth marschiert weiter + freut sich aufs Achtelfinale im DFB-Pokal bei Bundesligist Werder Bremen

So durchwachsen der Start ins Jahr 2021 nach der “Mini-Winterpause” für die SpVgg Greuther Fürth gegen den FC St. Pauli (“nur” 2:1 nach ebenso deutlicher wie sicherer 2:0-Führung zur Halbzeit) und beim Karlsruher SC (2:3 nach krassen individuellen Fehlern) auch war, gegen die Bundesliga-Absteiger SC Paderborn (1:1) sowie Fortuna Düsseldorf (3:3 im Verfolger-Duell am Rhein), beim VfL Osnabrück (1:0) und gegen FC Erzgebirge Aue (3:0) folgte eine Erfolgsserie.

10-Branimir Hrgota (FÜ) kommt gegen 20-Calogero Rizzuto zum Torschuss, den kurz danach 6-Florian Ballas (rechts – teilweise erkennbar) zur Fürther 1:0-Führung abfälscht.

11 von 18 möglichen Punkten (bei 12:8 Toren) aus diesen sechs Januar-Begegnungen und zuletzt 8 Zähler in vier Partien ohne Niederlage (bei 8:4 Treffern) – da kommt der Pokalwettbewerb des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gerade recht: Nach dem Erfolg Mitte Dezember 2020 in Runde 2 bei Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim (2:2 nach Verlängerung und 7:6 im Elfmeterschießen) muss das “Kleeblatt” auch diesmal reisen – was sich angesichts der guten Fürther Auswärtsbilanz der laufenden Saison auch beim Erstliga-Klub SV Werder Bremen als Vorteil herausstellen könnte . . .

Immerhin wartete Chef-Trainer Leitl zuletzt sowohl auswärts wie zuhause mit einigen eher unerwarteten Überraschungen beim Personal auf. Dies ist unter dem Aspekt von “Belastungs-Steuerung” dem “dank Corona” engeren Spielplan der 2. Bundesliga ebenso geschuldet wie dem so wie geschehen ja kaum kalkulierbaren Weiterkommen der Greuther im DFB-Pokal. Nach vier Veränderungen beim 1:0 in Osnabrück im Feld mit Dickson Abiama und Timothy Tillmann, die zuvor zumindest schon mal eingewechselt worden waren und in Niedersachsen ebenso ihr Startelf-Debüt feiern durften wie Simon Asta, während Hans Nunoo Sarpei zurückkehrte ins defensive Mittelfeld, erfuhr gegen Erzgebirge Aue mit Marius Funk ein (= der Ersatz-)Torhüter der erfolgreichen Mannschaft die Wertschätzung des sportlichen Leiters der Fürther Zweitliga-Fußballer. Die sind auf dem besten Wege, nach 2012 zum zweiten Mal den Sprung ins deutsche Fußball-Oberhaus zu schaffen.

24-Anton Stach (FÜ) gegen 31-Ben Zolinski

Dabei gastierte nun am 19. Spieltag der 2. Bundesliga keineswegs Kanonenfutter im “Sportpark Ronhof”, sondern der grade mal drei Ränge hinter der SpVgg auf 7 platzierte FCE. Aue hatte einem weniger erfolgreichen Start als in Vorjahren eine beachtliche Aufwärtsentwicklung folgen lassen und war nach einem Einbruch sowie jüngsten Siegen in Osnabrück (wie Fürth vier Tage später 1:0) zum Hinrunden-Abschluss sowie gegen den erstarkten Aufsteiger Würzburger Kickers (2:1 nach Rückstand) zum Rückrunden-Beginn nach 18 Spieltagen auf 28 Punkte und 27:22 Tore gekommen bei insgesamt 8 Siegen, 4 Unentschieden und 6 Niederlagen. Zudem sah die zurückliegende Bilanz der Franken gegen die Sachsen eher bescheiden aus: Kein Sieg seit über drei Jahren (zuletzt am 15.10,2017 zuhause mit 2:1), dabei vier Niederlagen (darunter ein 0:5 im Dezember 2018 und zum Saisonstart 2019 ein 0:2, jeweils im Ronhof!) sowie lediglich zwei Remis – da ist die Wende doch schon mal geschafft mit dem jüngsten 3:0 dank der Treffer von Branimir Hrgota (15., 34. Spielminute) und Julian Green (60.)!

37-Julian Green (FÜ) gegen 24-John Patrick Strauß

Debüt im Tor nun auch für Ersatz-Keeper Marius Funk

Dass der mittlerweile 25-jährige Marius Funk exakt vier Wochen nach seinem Geburtstag belohnt wurde für seinen Trainingsfleiß (wie Trainer Leitl seine Maßnahme erklärte), war das eine – dass der gebürtige Aalener, der beim FV 08 Unterkochen seine erste Fußball-Schritte machte und über den 1. FC Heidenheim 1846 sowie das Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart (2013 mit der U17 Deutscher Meister, Profi-Debüt im Juli 2015 mit dem VfB II in der 3. Liga) nach Fürth kam, auch noch ohne Gegentor blieb (im Eishockey heißt das dann “Shutout”), sollte ihm jenes Selbstvertrauen geben, das er für seine Entwicklung braucht. Das Vertrauen der Spielvereinigung hat der Schwabe, wie die Verlängerung des Vertrages vom Mai des Vorjahres bis 2022 belegt.
Trotzdem bleibt Funk, der von der U15 bis zur U19 den deutschen (Nachwuchs-)Fußball auch international vertrat, zunächst mal erster Stellvertreter des Stammkeepers, denn in Bremen wird Sascha Burchert wieder zwischen den Pfosten des Greuther Gehäuses stehen. Beim 3:0 gegen Aue indes bewies der einstige Jugend-Nationaltorwart seine guten Veranlagungen. Und die nötige Abgeklärtheit, die ihm vielleicht noch abgeht, kann der zweite Mann im SpVgg-Kasten nur über Spielpraxis erwerben – die wegen der “Corona”-bedingten Pause im Amateurfußball in der 2. Mannschaft der Fürther, die in der Regionalliga Bayern unterwegs ist, seit geraumer Zeit ausfällt.

Fürther Torjubel nach dem 2:0 durch 10-Branimir Hrgota – 16-Havard Nielsen klatscht vor 37-Julian Green mit dem Vorlagengeber 15-Sebastian Ernst ab.

Ausfälle anderer Art, wie etwa Verletzungen, kämen vor der Pokal-Reise nach Bremen derweil höchst ungelegen. Womöglich mit ein Grund dafür, warum Stefan Leitl seine Nummer 1 im Kasten (auch wenn Co-Kapitän Burchert die Trikotnummer 30 trägt, was Marius Funk die 1 eröffnete …), schonte. Wie berechtigt derartige Vorsicht sein kann, bewiesen die gegen Aue notwendigen, verletzungsbedingten Auswechslungen von Paul Jaeckel (45., Maximilian Bauer musste als 1:1-Ersatz noch vor der Pause aufs Feld geschickt werden) und Mergim Mavraj (63, Hans Nunoo Sarpei rückte ins defensive Mittelfeld und Anton Stach von dort zurück in die Innenverteidigung). Es bleibt zu hoffen, dass beide an der Weser zum Pokal-Kader gehören können und der SpVgg fit zur Verfügung stehen.

22-David Raum (FÜ) blockt den Schuss von 37-Pascal Testroet ab

DFB-Pokal an der Weser als Zugabe – durchaus mit Zuversicht

Das Interesse am Fürther Auftritt in der Hansestadt ist keineswegs nur bei den Anhängern der Franken groß. Laut Website der Spielvereinigung hat ein Bremer Radiosender angefragt. Und bei der Überlegung, wer bei der anstehenden Konstellation als Experte gewonnen werden könnte, fiel schnell der Name Benno Möhlmann. Im Interview gab der langjährige “Kleeblatt”-Coach (1997 bis 2000, 2004 bis 2007 + 2008/9), der einst 267 Bundesliga-Begegnungen für den SV Werder (plus 25 für den Hamburger SV) absolvierte und inzwischen wieder in Bremen wohnt, seine Einschätzung zu dieser Partie im Achtelfinale des DFB-Pokals der SpVgg Greuther Fürth an der Weser.

37-Julian Green (FÜ) macht das Tor zur 3:0-Führung gegen Gästetorwart 1-Martin Männel

Der inzwischen 66-jährige Niedersachse, der in seinem Geburtsort Lohne für Blau-Weiß kickte und über den SC Preußen Münster von der 2. Liga Nord 1978 zu Bundesligist SV Werder wechselte, sieht zwischen Spitzenteams der 2. Bundesliga und Mannschaften aus dem unteren Drittel der Bundesliga keine großen Unterschiede. “Das Kleeblatt hat sicherlich eine realistische Chance zu gewinnen, wenn einige Voraussetzungen gegeben sind”. meint der Mann, der seine Verbundenheit zu beiden Klubs keineswegs verhehlt und beide Aufgebote gut kennt: “Bis zur Pandemie war ich ja durch meine Tätigkeit im Nachwuchsbereich des Kleeblatts auch oft im Stadion in Fürth.”

14-Hans Nunoo Sarpei (FÜ) nach dem Schlusspfiff und dem 3:0-Sieg

Da aus Sicht des (Ex-?) Fußballlehrers auch die Bremer unter seinem Kollegen Florian Kohfeldt nach deren Problemen der Vorsaison beim Kampf um den Klassenerhalt “eine ganz gute Entwicklung hinbekommen” haben, erwartet Benno Möhlmann einen interessanten und durchaus offenen Pokal-Fight. Damit, dass die Bremer ihre Gäste unterschätzen, sollte allerdings niemand rechnen – “man hat hier schon bemerkt, dass die Fürther in der bisherigen Saison sehr gute Leistungen abgerufen haben”, stellt der frühere “Kleeblatt”-Coach klar und macht trotzdem Hoffnung: “Aber, noch einmal: Unterm Strich glaube ich schon, dass die Spielvereinigung eine realistische Aussicht auf die nächste Runde hat.”

22-David Raum gratuliert seinem Torwart 1-Marius Funk zum “Nuller” und 4-Maximilian Bauer kommt dazu

Und so geht’s weiter für die SpVgg Greuther Fürth

DFB-Pokal, Saison 2020/21

ACHTELFINALE – 2. FEBRUAR 2021 (DIENSTAG, 20:45 UHR): SV Werder Bremen – SpVgg GREUTHER FÜRTH (im DFB-Pokal-VF 2004 in Fürth 3:2 + in der Bundesliga, Saison 2012/13 = 2:2 + 1:1)

2. Bundesliga, Saison 2020/21

20. SPIELTAG – 7. FEBRUAR 2021 (SONNTAG, 13:30 UHR): SpVgg GREUTHER FÜRTH – FC Würzburger Kickers (Hinrunde 2:2) . . . im “Sportpark Ronhof | Thomas Sommer”

Statistik zum SpVgg-Heimspiel vom 19. Spieltag der Saison 2020/21 in der 2. Fußball-Bundesliga

SpVgg Greuther Fürth – FC Erzgebirge Aue 3:0 (2:0)

Fürth: 1 Funk – 5 Mavra (63. 14 Sarpei)j, 10 Hrgota (C), 15 Ernst (75. 21 Tillman), 16 Nielsen, 18 Meyerhöfer (75. 19 Abiama), 22 Raum, 23 Jaeckel (45. 4 Bauer), 24 Stach, 33 Seguin, 37 Green (75. 40 Leweling) / ohne Einsatz auf der Bank: 30 Burchert – 2 Asta, 7 Kehr,8 Cavar, / Chef-Trainer: Stefan Leitl.
Aue: 1 Männel (C) – 5 Fandrich, 6 Ballas (83. 2 Bussmann), 11 Krüger (77. 9 Jonjic), 13 Samson, 20 Rizzuto (69. 27 Härtel), 24 Strauß, 26 Gonther, 31 Zolinski (46. 7 Hochscheidt), 33 Gnjatic, 37 Testerot (69. 14 Zulechner) / ohne Einsatz auf der Bank: 25 Klewin – 8 Baumgart, 16 Majetschak, 22 Jeck / Trainer: Dirk Schuster.
Tore: 1:0 10 Hrgota (15. Spielminute – nach Anspiel durch 22 Raum quer von der linken Angriffsseite durch den FCE-Strafraum, wo 5 Fandrich attackierte, aber ausrutschte und den Schuß mit dem schwächeren rechten Fuß des Schützen aus 14 Metern nicht verhindern konnte, den 6 Biallas beim Rettungsversuch unhaltbar für Aues Torhüter 1 Männel abfälschte), 2:0 10 Hrgota (34. – aus acht Metern Torentfernung unbedrängt über die Torlinie ins leere FCE-Gehäuse, nachdem 15 Ernst den Ball gegen 13 Samson an der Strafraumgrenze erobert hatte, alleine auf Aues Keeper 1 Männel zugelaufen war und das Spielgerät uneigennützig zum mitgelauifenen Torschützen quer passte), 3:0 37 Green (60. – nach Flanke von 18 Meyerhöfer von der rechten Fürther Angriffsseite hinter die FCE-Abwehrvon der 5m-Linie akrobatisch mit seinem rechten Fußes, wobei der Torschütze den Ball dabei mehr mit der Sohle als voll erwischte und damit genau die Lücke fand, dass er als Aufsetzer knapp neben dem Pfosten einschlagen konnte)..
Ecken: Fürth 2 (beide nach der Pause) – Aue 4 (drei davon vor Seitenwechsel).
Schiedsrichter: Robert Schröder – SR-Assistenten: Arno Blos + Daniel Riehl / 4. Offizieller: Tobias Fritsch / Video-Assistent: Marco Fritz.
Gelbe Karten: Fürth 3 = 37 Green (22., wegen Foulspiels), 4 Bauer (59., wegen Foulspiels), 18 Meyerhöfer (66., wegen Foulspiels) – Aue 2 = 33 Gnjatic (32., wegen Foulspiels), 6 Ballas (78., wegen Foulspiels).
Gelb-Rote Karten: keine.
Rote Karten: keine.
Zuschauer: 0 (zahlende) im “SPORTPARK RONHOF / THOMAS SOMMER” – gemäß “Corona-Maßgaben”.

Text: Klaus Meßenzehl
Fotos: Werner F. Schönberger / ISPFD
Titelfoto: 33-Ognjen Gnjatic kann es nicht verhindern – 10-Branimir Hrgota (FÜ) hat den Ball zur 2:0-Führung auf den Weg geschickt
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