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Eishockey

DEL-Testspiel: Nürnberg Ice Tigers – Augsburger Panther 3:4 n.P.

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Ice Tigers unterliegen Augsburg nach Penaltyschießen

Ice Tigers zwischen letztem Test und Saisonpremiere in Mannheim – Headcoach Fischöder: „Wir haben nichts zu verlieren, freue mich auf unser erstes Spiel“

Zweite Niederlage für die Nürnberg Ice Tigers vor dem DEL-Start. Gegen die Augsburger Panther unterlag das Team von Frank Fischöder mit 3-4 nach Penaltyschießen. Die Tore für die Ice Tigers erzielten Pollock, Brown und Cornel.

Nürnbergs 20-Eric Cornel (vorne) spielt den Puck aus dem eigenen Drittel. Links Augsburs 17-Thomas Holzmann.

Zweites und zugleich letztes Vorbereitungsspiel für die Nürnberg Ice Tigers. Im Duell gegen die Augsburger Panther konnte Frank Fischöder zumindest auf seinen Kapitän Patrick Reimer zurückgreifen, der dem Kader mehr Tiefe und Qualität verlieh, während Andrej Bires sich immer noch Corona-Protokoll befindet und Luke Adam erst im Anflug nach Nürnberg ist. Im Tor erhielt heute Niklas Treutle den Start.

Nürnbergs 11-Chris Brown (mitte) im Zweikampf mit Augsburgs 77-Jaroslav Hafenrixhter (links) und 17-Thomas Holzmann (rechts).

Augsburg war zu Beginn die wachere Mannschaft, im Powerplay scheiterte Brady Lamb an der Latte (1.). Die Ice Tigers benötigten etwas um ins Spiel zu finden, Timo Walther hatte die erste nennenswerte Torchance (10.). Nach ausgeglichenen ersten zwanzig Minuten ging es torlos in die Kabine.

Das sollte sich gleich zu Beginn des zweiten Drittels ändern. Gerade einmal 24 Sekunden waren gespielt, da zappelte der Puck im Tor der Gäste. Cornel erkämpfte sich den Puck, Reimer sah den freien Pollock, dessen Schuss vom Innenpfosten den Weg ins Tor fand (21.). In der Folgezeit hatten wieder die Gäste optisch mehr von einer ziemlich zerfahrenen Partie, so richtig gefährlich wurde es aber selten vor dem Nürnberger Tor

Augsburgs 24-Thomas Jordan Trevelyan (mitte) zieht hier ab, vor Nürnbergs 14-Tom Gilbert (links) und 46-Moritz Elias (rechts).

Payerl hatte eine Chance im Powerplay, scheiterte aber am guten Niklas Treutle. Wenn es gefährlich wurde, dann häufig im Powerplay, das bei den Panthern schon erstaunlich gut funktionierte. Folgerichtig gelang den Gästen in Überzahl auch der Ausgleich. Nach einem Pfostenschuss von Bergman, zog der Verteidiger ein zweites Mal von der blauen Linie ab und David Stieler fälschte den Puck unhaltbar ab (24.).

Nürnbergs 20-Eric Cornel (rechts) und Augsburgs 22-Scott Valentine (links).

Danach brachten beide Teams offensiv wenig zusammen, das Niveau der Partie nahm sichtlich ab. Einen der wenig schönen Angriffe nutzten die Ice Tigers zur erneuten Führung. Marcel Kurth bediente den mitgelaufenen Brown, der sehenswert im Fallen zum 2-1 traf (39.).

Augsburgs Trainer Tray Tuomie.

In den letzten zwanzig Minuten passierte zunächst reichlich wenig. Beide Teams mühten sich nach Kräften, aber es sah nicht so aus, als würde an diesem Wochenende schon die DEL-Saison beginnen. Bei angezeigter Strafe gegen die Ice Tigers kamen die Gäste mit sechs Feldspielern zum Ausgleich. Wieder war es Bergman, der von der blauen Linie abzog, dieses Mal fand der Puck direkt den Weg ins Tor (53.). Wenig später wären die Panther beinahe in Führung gegangen, aber Niklas Treutle entschärfte einen Alleingang von Limbacher (54.).

Nürnbergs Trainer Frank Fischöder.

Kurz vor dem Ende kam dann doch noch so etwas wie Spannung auf. Zunächst gelang Eric Cornel der Treffer zum 3-2 (59.). Augsburg nahm Torhüter Roy vom Eis und kam noch zum verdienten Ausgleich. Acht Sekunden vor dem Ende traf Sezemsky zum 3-3. So ging es, wie schon am Sonntag gegen Straubing, in die Verlängerung. Dort hatten Sezemsky und Bergman die Entscheidung auf dem Schläger, beide scheiterten aber an Treutle.

Nürnbergs 22-Oliver Mebus (links) und Augsburgs 63-Alex Lambacher (rechts).

Im Penaltyschießen traf Jaroslav Hafenrichter zum Sieg der Augsburger Panther.

„Ich bin alles andere als unzufrieden, die Mannschaft setzt unser System schon gut um, gemessen an der kurzen Vorbereitungszeit. Natürlich hätte uns ein Sieg gutgetan, aber die Mannschaft hat alles gegeben, hat sich gegenseitig unterstützt, leider haben uns am Ende acht Sekunden gefehlt“, so das Fazit von Frank Fischöder, der sich ganz besonders auf seine Rückkehr nach Mannheim am Samstag freut.

Nürnbergs 46-Moritz Elias (hinten mitte) schiesst hier auf das Augsburger Tor von 31-Olivier Roy (links vorne).

„Für uns wird interessant sein, wie wir gegen so ein Team bestehen können, dass seit August zusammen trainiert und voll im Saft steht. Wie gehen wir mit Drucksituationen im eigenen Drittel um, wenn die Beine mit der Zeit schwer werden. Wir haben nichts zu verlieren und ich freue mich auf unser erstes Spiel“, so Fischöder.

Vermutlich wird Andrej Bires zur Mannschaft zurückkehren, und auch Luke Adam kann voraussichtlich am Freitag die Reise nach Nürnberg antreten, wenn sein Corona-Test negativ ausfällt.

Text: Wegen Verhinderung unseres Redakteurs von www.eishockey-magazin.de
Titelfoto: Nürnbergs jüngster, 46-Moritz Elias (links) scheitert mit seinem Penalty an 31-Olivier Roy (re.).
Fotos: ISPFD
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