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Eishockey

DEL: Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Schwenninger Wild Wings 5:2

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„Pre-Playoffs“ rücken näher für die Ice Tigers!

Nürnbergs Trainer Kurt Kleinendorst.

Fünf Siege der THOMAS SABO Ice Tigers in Folge, dann zwei Niederlagen und nach der elftägigen Pause Anfang/Mitte Februar ein drittes Spiel hintereinander ohne Punkt in Mannheim, wo beim 1:5 (1:0, 0:3, 0:2) vor 11 309 (zahlenden!) Zuschauern allerdings mehr drin schien. Die laut Beobachter vor Ort absolut verdiente Führung durch Christo-pher Brown nach Vorlage von Philippe Dupuis (14. Spielminute + in Unterzahl!) hielt über die erste Drittelpause, ehe die „Adler“ das Geschehen mit drei Toren (Ausgleich + Füh-rung in Überzahl …) innerhalb von zehn Minuten im Mitteldrittel drehten. Dem folgen-den erneuten Aufbäumen der Nürnberger mit guten Aktionen und Chancen machte Mannheim im letzten Abschnitt mit zwei weiteren Treffern schließlich den Garaus.

Schwenningens 5-Dylan Yeo (links) spieöt hier den Puck vor Nürnbergs 17-Patrick Reimer (rechts).

Entscheidend für die Wende aber war wohl die Spieldauer-Disziplinarstrafe nach 24:34 Minuten für Joachim Ramoser, zudem plus fünf Minuten Unterzahl für die Ice Tigers. Nürnbergs Flügelstürmer hatte Brent Raedeke in der neutralen Zone mit einem Check aus vollem Lauf am Kopf erwischt – der Mannheimer konnte zwar weiterspielen, für Ramoser aber war die Begegnung beendet und die „Adler“ nutzten ihre zahlenmäßige Überlegenheit im Powerplay bereits 49 Sekunden danach zum Ausgleich sowie weitere 4:06 Minuten später zum 2:1 und damit zur Wende.

Mit insgesamt lediglich neun Strafminuten (abzüglich der fünf für Ramoser ebenso wie Mannheim nur vier …) wären die Ice Tigers diesbezüglich absolut im Rahmen geblieben, die Spieldauerstrafe aber reduzierte das Personal zusätzlich für das Team aus der Noris. Offensichtlich wollte Joachim Ramoser sein Mißgeschick im folgenden Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings wiedergutmachen und fiel durch besonderen Einsatz auf – letztendlich mit Erfolg, zumindest mannschaftlichem . . .

Schwenningens Trainer Niklas Sundblad gibt während der Auszeit Anweisungen.

Mutige + zunehmend freche Wild Wings bekamen Flügel …

Beim 5:2 (2:0, 0:1, 3:1) der Ice Tigers machten die Gäste aus Südbaden ihren Gastgebern deren Aufgabe indes alles andere als leicht. Zu Beginn jedes der drei Drittel begannen die Wild Wings mutig und wurden im weiteren Verlauf der Partie immer frecher wie auch gefährlicher. Wovon sie nicht mal die 2:0-Führung ihrer Gastgeber innerhalb etwas mehr als eineinhalb Minuten durch Jack Skille (12. Spielminute gegen Ende einer über 24 Se-kunden sogar doppelten 5:4-Überzahl) und William Acton (13.) abhalten konnte. Durch-aus verdienter Lohn ihrer Mühen war der Anschluß 29 Sekunden vor Ablauf des zweiten Drittel, der den Schwenninger offensichtlich dermaßen Flügel verlieh, dass sie 5:25 Mi-nuten nach Beginn des Schlussabschnitts sogar den keineswegs unverdienten Ausgleich verbuchen durften.

Schwenningens Co-Trainer Petri Liimatainen (rechts) ims Gespräch mit Niklas Sundblad (links).

Da war der Spielfluß der Ice Tigers (zumindest vorübergehend) dahin und es schlichen sich immer wieder Abspielfehler und Ungenauigkeiten ein. In dieser Phase bewies Tor-hüter Niklas Treutle (wie bereits zuvor), dass er ein Rückhalt ist für seine Vorderleute. Die rissen sich schließlich am Riemen und nutzten die fünfte von insgesamt sechs Schwenninger Strafzeiten nach nur fünf Sekunden im Powerplay durch Patrick Reimer nach Vorlagen von Tim Bender sowie Will Acton zur neuerlichen Führung (Spielzeit 54:12).

Schwenningens 5-Dylan Yeo (links) und Nürnbergs 95-Eugen Alanov.

Auszeit, Torwart raus = Risiko: Brown traf leeres Tor zum 4:2!

Schließlich nahmen die Wild Wings eine Auszeit und ihren überragenden Keeper Dustin Strahlmeier vom Eis (57:58), riskierten alles und mussten eine Minute plus zehn Sekun-den später durch einen Weitschuß von Chris Brown ins leere Gehäuse das (vor)entschei-dende Nürnberger 4:2 hinnehmen. NIT-Kapitän Reimer aber hatte offensichtlich noch nicht genug, machte den Sack nur weitere 24 Sekunden Spielzeit später und 28 Sekunden vor der Schluß-Sirene nach Vorlage von Daniel Fischbuch mit dem 5:2 (59:32) endgültig zu.

Schwenningens Torwart 34-Dustin Strahlmeier (links) klärt hier vor Nürnbergs 68-Tim Bernhardt (rechts).

Für die Ice Tigers (mit jetzt 64 Punkten Tabellen-Neunter) ein wichtiger Sieg mit drei Zählern, die die „Pre-Playoffs“ immer näher rücken lassen – insbesondere auch dank gleichzeitiger 1:4-Niederlage von Haupt-Konkurrent Kölner EC Haie (bleibt nach dem 45. Spieltag mit 52 Punkten Tabellen-Elfter) im rheinischen Nachbar-Derby bei der Düssel-dorfer EG. Und nur 48 Stunden nach dem 5:2 gegen Schlußlicht Schwenningen kann die Mannschaft der Trainer Kurt Kleinendorst und Manuel Kofler im Rahmen der „LADIES NIGHT“ am Dienstag-Abend Rang 9 beim bayrischen Derby gegen den Tabellen-Nach-barn Augsburger EV (die „Panther“ haben als Zehnter 62 Zähler auf der Habenseite) ihre Position und die Qualifikation für die „Pre-Playoffs“ festigen – wenn bei sieben noch ausstehenden Begegnungen der Hauptrunde nicht womöglich sogar dem ERC Ingolstadt (8. mit 67 Punkten) und den Grizzlys Wolfsburg (7. und ebenfalls 67 Zähler) auf die Pelle rücken; die Pinguins Bremerhaven (6. mit 73 Punkten) und die DEG (Tabellen-Fünfter dank 74 Punkten) scheinen dafür (noch?) außer Reichweite . . .

Nürnbergs 17-Patrick Reimer (links) scheitert hier knapp an 34-Dustin Strahlmeier im Schwenninger Tor.

Das meinten die Trainer zum Spiel der Ice Tigers gegen die Wild Wings . . .

Niklas Sundblad (Schwenningen): „Mit dem ersten Drittel waren wir nicht zufrieden, da hatten wir nur vier Schüsse. Im zweiten Drittel haben wir mit viel mehr Einsatz ge-spielt, waren besser und haben auch ein Tor gemacht. Auch im letzten Drittel war ich sehr zufrieden. Wir hatten genügend Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Am Ende haben uns ein paar Strafen vielleicht das Spiel gekostet. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war absolut in Ordnung.“
Kurt Kleinendorst (Nürnberg): „Jeder, der das Spiel gesehen hat, weiß, dass das heute nicht schön war. Aber wir haben einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen. Das erste Drittel war sehr gut, im zweiten haben wir den Fokus ein wenig verloren und erst mit dem Führungstreffer im letzten Drittel wieder richtig gefunden. Ich weiß nicht, ob wir noch einmal gegen ein Team spielen werden, das so hart arbeitet wie Schwenningen heute. Deswegen war das heute ein guter Test für uns.“
Die Trainer-Stimmen sind auch nachzulesen auf der Webseite der THOMAS SABO Ice Tigers Nürnberg

Während Schwenningens 34-Dustin Strahlmeier (vorne) den Puck fängt, schiebt hinten 9-Mike Blunden (links) Nürnbergs 55-CHris Summers (rechts) ins Tor.

Statistik zum 45. Spieltag der laufenden DEL-Saison 2019/20:

Thomas Sabo „Ice Tiger s“ Nürnberg – Schwenninger „Wild Wings“ 5:2 (2:0, 0:1, 3:1)

Ice Tigers: 31 Treutle (60:00 Spielminuten), 34 Langmann (ohne Einsatz) – 2 Festerling, 9 Buck, 11 Brown, 14 Gilbert (A), 17 P. Reimer (C), 22 Mebus, 24 Weber, 29 Skille, 32 Ramoser, 41 Acton, 55 Summers, 61 C. Bassen, 68 Bernhardt, 71 Fischbuch, 77 Bender, 91 Dupuis, 95 Alanov, 96 Eder / Mannschaftsleiter: André Dietsch – Chef-Trainer: Kurt Kleinendorst – Co-Trainer: Manuel Kofler.
Schwenningen: 34 Strahlmeier (58:50), 54 Benzing (ohne Einsatz) –2 Fraser (C), 4 Robak, 5 Yeo, 6 Brückner, 7 Sonnenburg, 9 Blunden (A), 10 Kurth, 11 Cannone, 12 Sacher, 16 Hadraschek, 36 Thuresson, 43 Weiß (A), 48 Schiemenz, 58 Fischer, 64 B. Bassen, 70 Bourke, 77 Pfaffengut, 97 Kornelli / Mannschaftsleiter: Jürgen Rumrich – Chef-Trainer: Niklas Sundblad – Co-Trainer: Petri Liimatainen.
Tore: 1:0 29 Skille – Assistenten 71 Fischbuch + 9 Buck, 5:4-Überzahl Nürnberg nach vorher sogar doppeltem Powerplay (Spielzeit 11:13 Minuten), 2:0 41 Acton – 77 Bender + 17 Reimer (12:45), 2:1 43 Weiß – 58 Fischer + 11 Cannone, 5:4-Überzahl Schwenningen (39:31), 2:2 12 Sacher – 77 Pfaffengut + 48 Schiemenz (45:56), 3:2 17 Reimer – 77 Bender + 41 Acton, 5:4-Überzahl Nürnberg (54:12), 4:2 11 Brown, Weitschuß gegen sechs SWW-Feldspieler ins leere Gäste-Gehäuse (59:08), 5:2 17 Reimer – 71 Fischbuch (59:32).
Schiedsrichter: Lasse Kopitz + Markus Schütz – Linienschiedsrichter: Gabriel Gaube + Jakub Klima.
Punktrichter + Result Manager: Michael Feldmann.
Strafzeiten: Nürnberg 3 = 6 Minuten (3 x 2) – Schwenningen 6 = 12 Minuten (6 x 2).
Zuschauer: 3484 (zahlende in der ARENA NÜRNBERGER Versicherung – angesichts des späten Beginns am Sonntagabend und des zumindest vom Namen her eher weniger attraktiven Gegners ist diese geringere Zahl erklärbar).

Nürnberger Jubel nach dem 3-2 durch 17-Patrick Reimer (rechts). Hier freut sich mit ihm 77-Tim Bender (links).

Und so geht’s weiter für die Ice Tigers . . .

18. FEBRUAR 2020 (DIENSTAG, 19:30 UHR), THOMAS SABO „Ice Tigers“ Nürnberg – Panther des Augsburger EV
21. FEBRUAR 2020 (FREITAG, 19:30 UHR), Straubing „Tigers“ – THOMAS SABO „Ice Tigers“ Nürnberg
23. FEBRUAR 2020 (SONNTAG, 15 UHR). THOMAS SABO „Ice Tigers“ Nürnberg – „Eisbären“ Berlin
28. FEBRUAR 2020 (FREITAG, 19:30 UHR). THOMAS SABO „Ice Tigers“ Nürnberg – EHC Red Bull München
1. MÄRZ 2020 (SONNTAG, 19 UHR), Krefeld „Pinguine“– THOMAS SABO „Ice Tigers“ Nürnberg
6. MÄRZ 2020 (FREITAG, 19:30 UHR). „Grizzlys“ Wolfsburg – THOMAS SABO „Ice Tigers“ Nürnberg
8. MÄRZ 2020 (SONNTAG, 14:00 UHR), THOMAS SABO „Ice Tigers“ Nürnberg – Düsseldorfer EG

Damit sind dann die 52 Punktspiele der Hauptrunde in der Saison 2019/20 abgeschlossen + es geht zunächst in die Begegnungen der „Pre-Playoffs“, bevor über Viertel- und Halbfinal-Partien sowie die Endspiele der Deutsche Meisterschaft 2020 ermittelt wird.

Schwenningens 58-Christopher Fischer (2.v.li.) drückt hier Nürnbergs 95-Eugen Alanov (unten verdeckt) zu Boden.

Text: Klaus Meßenzehl
Fotos: Thorsten + Matthias Schönberger (ISPFD)
weitere Fotos in unserer Bilddatenbank

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