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Eishockey

DEL: Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Pinguins Bremerhaven 1:3

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Kein sechster Sieg in Folge – 5:3-Nachholspiel-Sieg in Köln folgt Ernüchterung

Wie weit kann oder soll das noch führen?

So lautete die Frage vor dem Gastspiel der Pinguins in Nürnberg für die THOMAS SABO Ice Tigers nach deren Serie von fünf Siegen in Folge (darunter kurioserweise drei Mal gegen die Kölner Haie!) – Bremer-haven gab die Antwort und sorgte im vierten Aufeinandertreffen beider Klubs in der Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) am 42. Spieltag für die dritte Niederlage der Mannschaft von Kurt Kleinendorst und Manuel Kofler . .

6:2 hatten die Nürnberger Kufen-Cracks das erste Kräftemessen der Saison 2019/20 im Oktober-Spiel 12 der Hauptrunde zuhause gewonnen. In den Runden 23 (Anfang Dezember = 2:4) und 33 (Anfang Januar = 1:5) schickte Bremerhaven die Nürnberger in seinen Heim-Partien jeweils mit Niederlagen auf die Heim-reise. Und nun diese doch eher ernüchternde Heim-Niederlage; wenngleich gegen ein Team, das über die bisherige Saison seine überraschende Stärke auch konstant demonstrierte.

Trainer Thomas Popiesch (BHV)

Starker Beginn ohne Tor, Bremerhaven aber traf …

Dank des 5:3 von Köln und damit fünf Siegen in Folge im Rücken begannen die Ice Tigers gegen die Pinguins selbstbewusst und bestimmten zunächst das Geschehen. Nach Eder-Querpass aber scheiterte Jim O’Brien an Bremerhavens Keeper Kristers Gudlevskis (3.) und Chris Brown mit einem abgefälschten Schuß von der blauen Linie am Pfosten (4.), was in Überzahl auch Philippe Dupuis widerfuhr (7.).

Bitter für die Gastgeber – aber auch eine Qualität der Gäste, dass Bremerhaven, das nach den beiden Nürnberger Gestänge-Treffern besser ins Geschehen kam, mit dem ersten Überzahlspiel die Führung gelang.

Maxime Fortunus (11.) bezwang NIT-Schlußmann Niklas Treutle nach Zuspiel von Justin Feser per Direktschuß. In der Folge kontrollierten die Pinguins ohne allzu große Gefährlichkeit fürs einheimische Gehäuse über gute Defensiv-Ordnung das Geschehen.

Co-Trainer Martin Jiranek (BHV)

Nach der ersten Drittelpause aber rissen die Ice Tigers die Kontrolle wieder an sich. An Power mangelte es da keineswegs, Glück im Abschluß jedoch fehlte den Nürnbergern weiter. Daniel Fischbuch knapp vorbei (23.), Jim O’Briens Versuch abgefälscht (25.) und dann parierte Bremerhavens Torhüter Gudlevskis den Direktschuss von Tim Bender nach Brandon Bucks Umkurvung des Gäste-Gehäuses (26.) ebenso wie er Bucks Schuß nach steilem Pass von Chris Summers abwehrte (30.). Und weil Andreas Eder nach Scheiben-Eroberung mit seinem Schuß aufs kurze Eck ebenso erfolglos blieb (40.), stand auch nach dem zweiten Drittel trotz Dominanz der Ice Tigers sowie deutlich mehr Chancen wie Torschüssen derselbe 0:1-Rückstand wie 20 reine Spielminuten zuvor.

96-Andreas Eder (N) vor 11-Cory Quirk (BHV)

Drei Tore im Schlußdrittel, für NIT nur falsch verteilt …

Im Schlußdrittel bekam Bremerhaven das Spielgeschehen zunächst vor allem defensiv besser in den Griff und NIT-Keeper Treutle mehr Arbeit, die er gegen Stanislav Dietz (45.) vorzüglich verrichtete. Zwar kamen die Ice Tigers schnell wieder zurück und waren dem Ausgleich mehrmals nahe, aber weder Jim O’Brien noch Tim Bender (46.) oder Daniel Fischbuch (48.) konnten Gudlevskis, den 27jährigen lettischen Pinguins-Torwart, überwinden.

Das dauerte bis zur 51. Minute: Eugen Alanov bediente Chris Brown nach Kevin Schulzes Schuß von der blauen Linie, der (abgefälscht) von der Hintertor-Bande zurückgeprallt war und der 28jährige, im texa-nischen Flower Mound geborene US-Amerikaner im schwarzen Trikot mit der Nummer 11 machte sich mit seinem Schuß zum 1:1 ins linke Eck ein vorgezogenes Geschenk zum in Kürze anstehenden Geburts-tag!

Dieser hochverdiente Ausgleich läutete dennoch keine Wende ein. Zwar blieben die Ice Tigers dran und setzten die Pinguins weiter unter Druck, doch sprang dabei keine Führung heraus. Die gelang drei Minu-ten vor dem Ende sogar erneut den extrem effizienten Gästen aus Bremerhaven durch Jan Urbas per Nachschuss und 46 Sekunden vor Schluss sorgte Dominik Uher mit der Rückhand für das entscheidende 1:3 – welch Ironie angesichts über weite Phasen der Begegnung drückender Überlegenheit der Ice Tigers . . .

Von links – 9-Brandon Buck (N), 9-Jan Urbas (BHV), Goalie 31-Niklas Treutle (N), 55-Christopher Summers (N) und 91-Miha Verlic (BHV)

Nun gilt es eben, eine neue Sieges-Serie zu starten – gerne wieder fünf am Stück!?!

Rückblick auf Köln:

Top-Serie gegen Haie

Eigentlich durfte es niemand wirklich auch nur hoffen (noch nicht mal nach drei Siegen in drei Partien …): Vier Spiele, vier Siege gegen den Kölner EC in ein und derselben Saison? Und dann noch mit drei Begegnungen innerhalb von gerade mal gut neun Tagen plus (gegen den ERC Ingolstadt) einer weiteren = vierten Partie?

24-Marcus Weber (N) gegen 9-Jan Urbas (BHV)

Und alle siegreich?

Es wurde wahr: Zwölf von zwölf möglichen Punkten gegen einen direkten Konkurrenten um die Playoff-Plätze = makellose zwölf Punkte ebenso aus den vergangenen vier Punktspielen und mit dem vorherigen Sieg im Penalty-Schießen bei der Düsseldorfer EG sogar fünf Siege in Folge mit 14 von 15 möglichen Zählern!

Der 5:3 (1:0, 3:3, 1:0)-Erfolg im vierten Aufeinandertreffen mit den Kölner Haien machte deutlich, welche Entwicklung die Mannschaft von Kurt Kleinendorst und Manuel Kofler genommen hat. Selbst ein 1:2-Rückstand (24. + 29. Spielminute) nach Führung bei 5:4-Überzahl erneut (wie schon beim 4:1 gegen den ERC Ingolstadt) durch Brett Festerling (Spielzeit 13:35, Assistenten Patrick Reimer und zuvor Eugen Alanov) brachte die Ice Tigers keineswegs aus der Fassung.

Warum schmunzelt Co-Trainer Manuel Kofler (N) so versteckt?

Patrick Reimer gelang sein 351. DEL-Treffer!

„Alles andere als geschockt“ (so der Kommentator im DEL-Video) schlug Patrick Reimer mit seinem 351. DEL-Tor lediglich 56 Sekunden danach zurück zum 2:2 (29:32, Chad Bassen + Thomas Gilbert gaben die Vorlagen) und Tim Bender legte nur weitere 98 Sekunden später nach zur erneuten Führung von 3:2 (31:10, Scorerpunkte für Jack Skille + Daniel Fischbuch). Ebenso wenig brachte die Ice Tigers Marcel Müllers neuerlicher Ausgleich zum 3:3 (37:17 in Kölner 5:4-Überzahl) von deren Linie ab.

Wiederum gerade mal 78 Sekunden vergingen, ehe Jack Skille (38:35, Assistenten Brandon Buck und erneut Thomas Gilbert) Nürnberg mit seinem nun schon vierten Einnetzer für die Ice Tigers im mit sechs Treffern torreichsten Drittel zum dritten Mal in Führung brachte. Und die baute Daniel Fischbuch zwei Sekunden vor der Schluss-Sirene mit einem Schuß im zweiten Versuch zum 5:3-Endstand (59:58) noch aus, als die Kölner ihren Torhüter vom Eis genommen hatten und sich die Ice Tigers aus dem eigenen Drittel hatten befreien, einen Entlastungsangriff starten können.

Tor zum 1:1-Ausgleich durch 11-Christopher Brown (N) gegen Goalie 37-Kristers Gudlevskis (BHV)

Das meinten die Trainer zum Spiel Ice Tigers vs. Pinguins . . .

Martin Jiranek (Bremerhaven): „Von unserer Seite waren wir viel unter Druck. Man sieht, dass Nürn-berg einen sehr guten Lauf hat und die verletzten Spieler zurückbekommen hat. Nürnberg hat viele Scheiben aufs Tor gebracht und das Spiel kontrolliert. Am Ende hatten wir ein paar Konterchancen, aber über drei Viertel des Spiels hatte uns Nürnberg unter Kontrolle. Wir sind sehr froh, dass wir gegen eine sehr gute Mannschaft drei Punkte geholt haben..“
Kurt Kleinendorst (Nürnberg): „Wenn man mir vor dem Spiel gesagt hätte, dass wir nur 17 Schüsse abgeben würden, hätte ich das gerne genommen. Ich denke, wir haben sehr gut gespielt. Wir hätten zum Schluss 3:1 oder 4:1 führen müssen, aber das zweite Gegentor durfte nicht passieren. Das war ein Spiel, das wir nicht aus der Hand geben dürfen, aber es ist leider passiert . . .“

7-Mark Zengerle (BHV) vor 15-James O´Brien (N)

Statistik zum 42. Spieltag der laufenden DEL-Saison 2019/20

Thomas Sabo „Ice Tiger s“ Nürnberg – „Pinguins“ Bremerhaven 1:3 (0:1, 0:0, 1:2)

Ice Tigers: 31 Treutle (59:27 Spielminuten, 34 Langmann (ohne Einsatz) – 2 Festerling, 9 Buck (A), 11 Brown, 14 Gilbert (A), 15 O’Brien, 17 P. Reimer (C), 20 Schulze, 24 Weber, 29 Skille, 41 Acton, 55 Sum-mers, 61 Bassen, 71 Fischbuch, 77 Bender, 82 Lillich, 91 Dupuis, 95 Alanov, 96 Eder / Mannschaftsleiter: André Dietsch – Chef-Trainer: Kurt Kleinendorst – Co-Trainer: Manuel Kofler.
Bremerhaven: 37 Gudlevski (60:00 Spielminuten), 64 Cerveny (ohne Einsatz) – 7 Zengerle, 9 Urbas (A), 11 Quirk, 14 Mauermann, 16 Hooton,17 Espeland, 18 Fortunus (A), 24 Horschel, 26 Uher, 27 McMillan, 50 Alber, 55 Moore (C), 57 Friesen, 67 Dietz, 71 Feser, 74 Sykora, 78 Weber, 91 Verlic, 98 Gläser / Mann-schaftsleiter: Jörn Wiegratz – Chef-Trainer: Thomas Popiesch – Co-Trainer: Martin Jiranek.
Tore: 0:1 18 Fortunus – Assistenten 71 Feser + 7 Zengerle, 5:4-Überzahl Bremerhaven (Spielzeit 10:11 Minuten), 1:1 11 Brown –95 Alanov + 20 Schulze (50:55), 1:2 9 Urbas – 50 Alber + 26 Uher (57:00), 1:3 26 Uher – 55 Moore + 57 Friesen (59:14).
Schiedsrichter: Andreas Koch + Lasse Kopitz – Linienschiedsrichter: Gabriel Gaube + David Tschirner. Punktrichter + Result Manager: Michael Feldmann. – SR-Coach: Gerhard Lichtnecker.
Strafzeiten: Nürnberg 1 = 2 Minuten (1 x 2) – Bremerhaven 2 = 4 Minuten (2 x 2).
Zuschauer: 4980 (zahlende in der ARENA NÜRNBERGER Versicherung).

Daniel Fischbuch vor 67-Stanislav Dietz (BHV)

Und so geht’s weiter für die Ice Tigers . . .

Der zweite Monat des Jahres 2020 beginnt für die Nürnberger Eishockey-Cracks mit je zwei Auswärts- und zwei Heim-Aufgaben hintereinander, wobei zwischen den beiden ersten Begegnungen, also dem 43. und dem 44. Spieltag, eine Pause liegt:

Am 2. FEBRUAR 2020 (SONNTAG, 16:30 UHR) geht die Reise zu den Iserlohn Roosters + dann heißt’s erst wieder nach elf Tagen Punktspiel-Unterbrechung (wegen der im Februar in fast allen europäischen Ligen üblichen Pause für Lehrgänge und/oder Testspiele der Nationalmannschaften) in den Bus zu steigen – am 13. FEBRUAR 2020 (DONNERSTAG, 19:30 Uhr) stehen die Adler des Mannheimer ERC auf dem Spielplan und die Quadrate-Stadt ist das Ziel im Navigationssystem.

Keine drei Tage später stehen innerhalb von nur 50 Stunden zwei Heim-Aufgaben in Folge auf dem harten DEL-Programm – am 16. FEBRUAR 2020 (SONNTAG, 19 UHR) gegen die Wild Wings des Schwen-ninger ERC + am 18. FEBRUAR 2020 (DIENSTAG, 19:30 UHR) gegen die Panther des Augsburger EV!

Zusammen mit 57-Alexander Friesen (BHV) jubelt 9-Jan Urbas (BHV) über sein Tor zur 2:1-Führung

Autor Text: Klaus Meßenzehl
Fotos: Werner F. Schönberger + Thorsten Schönberger / ISPFD
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