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Eishockey

DEL: Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Iserlohn Roosters 4:5 n.V.

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Mit der Verunsicherung von fünf Niederlagen in Folge gingen die THOMAS SABO Ice Tigers in das letzte Heimspiel des Kalenderjahres 2019.

Iserlohns 91-Brody Sutter (rechts) freut sich über seinen 0-1 Fphrungstreffer mit 6-Ryan O’Connor (links).

Nürnbergs Trainer Kurt Kleinendorst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marcus Weber rückte für den angeschlagenen Brett Festerling zurück in die Abwehr, Jonas Langmann bekam den Start im Tor. Nach nur 44 Sekunden musste Langmann aber bereits zum ersten Mal hinter sich greifen, als Brody Sutter einen perfekten Handgelenkschuss in den Winkel jagte. Es war der denkbar ungünstigste Auftakt aus Nürnberger Sicht. Die Ice Tigers ließen sich vom frühen Rückstand aber (zunächst) nicht aus dem Konzept bringen und spielten mit viel Druck nach vorne. Patrick Reimer schoss vom Bullykreis nur knapp vorbei (2.), Rylan Schwartz scheiterte aus spitzem Winkel am ehemaligen Nürnberger Andreas Jenike (3.). Brandon Buck kam mit viel Tempo ins Iserlohner Drittel und schoss aus dem Handgelenk knapp am langen Pfosten vorbei (4.), kurz darauf parierte Jenike den Schuss von Kevin Schulze von der blauen Linie (6.). Die Ice Tigers machten das Spiel, die Roosters hatten einen starken Jenike und das nötige Glück auf ihrer Seite. Als Ryan O’Connor hinter dem eigenen Tor seinen Mitspieler Jake Weidner mit einem hohen Stock traf, musste Chad Bassen für vier Minuten auf die Strafbank. Die Roosters nahmen das Geschenk an und erhöhten in Person von Michael Clarke auf 2:0 (12.). Iserlohn zeigte sich in der Folge nur selten im Nürnberger Drittel, war dann aber über die MacQueen-Reihe meistens gefährlich. Die Ice Tigers hatten dennoch mehr Chancen, Daniel Fischbuch traf nach einem feinen Zuspiel von Tim Bender die Scheibe nicht richtig und scheiterte so an Jenikes Fanghand (18.).

Iserlohns Trainer Jason O’Leary.

Iserlohns 8-Neal Samanski (vorne) rutscht vor Nürnbergs 17-Patrick Reimer weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einem unglücklichen ersten Drittel schlug sich die Verunsicherung im Mittelabschnitt so richtig durch. Ohne den verletzten Tom Gilbert und mit dem angeschlagenen Oliver Mebus offenbarten die Ice Tigers vor allem im eigenen Drittel große Schwächen und scheiterten immer wieder daran, die Scheibe kontrolliert aus der eigenen Zone zu bringen. Brody Sutter kam für die Roosters in der 22. Minute mit Tempo über die rech-  te Seite und spielte hart vors Tor, Julian Lautenschlager hielt die Kelle rein, Langmann reagierte glänzend mit dem rechten Schoner und verhinderte den frühen Drei-Tore-Rückstand. In der 25. Minute kam Chris Brown über die rechte Seite und jagte einen Schlagschuss aufs Tor, Jenike musste abprallen lassen, aber Kevin Schul-ze brachte den Nachschuss nicht über die Linie. Nach einem Abspielfehler von Marcus Weber im eigenen Drit-tel zog Julian Lautenschlager sofort ab, Langmann war noch dran und die Scheibe rutschte knapp am Nürn-berger Tor vorbei (27.). Vor allem in der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts hatten die Ice Tigers große Pro-bleme und mussten in der 36. Minute sogar das 0:3 hinnehmen. Erik Buschmann war es, der von der blauen Linie an Freund und Feind vorbei ins Nürnberger Tor traf. Exakt 32 Sekunden vor Drittelende durften die Ice Tigers dann aber doch endlich jubeln. Andreas Eder zwang Jenike mit einem Schuss aufs lange Eck zum Ab-praller, den Max Kislinger im Fallen zum 1:3 über die Linie bugsierte.

Nürnbergs 9-Brandon Buck (links) setzt sich gegen Iserlohns 8-Neal Samanski (rechts) durch.

Iserlohns Torwart 92-Andreas Jenike (links) klärt hier gegen Nürnbergs 13-Rylan Schwartz (rechts).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es sollte der Startschuss für eine sehenswerte Aufholjagd sein. Die Ice Tigers starteten mit viel Schwung und Druck ins letzte Drittel, mussten dabei aber mit nur noch vier Verteidigern und ohne die verletzten Tom Gil-bert und Oliver Mebus auskommen. In Überzahl traf Chris Brown nur den Pfosten (44.), nach einer kleinen Auseinandersetzung spielte Nürnberg sogar in doppelter Überzahl und kam eine Sekunde vor Ablauf der ersten Strafe auf 2:3 heran. Philippe Dupuis war es, der am kurzen Pfosten erfolgreich war. Keine drei Minu-ten später durften die Ice Tigers und ihre Fans dann sogar den Ausgleich bejubeln. Kevin Schulze löste sich von der blauen Linie in Richtung Tor, bekam den genialen Pass von Philippe Dupuis serviert und musste nur noch die Kelle reinhalten – 3:3-Ausgleich.

Iserlohner Jubel nach dem Siegtor in der Verlängerung von 6-Ryan O’Connor (rechts). Hier jubeln mit ihm 82-Alexandre Grenier (links) und 42-Alexej Dmitriev (mitte).

Nürnbergs 9-Brandon Buck freut sich über seinen Führungstreffer zum 4-3.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der 49. Minute spielten die Ice Tigers wieder in Überzahl und waren wieder erfolgreich. Jonas Langmann entschärfte zunächst noch einen Alleingang von Mike Halmo (49.), 19 Sekunden später nahm Brandon Buck einen Querpass von Chris Brown direkt ab und traf zur 4:3-Führung aufs kurze Eck (50.). Knapp vier Minuten vor Ende kamen die Roosters aber doch noch einmal zum Ausgleich. Nach einem Abspielfehler von Kevin Schulze im eigenen Drittel kam Alexej Dmitriev an die Scheibe und schoss zum 4:4 in den Winkel (57.). In der Verlängerung hatten beide Teams ihre Chancen, die Roosters aber das bessere Ende für sich. Ryan O’Connor kam mit viel Schwung von der Bank, bekam einen Querpass und traf aus dem Handgelenk zum 4:5 perfekt in den Winkel.

Iserlohns 92-Andreas Jenike (rechts) klärt vor 21-Max Kislinger (mitte).

Hier trifft Iserlohns 4-Michael Clarke (links) gegen 34-Jonas Langmann (N, rechts) zum 0-2.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach fünf Spielen ohne Punkt konnten die Ice Tigers dank ihrer Aufholjagd zumindest wieder einen Punkt mit-nehmen und kletterten in der Tabelle wieder auf den zehnten Platz.

Text: NIT (ISPFD)
Fotos: ISPFD
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