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Fußball

2. Bundesliga: SpVgg. Greuther Fürth – SV Wehen Wiesbaden 2:1

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“Fachleute” hatten so ein Spiel erwartet

17-Branimir Hrgota (FÜ) gegen 26-Marcel Titsch-Rivero und 13-Jakov Medic

37-Julian Green (FÜ) gegen 26-Marcel Titsch-Rivero

 

 

 

 

 

 

 

 

Was war das für ein hartes Stück Arbeit, bis die SpVgg Greuther Fürth nach der Länderspiel-Pause gegen den SV Wehen Wiesbaden, Aufsteiger respektive Rückkehrer in die 2. Bundesliga, drei Punkte eingefahren hatte . . .
Dabei war die Truppe von Rüdiger Rehm nach dem verpatzten Saisonstart mit nur einem Punkt aus zuvor fünf Begegnungen und einer Tordifferenz von 6:16 ein höchst unangenehmer Gegner und hatte aus seiner Sicht alles nur erdenklich Mögliche getan, um die Wende einzuläuten – inklusive Wiedergutmachung seitens der Spieler gegenüber ihren Anhängern: Alle 200 Gäste-Tickets wurden gesponsert und aus der Mannschaftskasse bezahlt.

Außerdem war der Tabellenletzte auf dem Transfermarkt tätig geworden, hatte den früheren Bundesliga-Profi Stefan Aigner verpflichtet. Der gebürtige Münchner, der aus der Jugend des TSV 1860 stammt und über die Stationen SV Wacker Burghausen, Arminia Bielefeld, Rückkehr zu 1860, Eintracht Frankfurt und erneut TSV 1860 in deutschen Bundesligen sowie bei Colorado Rapids in der US-amerikanischen Major League Soccer (MLS) spielte, kam vom Drittligisten KFC Uerdingen und setzte im Ronhof durchaus Akzente.

37-Julian Green (FÜ) gegen 2-Dominik Franke

17-Branimir Hrgota (FÜ) gegen 2-Dominik Franke

Der 32-Jährige bereitete nämlich das zu diesem Zeitpunkt dann doch überraschende Füh-rungstor der Gäste vor, das Manuel Schäffler (er hatte bereits in der 7. Spielminute von rechts aus spitzem Winkel nur knapp am langen Eck vorbeigeschossen …) in der 46. Spielminute erzielte: Lediglich handgestoppte 12:92 Sekunden nach seinem Anstoß versenkte Schäffler den Ball, der über eine Zwischenstation nach rechts kam, wo Moritz Kuhn den nach der Pause von der linken auf die gegen-überliegende Mittelfeldseite gewechselten Stefan Aigner mit einem langen Paß auf die Reise schickte. Dessen Flanke konnte Fürths Linksverteidiger Wittek nicht verhindern und Manuel Schäffler versenkte den Ball nach hervorragender Ballannahme vom Fünf-Meter-Eck aus unhaltbar im kurzen Eck!

Dabei hatten die ersten 45 (bzw. gut 46) Minuten mindestens ebenso attraktiv geendet, wenngleich positiver aus Fürther Sicht und lediglich mit dem fehlenden Erfolgserlebnis: In der ersten Minute der Nachspielzeit hatte Branimir Hrgota auf der rechten Fürther Angriffsseite (exakt dort, wo das Unheil nach Wiederbeginn seinen Lauf nehmen sollte …) mit der Hacke Paul Seguin angespielt; der passte zu Havard Nielsen, dessen Flanke Julian Green (bedrängt von Wehens Kuhn) verpasste, dafür aber Hrgota (den quergelaufenen Aus-gangspunkt dieser Aktion) in Schussposition brachte – und dessen Schuß aus nur etwas mehr als sechs Metern Torentfernung kratzte ausgerechnet der ehemalige Fürther Benedikt Röcker (2014–16 beim “Klee-blatt”, danach drei Jahre beim dänischen Erstligisten Bröndby IF) für seinen bereits geschlagenen Torhüter von der Linie . . . (der Nachschuss von Maximilian Wittek wurde zur Ecke geblockt)!

17-Branimir Hrgota (FÜ) gegen 2-Dominik Franke

Voller Einsatz von Fürths Torwart 30-Sascha Burchert gegen 20-Moritz Kuhn

Nachdem erneut Schäff-ler für den SVWW aus 14 Metern abzogen und das Fürther Gehäuse verfehl-te hatte (47.), rappelten sich die Gastgeber auf und erholten sich von diesem Schock-ähnlichen Treffer gleich nach Wie-deranpfiff. Nielsen (49.) scheiterte jedoch ebenso an Wiesbadens Keeper Watkowiak wie Hrgota (67., 70.). Mavraj (74.) und Green (78.) bleiben glei-chfalls ohne erfolgreichen Abschluss.

Belohnt wurden die Bemühungen der Heim-Elf erst spät: Zunächst gelang Daniel Keita-Ruel nach Vorarbeit von Tobias Mohr und Branimir Hrgota der vielumjubelte Ausgleich (81.) und in der Nachspielzeit (90+1.) auch noch die totale Wende – Julian Greens Elfmeter traf die tapferen Wehener heftig und trotz rund vier Minuten Zugabe waren sie nicht mehr in der Lage, nochmal zurückzuschlagen.

Bitter für die Gäste, dass Schiedsrichter Kempkes zwar hart, aber durchaus korrekt auf Strafstoß entschied (der indes auch in den Augen der Video-Assistenten seine Berechtigung hatte). Rechtsverteidiger Moritz Kuhn blieb bei seiner Attacke ausschließlich auf den Körper ohne Chance, an den Ball zu kommen und der wie Tobias Mohr und Daniel Keita-Ruel eingewechselte David Raum wurde so heftig getroffen, dass der Fürther Joker zwangsläufig zu Fall kommen musste.

10-Daniel Keita-Ruel (FÜ) gegen 9-Manuel Schäffler

Geschossen von 10-Daniel Keita-Ruel (FÜ) schlägt der Ball zum 1.1-Ausgleich im Gästetor ein

Besonders erfreulich für Trainer Stefan Leitl, dass damit alle seine drei Ein-wechslungen direkte po-sitive Folgen mit Torbe-teiligungen zeitigten und die Saison 2019/20 zu-nächst mal einen sehr positiven Verlauf nimmt!

Und so geht’s weiter für die SpVgg Greu-ther Fürth . . .

Die Leitl-Truppe muss am nächsten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga wie üblich wieder reisen: und zwar am 21. September 2019 (Samstag, Anstoß 13 Uhr) zum Süd-Derby beim VfB Stuttgart.

Danach sieht der Spielplan am 29. September 2019 (Sonntag, 13:30 Uhr) das Heimspiel im Sportpark Ronhof Thomas Sommer gegen die Kieler Sportvereinigung (KSV) Holstein von 1900 e.V. vor.

Die aktuelle “Kleeblatt”-Begegnung des ?. Spieltags der Saison 2019/20 der 2. Fußball-Bundesliga in der Statistik

5-Mergim Mavraj (FÜ) gegen 9-Manuel Schäffler

SpVgg Greuther Fürth – SV Wehen Wiesbaden 2:1 (0:0)

Fürth: 30 Burchert – 3 Wittek (71. 11 Raum), 5 Mavraj, 13 Caligiuri, 14 Sarpei, 16 Nielsen (71. 29 Mohr), 17 Hrgota, 24 Sauer, 33 Seguin, 34 Stefaniak (56. 10 Keita-Ruel), 37 Green / ohne Einsatz auf der Bank: 1 Funk – 19 Zahn, 23 Jaeckel, 27 Redondo, 38 Bauer, 40 Leweling / Trainer: Stefan Leitl.
Wehen Wiesbaden: 1 Watkowiak – 2 Franke, 5 Röcker, 7 Dittgen, 9 Schäffler, 10 Mrowca, 13 Medic, 17 Kyereh, 20 Kuhn, 26 Titsch-Rivero (68. 28 Gül), 32 Aigner (85. 27 Guthörl) / ohne Einsatz auf der Bank: 29 Bartels – 3 Mißner, 4 Mockenhaupt, 15 Chato, 16 Dams, 19 Niemeyer, 24 Lorch / Trainer: Rüdiger Rehm.
Tore: 0:1 9 Schäffler (46. Spielminute – aus Sicht des Schützen vom rechten Fünf-Meter-Eck aus unhaltbar ins kurze Eck nach Flanke von 32 Aigner und Steilpaß von 20 Kuhn), 1:1 10 Keita-Ruel (81. – braucht den Ball dank optimalem Laufweg nach Querpaß von 29 Mohr von links und vorherigem Zuspiel von 17 Hrgota in die Schnittstelle der Wehener Abwehr aus fünf Metern nur noch einzuschieben), 2:1 37 Green (90+1. – sicher verwandelter Elfmeter nach Foul von 20 Kuhn an 11 Raum).
Schiedsrichter: Benedikt Kempkes – Assistenten: Patrick Kessel + Bastian Börner / 4. Offizieller: Marcel Schütz (der, ohne erkennbaren Grund, auffallend oft in den Coaching-Zonen beider Mannschaften auftauchte) / Video-Assistent: Martin Petersen.
Gelbe Karten: Fürth 2 = 29 Mohr (77., wegen Reklamierens), 33 Seguin (84., wegen Trikotziehens) – Wehen Wiesbaden 1 = 2 Franke (90+4., wegen Ballwegschlagens/Reklamierens).
Gelb-Rote Karten respektive Rote Karten: Fürth keine – Wehen Wiesbaden keine.
Zuschauer: 8730 (zahlende im Sportpark Ronhof Thomas Sommer).

37-Julian Green (FÜ) verwandelt den Elfmeter gegen Torwart 1-Lukas Watkowiak zum 2:1-Sieg

Bilanz der Spielvereinigung (SpVgg) Greuther Fürth . . .
= gegründet am 23.9.1903 als Spielvereinigung (SpVgg) Fürth mit den nach wie vor bestehenden Vereinsfarben Weiß-Grün und 2500 Mitgliedern (Stand: August 2917); der dreimalige Deutsche Fußball-Meister (1914, 1926, 1929) spielte in der Saison 2012/13 erstmals + bisher einmalig in der Bundesliga.
. . . gegen den Sport-Verein (SV) Wehen Wiesbaden
= gegründet am 1. Januar 1926 mit 39 Mitgliedern + gestartet in der Wiesbadener C-Klasse. 1933 auf Anordnung der NS-Administration an den TV 1874 Wehen angeschlossen + nach Ende des 2. Weltkriegs am 20. März 1946 neugegründet sowie seit 2007 unterwegs als SV Wehen Wiesbaden und damit quasi Nachfolger der Fußball-Abteilung des SV Wehen 1926 – Taunusstein e.V., die seit dem 18. Juli 2008 in die SV Wehen 1926 Wiesbaden GmbH mit Sitz in Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden ausgegliedert ist (dabei sind 90 Prozent der Anteile bei der “FI Fußball Invest GmbH & Co. KG”, die wie die “Brita GmbH” zur “Hanvest Holding GmbH” gehört; die restlichen 10 Prozent verblieben beim Verein, der gemäß der “50+1-Regel” im deutschen Profi-Fußball die Stimmenmehrheit behalten muss).

Gesamt-Bilanz aus Sicht der SpVgg (Greuther) Fürth:

7 Spiele / 4 Siege, 3 Unentschieden, 0 Niederlagen / 14:6 Tore
(zuhause: 4 Sp., 2 S, 2 U, 0 N / 7:5 T –
auswärts: 3 Sp. / 2 S, 1 U, 0 N / 7:1 T)

Bilanz in der 2. Bundesliga (2007–09 + 2019/20) aus Fürther Sicht:

5 Spiele / 2 S, 3 U, 0 N / 6:4 T
(zuhause: 3 Sp. / 1 S, 2 U, 0 N / 4:3 T –
auswärts: 2 Sp. / 1 S, 1 U, 0 N / 2:1 T)

Bilanz in der Regionalliga Süd (2002/03) aus Fürther Sicht:

2 Spiele / 2 S, 0 U, 0 N / 8:2 T
(zuhause: 1 Sp. / 1 S, 0 U, 0 N / 3:2 T –
auswärts: 1 Sp. / 1 S, 0 U, 0 N / 5:0 T)

(Quellen siehe auch “fussballdaten.de” + “transfermarkt.de” + “Wikipedia”)

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD
weitere Fotos in unserer Bilddatenbank

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