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Fußball

1. Liga: 1. FC Nürnberg – Bor. Mönchengladbach 0:4

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Das hoffen der Optimisten wurde nicht erfüllt.

Niels Rossow (Kaufm. Vorstand), Stadionsprecher Guido Seibelt und Dr. Thomas Grethlein (FCN-Aufsichtsratvorsitzender) bedanken sich beim zweiten Stadionsprecher Martin Siegordner

Clubzeugwartlegende Günter “Chico” Vogt wird ab der kommenden Saison Schiedsrichterbetreuer für seinen Club

Was genaugenommen eh nur (grenzenlose) Opti-misten glaubten (nämlich, dass die Mannschaft des 1. FC Nürnberg es nach dem 0:2 vom 32. Spieltag in Wolfsburg noch würde verhindern können …) – für Realisten dagegen schon länger klar war (dass es unabwendbar sein würde), trat dann doch bereits am vorletz-ten Spieltag der Saison 2018/19 der Bundesliga ein: Der Abstieg aus der Eliteklasse des deutschen Fußballs ist besiegelt für das fränkische Kicker-Aushängeschild . . .

Und weil die meisten Anhänger des “Glubbb” vorzügliche Übung haben mit diesem, manche (vor allem weniger gestählte) Fan-Seele arg verwundenden Vorgang allzu oft grenzenloser Enttäuschung, trotzten sie dem Jubel der gegnerischen Klientel aus Mönchen-gladbach – sage und schreibe rund 6000 weiß-gekleidete VfL-Unterstützer, die den 4:0 (0:0)-Erfolg “ihrer Hel-den” auf dem Weg zur Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb (die Qualifikation für die “Europa League” ist nun gesichert, die “Champions League” noch möglich) gebührend begleiteten. Die FCN-Supporter hingegen feierten die Mannschaft, “ihren” Verein sowie letztlich irgendwie auch sich selbst mit Sprechchören wie “Immer wieder, immer wieder, immer wieder FCN” und dem Fußball-Kultsong “You’ll Never Walk Alone” des englischen Traditionsklubs Liverpool FC – was nichts anderes bedeutet als das Versprechen, Mannschaft und Verein nie alleine ihren/seinen Weg gehen zu lassen!

18-Hanno Behrens (FCN) gegen 17-Oscar Wendt

17-Eduard Löwen (FCN) gegen 15-Louis Jordan Beyer

 

 

 

 

 

 

 

 

„Beim Lied “You’ll Never Walk Alone”, das in verschiedenen Fußball-Stadien der Welt gesungen und zuallererst dem englischen Premier-Klub Liverpool FC zugeschrieben wird, dessen Anhänger insbesondere in ihrem hei-mischen Stadion an der Anfield Road damit eine unglaublich emotionale Wirkung erzielen, geht es um eine Wanderung im Sturm; der Text ist also universell. Im gleichnamigen dokumentarischen Sport/Musik-Film verfolgt Regisseur André Schäfer die Wurzeln des Liedes zurück bis ins Habsburger Reich und spricht laut “WIKIPEDIA” mit unterschiedlichen Menschen, darunter dem derzeitigen deutschen LFC-Trainer Jürgen Klopp, Brian Epstein und Sänger Campino von den Toten Hosen, über die verblüffende Geschichte des Songs.

Inwieweit das im Falle von Brian Epstein tatsächlich zutreffen kann, müsste sich aus dem Dokumentarfilm (Regisseur: André Schäfer; Drehbuch: Hartmut Kasper; Produzentin: Marianne Schäfer) ergeben, dessen Erscheinungsdatum für Deutschland mit 31.3.2017 angegeben ist; denn der britische Geschäftsmann, der bekannt wurde als Manager von Musikgruppen wie “The Beatles” oder “Gerry & the Pacemakers” und weiterer Beatbands und Sänger aus Liverpool, starb bereits 22 Tage vor seinem 33. Geburtstag am 27.8.1967 (vermut-lich wegen einer Krankheits-bedingten Medikamenten-Überdosierung).“

23-Tim Leibold (FCN) klärt vor 10-Thorgan Hazard

Neben 28-Matthias Ginter verfolgt 37-Timothy Tillmann (FCN) wie sein Torschuss knapp am Gästetor vorbeifliegt

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim neunten, einem der friedlichsten Nürnberger Abstiege, wenn nicht gar dem ruhigsten Gang aller Zeiten des einstigen deutschen Rekord-Meisters (neun Titel) wie Rekord-Pokalsiegers (drei Erfolge bevor der FC Bay-ern München in beiden Wettbewerben den 1. FCN ablöste als Rekord-Titelträger = 1935 und 1939 sowie 1962 plus zusätzlich 2007) in die Zweitklassigkeit (zuvor mit jeweils acht Mal bereits ebenso Rekord-Absteiger wie Rekord-Aufsteiger der deutschen Bundesliga …), bewiesen die in der Vergangenheit bei vergleichbaren Gele-genheiten auch schon mal aus der Rolle gefallenen FCN-Anhänger Größe und standen Seit’ an Seit’ mit dem Verein – mit Geduld ebenso wie mit Langmut. Die Profis hatten sich nach dem Abpfiff nämlich erst mal zu-sammen mit Interims(?)-Trainer Boris Schommers und dem “Team hinter dem Team” zunächst in der Mitte des Spielfeldes versammelt und einen Kreis gebildet, was selbst der harte Kern der ebenso engagierten und mit Aktionen glänzenden wie schon mal Grenzen des guten Geschmacks und/oder der Gesundheit über-schreitenden “Ultras” ebenso akzeptierte wie die folgende Präsentation eines Dankes-Banners der Spieler an die Anhänger in der Süd(ost)-Kurve.

17-Oscar Wendt vor 19-Toerles Knöll (FCN)

Danach ging’s über die (Nordost-)Gegentribüne in die Nord(west)-Kurve der eingefleischtesten Club-Anhänger, die ihr Credo unter anderem mit dem Banner “DIE LEGENDE WIRD WIEDER AUFERSTEHEN! Wenn die ganze Stadt über Deine Taten spricht, spüre ich die Narben nicht!” deutlich machten. Den Spieler-Respekt “WIR VERNEIGEN UNS VOR TAUSENDEN TREUEN HERZEN – die sich für ROT und SCHWARZ ZERREISSEN” ergänzte das Signal “MISSION WIEDERAUFSTIEG” auf zwischenzeitlich übergestreiften rot-schwarzen Trikots; quasi als Schulterschluss der Aktiven auf dem Spielfeld mit den aktiv-Passiven auf den Rängen, die nimmermüde “Immer wieder, immer wieder, immer wieder FCN” und “You’ll Never Walk Alone” anstimmten!

Nach dem feststehenden Abstieg geht Dr. Thomas Grethlein (FCN-Vorstandsvorsitzender) mit sichtbarer gedrückter Stimmung über das Spielfeld mit seiner Mannschaft im Hintergrund zu den Fans um sich zu bedanken.

Die “Mission Wiederaufstieg´” kann auch das einzige Ziel sein für den “Ruhmreichen”, wie der “Verein für Leibesüb-ungen” (so der Zusatz im offiziellen Vereinnamen, gewisser-maßen eine Parallele zur Gladbacher Borussia) in Erinner-ung an erfolgreiche(re) Zeiten gern von Wohlmeinenden bezeichnet wird. Dabei wird der Besetzung des Cheftrainer-Postens fraglos entscheidende Bedeutung zukommen und allseits wird gerätselt, ob Boris Schommers, der nach der (mancher meint zu späten!?!) /Entlassung von Michael Köllner vom Co- zum Chefcoach aufgestiegen war, über-haupt eine Chance hat (die er selbst gerne wahrnehmen würde); die Punktausbeute (in 12 Begegnungen 7 gegenüber 12 in 26 Partien unter Vorgänger Köllner) seit Übernahme Mitte Februar 2019 bedeutet einen Schnitt von 0,58 gegen-über Köllner mit 0,46 – beides deutlich zu wenig für den Klassenerhalt . . .

Emotionen pur beim gebürtigen Nürnberger Enrico Valentini nach dem feststehenden Abstieg des 1. FCn zwischen Mikael Ishak und Timothy Tillmann (rechts)

Aktuelle Gerüchte spekulieren derweil mit dem Namen von (Franz-)Peter Hermann, dem ehemaligen Spieler von Bayer 04 Leverkusen, der mit Hermann Gerland ja auch schon mal als Fußball-Lehrer im Trainerstab des “Club” tätig war und insoweit die besonderen Verhältnisse am Valzner-weiher kennt. Ob der seit 2017 wieder im Trainer-Team des FC Bayern München von Niko Kovac angestellte, immerhin bereits 67-Jährige auch der Favorit von Robert Palikuca ist, dürfte sich bereits in Kürze zeigen; denn der neue Vorstand Sport des 1. FCN als (Haupt-)Entscheider in dieser Personalie will sich offensichtlich noch vor dem vorläufigen Schluß-Akkord des Absteigers in der Bundesliga-Saison 2018/19 beim SC Freiburg diesbezüglich erklären.

Und so geht’s weiter für den 1. FCN:

Am 18. Mai 2019 (Samstag, 15:30 Uhr) beschließt “der Club” die Saison 2018/19 im südbadischen Teil von Baden-Württemberg beim SC Freiburg nahe der Schweizer Grenze.

Die Clubspieler um Mannschaftsführer 18-Hanno Behrens haben die von den Ultras geschenkten Trikots mit der Aufschrift “Mission Wiederaufstieg” an.

Das aktuelle Spiel in der Statistik:

1. FC Nürnberg – VfL Borussia Mönchengladbach 0:4 (0:0)

1. FCN: 26 Mathenia – 8 Bauer, 9 Ishak, 10 Kerk (61. 37 Tillman), 17 Löwen (79. 19 Knöll), 18 Behrens, 23 Leibold, 24 Misidjan (73. 31 Petrák), 28 Mühl, 29 Erras, 33 Margreitter / ohne Einsatz auf der Bank: 1 Bredlow – 14 Kubo, 16 Ilicevic, 38 Rhein / Trainer: Boris Schommers.
Mönchengladbach: 1 Sommer – 6 Kramer (78. 5 Strobl), 8 Zakaria Lako Lado, 10 Hazard, 15 Beyer, 16 Traore (72. 14 Plea), 17 Wendt, 18 Drmic, 28 Ginter, 30 Elvedi, 32 Neuhaus (46. 23 Hofmann) / ohne Einsatz auf der Bank: 21 Sippel – 3 Lang, 24 Jantschke, 27 Cuisance / Trainer: Dieter Hecking.
Tore: 0:1 18 Drmic (56. Spielminute – nach Zuspiel des eingewechselten 23 Hofmann in den Strafraum spitzelte der Ex-Nürnberger den Ball vorbei an FCN-Torhüter 26 Mathenia flach ins rechte Eck), 0:2 Eigentor 28 Mühl (63. – beförderte den Ball nach Querpaß von 16 Traore mit dem verdrehten linken Fuß vor dem einschußbereiten 23 Hofmann ins eigene Tor), 0:3 10 Hazard (65. – aus vier Metern Torentfernung nach Querpaß von 16 Traore), 0:4 8 Zakaria Lako Lado (80. – aus 18 Metern nach Rückpaß von 10 Hazard).

Schiedsrichter: Frank Willenborg – SR-Assistenten: Holger Henschel + Norbert Grudzinski / 4. Offizieller: Christof Günsch / Video-Assistent: Timo Gerach.
Gelbe Karten: FCN keine – Mönchengladbach 1 = 32 Neuhaus (42. – wegen Trikothaltens/-ziehens, also taktischem Foulspiel nahe der Mittellinie noch in der Nürnberger Spielhälfte – Konsequenz daraus war offensichtlich dessen Auswechslung).
Gelb-Rote Karten: keine.
Rote Karten: keine.
Zuschauer: 50 000 (zahlende im als ausverkauft gemeldeten und dank rund 6000 Gladbach-Anhänger bis auf einige, eher wenige Sitzplätze vollbesetzten “Max-Morlock-Stadion”).

Die Bilanz des 1. Fußball-Club (FC) Nürnberg gegen den Verein für Leibesübungen (VfL) Borussia Mönchengladbach
(siehe auch “www.fusballdaten.de”)

Gesamt-Bilanz aus Sicht des 1. FCN:

67 Spiele / 26 Siege, 10 Unentschieden, 31 Niederlagen / 81:105 Tore (zuhause: 33 Sp. / 21 S, 4 U, 8 N / 53:35 T – auswärts: 34 Sp. / 5 S, 6 U, 23 N / 28:70 T).

Bundesliga-Bilanz aus Sicht des 1. FCN:

60 Spiele / 23 S, 9 U, 28 N / 72:92 T (zuhause: 30 Sp. / 18 S, 4 U, 8 N / 46:32 T – auswärts: 30 Sp. / 5 S, 5 U, 20 N / 26:60 T).

Bilanz in der 2. Bundesliga (1999 bis 2001) aus Sicht des 1. FCN:

4 Spiele / 2 S, 1 U, 1 N / 5:7 T (zuhause: 2 Sp. / 2 S, 0 U, 0 N / 4:2 T – auswärts: 2 Sp. / 0 S, 1 U, 1 N / 1:5 T).

Bilanz im DFB-Pokal (1935, 2011 + 2016) aus Sicht des 1. FCN:

3 Spiele / 1 S, 0 U, 2 N / 4:6 T (zuhause: 1 Sp. / 1 S, 0 U, 0 N / 3:1 T – auswärts: 2 Sp. / 0 S, 0 U, 2 N / 1:5 T).

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD
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