Fußball

2. Liga: SpVgg. Greuther Fürth – SV Darmstadt 98 2:1

3 Heimspiele in Folge: 5 Punkte + ungeschlagen !

Den beiden Punkteteilungen gegen Arminia Bielefeld (2:2 nach 2:0-Führung) und Dynamo Dresden (0:0) ließ die SpVgg. Greuther Fürth im dritten Heimspiel in Folge innerhalb von acht Tagen den erhofften Sieg folgen.

21-Immanuel Höhn gegen 17-Fabian Reese (FÜ)

Das 2:1 (0:0) gegen den SV Darmstadt 98 lässt die Mann-schaft und ihren „neuen“ Trainer (Stefan Leitls Bilanz in 8 Begegnungen: 13 Punkte bei 3 Siegen, 4 Remis + nur einer Niederlage) jedenfalls beruhigt in die letzten sechs Punkte-Partien der Saison 2018/19 gehen;

Abstiegssorgen sollen nun keine mehr aufkommen.

Bis dahin aber war’s ein steiniger Weg mit Kampf bis zum Umfallen, der bereits beim Warmmachen Opfer forderte: Beim Fürther “5 gegen 5” in der Endphase der Vorbereitung auf die folgenden 90 Spielminuten kollidierten Daniel Keita-Ruel und Maximilian Sauer – wobei es den “Kleeblatt”-Stür-mer heftiger erwischte als seinen Kameraden aus der Ab-wehr; und nach einem weiteren Zusammenprall mit Darm-stadts rechtem Innenverteidiger Marcel Franke im folgen-den Spiel an der gegnerischen Strafraumgrenze war noch vor dem Pausenpfiff (43. Spielminute) des bisweilen wunderlich pfeifenden Unparteiischen Rene Rohde Schluß für Fürths Nummer 10!

37-Patrick Herrmann gegen 11-David Raum (FÜ) und 20-David Atanga (FÜ)

Bis dahin wie danach wurde viel gefightet, auf beiden Sei-ten. Im Gegensatz zum torlosen Donnerstag-Nachholspiel gegen Dynamo Dresden (wo mehr technisch feiner Fußball geboten war) wechselten sich spielerisches und kämpferi-sches Niveau gegen den SV Darmstadt 98 ständig ab. Indes kam auch dabei kaum Langeweile auf; weder auf dem Spiel-feld noch drum herum . . .

Zumal auf der Haupttribüne, wo insbesondere nach der Einwechslung von David Atanga links neben dem Medien- /Presse-Bereich “Alt-Vordere” vermeintliche Fürther Unter-stützer (und ein etwas jüngerer weiblicher SpVgg.-Fan …) ihr Mütchen kühlten am eigenen Spieler mit der Trikotnummer 20. Dass der 22jährige Offensivspieler, der nach durchwachsenen Leistungen und teilweiser Zurückhaltung im körperlichen Bereich in den Spielen zuvor erst mal auf der Ersatzbank Platz nehmen musste, das Besondere und mitunter Entscheidende drauf hat, verkennen diese Kritiker – und ohne Mut zum Risiko klappt halt wenig, das den Gegner aus den Angeln heben kann (zumal wenn Daniel Keita-Ruel, der beste Torschütze, ausfällt …).

24-Maximilian Sauer (FÜ) verhindert als letzter Mann den Darmstädter Ausgleich zum 1:1

Freilich, mit spielerischen Mitteln allein kann wohl kein Team bestehen in der 2. Bundesliga. Und so bedarf es natürlich Einsatzes und Kampfes um notfalls jeden Ball.

Das beherzigten die Schützlinge von Stefan Leitl bei allem Bemühen um spielerische Linie, die die Franken ja drauf haben, auch gegen die Hessen, bei denen mit Sturmführer Serdar Dursun eine ehemaliger Fürther diesbezüglich als Vorbild agierte; bisweilen mit grenzwertigen Mitteln und zunehmend frustriert, weil er entweder trotzdem scheiterte oder entsprechendes Einsteigen ihm gegenüber vom Schiedsrichter konsequenterweise ebenfalls ungeahndet blieb.

So ist dem “Spieltagskommentar” auf der Greuther Website, der die Überschrift “Gekämpft bis zum Umfallen” trägt, keinesfalls zu widersprechen. Und als Folge der damit eingefahrenen fünf Punkte aus den jüngsten drei Heimpartien stehen 37 Punkte zu Buche, die der SpVgg eine Etablierung im Mittelfeld der Tabelle sichern. Und von Rang 10 aus kann der Blick nun Richtung einstelliger Platzierung gehen anstatt in die entgegengesetzte Richtung zum Abstiegsbereich.

15-Mathias Wittek köpft gegen 22-Mario Maloca (FÜ) das Anschlusstor zum 1:2

Dass ausgerechnet gegen eine der kampfstärksten Mannschaften der Liga Lücken bereits vor dem Anpfiff gerissen waren mit den Ausfällen von Aus-senverteidiger Wittek und Mittelfeldmann Green, machte die Aufgabe keineswegs leichter. Doch insbesondere David Raum bewies, dass er auf der linken Seite defensiv wie offensiv eine absolute Alternative für Maxi-milian Wittek ist; und auch Nik Omladic sowie Paul Jaeckel erfüll(t)en ihre Aufgaben im Mittelfeld absolut sowie mehr als zufriedenstellend.

Und dann war da ja auch noch Fabian Reese. Der Stürmer ließ seiner un-ermüdlichen Einsatzbereitschaft endlich auch Zahlenmäßiges folgen. Mit seinem Treffer zum 2:0 (seinem zweiten in der laufenden Spielzeit) sorgte die in Kiel geborene 21jährige Leihgabe des FC Schalke 04 für die Vorent-scheidung zugunsten seiner Mannschaft. Wie wichtig dieser Treffer war, zeigte sich in der Nachspielzeit, als den Darmstädtern in der Schlussminute noch der Anschlusstreffer gelang, der die drei Punkte für die Gastgeber aber nicht mehr wirklich in Gefahr brachte.

Wie wichtig Alternativen von der Ersatzbank sind, zeigte sich im Übrigen auch diesmal nicht nur am Beispiel Daniel Keita-Ruel, der sich jetzt aus-kurieren kann, da er wegen seiner fünften Gelben Karte in Bochum ohnehin pausieren muss. Auch Richard Magyar musste verletzungsbedingt vorzeitig vom Spielfeld und Trainer Leitl fand in Mario Maloca einen Nachfolger, der die ihm gestellten Aufgaben eindrucksvoll löste.

15-Sebastian Ernst (FÜ) gegen 4-Victor G. Palsson

Einen besonderen Moment erlebte zudem Premieren-Torschütze Paul Seguin mit seinem absolut sicher verwandelten Elfmeter. Mangels Alter-nativen, die allesamt ausgefallen waren, musste der vor kurzem 24 Jahre jung gewordene defensive Mittelfeldspieler ran und entledigte sich seiner Aufgabe souverän, nutzte den umstrittenen “Dosenöffner” zum Sieg. So zweifelsfrei es war, dass der Ball von der Hand des Darmstädter Abwehr-spielers abgelenkt und damit eine Fürther Torchance verhindert wurde, so wenig mochten sich Darmstadt Trainer Grammozis oder begleitende Be-richterstatter mit der Berechtigung des Strafstoßes einverstanden erklären.

Jedenfalls zerstörte dieser Treffer die Marschroute der SV 1898 ebenso wie deren Hoffnung unerfüllt blieb, das “Kleeblatt” auf Grund des dritten Auflaufens innerhalb acht Tagen in einem Moment des Kräfteverschleißes zu erwischen. Kämpferisch wie läuferisch hielt die Leitl-Truppe dagegen, ließ wenig zu und durfte am Ende durchaus verdient den Sieg verbuchen.

Und so geht’s weiter:

Nach drei Heimspielen in Folge innerhalb von acht Tagen geht die Reise am 14. April 2019 (Sonntag, 13:30 Uhr) zum VfL Bochum 1848, gefolgt von der Heim-Begegnung am 20. April 2019 (Oster-Samstag, 13 Uhr) gegen den 1. FC Union Berlin und dem Gastspiel am 27. April 2019 (Samstag, 13 Uhr) beim 1. FC Magdeburg.

33-Paul Seguin (FÜ) nutzt gegen Torwart 1-Daniel Heuer Fernandes (DA) den Elfmeter zur 1:0-Führung

Am 6. Mai 2019 (Montag, 20:30 Uhr), dem 32. und drittletz-ten Spieltag der Saison 2018/10 der 2. Fußball-Bundesliga, gibt dann der derzeitige Spitzenreiter 1. FC Köln seine Visi-tenkarte ab im Sportpark Ronhof – Thomas Sommer, ehe die beiden letzten Runden jeweils zeitgleich für alle Mann-schaften ausgetragen werden – für Fürth mit einer Aus-wärts-Begegnung am 12. Mai 2019 (Sonntag, 15:30 Uhr) beim FC Erzgebirge Aue und der abschließenden Heim-Partie am 19. Mai 2019 (Sonntag, 15:30 Uhr) gegen den FC St. Pauli aus der Hansestadt Hamburg.

Die aktuelle “Kleeblatt”-Begegnung des 28. Spieltags der Saison 2018/19 der 2. Bundesliga in der Statistik:

SpVgg Greuther Fürth – SV Darmstadt 98 2:1 (0:0)

33-Paul Seguin (FÜ) nach seinem Elfmetertor zur 1:0-Führung

Fürth: 30 Burchert – 5 Magyar (54. 22 Maloca), 10 Keita-Ruel (43. 20 Atan-ga), 11 Raum, 13 Caligiuri, 15 Ernst, 17 Reese, 21 Omladic (79. 27 Redondo), 23 Jaeckel, 24 Sauer, 33 Seguin / ohne Einsatz auf der Bank: 1 Funk – 14 Sarpei, 31 Steininger, 38 Bauer / Trainer: Stefan Leitl.

Darmstadt: 1 Heuer Fernandes – 4 Pálsson, 9 Wurtz (64. 3 Jones), 11 Kem-pe, 20 Heller, 21 Höhn, 25 Stark (74. 23 Bertram), 28 Franke (85. 15 Wittek), 32 Holland, 37 Herrmann / ohne Einsatz auf der Bank: 24 Wiegers – 7 Kreu-zer, 18 Müller, 26 Gonther / Trainer: Dimitrios Grammozis.

Tore: 1:0 33 Seguin (64. – umstrittener Handelfmeter flach ins linke Eck nach Flanke von 11 Raum), 2:0 17 Reese (82. – nach Zuspiel von 20 Atanga aus 16 Metern und mehreren angedeuteten Schußversuchen verdeckt für 98-Torhüter 1 Heuer Fernandes und womöglich noch abgefälscht ins linke Eck), 2:1 15 Wittek (90+4. – Kopfball zentral von der 5m-Linie nach Freistoß 23 Bertram von rechts).

Schiedsrichter: Rene Rohde – Assistenten: Marcel Unger + Florian Lechner / 4. Offizieller: Tobias Endriß.

Gelbe Karten: Fürth 3 = 10 Keita-Ruel (7., wegen Handspiels = 5. GK, nächstes Spiel gesperrt), 23 Jaeckel (9., wegen Foulspiels), 11 Raum (74., wegen Reklamierens?) – Darmstadt 1 = 25 Stark (67., wegen Foulspiels).

20-David Atanga (FÜ) herzt 33-Paul Seguin (FÜ) nach dessem erfolgreichen Elfmetertor zur 1:0-Führung

Gelb-Rote Karten: keine.

Rote Karten: keine.

Zuschauer: 9730 (zahlende im Sportpark Ronhof Thomas Sommer).

Bilanz der Spielvereinigung (SpVgg) Greuther Fürth gegen den Sportverein (SV) Darmstadt 1898 e.V.:
(siehe auch “www.fussballdaten.de”)

Gesamt-Bilanz aus Sicht der SpVgg (Greuther) Fürth:

31 Spiele / 13 Siege, 7 Unentschieden, 11 Niederlagen / 43:41 Tore (zuhause: 15 Sp., 7 S, 5 U, 3 N / 19:12 T – auswärts: 16 Sp. / 6 S, 2 U, 8 N / 24:29 T)

Fürther Torjubel um den Elfmetertorschützen zur 1:0-Führung – 33-Paul Seguin (verdeckt)
Torwart Daniel Heuer Fernandes (DA) streckt sich vergeblich gegen den Schuss von 17-Fabian Reese (FÜ – nicht im Bild) zur 2:0-Führung

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilanz im DFB-Pokal aus Fürther Sicht:

1 Spiel / 1 S, 0 U, 0 N / 3:1 T (zuhause: 0 Sp. / 0 S, 0 U, 0 N / -:- T – auswärts: 1 Sp. / 1 S, 0 U, 0 N / 3:1 T).

Bilanz in der 2. Bundesliga aus Fürther Sicht:

8 Spiele / 3 S, 2 U, 3 N / 7:10 T (zuhause: 4 Sp. / 3 S, 1 U, 0 N / 7:4 T – auswärts: 4 Sp. / 0 S, 1 U, 3 N / 0:6 T).

Bilanz in der 2. Liga Süd aus Fürther Sicht:

12 Spiele / 4 S, 1 U, 7 N / 12:15 T (zuhause: 6 Sp. / 2 S, 1 U, 3 N / 5:6 T – auswärts: 6 Sp. / 2 S, 0 U, 4 N / 7:9 T).

Bilanz in der Regionalliga Süd aus Fürther Sicht:

10 Spiele / 5 S, 4 U, 1 N / 21:15 T (zuhause: 5 Sp. / 2 S, 3 U, 0 N / 7:2 T – auswärts: 5 Sp. / 3 S, 1 U, 1 N / 14:13 T).

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD
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