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Fußball

2. Liga: 1. FC Nürnberg – Karlsruher SC 1:1

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Drittes Unentschieden im fünften Zweitliga-Spiel

Felix Lohkempers 1:0 reichte (wieder) nicht zum zweiten Sieg . . .

 

 

Zweimalige Führung am 3. Spieltag zuhause gegen Darmstadt 98 (am Ende aber 2:3) wie am Spieltag darauf beim FC St. Pauli in Hamburg (dort immerhin 2:2), wo Manuel Schäffler (8. Spielminute) und Johannes Geis (49., per Handelfmeter) jeweils früh zu Beginn der beiden Halbzeiten trafen (Gegentore 28. + 79.) – und nun nach neuerlicher Führung durch Felix Lohkemper (15.) gegen den Karlsruher SC wie in der Vorsaison im „Max-Morlock-Stadion“ ein 1:1; bleibt aus „Glubb“-Sicht nur zu hoffen, dass der 1:0-Hinrunden-Sieg vom Vorjahr in der Rückrunde der Saison 2020/21 wiederholt werden kann . . .

9-Manuel Schäffler (FCN) gegen 22-Christoph Kobald

Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Heim-Begegnungen (1:0 gegen den SV Sandhausen + 2:3 gegen Darmstadt 98), als sich jeweils mehr als 6000 Besucher im weiten Rund verteilten, erforderten gestiegene Inzidenz-Zahlen zum Schutz aller das erste „Geisterspiel“ der neuen Saison. Der 1. FCN versuchte dies neben seinen anderen Info-Kanälen zu kompensieren mit der bekannten Übertragung jeweils am Spieltag durch das „FANRADIO“ eine Viertelstunde vor Anpfiff.

Manuel Schäffler (FCN)

Verzichten mußte Nürnbergs Cheftrainer Robert Klauß gegen den KSC lediglich auf zwei Akteure: Virgil Misidjan fiel wegen einer Verletzung am Syndesmoseband aus, Hanno Behrens wurde wegen eines positiven Corona-Tests aus dem Verkehr gezogen. Dafür standen die in Hamburg fehlenden Lukas Mühl (Lebensmittelvergiftung) und Sarpreet Singh (Infekt) wieder zur Verfügung.

5-Johannes Geis (FCN) springt dem Kopfball von 4-Lukas Fröde entgegen

KSC-Auftritt so wie von Club-Trainer Klauß erwartet

Mit dem Karlsruher SC präsentierte sich in der Noris ein Gegner, der zwar noch ohne Sieg war, mit zunehmender Spieldauer jedoch deutlich machte, dass die drei Niederlagen bei nur einem Remis keineswegs sein tatsächliches Potential widerspiegelten. Insofern durfte sich auch FCN-Coach Klauß bestätigt sehen, der zuvor anmerkte: „Wenn man sich die Spiele und die Statistiken anguckt, stellt man fest, dass sie in keinem Spiel unterlegen waren, gegen Bochum und Regensburg nicht nur hätten gewinnen können, sondern eventuell sogar müssen.“ Da kam in der Tat „eine Mannschaft auf uns zu, die besser ist, als es die Tabelle aussagt“.

10-Nikola Dovedan (FCN) gegen 10-Marvin Wanitzek

Gemäß den Vorwarnungen ihres jungen Chefs vor der starken KSC-Offensive verschoben die „Glubberer“ in der Defensive auch variabel, veränderten je nach Situation die Dreier- über eine Vierer- auch schon mal zur Fünfer-Abwehrkette und agierten aggressiv mit frühem Stören des Spielaufbaus der Badener. Als dank Felix Lohkempers mutigem Abschluss aus der Ferne und mit dem Glück des abgefälschten Schußes das frühe 1:0 gelang, waren die Weichen eigentlich auf Sieg gestellt.

10-Nikola Dovedan (FCN) vor 10-Marvin Wanitzek

Das wohl vorentscheidende zweite Tor der Gastgeber aber wollte nicht fallen, auch weil dafür dann doch zu wenig investiert wurde. Und weil die Gäste mutig aus der Kabine kamen, erspielten sie sich vor allem nach dem Ausgleich durch Joker Marvon Wanitzek phasenweise Feldvorteile.

Nürnbergs Trainer Robert Klauß blickt auf seine Uhr

VRA versagte dem FCN einen Handelfmeter

Ab diesem Zeitpunkt nahm die Partie Fahrt auf, doch beide Torhüter waren stets auf dem Posten, wenn ihre Vorderleute mal einen Abschluß nicht verhindern konnten. Nach der dritten FCN-Ecke griff der „Video Referee Assistant“ ein und entschied, dass kein Karlsruher Handspiel vorlag (74.). Wenig später zeigte sich KSC-Schlussmann Gersbeck gegen die eingewechselten Fabian Schleusener (78.) und Pascal Köpke (80.) auf dem Posten, ehe Jerome Gondorf nach Wanitzek-Flanke (87.) das Club-Gehäuse nur kanpp verfehlte.

28-Lukas Mühl (N) gegen 19-Dominik Kother

Danach ging’s nochmal rund: Johannes Geis blockte einen Schuß von Malik Batmaz zur Ecke (90.), Nikola Dovedan enteilte Wanitzek trotz dessen Foul (90+1.) und der Unparteiische Harm Osmers ließ vorbildlich Vorteil laufen, bevor er nachträglich die Gelbe Karte zückte. Wären Fabian Nürnbergers Schuß am gegnerischen Strafraum nicht geblockt worden (90+3.) und Dovedans Kopfball nach Tim Handwerkers guter Flanke nicht übers Gäste-Gehäuse gesegelt, hätte das Unternehmen zweiter Saisonsieg am Ende doch noch klappen können . . .

So aber blieb’s beim 1:1 und die für den FCN positive Gesamt-Bilanz gegen die Badener konnte zumindest nicht ausgebaut werden. In insgesamt 71 Partien über alle Wettbewerbe hinweg verbucht Nürnberg 31 Siege bei 19 Unentschieden und 21 Niederlagen. Das Torverhältnis zwischen den beiden langjährigen Ex-Bundesligisten ist mit 125:87 deutlich besser zugunsten der Noris-Kicker, deren Bilanz laut „fussballdaten.de“ in 19 Zweitliga-Begegnungen mit 10 Siegen bei 3 Remis und nur 2 Niederlagen (28:20 Tore) noch besser ausfällt.

Karlsruhe freut sich über den Punktgewinn

Dass dennoch etwas fehlt, um den Schalter umzulegen Richtung Bestimmen des Geschehens, liegt auf der Hand. Da wartet also noch einiges an Arbeit auf Trainer Klauß, wiewohl Ansätze für eine Aufwärts-Entwicklung durchaus zu erkennen sind!

Und so geht’s weiter mit dem nächsten Heimspiel für den 1. FC Nürnberg

7. SPIELTAG – 7. NOVEMBER 2020 (SAMSTAG, 13 UHR): 1. FC NÜRNBERG – Fortuna Düsseldorf (Vorsaison = keine Punktspiele) . . . im „Max-Morlock-Stadion“

Statistik zum FCN-Heimspiel vom 5. Spieltag

1. FC Nürnberg – Karlsruher SC 1:1 (1:0)

1. FCN: 26 Mathenia – 4 Sörensen, 5 Geis, 6 Handwerker, 7 Lohkemper (58. 23 Schleusener), 9 Schäffler (46. 20 Köpke), 14 Krauß (58. 10 Dovedan), 17 Hack (58. 15 Nürnberger), 22 Valentini (C / 83. 8 Singh), 28 Mühl, 33 Margreitter / ohne Einsatz auf der Bank: 29 Früchtl – 13 Krätschmer, 25 Sorg, 36 Rhein / Chef-Trainer: Robert Klauß.
KSC: 35 Gersbeck – 4 Fröde, 8 Gondorf (C), 11 Choi (78. 39 Goller), 16 Heise, 17 Djuricin (56. 10 Wanitzek), 19 Kother, 21 Thiede, 22 Kobald , 32 Bormuth, 33 Hofmann (85. 31 Batmaz) / ohne Einsatz auf der Bank: 1 Kuster – 2 Jung, 3 Gordon, 7 Lorenz, 23 Carlson, 24 Gueye / Trainer: Christian Eichner.
Tore: 1:0 7 Lohkemper (15. Spielminute – von 22 Kobald zur Bogenlampe abgefälschter Schuß aus gut 27 Metern, den KSC-Keeper 35 Gersbeck zwar noch mit den Fingerspitzen erwischte, aber nicht mehr aus dem rechten oberen Eck seines Kastens befördern konnte), 1:1 10 Wanitzek (53. – völlig ungedeckter Kopfball aus rund sieben Metern ins vom Schützen aus gesehen rechte Eck nach Flanke von 21 Thiede an der halbrechten 16m-Raum-Begrenzung).
Schiedsrichter: Harm Osmers – Thomas Gorniak + Konrad Oldhafer / 4. Offizieller: Martin Speckner / Video-Assistent: Sven Jablonski.
Gelbe Karten: FCN 1 = 15 Nürnberger (71., wegen Foulspiels) – KSC 5 = 8 Gondorf (42., wegen Foulspiels), 19 Kother (69., wegen Foulspiels), 35 Griesbeck (84., wegen Reklamierens), 10 Wanitzek (90+2., wegen Foulspiels).
Gelb-Rote Karte: FCN keine – KSC 1 = 19 Kother (69., wegen mehrmaligen Foulspiels).
Rote Karten: keine – weder FCN noch KSC.
Ecken: FCN 5 (alle in Halbzeit 2) – KSC 4 (davon 3 nach Seitenwechsel).
Zuschauer: 0 (zahlende) gemäß der aktuellen Corona-Lage.

Text: Klaus Meßenzehl
Fotos: Werner F. Schönberger / ISPFD
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