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Eishockey

DEL: Nürnberg Ice Tigers – Grizzlys Wolfsburg 3:2

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Dane „Fox on the run“ führt „Rumpf-Truppe“ zum Erfolg

Nahezu unfaßbar, was sich derzeit bei den und rund um die Nürnberg Ice Tigers abspielt:

Nürnbergs #19 TIm Fleischer (re.) musste heute in der Verteidigung ran. Links Wolfsburgs #17 Sebastian Furchner.

Der ebenso ärgerlichen wie unglücklichen und unnötigen 4:5 (2:0, 0:4, 2:1)-Niederlage bei der Düsseldorfer EG ohne Christopher Brown, Julius Karrer, Patrick Reimer sowie kurzfristig auch noch Dane Fox im vierten Spiel binnen einer Woche (und der sechsten Partie innerhalb 14 Tagen) folgte die Absage der Reise zu den „Roosters“ des Iserlohner EC. Dort wurde deren neuer Chef-Trainer, der Ex-„Ice Tiger“ Kurt Kleinendorst, gleich heftig mit „Corona“ und den Folgen davon konfrontiert – und dann erwischte das Virus auch die Noris-Puckjäger in zwei Etappen mit zwei und schließlich sogar vier positiven Fällen.

Wegen der Ausfälle von zunächst Alex Dubeau (Torhüter) und Tim Bender (Verteidiger) sowie mit den „Defendern“ Andrew Bodnarchuk und Blake Parlett plus den Angreifern Charlie Jahnke und Dennis Lobach sogar doppelt so starken zweiten Welle musste NIT-Chefcoach Rowe gegen den zuletzt sieben Mal in Folge siegreichen Tabellen-Zweiten der DEL aus Wolfsburg eine „Rumpf-Truppe“ aufs Eis schicken, die gerade Mal 16 Aktive umfasste. Gegenüber den Niedersachsen (21 Namen auf dem offiziellen Spielberichtsbogen) mussten die Nürnberger mit fünf Feldspielern weniger auskommen und hatten gerade mal noch drei „gelernte“ Verteidiger in der Mannschaft.

Nürnbergs #74 Dane Fox (li.) und Wolfsburgs #95 Fabio Pfohl (re.).

Umso beeindruckender, was die Schützlinge von „Tom“ Rowe dann ablieferten. Auch wenn nach dem doch recht (manchem zu) frühen 3:2-Anschlußtreffer der Wolfsburger im Schlußdrittel einige brenzlige Situationen zu überstehen waren und die Kräfte der Nürnberger angesichts nicht mal drei kompletter Reihen zunehmend schwanden, zog selbst Ober-„Ice Tiger“ Rowe den Hut vor seinen Mannen und fand ebenso eindrucksvolle Worte wie seine Spieler zuvor beeindruckt hatten: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft!“

Nürnbergs Kufen-Cracks als echte Mannschaft

Wie sehr die Ice Tigers als Gemeinschaft funktionieren, wird unter anderem dadurch deutlich, dass immer wieder andere Akteure besonders in Erscheinung treten oder starke Momente über das Team kreiert werden. Herausragend (wie Ryan Stoa mit seinem „Hat-trick“ beim 4:3 in Berlin) war in Düsseldorf kein Nürnberger, dafür verteilten sich die positiven Phasen auf mehrere Cracks.

Wolfsburgs Spieler #23 Gerrit Fauser (links vorne) scheitert an Nürnbergs #1 Niklas Treutle (unten rechts).

Nach Gregor MacLeods Führung (8. Spielminute – Assistenten Schmölz + Sheehy) und dem 2:0 von Daniel Schmölz (13. – Bender) setzte es innerhalb sieben (!) Sekunden allerdings den Ausgleich, wiewohl der durch den Bruch der Kelle von NIT-Goalie Dubeau bei Düsseldorfs 1:2 (26.) und eine („versehentliche“) Behinderung von Verteidiger Bodnarchuk durch einen der beiden Linienrichter beim 2:2 (ebenfalls 26.) als höchst unglückliche Entwicklung zu bezeichnen war.

Dass in der 36. und 38. Minute ein weiterer Doppelschlag zur 4:2-Führung der DEG folgte, machte die Aufgabe für ohnehin gebeutelte Nürnberger naturgemäß keineswegs leichter. Die erschöpften Ice Tigers gaben dennoch nie auf und kämpften sich im Schlußdrittel am Rhein ebenso zurück wie sie trotz personeller Nöte auch gegen Wolfsburg an ihre Grenzen gingen. Ryan Stoas 3:4-Anschlußtreffer (43. – Vorarbeit Friedrich) ließen die Gastgeber jedoch zu schnell das 5:3 (47.) folgen und nach Markus Webers 5:4 (52. – Fleischer + Lobach) bewies sich Mirko Pantkowski im Düsseldorfer Tor als sicherer Rückhalt; zuletzt Sekunden vor Schluß, als er Ryan Stoas zweites Tor des Tages und damit den Ausgleich verhinderte.

Hier überwindet Nürnbergs #67 Marko Friedrich (re.) Wolfsburgs Torwart #34 Chet Pickard (li.) zum 1-0

Nach einem bitteren Mitteldrittel (0:4) am Rhein machten es die Ice Tigers gegen das Top-Team aus Niedersachsen trotz Personalnot wesentlich besser. Und Dane Fox war wieder mal „on the run“, was ein Mal mehr den gleichnamigen Musik-Titel der britischen Band „Sweet“ zu Gehör brachte (auch wenn erneut keine zahlenden Zuschauer in der „ARENA“ zugegen sein durften). Nach Marko Friedrichs viertem Saisontor zum 1:0 (18.) baute der 28-jährige Kanadier in Diensten der Noris-Puckjäger die Führung mit einem Doppelschlag in der ersten Hälfte des Mitteldrittels innerhalb 123 Sekunden (26. + 27.) auf 3:0 aus.

Offener Brief an Bayerns Ministerpräsidenten

Dass danach die Kräfte einbrachen, war angesichts der Gesamtsituation alles andere als unerwartet. Und trotzdem stemmten sich die Schützlinge von Tom Rowe mit allem, was ihnen noch zur Verfügung stand, gegen die immer stärker werdenden Gäste aus Wolfsburg. Da hätte den Ice Tigers mehr Unterstützung von den Rängen als die, die die wenigen Zuschauer im ansonsten leeren weiten Rund geben konnten, gut getan. Trotz der beiden Grizzlys-Treffer und dreier Strafzeiten der Gastgeber reichte es am Ende jedoch und das durchaus verdientermaßen für drei wichtige Punkte im Kampf um die PlayOff-Plätze.

Gemeinsam verhindern Nürnbergs #24 Marcus Weber (li.), #1 Niklas Treutle (mi.) und #29 Nicholas Welsh (re.) einen Wolfsburger Torerfolg.

Die Hoffnung der Nürnberger liegt nun darin, dass zum einen die Ausfälle wegen „Corona“ zurückgehen und zum anderen endlich wieder Zuschauer ins Stadion dürfen. Diesbezüglich hat die „Interessengemeinschaft Indoor-Teamsport-Bayern“, der die Ice Tigers neben zahlreichen weiteren bayerischen Profi-Klubs, die am Bundesliga-Spielbetrieb der vier großen Hallensportarten Eishockey, Basketball, Handball und Volleyball teilnehmen, einen „offenen Brief“ gerichtet an Bayerns Ministerpräsident Söder.

Die Wiederzulassung von Besuchern, die Geld in die arg geleerten Kassen der Vereine bringen kann (und soll = muss), wird irgendwann existenziell für die Hallensport-Klubs.

Bei allem Verständnis für die Probleme der Politik im Umgang mit „SARS-CoV-2“ hoffen Bayerns Profi-Vereine darauf, dass baldmöglichst auch auf wirtschaftlicher Ebene halbwegs wieder so etwas wie Chancengleichheit zwischen den Konkurrenten der einzelnen Ligen aus verschiedenen Bundesländern hergestellt wird. Wobei es den Ice Tigers natürlich zumindest ein wenig hilft, wenn weitere Unterstützer aus der Region Flagge zeigen – so wie die „BES Systemhaus GmbH“, die seit dieser Saison als Business-Partner den Sponsoren-Pool der Nürnberger Kufen-Cracks erweitert!

Nürnbergs #8 Tyler Sheehy (li.) und Wolfsburgs #82 Christopher DeSousa (re.).

Nächstes Heimspiel für die Ice Tigers:

28. JANUAR 2021 (FREITAG, 19:30 UHR): NÜRNBERG ICE TIGERS – Mannheimer ERC „Adler“ in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ (Vorsaison 1:5, 2:3, 3:4, 2:4 – in der laufenden Runde, jeweils in Mannheim, am 17.9.2021 ebenso 2:3 wie am 7.11.2021, da jedoch erst nach Penalty-Schießen)

Wolfsburgs #55 Ryan Button (rechts hinten) trifft zum 2-3 Anschluss für die Gäste. Links reißt Wolfsburgs #18 Anthony Rech die Arme hoch. Nürnbergs Torwart #1 Niklas Treutle konnte nur den ersten Schuss abwehren.

Statistik zum jüngsten Heim-Spiel der Nürnberg Ice Tigers in der „PENNY DEL“-Saison 2021/22

Nürnberg „Ice Tigers“ – EHC „Grizzlys“ Wolfsburg 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)

Nürnberg Ice Tigers: 31 Treutle (60:00 Spielminuten), 43 Sharipov (ohne Einsatz) – 8 Sheehy, 13 Stoa, 17 Reimer (C = Kapitän/Spielführer), 19 Fleischer, 21 Kislinger, 22 Mebus, 23 Ribarik, 24 M. Weber (A = Assistent-Spielführer), 25 Schmölz, 29 Welsh, 48 J. Ustorf, 67 Friedrich, 74 Fox (A), 89 MacLeod / Mannschaftsleiter: Manuel Kofler – Chef-Trainer: Manuel Kofler (laut offiziellem Spielberichtsbogen, statt dem eigentlichen „Boss“ Thomas „Tom“ Rowe) – Co-Trainer: „Tom“ Rowe (zumindest laut DEL-Information).
Grizzlys: 1 Strahlmeier (ohne Einsatz), 34 Pickard (56:25 Spielminuten) – 4 G. Festerling, 5 Krupp, 7 Bittner, 8 Murray, 11 Mingoia, 12 Wurm, 17 Furchner (C), 18 Rech, 23 Fauser, 25 Archibald, 27 Reichel, 44 Melchiori (A), 55 Button, 58 Gaudet, 63 Schinko, 82 Desousa, 90 Nijenhuis, 93 Machacek (A), 95 Pfohl / Mannschaftsleiter: Karl-Heinz Fliegauf – Chef-Trainer: Michael Stewart – Co-Trainer: Tyler Haskins/Gary Shuchuk (laut offiziellem Spielbericht).

Wolfsburg #23 Ferrit Fauser (links vore) scheitert an Nürnbergs #1 Niklas Treutle (re. unten).

Tore: 1:0 67 Friedrich (= wie in Heimspiel 1 der aktuellen Saison gegen die „Grizzlys“, als dem gebürtigen Mittelfranken aus Roth bei Nürnberg sein DEL-Premieren-Treffer dieser Saison gelungen war!) – Assistenten 19 Fleischer, dessen Schuß Wolfsburgs bis dahin glänzend parierender „Goalie“ 34 Chet Pickard prallen lassen musste + 13 Stoa (Spielzeit 17:14), 2:0 74 Fox – 24 M. Weber + 13 Stoa (26:15 – bei Nürnberger 5:4-Überzahl), 3:0 74 Fox – 19 Fleischer + 31 Treutle = der NIT-Keeper als Assistent (28:18 – Anerkennung allerdings erst dank Video-Kontrolle, nachdem die Unparteiischen auf dem Eis „kein Tor“ entschieden hatten + dann mit Hilfe der TV-Bilder offensichtlich zweifelsfrei erkennen konnten, dass der Puck die Linie des Wolfsburger Gehäuses komplett überschritten hatte), 3:1 12 Wurm – laut offiziellem Spielberichtsbogen ohne Vorlagen-Geber, nach Video-Ansicht verdienen jedoch 82 Desousa, dessen vorheriger Schuß von Nürnbergs 74 Fox geblockt wurde + 4 Garrett Festerling = der Zwillingsbruder von Ex-„Ice Tiger“ Brett Festerling (2012–14 + 2016–20 in der Noris) ganz eindeutig jeweils einen Assist-Punkt (32:21), 3:2 55 Button, dessen ersten Schuß noch der aufopferungsvoll agierende NIT-Verteidiger 22 Mebus blocken konnte, danach aber war Nürnbergs „Goalie“ 31 Treutle beim „Lupfer“ des Torschützen ins Netz der Gastgeber machtlos – 95 Pfohl hatte die Scheibe an der Bande der blauen Linie des eigenen Abwehrdrittels erobert (41:49)

Haupt-Schiedsrichter: #5 André Schrader (Bochum, seit 2017 als Nachfolger von Lars Brüggemann Profi-Schiedsrichter / Zugehörigkeit zu einem Verein und/oder DEB-Landesverband unbekannt) + #15 Christopher Schadewaldt (ERV Schweinfurt Mighty Dogs / DEB-Landesverband Bayern).
Linien-Schiedsrichter: #44 Tobias Züchner (Landesverbands- + Vereins-Zugehörigkeit unbekannt) + #91 Tobias Schwenk (Zugehörigkeit des gebürtigen Landshuters zu einem Verein und/oder DEB-Landesverband unbekannt).
Punktrichter: Michael Feldmann (Nürnberg).
Strafen bzw. Strafzeiten: NIT 4, allesamt ohne (Tor-)Folgen = 8 Minuten (4 x 2 = 1 im 1. + 3 im 3. Drittel) = 22 Mebus (19:19, wegen „Holding“ = Haltens), 25 Schmölz (44:52, wegen „Tripping“ = Beinstellens), 67 Friedrich (49:09, wegen „Hooking“ = Hakens), 74 Fox (56:25, wegen „Roughing“ = Übertriebener Härte) – Wolfsburg 2, von denen bereits die erste nach nur 30 Sekunden mit dem Nürnberger Powerplay-Tor zum 2:0 bestraft wurde = 4 Minuten (2 x 2 – beide im 2. Drittel) = „Grizzly“ 11 Mingoia saß die „kleine Bankstrafe“ ab (25:45, wegen „Too many men on ice“ = zu viele Spieler auf dem Eis), 95 Pfohl (36:28, wegen „Delay of game“ = Spielverzögerung).
Zuschauer: KEINE (zahlenden) in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ – gemäß aktueller „Corona“-Richtlinien.

Text: Klaus Meßenzehl / Pressedienst Nürnberg
Titelfoto: Nürnbergs Marko Friedrich scheitert an Wolfsburgs Chet Pickard
Fotos: Thorsten Schönberger / ISPFD
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