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Herzensstücke: Nürnbergs Stadtbibliothek zeigt Besonderheiten ihrer historischen Sammlungen

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Stadtbibliothek lädt mit ihrer Reihe „Herzensstücke“ dazu ein, wertvolle ansonsten im Verborgenen bewahrte Sammlungsstücke kennenzulernen

Passend zum Jahresanfang werden am Donnerstag, 20. Januar 2022, von 17.30 bis 18.15 Uhr illustrierte Neujahrsgrüße aus den vergangenen Jahrhunderten präsentiert. Die Veranstaltung findet im Lesesaal der Stadtbibliothek Zentrum, Gewerbemuseumsplatz 4, Ebene L1, statt und ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist unter stb-handschriftenabteilung@stadt.nuernberg.de erforderlich. Die folgenden Themen der Reihe sind der Faschingsbrauch der Schembartläufe, die fränkische Literatursammlung sowie mittelalterliche Kettenbücher.

Das Verteilen gedruckter Glückwünsche zum neuen Jahr hat in Nürnberg eine lange Tradition. Die Leiterin der Historisch-Wissenschaftlichen Bibliothek, Dr. Christine Sauer, präsentiert am Donnerstag, 20. Januar, ihre persönlichen Highlights aus den bis in das Spätmittelalter zurückgehenden Zeugnissen dieses Brauchs.

Am Donnerstag, 17. Februar, von 17.30 bis 18.15 Uhr wird ein Blick auf die Nürnberger Schembartläufe geworfen. Diese waren zwischen 1449 und 1539 ein spektakulärer und zentraler Faschingsbrauch: Mitglieder des Nürnberger Patriziats zogen maskiert und in prächtigen Kostümen unter Mitführung von Umzugsschlitten durch die Gassen. Eine der schönsten unter den rund 80 erhaltenen Schembarthandschriften wird im Lesesaal aufgeschlagen und gesichtet.

Am Donnerstag, 17. März, wird von 17.30 bis 18.15 Uhr die „Fränkische Literatursammlung“ vorgestellt. In dieser werden belletristische Werke von in Franken geborenen oder dort tätigen Autorinnen und Autoren gesammelt. Neben Büchern wurden auch ergänzende Materialien zu Biografie und Lebenswerk der Schreibenden archiviert. Die Sammlung beinhaltet unter anderem Manuskripte, Autographen, Fotografien und sogar Totenmasken. Diese individuellen Sammlungsstücke bieten einen ungewöhnlichen Zugang zum Werk und Leben der Schriftstellerinnen und Schriftsteller.

In der Woche nach Ostern pausiert die Reihe. Am Donnerstag, 19. Mai, von 17.30 bis 18.15 Uhr können die Besucherinnen und Besucher historische Kettenbücher kennenlernen. Das „liber catenatus“ oder „angekettete Buch“ bezeichnet einen im Mittelalter typischen Holzdeckelband, der zum Zwecke des Diebstahlschutzes mit einer dicken Eisenkette versehen wurde. Die Kette ist in der Regel am hinteren Buchdeckel an einer Öse befestigt und verlief ursprünglich zu einer Metallstange, die entlang der Lesepulte befestigt war. Die Kette diente außerdem dazu, eine gewisse Ordnung auf den Pulten zu bewahren und sie vor dem Herabfallen zu schützen.

Zur Reihe „Herzensstücke“

Die Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg bewahrt gemeinsam mit den vor Ort ansässigen Archiven und Museen das Kulturerbe der Stadt Nürnberg. In den handschriftlichen und gedruckten Blättern und Büchern, die in den Magazinen der Stadtbibliothek lagern, spiegeln sich über 600 Jahre Buch-, Bibliotheks-, Gesellschafts- und Geistesgeschichte. Die Altbestände werden in der Stadtbibliothek Zentrum fachgerecht aufbewahrt, erschlossen und restauriert. Die Reihe „Herzensstücke“ hebt einmal monatlich Highlights aus diesen Sammlungen hervor oder beleuchtet ein bestimmtes Thema anhand ausgewählter historischer Stücke. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen immer am dritten Donnerstag im Monat von 17.30 bis 18.15 Uhr rund um ein Thema kostbare Bücher oder kuriose, seltene Objekte vor. Die Reihe findet entsprechend der jeweils geltenden Covid-19-Hygienebestimmungen statt. Alle aktuellen Informationen dazu zur sind online unter www.stadtbibliothek.nuernberg.de zu finden.

Text: Stadt Nürnberg / jos
Titelfoto: Reihe „Herzensstücke“: Die Leiterin der Historisch-Wissenschaftlichen Bibliothek, Dr. Christine Sauer, präsentiert einen Neujahrsgruß aus der Sammlung der Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg.
Bildnachweis: Susanne Edelmann / Stadt Nürnberg

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