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Eishockey

DEL: Nürnberg Ice Tigers – Düsseldorfer EG 1:4

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Nach 3:1-Sieg in Berlin wieder eine Enttäuschung

Diesmal begann es pünktlich, weil der Profi-Troß der Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft (DEG) im Gegensatz zu den Gästen aus Schwenningen vier Tage zuvor ohne Probleme seinen Weg in die Noris absolvieren konnte. Und die Ice Tigers waren nach dem mageren Punkt gegen die Wild Wings (2:3 nach Verlängerung + Penalty-Schießen) bemüht, auch in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ wieder an erfolgreichere Zeiten anzuknüpfen. Was angesichts der 1:4 (0:2, 0:1, 1:1) Niederlage allerdings erneut mißlang.

Düsseldorfs 32-Hendrik Hane (rechts) klärt vor Nürnbergs 13-Ryan Stoa (links hinten).

Dank des ebenso überraschenden wie erfreulichen 3:1 (0:0, 2:1, 1:0) Sieges zwei Tage zuvor beim EHC Eisbären Berlin kamen Nürnbergs Eishockey-Cracks im November 2021 in fünf Begegnungen auf fremden Eis zu zehn (von 15 möglichen) Punkten und blieben lediglich beim bitteren 2:7 in Ingolstadt ohne Zähler. Wobei es in der Hauptstadt der Republik schon wieder etwas zu feiern gab: Nach torlosem erstem Drittel brachten Daniel Schmölz (33. Spielminute, Vorbereiter Dane Fox + Charlie Jahnke) sowie Gregor MacLeod (38., Daniel Schmölz legte auf) die Ice Tigers mit 2:0 in Führung, ehe der prompte Anschlußtreffer 21 (!) Spielsekunden später für fast elf Minuten wieder alles spannend machte. Dann aber sorgte ein „Empty-Net-Goal“ für klare Verhältnisse und dank des uneigennützigen Abspiels von Gregor MacLeod nach Puckeroberung durch Nicholas Welsh für den 800. Scorer-Punkt von Patrick Reimer, der erst kürzlich die Führung in dieser DEL-Wertung übernommen hatte!

Die Bilanz der vier Heimspiele im November 2021 nimmt sich dagegen weitaus weniger gut aus. Zuhause waren es insgesamt letztlich nur mickrige drei (von möglichen 12) Punkten aus vier Partien, zwei davon beim einzigen Sieg über die Grizzlys Wolfsburg (4:3 nach Verlängerung + Penalty-Schießen). Die nun schon drei Heim-Niederlagen in Folge gegen den EHC Red Bull München (2:4), die Wild Wings des Schwenninger ERC (2:3 nach Verlängerung + Penalty-Schießen trotz 2:0-Führung) sowie nun das 1:4 gegen die Düsseldorfer EG ergaben ein einziges Pünktchen.

Düssledorfs 36-Joonas Järvinen (re.) und Nürnbergs 74-Dane Fox (li.).

800. Scorer-Punkt von Reimer + Dubeau für Sharipov

Da erinnern sich die Anhänger doch gerne zurück an die jüngsten, deutlich erfolgreicheren Reisen der Ice Tigers. Zumal, wenn (wie etwa in Berlin) auch noch ein Mitspieler einen Rekord feiern kann. Patrick Reimers 800. Scorer-Punkt durch das Tor zum vorentscheidenden 3:1 machte – ähnlich wie die Tatsache, dass Chefcoach Tom Rowe die drei NIT-Akteure Charlie Jahnke, Julius Karrer und Blake Parlett mit Berlin-Vergangenheit bei den Eisbären in die Start-Aufstellung (= „Starting-Six“) berief – deutlich, wie gut es innerhalb der Mannschaft und des Stabes um das Miteinander bestellt ist; denn Paßgeber Gregor MacLeod verzichtete dabei immerhin auf (s)einen zweiten Treffer in dieser Begegnung und damit womöglich sogar auf die Auszeichnung „bester Spieler der Partie“, die stattdessen (trotz ebenfalls Tor plus Vorlage etwas überraschend) an Daniel Schmölz ging.

Warum gegen Düsseldorf zuhause dann so wenig laufen wollte bei den Ice Tigers, blieb auch deshalb ein Rätsel, weil es personell keine Veränderungen gab. Wie zuvor zuhause beim enttäuschenden Ergebnis gegen Schwenningen (2:3 n.P.) und beim folgenden nahezu perfekten Auftritt vor 5614 (!) Zuschauern in der Bundeshauptstadt (3:1) fehlten mit Andrew Bodnarchuk, Marko Friedrich, Oliver Mebus, Tyler Sheehy und „Goalie“ Ilya Sharipov zwar erneut fünf Cracks, doch erklärt dies kaum die so unterschiedlichen Ergebnisse.

Düsseldorfs 77-Paul Bittner (re.) scheitert an 31-Niklas Treutle (N, li.).

Zumal Nürnbergs Verantwortliche im Hintergrund alles tun, um beste Grundlagen zu schaffen für die Mannschaft. So wurde etwa für den Langzeit-Verletzten NIT-Keeper Sharipov ein Ersatz besorgt: Den 26jährigen Deutsch-Russen vertritt bis Mitte Januar 2022, also für vorerst acht Wochen, der 27jährige Kanadier Alex Dubeau vom AHL-Klub Syracuse Crunch. Der 1,80 Meter lange Franko-Kanadier mit der linken Fanghand kam beim „Farm-Team“ des NHL-Franchise-Klubs Tampa Bay Lightning bisher auf drei Einsätze in der American Hockey League (AHL) und 73 Spiele in der professionellen ECHL (ehemals „East Coast Hockey League“), in der derzeit 25 US-amerikanische und zwei kanadische Klubs antreten.

Wellental setzt sich fort – auswärts hui, zuhause …

Bei den Ice Tigers konnte sich der Neuzugang bislang allerdings lediglich im Training beweisen und viermal parat stehen, falls Stamm-Torhüter Niklas Treutle ausfällt (was wohl niemand hofft) – oder eine Pause benötigt. Von der Ersatzbank aus musste der Treutle-„Backup“ mit der Trikotnummer 38, den NIT-Sportdirektor Stefan Ustorf als „sehr harten Arbeiter, der keine Scheibe verloren gibt“ bezeichnet und der „seine Chance nutzen und sich für weitere Aufgaben in Europa empfehlen möchte“, nach zwei Siegen in der Fremde (3:2 in Krefeld + 3:1 in Berlin) nun bereits die zweite Niederlage vor eigenem Publikum erleben.

Nürnbergs 31-Niklas Treutle (re.) klärt gegen Düsseldorfs 21-Brendan O’Donnell.

Seine neuen Mitspieler mühten sich gegen die DEG zwar ein Mal mehr redlich, aber nach dem frühen Rückstand (2. + 18. Spielminute) konnten Reimer & Co. wenig in erfolgreiche(re) Abschlüsse umsetzten. Und das, was durchkam, machte der überragende Düsseldorfer Schlußmann Hendrik Hane unschädlich. Bis auf ein einziges Mal, als nämlich Patrick Reimer sein Scorer-Konto mit einem Assist auf 801 Punkte erhöhte, dank des folgenden zwar geblockten Schußes von Daniel Schmölz, den Gregor Mac Leod dann aber doch zu seinem insgesamt sechsten DEL-Treffer endgültig ins Netz des Gäste-Gehäuses beförderte (53.).

Die folgende Reaktion der Ice Tigers sorgte immerhin nochmal für Spannung und Stimmung in der diesmal eher spärlich besetzten Heim-„ARENA“, die Drang- und Druckphase blieb jedoch erfolglos. So nutzte der traditionsreiche Eishockey-Klub vom Rhein, der nach der 3:6-Niederlage bei den Pinguinen des Krefelder EV laut Chefcoach Harold Kreis etwas gutzumachen hatte, das „Alles oder Nichts“ von NIT-Coach Tom Rowe mit der Herausnahme von Torhüter Treutle schließlich zum alles entscheidenden 1:4 (59.) und entführte, alles andere als unverdient, alle drei Punkte aus der Noris. Der erste Sieg der DEG seit drei Jahren in Nürnberg (2.12.2018 mit 3:2) fiel übrigens (= Duplizität der Ergebnisse) exakt genauso so aus wie beim Gastspiel der Nürnberg Ice Tigers Ende März diesen Jahres in Düsseldorf – und das Wellental der Ice Tigers unter Tom Rowe setzte sich fort!

Hier rettet Düsseldorfs 32-Hendrik Hane (unten) vor Nürnbergs 25-Daniel Schmölz (rechts).

So geht’s weiter für die Ice Tigers:

3. DEZEMBER 2021 (FREITAG, 19:30 UHR): Kölner EC Haie – NÜRNBERG ICE TIGERS (Vorsaison 6:3, 2:3 / nur 2 Spiele gegen die Klubs der Nord-Gruppe + in der laufenden Runde am 21.9.2021 in Köln 2:4 = für die KEC Haie)

5. DEZEMBER 2021 (SONNTAG, 17 UHR): NÜRNBERG ICE TIGERS – Fischtown Pinguins Bremerhaven (Vorsaison 3:1 + 2:4 / nur 2 Spiele gegen die Klubs der Nord-Gruppe + in der aktuellen Runde am 19.9.202 in Nürnberg 2:3 n.V. = für FPB) in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“

Nürnbergs 19-Tim Fleischer (rechts) scheitert an Düsseldorfs 32-Hendrik Hane (links).

Statistik zum jüngsten Heim-Spiel der Nürnberg Ice Tigers in der „PENNY DEL“-Saison 2021/22

Nürnberg Ice Tigers – Düsseldorfer EG 1:4 (0:2, 0:1, 1:1)

Ice Tigers: 31 Treutle (58:12 Spielminuten), 38 Dubeau (ohne Einsatz) – 6 Karrer, 11 Brown (A), 13 Stoa, 15 Jahnke, 17 Reimer (C), 19 Fleischer, 21 Kislinger, 23 Ribarik, 24 Weber (A), 25 Schmölz, 26 Lobach, 29 Welsh, 48 Ustorf, 55 Parlett, 68 Pilu, 74 Fox, 77 Bender, 89 MacLeod / Mannschaftsleiter: Stefan Ustorf – Chef-Trainer: Thomas „Tom“ Rowe – Co-Trainer: Stefan Ustorf.

DEG: 30 Pantkowski (ohne Einsatz), 32 Hane (60:00) – 8 Nowak (A), 9 D’Amigo, 15 Proft, 16 Cumiskey (A), 19 Postel, 20 T. Eder, 21 O’Donnell, 22 Schiemenz, 27 Trinkberger, 28 Ehl, 29 Barta (C), 36 Järvinen, 39 Svensson, 71 Fischbuch, 77 Bittner, 81 Macauly, 88 Heinzinger / Mannschaftsleiter: Niki Mondt – Chef-Trainer: Harold Kreis – Co-Trainer: Thomas Dolak.

Tore: 0:1 16 Cumiskey – zurecht keine Assistenten angegeben von den Schiedsrichtern, weil der bald 35-jährige Kanadier dem mehr als vier Jahre jüngeren 11 Brown, US-Amerikaner in Nürnberger Diensten, den Puck im eigenen Drittel abluchste + NIT-Goalie 31 Treutle nach seinem Solo aus Nahdistanz überlistete (Spielzeit 1:45), 0:2 20 T. Eder – Assistenten laut offiziellem Spielbericht 21 O’Donnell + 81 Macauly, die direkte Vorlage kam allerdings vom Ex-Nürnberger 71 Fischbuch – wie auch das Video auf der DEL-Website belegt (17:50 – bei 5:4-Überzahl Düsseldorf, direkt nachdem die DEG ins NIT-Drittel eingedrungen waren), 0:3 19 Postel – 27 Trinkberger + 8 Nowak, wobei auch 20 T. Eder (s)einen Anteil hatte daran, dass der Torschütze vollenden konnte (28:08), 1:3 89 MacLeod – 25 Schmölz + 17 Reimer (52:47 – inklusive Video-Überprüfung, die kein anderes Ergebnis ergab als die Entscheidung der Schiedsrichter „on ice“; wobei der Stock des Torschützen durchaus grenzwertig hoch im Einsatz war), 1:4 T. Eder – ohne Assistenten, der 23-jährige gebürtige Tegernseer eroberte den Puck nach einem Querpaß von 89 MacLeod Mitte des eigenen Drittels und schloß noch vor der Mittellinie erfolgreich ab ins leere NIT-Gehäuse (58:56 –“empty net goal“ gegen sechs Feldspieler der Nürnberger, die Keeper 31 Treutle nach einer Auszeit vom Eis genommen hatten).

Nürnbergs 26-Dennis Lobach (links) und Düsseldorfs 9-Jerry D’Amigo (re.).

Haupt-Schiedsrichter: #6 Lasse Kopitz (ehemaliger DEL-Profi + deutscher Nationalspieler / DEB-Landesverband Nordrhein-Westfalen) + #12 Marc Iwert (TuS Harsefeld Tigers 1903 / / DEB-Landesverband Niedersachsen).
Linien-Schiedsrichter: #56 Yannik Koziol (Zugehörigkeit des gebürtigen Füsseners, der als Jugendlicher in der DNL2 aktiv Eishockey spielte, zu einem Verein und/oder DEB-Landesverband unbekannt) + #97 Marius Wölzmüller (Augsburger EV Panther / DEB-Landesverband Bayern).
Punktrichter: Michael Feldmann (Nürnberg).

Strafen bzw. Strafzeiten: NIT 2 (je 1 in Drittel 1 + 3), insgesamt 4 Minuten (2 x 2) = 4 Minuten gegen 29 Welsh (17:17, wegen Behinderung – ohne direkte Folgen) + 11 Brown (44:58, wegen übertriebener Härte – ebenfalls ohne direkte Folgen) – DEG 4 bzw. 5 (1 im 1. Drittel, 3 im Schlußabschnitt + 1 laut offiziellem DEL-Spielberichtsbogen unter dem Vermerk „Verlängerung“, die es gar nicht gab) = 8 bzw. 10 Minuten gegen 27 Trinkberger (9:53, wegen Hakens), 36 Järvinen (44:58, 2plus2 wegen eines Banden-Checks + übertriebener Härte, wofür 71 Fischbuch nachträglich noch zusätzlich auf die Düsseldorfer Strafbank beordert wurde, sowie „Verlängerung“/60:00, wegen Beinstellen), 81 Macauly (59:39, wegen Hakens).

Zuschauer: nur 1026 (zahlende) in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ – und damit weit entfernt von „ausverkauft“, was selbst unter „Corona“-Bedingungen (= 25 Prozent der Stadion-Kapazität von etwas mehr als 8000 Besuchern) rund doppelt so viele Besucher bedeuten könnte. Die aktuellen „Corona“-Einschränkungen beinhalteten für Zuschauer die „2G+“-Regelung = Zugang ausschließlich für Geimpfte + Genesene plus Vorlage eines PCR- oder Schnelltests sowie dauerhaftes Tragen einer FFP2-Mund-Nase-Maske (außer bei der Einnahme von Essen + Getränken); auf die „AHA“-Regeln (= Abstand halten/wahren, mindestens eineinhalb Meter + auf Hygiene achten und praktizieren, also Händewaschen und/oder Desinfektionsmittel benutzen + Alltagsmaske tragen, aktuell sogar FFP2) – worauf Stadionsprecher Christian „Ruppi“ Rupp ebenso immer wieder hinwies wie aus gutem Grunde darauf, stets auf den Puck zu achten (der in der Partie gegen die DEG dann tatsächlich ein Mal auf der Medien-/Presse-Tribüne landete + meinen, zum Glück entsprechend geschützten und damit vorbereiteten Laptop zuklappte).

Nürnbergs 31-Niklas Treutle (li.) klärt vor Düsseldorfs 15-Carter Proft (re.).

Text: Klaus Meßenzehl / Pressedienst Nürnberg

Titelfoto: Der Puck fällt hinter Düsseldorfs Torwart 32-Hendrik Hane (links unten), worauf Nürnbergs 89-Gregor MacLeod (hinten) zum 1-3 verkürzt.
Fotos: Thorsten G. Schönberger/ISPFD
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