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Eishockey

DEL: Nürnberg Ice Tigers – Pinguins Bremerhaven 4:3

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Reimer-Ehrung & unfaßbarer Endspurt nach 1:3-Rückstand!

Das, was Patrick Reimer – einer der ganz Großen des deutschen Eishockeys – verdient gehabt hätte vor heimischer Kulisse, durfte der im bayerisch-schwäbischen Mindelheim geborene Wahl-Nürnberger wenigstens vor seinem 1000. Einsatz in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) vom fantastischen Kölner Publikum entgegennehmen: Stehende Ovationen der 5000 Zuschauer in der „LANXESS arena“ für das Mitglied der Silbermedaillen-Mannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes (DHB) bei den Olympischen Spielen 2018 in der südkoreanischen Region Pyeongchang, als „Haie“-Legende Mirko Lüdemann den Kapitän der Nürnberg Ice Tigers für sein 1000. Spiel in der DEL ehrte!

Zur Ehrung von Nürnbergs #17 Patrick Reimer durften wie in Bayerns verordnet in den Profiligen leider keine Zuschauer teilnehmen. Patrick Reimer spielte am vergangenen Freitag beim Auswärtsspiel in Köln seine 1000. DEL-Partie.

Welch ein Gegensatz dazu auf den wegen „Corona“ verwaisten Rängen der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“: Außer Angehörigen und – verglichen mit der riesigen Anhängerschar des ebenso sympathischen wie zurückhaltenden NIT-Aushängeschilds einigen wenigen – Freund*innen verfolgten die Ehrung für Patrick Reimer vor dem folgenden Heimspiel lediglich Mitspieler wie Gäste von den Fischtown Pinguins Bremerhaven auf dem Eis. Nach Stadionsprecher Christian „Ruppi“ Rupp würdigten Einspielungen auf dem riesigen Video-Würfel der NIT-Heimspielstätte die Leistungen des Jubilars zwei Tage nach seinem 1000. DEL-Einsatz und fünf Tage vor der 39. Wiederkehr seines Wiegenfestes:

Bremerhavens #13 Žiga Jeglič (rechts) und Nürnbergs #55 Blake Parlett (links).

Mit Leonhard „Leo“ Pföderl, Marco Nowak, Tom Gilbert, Rob Collins, Ryan Caldwell („Never forget Braunlage!“), Patrick Buzas, Rob Wilson sowie Steven Reinprecht zollten einige seiner Eishockey-Weggefährten über nun schon gut 17 Jahre ihren Respekt und mit der Düsseldorfer Sänger-Ikone „Campino“ (bürgerlich Andreas Frege) zusätzlich ein Sport- und Reimer-Freund vom Rhein.

Als optischen Ersatz für die fehlenden Zuschauer hatten Helfer*innen der Ice Tigers die leeren Tribünen geschmückt: Im Oberrang der West-Tribüne war ein Transparent mit der Aufschrift „1.000 Spiele Meilenstein, lass es nicht das letzte sein!“ zu sehen, in der Süd-Kurve eine riesige Medaillen-Nachbildung (in Erinnerung an Olympia-Silber 2018 von Südkorea) mit der Zahl 37 (für Patrick Reimers Rückennummer bei der Düsseldorfer EG, nach dem ESV Kaufbeuren seine erste DEL-Station von 2004 bis 2012, bevor es ihn in die Noris zog) plus drei Fahnen mit Trikot-Aufdruck der Nummer 17 (die er nun bereits im zehnten Jahr bei den Ice Tigers trägt) sowie in der Nord-Kurve nochmals vier Fahnen mit Trikot-Aufdruck der Nummer 17 plus einer Fahne mit der Aufschrift „Reimer #17“.

Bremerhavens Torwart #31 Brandon Maxwell hat den Puck bei Nürnbergs #11 Chris Brown (rechts) im Blick.

Patrick Reimer auch am „Lucky Punch“ beteiligt!

Statt tosendem Applaus von den Rängen für 1000 Spiele in der DEL gab’s vor seinem 1001. Einsatz dann eben Schläger-Klopfen aufs Eis von Mit- wie (anschließenden Bremerhavener) Gegenspielern und Geschenke für Patrick Reimer: einen Schläger und Handschuhe vom knapp drei Jahre jüngeren Bruder Jochen, mit dem er bei all seinen (nur) drei Klubs ESV Kaufbeuren, DEG Metro Stars wie Nürnberg Ice Tigers zusammenspielte und der kein ganz unwesentlicher Auslöser für seine eigene große Karriere auf Kufen war – weil nämlich der „kleine Bruder“ wegen Fuß-Problemen vom Arzt zum Sport und letztlich zum Eishockey geschickt wurde (was auch den „großen Bruder“ zum ESVK verschlug); zudem hielt Torhüter Jochen Reimer dem Stürmer Patrick R. oft genug als „Goalie“ den Rücken frei respektive stärkte ihm diesen; gelegentlich sogar in der DEB-Auswahl.

Was dann nach dem ersten Bully des anstehenden Punktspiels folgte, hätte die diesmal fast leere (und irgendwie dennoch lautstarke) „ARENA“ im Normalfall zum Tollhaus werden lassen: Dem 0:1 der Fischtown Pinguins (69 Sekunden vor Ende des Anfangsdrittels) folgte Dane Fox‘ Ausgleich (26. Spielminute) und ein schier unaufholbar erscheinender 1:3 Rückstand (31. + 34.) im mittleren Spielabschnitt – bevor die Ice Tigers eine Aufholjagd starteten, die ihresgleichen sucht(e). Erst schlug (127 Sekunden nach Wiederbeginn im Schlußdrittel), da noch sportlich, erneut Dane Fox zum 2:3 zu; eine knappe Viertelstunde reiner Spielzeit später gelang Gregor Mac Leod der 3:3-Ausgleich (57.) und es winkte den NIT ein Punkt plus einen zweiten in der Verlängerung.

Bremerhavens #57 Alx Friesen (links) und Nürnbergs #31 Niklas Treutle (re.) haben den Puck im Blick.

Schließlich aber sorgte – nach einer aus sportlicher Sicht absolut überflüssigen Faustkampf-Einlage zwischen Nürnbergs Kanadier Dane Fox und Düsseldorfs deutsch-tschechischem CR-Ex-Nationalspieler Dominik Uher – lediglich weitere nur gut dreieinhalb Minuten später ein „Lucky Punch“ für die Entscheidung. Acht (!) Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit von 60 Minuten verhinderte das 4:3 von Julius Karrer (= sein erstes Tor der laufenden DEL-Saison!) die drohende, erhoffte (je nach Blickwinkel) und erwartete Zusatzschicht – dass die Vorlage dazu ausgerechnet von Patrick Reimer kam, rundete das Geschehen noch zusätzlich ab; denn damit baute der NIT- Kapitän seine Führung in der „ewigen“ DEL-Scorer-Liste mit nun 802 Punkten auf seinen ehemaligen DEG-Mitspieler Daniel Kreuzer (797) weiter aus!

Keine (zahlenden) Zuschauer = keine Einnahmen . . .

Wie schade jedoch, dass das alles keine (zahlenden) Besucher erleben durften in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“. Dabei hatten Nürnbergs Eishockey-Anhänger vor allem in der jüngeren Vergangenheit unter Beweis gestellt, dass und wie vernünftig sie sich verhalten (können). Absolute Disziplin im Vorfeld bis hin zur Abstand wahrenden, bestmöglichen Verteilung auf die zirka 8000 Plätze im weiten Rund der NIT-Heimspielstätte kennzeichneten das aktuelle und (wie zum selben Zeitpunkt im Vorjahr) wieder kritischer werdende „Corona“-Geschehen.

Hier fälscht Bremerhavens #65 Christian Wejse (links) den Puck unhaltbar für Nürnbergs #31 Niklas Treutle (2.v.li.) zum 1-3 für die Gäste ab.

Dabei spiegelte die Entwicklung der Besucher-Zahlen ja auch das (vernünftige) Verhalten der Eishockey-Anhänger in und um Nürnberg wider: Von deutlich über 3000 Zahlenden Anfang und Mitte November (3308 beim 4:3 nach Penalty-Schießen gegen Grizzlys Wolfsburg + 3454 beim 2:4 gegen den EHC Red Bull München) reduzierte sich der Zulauf zum Ende des vorletzten Monats im Jahr deutlich (erst 2031 beim 2:3 nach Penalty-Schießen gegen die Schwenninger Wild Wings + dann 1026 beim 1:4 gegen die Düsseldorfer EG). Diese Differenz war schwer genug zu verkraften für das Unternehmen NIT, aber es bedeutete immerhin noch Einnahmen.

Im Vergleich dazu tun Total-Ausschlüsse von Zuschauern weh und sie machen darüber hinaus das Gesamtkonzept schwer nachvollziehbar, ja unverständlich. Zumal wenn andernorts in Deutschland ein Vielfaches an Besuchern bis zu Zehntausenden (etwa in anderen Sportarten) in teils ausverkauften Stadien ohne jede Beschränkung (oder diese missachtend) teilhaben dürfen an sportlichen Ereignissen.

Nürnbergs #26 Dennis Lobach (li.) und Bremerhavens #26 Dominik Uher (re.).

So geht’s weiter für die Ice Tigers:

17. DEZEMBER 2021 (FREITAG, 19:30 UHR): Fischtown Pinguins Bremerhaven – NÜRNBERG ICE TIGERS (Vorsaison 4:2, 1:3 / nur 2 Spiele gegen die Klubs der Nord-Gruppe + in der laufenden Runde am 19.9.2021 in Nürnberg 3:2 n.V. = für FPB + am 5.12.2021 in Nürnberg 3:4 = für die Ice Tigers)
19. DEZEMBER 2021 (SONNTAG, 14 UHR): NÜRNBERG ICE TIGERS – EHC Red Bull München in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ (Vorsaison 0:5, 2:4, 3:4, 0:6 + in der aktuellen Runde am 19.11.2021 in Nürnberg 2:4 = für München – davor datiert der letzte NIT-Sieg vom 28.2.2020 mit 2:1 als „Thomas Sabo“ Ice Tigers Nürnberg)
21. DEZEMBER 2021 (DIENSTAG, 19:30 UHR): NÜRNBERG ICE TIGERS – Kölner EC Haie in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ (Vorsaison 3:2 + 3:6 / nur 2 Spiele gegen die Klubs der Nord-Gruppe + in der aktuellen Runde 2:4 + 1:2, beide Male = am 21.9.2021 + 3.12.2021 in Köln und jeweils für die „Haie“ des Kölner EC)

Nürnbergs #74 Dane Fox (li.) und Bremerhavens #26 Dominik Uher (re.) hatten eine handfeste Auseinandersetzung.

Statistik zum jüngsten Heim-Spiel der Nürnberg Ice Tigers in der „PENNY DEL“-Saison 2021/22

Nürnberg Ice Tigers – Fischtown Pinguins Bremerhaven 4:3 (0:1, 1:2, 3:0)

Ice Tigers: 31 Treutle (60:00 Spielminuten), 38 Dubeau (ohne Einsatz) – 6 Karrer, 8 Sheehy, 11 Brown (A), 13 Stoa, 15 Jahnke, 17 Reimer (C), 19 Fleischer, 24 Weber (A), 25 Schmölz, 26 Lobach, 29 Welsh, 48 J. Ustorf, 55 Parlett, 68 Pilu, 74 Fox, 77 Bender, 89 MacLeod / Mannschaftsleiter: Stefan Ustorf – Chef-Trainer: Thomas „Tom“ Rowe – Co-Trainer: Stefan Ustorf (der wegen eines positiven „Covid19“-Tests zwischenzeitlich in Quarantäne gegangene und von Stadionsprecher Christian „Ruppi“ Rupp auch schon mal besonders erwähnte Co-Trainer Manuel Kofler fehlte erneut auf dem offiziellen Spielberichtsbogen).
Fischtown Pinguins: 31 Maxwell (59:59), 56 Franzreb (ohne Einsatz) – 8 Kinder, 9 Urbas (A), 13 Jeglič, 14 Mauermann, 16 McGinn, 20 Stowasser, 22 Eminger, 26 Uher, 37 Vikingstad, 40 Lutz, 48 Andersen, 50 Alber, 55 Moore (C), 57 Friesen (A), 61 Trška, 65 Wejse, 72 Bruggisser, 91 Verlič / Mannschaftsleiter: Alfred Prey – Chef-Trainer: Thomas Popiesch – Co-Trainer: Martin Jiranek.
Tore: 0:1 91 Verlič – Assistenten 13 Jeglic + 72 Bruggisser (Spielzeit 18:51), 1:1 74 Fox – 26 Lobach + 15 Jahnke (25:28), 1:2 55 Moore – 16 McGinn (30:28), 1:3 65 Wejse – 20 Stowasser + 9 Urbas (33:39), 2:3 74 Fox – 13 Stoa (42:07), 3:3 89 MacLeod – 25 Schmölz + 55 Parlett (56:17), 4:3 6 Karrer – 17 Reimer + 89 MacLeod (59:52) .
Haupt-Schiedsrichter: #11 Sirko Hunnius (Verbands- und/oder Vereins-Zugehörigkeit des gebürtigen Berliners sind unbekannt) + #27 Bastian Steingroß (Eisbären Berlin / DEB-Landesverband Berlin). Linien-Schiedsrichter: #61 Markus Merk (ESC Kempten Sharks / DEB-Landesverband Bayern) + #90 Andreas Hofer (Österreich). Punktrichter: Michael Feldmann (Nürnberg).
Strafen bzw. Strafzeiten: NIT 7 (keine im 1. Drittel, 3 im 2. + 4 im 3. Spielabschnitt), insgesamt 35 Minuten (5 x 2, 1 x 5 + 1 x 20) = je 2 Minuten gegen 48 J. Ustorf (22:56, wegen Tripping = Beinstellens), 24 Weber (25:48, wegen Hakens), 13 Stoa (35:27, wegen Cross-Checks = Stock-Check), 68 Fabriziu (53:00, wegen Beinstellens) und 74 Fox (57:18, wegen Roughing = Übertriebener Härte), der wie sein Bremerhavener Kontrahent 26 Uher außerdem fünf plus 20 Minuten Spieldauer-Disziplinarstarfe erhielt (59:22, wegen Fighting = Faustkampfs direkt im Anschluß ans Verlassen der Strafbank nach der vorherigen Strafe) – FPB 6 (keine im 1. Drittel, 2 im Mittel- und 4 im Schlußabschnitt), insgesamt 33 Minuten (4 x 2, 1 x 5 + 1 x 20) gegen 50 Alber (30:48 + 44:26, jeweils wegen Beinstellens), 57 Friesen (35:27, wegen Slashing = Stockschlags), 26 Uher (57:18, wegen Roughing = Übertriebener Härte), der wie sein Nürnberger Kontrahent 74 Fox außerdem fünf plus 20 Minuten Spieldauer-Disziplinarstarfe erhielt (59:22, wegen Fighting = Faustkampfs direkt im Anschluß ans Verlassen der Strafbank nach der vorherigen Strafe)
Zuschauer: 0 (zahlende) in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ –gemäß aktueller „Corona“-Regeln.

Die Mannschaft der Ice Tigers samt Büroangestellten beim Foto zu Patrick Reimer 1000 Spiele Jubiläum.

Text: Klaus Meßenzehl / Pressedienst Nürnberg
Titelfoto: Nach der Ehrung von Nürnbergs Patrick Reimer (links, zu 1000 DEL-Spielen) gratulierte auch Bremerhavens Michael Moore (rechts).
Fotos: Thorsten G. Schönberger/ISPFD
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