Sonstiges
Nürnberg: Stadt kauft Wald im Ritterholz
2,1 Hektar sollen als Ausgleichsfläche für die Stadtentwicklung dienen
Die Stadt Nürnberg hat ein 2,1 Hektar großes Flurstück im zwischen Katzwang und Kornburg gelegenen Waldstück Ritterholz als Ausgleichsfläche für die Stadtentwicklung gekauft. Das Ziel der Stadt ist es, dort die Eingriffe von an anderer Stelle geplanten Bebauungsgebieten mit natur-, artenschutz- und baurechtlichen Maßnahmen auszugleichen.
Das Waldstück Ritterholz ist eine durch die Folgen des Klimawandels stark in Mitleidenschaft gezogene Fläche, die nun durch die Entwicklung von Waldsäumen eine erhebliche Aufwertung erfährt.
Der Flächenkauf ist auch Teil der Reichswaldstrategie. So erhielt die im Umweltreferat der Stadt Nürnberg angesiedelte Flächenagentur neben dem bereits gekauften Flurstück auf der Gemarkung Worzeldorf mit 2,1 Hektar den Zuschlag für ein benachbartes, 1,6 Hektar großes Stück.
Außerdem laufen derzeit Verhandlungen für weitere Flächen im Ritterholz.
Durch das Waldstück Ritterholz konnte die Stadt eine Ausgleichsfläche erwerben ohne eine landwirtschaftliche Nutzfläche zu beanspruchen. Durch Naturverjüngung und die gezielte Pflege entwickeln sich innere und äußere Waldsäume, teilweise in Verzahnung mit extensivem Grünland. Denn naturnahe Waldrandstrukturen fehlen in Mittelfranken mit seinem sprichwörtlichen „Steggaleswald“.
Das Waldstück Ritterholz wird in Abstimmung mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durch den Tiergarten Nürnberg als städtischen Forstbetrieb betreut.
Mit den neuen Waldflächen zahlt die Stadt Nürnberg auf ihr Ökokonto ein.
Neue Flächen können bereits im Vorgriff zum Ausgleich späterer Entwicklungsvorhaben als Guthaben auf einem Ökokonto gesammelt werden. Im Ökokontokonzept für das Ritterholz werden somit die Belange der Stadtentwicklung, der Biodiversitätsförderung und der Reichswaldstrategie gebündelt und effizient umgesetzt.
Text: Stadt Nürnberg / let
Titelfoto: Stadt erwirbt Waldstück im Ritterholz: Ortstermin mit Gerd Schlieper, Futtermeister im Tiergarten Nürnberg, zuständig für den städtischen Forst, Christoph Grünfelder, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Flächenagentur beim Umweltreferat, und Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg (von links nach rechts).
Bildnachweis: Stadt Nürnberg / Nicola Mögel
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