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Eishockey

DEL: Nürnberg Ice Tigers – Augsburger Panther 2:3 n.V.

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Auch 2:0-Führung reicht am Ende nur für einen einzigen Punkt . . .

So bitter wie die 3:4-Niederlage zuhause gegen die Wild Wings des Schwenninger ERC, als in den Schlußminuten eine 3:1-Führung verloren ging und schlußendlich auch das Penalty-Schießen, war das folgende 0:5 (0:1, 0:0, 0:4) beim EHC Red Bull München keineswegs – obwohl oder besser gerade deshalb, weil die Nürnberg Ice Tigers auch in der bayerischen Landeshauptstadt lange auf wenigstens einen Punkt hoffen durften.

Augsburgs 21-David Stieler (li.) und Nürnbergs 74-.Dane Fox (re.).

Die Drittel-Ergebnisse beim Münchner Spitzenteam weisen den Spielverlauf in etwa ebenso aufklärend aus wie beim jüngsten 2:3 (2:0, 0:2, 0:0 / 0:1) nach Verlängerung gegen die Panther des Augsburger EV, als eine frühe 2:0-Führung wie beim ersten Aufeinandertreffen (damals sogar 3:0 vorne, dann aber auch 3:5 im Rückstand!) verloren ging und am Ende, wie schon beim ersten Heimspiel gegen den AEV (5:6 nach Overtime), eine neuerliche Niederlage nach Verlängerung festzuhalten war . . .

Vier Niederlagen ohne einen einzigen Punkt bei 5:19 Toren gegen München in der regulären Doppelrunde der Süd-Gruppe der PENNY DEL Bundesliga stehen nach dem Abschluß der Vierer-Runde gegen den AEV vergleichsweise beachtliche acht Zähler aus den vier Begegnungen mit Augsburg gegenüber. Dass sechs Punkte bei den Auswärtsspielen in der Schwaben-Metropole (4:1 + 4:3 gewonnen nach regulärer Spielzeit) nur zwei in den Begegnungen auf eigenem Eis gegenüberstehen, macht womöglich deutlich, wie wenig der frühere (vermeintliche?) Heimvorteil in “Corona”-Zeiten (also ohne eigene Anhänger in der Halle) eine Rolle spielt vor leeren Rängen.

Augsburgs 47-Wade Bergmann (links) und Nürnbergs 81-Andrej Bires (rechts).

Wie knapp es letztlich auch zwischen Nürnberg und Augsburg zuging (trotz acht von zwölf möglichen Punkten für die Ice Tigers), macht die mit 15:13 lediglich um zwei Tore bessere Treffer-Bilanz der Mannschaft von Frank Fischöder und Manuel Kofler deutlich. Knapp war es mit Ausnahme des allerersten Aufeinandertreffens dieser Saison 2020/21 nämlich in allen folgenden drei Partien.

Überzahl-Assist + -Tor von Luke Adam waren zu wenig

“Matchwinner” in beiden Verlängerungs-Spielen für die Schwaben war jeweils Adam Payerl. Der Kanadier, fünf Tage vor dem jüngsten Spiel in der Noris 30 Jahre alt geworden, traf am 26. Januar 2021 zum 6:5 in der Overtime (bereits nach 83 Sekunden!) und machte sich wie seinen Mitspielern dieses Mal beim “3 gegen 3” (plus Torhüter) mit dem 3:2 in der Verlängerung ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk in der “ARENA NÜRNBERGer Versicherung” – wofür der frühere NHL-Profi etwas mehr Zeit benötigte, nämlich 3:50 Minuten.

Augsburgs 35-Markus Keller (links) und 47-Wade Bergman (mitte) klären gemeinsm gegen Nürnbergs 20-Eric Cornel.

Davor war es hin und her gegangen. Wobei die Ice Tigers im Überzahlspiel wieder mal höchst erfolgreich agierten: Nachdem sie zwei eigene Unterzahl-Situationen überstanden hatten, schlugen sie durch Daniel Schmölz (15. Spielminute) und Luke Adam (17.), der beim 1:0 bereits einen Assist-Punkt beisteuerte (wie Tim Bender zu beiden Überzahl-Toren), zweimal eiskalt zu.

Im zweiten Drittel lief es dann eher umgekehrt. Augsburgs Doppel-Torschütze Bradley McClure (26. + 36.) traf sowohl bei gleicher Spieler-Anzahl wie in Überzahl und die Gäste waren erneut voll im Geschehen. Hohes Tempo, gute Aktionen und großer Einsatz ließen indes keine Langeweile aufkommen – bis das Heim-Schicksal (wie oben beschrieben) für Nürnberg erneut seinen Lauf nahm zugunsten von Augsburg.

Augsburgs 19-Andrew Leblanc (links) und Nürnbergs 14-Tom Gilbert (rechts).

Die Belastungen für die Eishockey-Cracks (in Nürnberg wie anderswo, bei den Ice Tigers jedoch sowohl physisch wie angesichts ausbleibender Siege zusätzlich psychisch) werden zum Ende der diesmal ohnehin kurzen “Corona”-Saison nochmal heftig. Im März sieht der Spielplan am Beispiel der NIT sechs Begegnungen innerhalb gut 13 Tagen vor und nach fünf Tagen Spielpause weitere fünf Partien innerhalb gut neun Tagen. Jedes dieser beiden Beispiele für sich wie zusammengerechnet elf Pflicht-Partien in 27 Tagen sind ein happiges Programm!

Nürnbergs 25-Daniel Schmölz (mitte) schiebt hier den Puck vorbei an Augsburgs Torwart 35-Markus Keller (rechts) zur 1-0 Führung ins Tor.

Nach dem jeweils vierten Aufeinandertreffen mit Augsburg und Straubing steht für die Ice Tigers als letztes von insgesamt 24 Spielen der Süd-Gruppe der PENNY DEL Saison 2020/21 noch die Heim-Partie gegen die Panther des ERC Ingolstadt (bisher drei Niederlagen in den vorherigen drei Auseinandersetzungen bei 1:19 Toren …) auf dem Programm. Nach weniger als einer Woche Pause folgt der Start in die insgesamt 14 Partien gegen die sieben Mannschaften der Nord-Gruppe (im Modus einer einfachen Hin- und Rückrunde).

Augsburgs 77-Jaroslav Hafenrichter (rechts) und Nürnbergs 77-Tim Bender (links).

Pünktlich zum bayerischen Derby gegen die Augsburger Panther hatten die NIT-Verantwortlichen übrigens ihre dritte Ausgabe des digitalen “Raubtiermagazins” fertiggestellt. Die Geschichten rund ums Nürnberger Eishockey sind kostenlos online abrufbar im Internet. Dort gibt’s dann neben dem Interview mit David Trinkberger und einem Porträt über Tyson McLellan ein ausführliches Gespräch mit Andreas Gerg, dem Athletik-Trainer der Ice Tigers; inklusive eines Blicks in dessen Alltag – womit dem/der geneigten Leser*in Begriffe wie Periodisierung, Trainingssteuerung oder Taping näher gebracht werden. Zudem berichtet das Online-Magazin über Neues aus dem Fanshop und die nächsten Heimspiel-Gegner.

Augsburgs 81-Spencer Abbott (unten) und Nürnbergs 81-Andrej Bires (hinten).

Und so geht’s weiter für die Ice Tigers:

11. MÄRZ 2021 (DONNERSTAG, 20:30 UHR): EHC Straubing Tigers – Nürnberg Ice Tigers (Vorsaison 2:3, 3:2, 5:2, 2:1 + Saison 2020/21 3:4 + 2:3 in Nürnberg sowie 3:2 in Straubing)
14. MÄRZ 2021 (SONNTAG, 17 UHR): Nürnberg Ice Tigers – ERC Ingolstadt Panther in der “ARENA NÜRNBERGer Versicherung” (Vorsaison 5:1, n.P. 3:4, 1:3, 4:1 + Saison 2020/21 1:4 in Nürnberg sowie 0:8 + 0:7 in Ingolstadt)
20. MÄRZ 2021 (SAMSTAG, 17:30 UHR): Nürnberg Ice Tigers – Iserlohner EC Roosters in der “ARENA NÜRNBERGer Versicherung” (Vorsaison n.V. 2:1, 1:4, n.V. 4:5, n.V. 4:5 – in der Saison 2020/21 noch kein Aufeinandertreffen, da bislang in Nord- und Süd-Gruppe getrennt)

Augsburgs 24-Thomas Jordan Trevelyan (links) und Nürnbergs 71-Andrew Bodnarchuk (rechts).

Statistik zum Spiel der Nürnberg Ice Tigers in der PENNY/DEL-Saison 2020/21

Nürnberg Ice Tigers – Augsburger EV Panther nach Verlängerung 2:3 (2:0, 0:2, 0:0 / 0:1)

Ice Tigers: 31 Treutle (63:50 Spielminuten), 43 Sharipov (ohne Einsatz) – 5 Kulda, 6 Karrer, 9 Mc Lellan, 10 Kurth, 14 Gilbert (A), 17 Reimer (C), 18 Walther, 20 Cornel, 21 Kislinger, 22 Mebus (A), 24 Weber, 25 Schmölz, 26 Lobach, 39 Pollock, 71 Bodnarchuk, 74 Fox, 77 Bender, 81 Bireš, 90 Adam / Mannschaftsleiter: Manuel Kofler – Chef-Trainer: Frank Fischöder – Co-Trainer: Manuel Kofler.
Panther: 35 Keller (63:50),70 Kickert (ohne Einsatz) – 4 Haase (A), 6 Sternheimer, 11 Payerl, 13 Tölzer, 17 Holzmann (A), 19 LeBlanc, 21 Stieler, 22 Valentine (C), 24 Trevelyan, 28 Rogl, 41 Eisenmenger, 42 Viveiros, 44 Clarke, 47 Bergman, 52 Miller, 77 Hafenrichter, 81 Abbott, 89 McClure, 93 Sezemsky / Mannschaftsleiter: Duanne Moeser – Chef-Trainer: Tray Tumie – Co-Trainer: Jamie Bartman.
Tore: 1:0 25 Schmölz – Assistenten 90 Adam + 77 Bender (Spielzeit 14:07 Minuten – bei 5:4-Überzahl Nürnberg), 2:0 90 Adam – 39 Pollock + 77 Bender (16:31 – bei 5:4-Überzahl Nürnberg), 2:1 89 McClure – 4 Haase + 6 Sternheimer (25:38), 2:2 89 McClure – 21 Stieler + 81 Abbott (35:02 – bei 5:4-Überzahl Augsburg), 2:3 11 Payerl – 47 Bergman + 44 Clarke (63:50 – bei 3:3-Spielerzahl plus Torhüter auf dem Eis).
Schiedsrichter: Gordon Schukies + Bastian Steingross – Linienschiedsrichter: Tim Heffner + Marius Wölzmüller. Punktrichter: Michael Feldmann (vermutlich, auch wenn weiterhin Manuel Kofler im Spielberichtsbogen aufgeführt war – was allerdings kaum sein kann …).
Strafen bzw. Strafzeiten: NIT 3 (2 im 1. Drittel + 1 in Spielabschnitt 2) = 6 Minuten (3 x 2) – AEV 5 (3 im 1. + 2 im 2. Drittel) = 10 Minuten (5 x 2).
Zuschauer: KEINE (zahlenden) in der “ARENA NÜRNBERGer Versicherung” – gemäß “Corona”-Richtlinien.

Text: Klaus Meßenzehl
Titelfoto: Augsburgs 4-Henry Haase und Nürnbergs 18-Timo Walther.
Fotos: Thorsten G. Schönberger/ISPFD
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