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Eishockey

DEL: Nürnberg Ice Tigers – Straubing Tigers 3:2

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Nach neun Niederlagen in Folge endlich wieder ein Sieg!

In der Vorsaison 2019/20 der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) kamen die damaligen Thomas Sabo Ice Tigers gut zurecht mit den Wild Wings des Schwenninger ERC – vier Siege (5:3, 4:1, 6:4 + 5:2) standen da zu Buche. In der „Corona“-Spielzeit 2020/21 sieht das fast komplett anders herum aus: Dem 2:1 nach Verlängerung einen Tag vor Silvester 2020 in Nürnberg (die vierte Niederlage in Folge zum Saisonauftakt brachte den Gastgebers immerhin den ersten Punkt der neuen Spielzeit ein …) ließen glänzend gestartete Südbadener mit 4:2 und nach einer folgenden Durststrecke jüngst mit 4:1 (2:0, 2:0, 0:1) zwei mehr oder weniger ungefährdete Heimsiege folgen und sind dabei, die Bilanz gegen die Ice Tigers umzudrehen . . .

Nürnbergs 21-Max Kislinger (links) und Straubings 62-Sena Acolatse (re.).

Das Ehrentor der Mannschaft von Frank Fischöder bei der neunten Niederlage in Folge im Südwesten Baden-Württembergs gelang dabei Luke Adam (Spielzeit 43:52) nach abgewehrtem Schuß von David Trinkberger und vorheriger Puck-Eroberung von Daniel Schmölz beim Forechecking.

Der kanadische Ice Tiger mit der Trikotnummer 90 sollte dann auch eine Woche später beim zweiten Saison-Gastspiel der Tigers vom EHC Straubing in der Noris eine alles andere als unbedeutende Rolle spielen. Nach zwei torlosen Dritteln der Gastgeber und 0:2-Rückstand zu Beginn des Schlußabschnitts sowie zwei (!) Treffern zum 1:2-Anschluß (dazu gleich mehr …) leitete der 30jährige Neuzugang aus Düsseldorf (drei Jahren bei Adler Mannheim folgte ein Jahr DEG) die Wende ein zu beiden Abschlüssen, die das 3:2 (0:0, 0:1, 3:1) zu Gunsten der Nürnberg Ice Tigers und damit das Ende der zweiten Niederlagen-Serie bedeuteten!

Straubings 12-Corey Tropp (links) und Nürnbergs 27-David Trinkberger (rechts).

Dafür sorgten jeweils in Überzahl letztendlich Daniel Schmölz mit dem 2:2 (47. Spielminute) nach abgewehrtem Schuß von Christopher Brown und der US-Amerikaner höchstselbst zum 3:2 (58.) nach Zuspiel von Brett Pollock. Die Torschützen drehten damit eine Partie, die ihren kuriosen Höhepunkt zu Beginn des dritten Drittels erfuhr, als die Ice Tigers innerhalb von 129 Sekunden (= 2:09 Minuten) den Puck gleich zwei Mail im gegnerischen Gehäuse unterbrachten. Erst als der Kanadier Eric Cornel nach Vorarbeit von Daniel Schmölz das Spielgerät zweifelsfrei im Straubinger Kasten versenkt hatte (46:37), kam allerdings zum Tragen, was NIT-Chefcoach Fischöder nach entsprechendem Hinweis von Cornels Landsmann Brett Pollock bereits zuvor einem der beiden Linesmen signalisiert hatte: der Video-Beweis . . .

. . . Video-Beweis bestätigte den Torschützen Pollock zum 1:2!

Bereits Mitte der 45. Minute (exakt 2:03 Minuten nach dem vermeintlich vorentscheidenden 0:2 für die Gäste aus Niederbayern) nämlich hatte der Puck die Linie des EHC-Tores überschritten. Und weil sich die Nürnberger mit zusätzlichen mehr als zwei Minuten auf der Uhr eine größere Chance auf den Ausgleich ausrechneten, wollten sie die Möglichkeit des Video-Beweises, der nach Überzeugung von Torschütze Pollock zwangsläufig positiv ausfallen musste, auf keinen Fall ungenutzt verstreichen lassen.

Straubings 25-Sebastian Vogl war nach dem 2-2 Ausgleich bei einer Unterbrechung bedient.

Das kostete Erich Cornel zwar ein Tor und auch Daniel Schmölz einen Scorerpunkt, doch es blieben mehr als zwei Minuten mehr, um zumindest den Ausgleich innerhalb der normalen Spielzeit von 60 Minuten zu erzielen, so wenigstens schon mal einen weiteren Punkt zu sichern und die Möglichkeit auf einen zweiten zu wahren. Dass es am Ende gar drei wurden, wagte zu diesem Zeitpunkt niemand zu hoffen.

Denn das, was sich dann entwickelte, glich fast schon einer Wiederauferstehung. Mit dem Zurückstellen der Uhr auf den Zeitpunkt, als der Schuß von Brett Pollock die Linie des Gäste-Gehäuses überschritten hatte und der bis dahin überragende Sebastian Vogl im EHC-Kasten die Scheibe erst von dahinter wieder zurück ins Spielfeld befördern konnte, wirkte auf Nürnbergs Kufen-Cracks wie eine unerwartete Wiederbelebung.

Straubings 28-Antoine Laganiere (vorne) vor Nürnbergs 90-Luke Adam (hinten).

Mit neuem Selbstvertrauen in die Rest-Saison 2020/21

Volle 40 Tage war es her, dass die Ice Tigers zuletzt über einen Erfolg und drei Punkte jubeln konnten. Auch damals hieß der Gegner Straubing Tigers, gegen den es bei der damals auf den 4:3-Sieg direkt folgenden Fahrt nach Niederbayern mit 2:3 prompt wieder eine Niederlage gab. Und nun die Wiederholung des Heimsieges vom ersten Aufeinandertreffen (zudem nach einem 0:2-Rückstand) mit dem gleichen 3:2 wie die Niederlage an der Donau!

Nürnbergs Torwart 31-Niklas Treutle (links) klärt vor Straubings 71-Kael Mouillierat (rechts).

Straubings Trainer Tom Pokel machte dafür die „Special Teams“ aus als „ein großer Faktor“ und fügte an: „Nürnberg war besser, spritziger und giftiger in den Zweikämpfen. Trotzdem hätten wir die 2:0-Führung über die Bühne bringen müssen.“ Die sonstige Tigers-Stärke Unterzahlspiel aber griff nur zur Führung und später nicht mehr –im Gegenteil: „In den entscheidenden Punkten sind wir Nürnberg heute ein bisschen hinterhergelaufen.“

Straubings 18-Jeremy Williams (links) spielt den Puck vor Nürnbergs 71-Andrew Bodnarchuk (rechts).

Für Frank Fischöder war es „wichtig, dass wir uns endlich belohnt haben!“ Der NIT-Headcoach freute sich, dass „wir heute mehr Scheiben zum Tor gebracht und vor dem Tor härter gearbeitet haben.“ Mit neuem Selbstvertrauen soll’s jetzt an die restlichen Aufgaben der Saison 2020/21 gehen.

Straubings 44-Marco Baßler (links) scheitert hier an Nürnbergs 31-Niklas Treutle (rechts). Hinten Nürnbergs 17-Patrick Reimer.

Und so geht’s weiter für die Ice Tigers in der Saison 2020/21 der „PENNY DEL Bundesliga“

21. FEBRUAR 2021 (SONNTAG, 14:30 UHR):  Augsburger EV Panther – Nürnberg Ice Tigers (Vorsaison 5:1 n.P. 4:5, 6:3, 2:5 – Saison 2020/21 1:4 in Augsburg sowie 6:5 n.V. in Nürnberg)

24. FEBRUAR 2021 (MITTWOCH, 18:30 UHR): Nürnberg Ice Tigers – Mannheimer ERC Adler in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ (Vorsaison 1:4, 0:2, 2:7, 1:5 – Saison 2020/21 1:5 in Mannheim sowie 2:3 in Nürnberg)

Straubings 39-Nickolas Latta (links) und Nürnbergs 6-Julius Karrer (rechts).

Statistik zum 16. (= 8. Heim-)Spiel der Nürnberg Ice Tigers in der PENNY DEL-Saison 2020/21

Nürnberg Ice Tigers – EHC Straubing Tigers 3:2 (0:0, 0:1, 3:1)

Ice Tigers: 31 Treutle (60:00 Spielminuten), 43 Sharipov (ohne Einsatz) – 5 Kulda, 6 Karrer, 9McLellan, 10 Kurth, 11 Brown, 14 Gilbert (A), 17 Reimer (C), 18 Walther, 20 Cornel, 21 Kislinger, 22 Mebus (A), 24 Weber, 25 Schmölz, 27 Trinkberger, 39 Pollock, 71 Bodnarchuk, 73 Kechter, 81 Bires, 90 Adam / Mannschaftsleiter: Manuel Kofler – Chef-Trainer: Frank Fischöder – Co-Trainer: Manuel Kofler.
Straubing: 25 Vogl (28:15), 31 Eisenhut (ohne Einsatz) – 9 Daschner, 10 Schopper, 12 Tropp, 15 Mulock, 16 Balisy, 17 Klein, 18 Williams (A), 19 Brunnhuber, 20 Eder, 21 Mouillierat, 22 Connolly (A), 28 Laganiére, 33 Eriksson, 34 Kohl, 36 Gormley, 39 Latta, 44 Baßler, 62 Acolatse, 92 Brandt / Mannschaftsleiter: Rob Leask – Chef-Trainer: Tom Pokel – Co-Trainer: Rob Leask.
Tor: 0:1 21 Mouillierat – keine Assistenten (Spielzeit 35:12 Minuten – bei 5:4-Überzahl Nürnberg = Unterzahl Straubing), 0:2 39 Latta – Assistenten 92 Brandt + 16 Balisy (42:25), 1:2 39 Pollock – 20 Cornel + 6 Karrer (44:28), 2:2 25 Schmölz – 11 Brown + 90 Adam (46:25 – bei 5:4-Überzahl Nürnberg), 3:2 11 Brown – 39 Pollock + 90 Adam (57:12 – bei 5:4-Überzahl Nürnberg), .
Schiedsrichter: Marian Rohatsch + Bastian Steingross – Linienschiedsrichter: Tim Hefner + Marius Wölzmüller – Punktrichter: Michael Feldmann.
Strafen bzw. Strafzeiten: NIT 4 (2 im Mitteldrittel, je eine in Abschnitt 1 + 3) = 8 Minuten (4 x 2) – Straubing 5 (1 im 1. Drittel, je zwei in Drittel 2 + 3) = 10 Minuten (5 x 2).
Zuschauer: KEINE (zahlenden) in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ – gemäß „Corona“-Richtlinien.

Text: Klaus Meßenzehl
Fotos: Thorsten G. Schönberger (ISPFD)
Titelfoto: Straubings 12-Corey Trupp (links) scheitert an Nürnbergs 31-Niklas Treutle (rechts). Unten Nürnbergs 71-Andrew Bodnarchuk..
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