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Stilles Gedenken am Holocaustgedenktag

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Der Holocaustgedenktag erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

Weltweit wird der ermordeten Juden, Sinti und Roma, der kranken und behinderten Menschen, der Homosexuellen und all derer, denen ihr Recht auf Leben abgesprochen wurde, gedacht. In Nürnberg musste die jährliche Gedenkfeier in der Reformations-Gedächtnis-Kirche coronabedingt entfallen. Stattdessen hat die Stadt gemeinsam mit dem evangelischen Dekanat, der katholischen Stadtkirche und der Israelitischen Kultusgemeinde in einer stillen Zeremonie der Opfer gedacht.

Am internationalen Holocaustgedenktag wird auch derer gedacht, die Widerstand leisteten, die ihr Leben als Andersdenkende verloren, weil sie sich nicht beugten, ihre politische Überzeugung, ihre Moral oder ihren Glauben nicht aufgaben. Die Stadt Nürnberg ist seit Jahren bemüht, Gedenken in junge Hände zu legen und beteiligt Nürnberger Schulen an der Gestaltung der Gedenkfeier. Schülerinnen und Schüler des Johannes-Scharrer-Gymnasiums hatten sich wochenlang mit dem Holocaust auseinandergesetzt, sich mit dem Schicksal jüdischer Mitschüler befasst und daraus ein Theaterstück gestaltet. Die angedachte Premiere am bei der zentralen Nürnberger Gedenkveranstaltung in der Reformations-Gedächtnis-Kirche konnte wegen der Corona-Krise nicht stattfinden.

In einer stillen Gedenkzeremonie haben deshalb Oberbürgermeister Marcus König, Jo-Achim Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, Dekan Christopher Krieghoff von der evangelischen und Stadtdekan Andreas Lurz von der katholischen Kirche am Synagogendenkmal der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht. „Das Gedenken an die Opfer der Shoa ist mir sehr wichtig. Die Erinnerung wachzuhalten und das ‚Nie wieder!‘ als Aufgabe der Gegenwart und der Zukunft zu begreifen, ist eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung, der wir uns nicht nur anlässlich der Gedenktage stellen müssen. Es ist sehr schade, dass die öffentliche Gedenkveranstaltung dieses Jahr wegen Corona nicht möglich ist. Die Kranzniederlegung und das stille Gedenken sind wichtige Zeichen an die Stadtgesellschaft“, meint Oberbürgermeister Marcus König.

Text: Stadt Nürnberg / maj

Titelfoto: In einer stillen Gedenkzeremonie haben Stadtdekan Andreas Lurz von der katholischen Kirche, Oberbürgermeister Marcus König, Jo-Achim Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, und Dekan Christopher Krieghoff (von links) von der evangelischen Kirche am Synagogendenkmal der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht. Bildnachweis: Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg

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