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Fußball

2. Liga: SpVgg. Greuther Fürth – SC Paderborn 07 1:1

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Klasse-Begegnung zweier ehemaliger Bundesligisten im „Ronhof“

Nach dem klareren Erfolg als es das Heim-2:1 (2:0) gegen den FC St. Pauli Hamburg rein vom Ergebnis her auswies und der bitteren 2:3 (2:2) -Niederlage beim Karlsruher SC auf Grund gravierender individueller Fehler erwies sich das Duell zweier ehemaliger Erstligisten als spielerischer Leckerbissen: Beim 1:1 (1:1) der SpVgg Greuther Fürth gegen den SC Paderborn 07 wurde deutlich, dass sich da zwei ehemalige Bundesliga-Klubs begegneten!

Nach seinem Tor zur 10-Führung dreht Fürths 15-Sebastian Ernst jubelnd ab

Da die beiden Tore von Håvard Nielsen zum 1:1 (23. Spielminute) und Sebastian Ernst zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung (29.) vom Karlsruher Wildpark kaum als Geschenk zum Geburtstag zwei Tage später für den Geschäftsführer Sport beim „Kleeblatt“ taugten, blieb die Hoffnung auf ein nachträgliches Präsent für Rachid Azzouzi gegen den SCP. Doch so gut es auch anfing mit dem Treffer von Sebastian Ernst – bereits in Spielminute 8 und damit nochmal gut eine Viertelstunde schneller als zwölf Tage zuvor gegen den FC St. Pauli, in eben jener 24. Spielminute glich der Bundesliga-Absteiger (fast wie aus heiterem Himmel) auch schon wieder aus.

Und weil der SpVgg danach kein Einschlag mehr im Gäste-Gehäuse gelang, blieb fünf Tage nach Azzouzi’s 50stem nur ein Drittel der möglichen Punktausbeute als Geschenk . . .

18-Marco Meyerhöfer (FÜ) gegen 11-Sven Michel

Dafür aber durfte sich der Ex-Profi ebenso wie alle anderen Beobachter der Begegnung im Ronhof (ob vor Ort oder am TV), so sie denn wahre Fußball-Fans sind, freuen über eine Partie auf außergewöhnlichem spielerischem Niveau. Auch wenn beide Klubs nie in der Bundesliga gegeneinander antraten, weil Fürth (neben den drei deutschen Meistertitel in den Jahren 1914, 1926 und 1929 war der Aufstieg 2012 der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte) schon wieder abgestiegen war, bevor der SCP (2014/15 + 2019/20) zweimal jeweils eine Saison im deutschen Fußball-Oberhaus spielte – was die beiden aktuellen Zweitligisten boten, war über weite Strecken erstklassig!

Das Ziel „spielerisch zum Erfolg“ und seine Tücken . . .

Dabei entspricht es ja durchaus der „Kleeblatt“-Philosophie, „spielerisch zum Erfolg“ zu kommen – wie es etwa auch auf der Gegentribüne zu lesen ist vom Fürther Werbe-Partner „bruder“, der aus der Region Spielwaren unters Volk bringt. Wenn dem Spielerischen indes die nötige Konsequenz abgeht, dann kann es selbst für Hochbegabte (Mannschaften wie Spieler) eng werden; siehe das 2:3 beim KSC oder Branimir Hrgota. Der „Kleeblatt“-Kapitän, zuletzt keineswegs mehr erste Wahl selbst für Trainer Leitl, ließ gelegentlich Zweifel daran aufkommen, ob seine diesmalige Auflauf-Berücksichtigung richtig war.

27-Chris Führich bringt vor 18-Marco Meyerhöfer (FÜ) und Torwrt 30-Sascha Burchert (FÜ) den Ball nicht unter Kontrolle

Zwar fehlte seinen Abschlüssen gegen die Gäste aus Ostwestfalen-Lippe auch schon mal lediglich das letzte Quäntchen Glück, wenn der 26jährige, geborene Münchner Leopold Zingerle im SCP-Tor glänzend reagierte oder sich ein gegnerischer Akteur als Blocker erwies – mitunter waren jedoch auch Hrgota’s Mitspieler weniger glücklich über ausgebliebene (verpasste rechtzeitige) Abspiele. Gewisser Eigensinn mag für herausragende Akteure ja durchaus nötig sein, wenn aus Ballverlusten/Fehlabgaben jedoch gefährliche Konter des Gegners resultieren, wird es irgendwann für die gesamte Mannschaft gefährlich.

23-Paul Jaeckel (FÜ) versucht vor dem Tor von Paderborn den Ball unter Kontrolle zu bekommen

Was wiederum ausdrücklich für die Truppe von Stefan Leitl spricht: Da bügelt einer für den anderen aus, was dem Nebenmann daneben geht – ohne offensichtliches Murren und damit so, wie es sich für eine echte Mannschaft gehört. Und das ist ein Pfund, mit dem sich wuchern lässt. Auf dass sich die Spielvereinigung in der kommenden „englischen Woche“ auch beim nächsten Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf bewähren und dann beim VfL Osnabrück in eine mindestens ebenso erfrolgreiche Rückrunde starten möge, bevor Ende Januar der FC Erzgebirge Aue seine Visitenkarte im „Ronhof“ abgibt!

22-David Raum (FÜ) gegen 27-Chris Führich

So geht’s weiter für die SpVgg Greuther Fürth . . .2. Bundesliga, Saison 2020/21

17. SPIELTAG – 22. JANUAR 2021 (FREITAG, 18:30 UHR): Fortuna Düsseldorf 95 – SpVgg GREUTHER FÜRTH (Saison 2017/18 1:1 + 1:3)
18. SPIELTAG – 26. JANUAR 2021 (DIENSTAG, 20:30 UHR): VfL Osnabrück – SpVgg GREUTHER FÜRTH (Vorrunde Saison 2020/21 1:1)
19. SPIELTAG – 29. JANUAR 2021 (FREITAG, 18:30 UHR): SpVgg GREUTHER FÜRTH – FC Erzgebirge Aue (Vorrunde Saison 2020/21 1:1) . . . im „Sportpark Ronhof | Thomas Sommer“

Kampf um den Ball zwischen 4-Maximilian Bauer (FÜ), 16-Johannes Dörfler, 5-Mergim Mavraj (FÜ) und 31-Svante Ingelsson

Statistik zum 16. Spieltag der 2. BL-Saison 2020/21

SpVgg Greuther Fürth – SC Paderborn 07 1:1 (1:1)

Fürth: 30 Burchert – 4 Bauer, 10 Hrgota (C / 72. 40 Leweling), 15 Ernst, 16 Nielsen (82. 19 Abiama), 18 Meyerhöfer, 22 Raum, 23 Jaeckel (55. 5 Mavraj), 24 Stach, 33 Seguin, 37 Green (82. 14 Sarpei) / ohne Einsatz auf der Bank: 1 Funk – 2 Asta, 7 Kehr, 21 Tillman / Chef-Trainer: Stefan Leitl.
Paderborn: 17 Zingerle – 2 Hünemeier, 8 Schallenberg, 10 Justvan (46. 31 Ingelsson), 11 Michel (81. 20 Terrazzino), 13 Schonlau (C), 16 Dörfler, 18 Srbeny (81. 7 Owusu), 23 Thalhammer, 27 Führich (89. 24 Heller), 36 Okoroji (70. 22 Antwi-Adjei) / ohne Einsatz auf der Bank: 21 Huth – 3 Ananou, 6 Nikaka, 25 Correia / Trainer: Steffen Baumgart.
Tore: 1:0 15 Ernst (8. Spielminute – herrlicher Flugkopfball aus fünf Metern am langen Pfosten nach perfekter Flanke von 22 Raum mit dem linken Fuß, der ein langer Paß von 33 Seguin??? aus zentraler Position in der eigenen Hälfte auf den linken Fürther Flügel vorausging), 1:1 27 Führich (24. – unhaltbarer Flachschuß mit dem linken Fuß aus zehn Metern in zentraler Strafraumposition).
Ecken: Fürth 6 (alle nach der Pause) – Paderborn 2 (zwei davon vor Seitenwechsel).
Schiedsrichter: Mattias Jöllenbeck – SR-Assistenten: Dr. Justus Zorn + Tim Skorczyk / 4. Offizieller: Martin Speckner / Video-Assistent: Harm Osmers.
Gelbe Karten: Fürth 3= 37 Green (45., wegen Foulspiels), 5 Mavraj (59., wegen Foulspiels), 19 Abiama (90+3., wegen Foulspiels) – Paderborn 0.
Gelb-Rote Karten: keine.
Rote Karten: keine.
Zuschauer: 0 (zahlende) im „SPORTPARK RONHOF / THOMAS SOMMER“ – gemäß “Corona-Maßgaben”.

16-Havard Nielsen (FÜ) gegen 2-Uwe Hünemeier

Text: Klaus Meßenzehl
Fotos: Werner F. Schönberger / ISPFD

Titelfoto: Kopfballduell zwischen 13-Sebastian Schonlau und 16-Havard Nielsen (FÜ)

weitere Fotos in unserer Bilddatenbank

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