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Eishockey

DEL: Nürnberg Ice Tigers – Schwenninger Wild Wings 1:2 n.V.

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Dank Benders spätem Ausgleich erster Punkt in der PENNY/DEL!

Nürnbergs Trainer Frank Fischöder (hinten) im Gespräch mit 44-John Broda (vorne).

Schwere Zeiten für die Eichockey-Cracks der Nürnberg Ice Tigers: Auch der EHC Red Bull München schickte die Franken in der dritten Begegnung der Saison 2020/21 mit einem 6:0 (2:0, 1:0, 3:0) ohne Punkte nach Hause – erst in der zweiten Heim-Partie einen Tag vor Silvester gab’s gegen die zuvor mit zwei Auswärts-Erfolgen und sechs Zählern gestarteten Wild Wings des Schwenninger ERC beim 1:2 (0:1, 0:0, 1:0 /0:1) nach Verlängerung im alten Jahr wenigstens den ersten Punkt in der „Corona“-geschädigten Spielzeit.

Tim Bender glich den frühen Rückstand aus der 15. Spielminute 2:22 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit nach Vorlagen von Andrew Bodnarczuk und Luke Adam aus. Die Schwenninger Führung hatte Tylor Spink nach Vorarbeit unter anderem seines Zwillingsbruders Tyson erzielt – einen Tag, bevor die Kanadier die 28. Wiederkehr ihres Geburtstages feiern konnten (das dann ab Mitternacht auf der Heimfahrt aus der Noris ins Südbadische …). Und dank Andreas Thuresson konnten die Wild Wings zuvor schon den dritten Auswärtssieg sowie acht Zähler nach drei Begegnungen (alle auswärts!) bejubeln sowie im Vorgriff den Geburtstag ihrer Zwillinge sowie den Jahreswechsel in gebotenem Rahmen begießen.

71-Andrew Bodnarchuk (N, li.), 43-Alexander Weiß (VS, mi.) und 27-David Trinkberger (N, re.).

Zum Feiern war den Ice Tigers zwar weniger zumute, trotzdem konnte Trainer Fischöder seinen Mannen guten Gewissens eine mehr als akzeptable Saison-Leistung attestieren: „Mit der Gesamt-Vorstellung bin ich zufrieden – wir sind auf dem richtigen Weg. Das war die beste Performance, die wir bisher geliefert haben!“

Luke Adam feierte NIT-Debüt mit einem Assist-Punkt

Dass dazu gegenüber den bisherigen Partien eine Stärkung der Defensive nötig war, lag auf der Hand und das gelang auch weitgehend. Gewissermaßen auf Kosten „letzter Konsequenz Richtung gegnerisches Tor“, wie Frank Fischöder feststellte; wobei sich da das erneute Fehlen von Patrick Reimer doppelt nachteilig bemerkbar machte. Der Kapitän musste gegen den SERC, wie bereits in München, wegen anhaltender Rückenprobleme passen – darüber hinaus fiel zudem Marcel Kurth (Gehirnerschütterung vom 0:6 von München) aus.

Schwenningens Trainer Niklas Sundblad (li.) und sein Co-Trainer Gunnar Leidborg (re.).

Und Arturs Kulda, als Nachfolger von Chris Summers geplanter Verteidiger-Zugang, konnte im alten Jahr nicht mehr nicht eingesetzt werden. Der in Leipzig geborene Lette wartet weiter darauf, dass alle nötigen Unterlagen vorliegen. Weshalb auf dem DEL-Spielberichtsbogen gegenüber den Schwenningern ein Mann weniger bei den Ice Tigers aufgeführt war: nur 20 Aktive (2 Torhüter + 18 Feldspieler) . . .

Immerhin stand mit Luke Adam eine andere Verstärkung zur Verfügung und feierte sein Debüt. Der im November von der Düsseldorfer EG (2019/20) gekommene Mittelstürmer, der davor drei Jahre für die Adler Mannheim auflief, kam nominell in der zweiten NIT-Angriffsreihe mit Eric Cornel (Center) und Daniel Schmölz (außen) zum Einsatz und sammelte bei Tim Benders Ausgleich einen Assist-Punkt. Dabei profitierte er vom vorherigen Überzahlspiel, in dem Nürnbergs 30jähriger Kanadier zehn Sekunden nach Ablauf der Strafzeit von Tyson Spink noch auf dem Eis war und erst am überragenden SERC-Goalie Joacim Eriksson scheiterte, bevor er direkt danach die zweite Vorarbeit zum 1:1-Ausgleich und damit zum NIT-Punktgewinn leistete.

Nürnbergs Neuzugang 90-Luke Adam (links) und Schwenningens 4-Colby Robak (mitte).

Defensive stand – Abschlüsse dürfen besser werden . . .

Schließlich setzte es zwar nur 1:16 Minuten nach Beginn der „Overtime“ das 1:2 und damit die vierte Niederlage im vierten Spiel, dies aber höchst unglücklich. Immerhin wurde zumindest der erste Punkt in der laufenden Saison eingespielt. Und dass mehr ausblieb, war geschuldet der zwar berechtigten Strafzeit für Daniel Schmölz (59:09) wegen Beinstellens knapp zwei Minuten nach Benders 1:1-Ausgleich ( 57:38), die in der Verlängerung gerade mal sieben Sekunden abgelaufen war, als der SERC zum Siegtor traf . . .

Nürnbergs 71-Andrew Bodnarchuk (links) und Schwenningens 78-William Weber (re.).

Aufbauen über den Jahreswechsel kann nun die Defensiv-Leistung vor einem erneut starken Torhüter Jonas Treutle. Was sich verbessern muss, ist ebenso klar: Vor allem die Abschlüsse – diese lassen ebenso noch Wünsche offen wie Abspiel- und Annahme-Präzision bei Pässen; zuletzt gegen Schwenningen durchaus auch bei arrivierten Akteuren wie Chris Brown, Thomas Gilbert (diesmal Kapitän für den verletzten Patrick Reimer) oder Vize-Spielführer Oliver Mebus.

Der Schuss von Schwenningens 71-Travis Turnbull (links) ging zwar ins Tor, vorer wurde jedoch abgepfiffen. Glück für 31-Niklas Treutle im Nürnberger Tor.

Die Wild Wings indes marschieren weiter. Nach zwei Siegen mit sechs Punkten aus den beiden ersten Begegnungen der Gruppe Süd der „Corona“-bedingt zweigeteilten Eishockey-Bundesliga (= 2:1 in Ingolstadt + 3:2 in Augsburg) nun acht Zähler aus drei Partien. Dabei hatte es zuvor bereits im „Magenta-Sport-Cup“ Hinweise auf die gute Verfassung der Schwenninger gegeben. Siege gegen die Eisbären Berlin (5:1 + 7:2) und RedBull München (2:1, bei einem 2:3) stand nur eine weitere Niederlage gegen die Adler Mannheim (2:4, die zweite Partie fiel aus) zu Buche.

Schwenningens 4-Colby Robak (links) und Nürnbergs 25-Daniel Schmölz (re.).

Und so geht’s weiter für die Ice Tigers . . .

. . . in der Saison 2020/21 der PENNY/DEL-Eishockey-Bundesliga

3. JANUAR 2021 (SONNTAG, 14:30 UHR): Augsburger EV Panther – Nürnberg Ice Tigers

10. JANUAR 2021 (SONNTAG, 19:30 UHR): Nürnberg Ice Tigers – EHC Straubing Tigers (in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“)

Statistik zum 4. Spiel der Nürnbergs Ice Tigers in der Penny/DEL-Saison 2020/21

Nürnberg Ice Tigers – Schwenninger Wild Wings n.V. 1:2 (0:1, 0:0, 1:0 / 0:1)

Ice Tigers: 31 Treutle (nahezu volle Spielzeit), 43 Sharipov (ohne Einsatz) – 9 McLlellan, 11 Brown, 14 Gilbert (C), 18 Walther, 20 Cornel, 21 Kislinger, 22 Mebus (A), 24 Weber, 25 Schwölz, 27 Trinkberger, 39 Pollock, 44 Broda, 46 Elias, 71 Bodnarchuk (A), 74 Fox, 77 Bender, 81 Bires, 90 Adam / Mannschaftsleiter: Manuel Kofler – Chef-Trainer: Frank Fischöder – Co-Trainer: Manuel Kofler.

Wild Wings: 60 Eriksson (nahezu volle Spielzeit), 44 Cerveny (ohne Einsatz) – 4 Robak (A), 5 Yeo, 6 Brückner, 16 Hadraschek, 36 Thuresson, 40 Olver, 43 Weiß (A), 52 Huß, 64 Bassen, 70 Bourke, 71 Turnbull (C), 74 Zernikel, 77 Pfaffengut, 78 Weber, 82 Kristensen, 90 Tylor Spink, 91 Möchel, 95 MacQuen, 96 Tyson Spink / Mannschaftsleiter: Christof Kreutzer – Chef-Trainer: Niklas Sundblad – Co-Trainer: keine Angabe.

Tore: 0:1 90 Tylor Spink – Assistenten 70 Bourke + 96 Tyson Spink (Spielzeit 14:43 Minuten – nach 0:33 bei 5:4-Überzahl), 1:1 77 Bender – 71 Bodnarchuk + 90 Adam (57:38), 1:2 36 Thuresson – 70 Bourke + 4 Robak (61:16).

Schiedsrichter: Sirko Hunnius + Marian Rohatsch – Linienschiedsrichter: Patrick Laguzov + David Tschirner.

Punktrichter: Michael Feldmann.

Strafen bzw. Strafzeiten: NIT 3 = 6 Minuten (3 x 2) – Wild Wings 1 = 2 Minuten (1 x 2).

Zuschauer: KEINE (zahlenden in der ARENA NÜRNBERGer Versicherung)

Text: Klaus Meßenzehl

Titelfoto: Nürnbergs 24-Marcus Weber (li.) und 31-Niklas Treutle (re.) stoppen gemeinsam Schwenningens 71-Travis Turnbull (mitte).

Fotos: Thorsten G. Schönberger (ISPFD)

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