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Eishockey

DEL: Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Eisbären Berlin 5:3

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Die “Pre-Playoffs” sind den Ice Tigers sicher!

“DANKE FÜR ALLES, THOMAS SABO” lautete die Botschaft der Nürnberger Eishockey-Anhänger in der Süd-Kurve der ARENA NÜRNBERGER Versicherung vor dem Gastspiel der Eisbären Berlin an den Trikot-Sponsor und Haupt-Unterstützer der Ice Tigers, der sich nach Saisonende zurückzieht.

Nürnberger Fanchoreographie vor dem Spiel als Dank an Sponsor Thomas Sabo, der nach dieser Saison sein Hauptsponsoring aufgibt.

Die Mannschaft bedankte sich nach der 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)-Niederlage zwei Tage zuvor bei den Straubing Tigers im Rahmen ihrer sportlichen Möglichkeiten auf ihre Weise – der 5:3 (1:0, 2:0, 2:3)-Erfolg gegen die Hauptstädter vor immerhin 6080 zahlenden Besuchern freute dann außer Thomas Sabo auch alle anderen der Mannschaft von Kurt Kleinendorst und Manuel Kofler gewogenen Menschen. Zumal damit das Erreichen zumindest der “Pre-Playoffs” vier Runden vor Ende der Hauptrunde gesichert ist und als Nürnberger Schützenhilfe für den EHC RB München gab’s obendrein deren sichere Qualifikation für die Champions Hockey League durch die Berliner Niederlage (wie die DEL mitteilte …).

Dabei war die Mannschaft der Trainer Serge Aubin und Gerry Fleming am 48. Spieltag der Saison 2019/20 mit der Empfehlung eines 5:3 (1:2, 2:1, 2:0)-Sieges nach 1:3 -Rück-stand bei den “Panthern” des Augsburger EV in der Noris angereist. Zudem hatte Ex-Ice Tiger Leonhard Pföderl im von beiden Mannschaften hart umkämpften letzten Drittel in der Fuggerstadt exzellente Berliner Chancenverwertung demonstriert und mit zwei Tref-fern seine Qualität bewiesen sowie drei Punkte und den Eisbären deren fünften Sieg in Folge gesichert.

55-John Ramage gegen 9-Brandon Buck (N)

Daniel Fischbuch der neue Leo Pföderl der Ice Tigers

Eine Parallele zur Augsburg-Reise gab es für die Hauptstädter schließlich auch beim Trip in die Noris, nämlich das Endergebnis – wenngleich zur Freude der Gastgeber anders herum. Und das unter anderem auch deshalb, weil “Leo” Pföderl an alter Wirkungsstätte weder ein Tor erzielen konnte noch zu einem Scorer-Punkt kam. Dafür war Ex-“Eisbär” Daniel Fischbuch (dreimal als Vollstrecker, einmal als Vorlagengeber) an vier der fünf Treffer der Ice Tigers, seiner neuen Mannschaft, beteiligt und bewies seinem Ex-Verein damit, dass er ihm ebenso nachtrauern könnte, wenn nicht gar sollte wie das viele Nürn-berger Fans bei Leonhard Pföderl noch immer tun (dank dem neuen Top-Scorer Fisch-buch aber eigentlich kaum mehr brauchen …).

77-Tim Bender (N) gegen 44-Lukas Reichel

Dass der einstige ARENA-Publikumsliebling Pföderl im Gegensatz zu Augsburg in Nürn-berg kaum auffiel, war Verdienst der guten Defensiv-Arbeit der Ice Tigers, für die ein Mal mehr besonders vorbildlich auch der jüngste Neuzugang stand. Jack Skille, erst seit Janu-ar unter NIT-Vertrag, erwies sich bei Puck-Besitz erneut als unglaublich sicher an der Scheibe und agierte zudem als (Zer)Störer immer wieder glänzend bei Aktionen der Eis-bären. Nach der hervorragenden Einzelaktion zum 1:2-Anschluß in Straubing (= sein siebtes DEL-Tor) verbuchte der 32jährige in Madison/Wisconsin geborene US-Amerikaner gegen Berlin mit seinem Klasse-Zuspiel vor dem 2:0 von Eugen Alanov zudem seinen zweiten Assist und kommt laut Statistik der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) damit bei gerade mal zwölf Einsätzen auf neun Scorer-Punkte!

24-Andre Rankel gegen 14-Thomas Gilbert (N)

Der Wert von Jack Skille ist kaum zu beziffern . . .

Der Stürmer mit der feinen rechten Hand, der diese neben seinen Schlittschuhläuferischen Qualitäten in Defensive wie Offensive glänzend einzusetzen vermag, hilft der Mannschaft damit ungemein. Eine Augenweide unter anderem sein Zuspiel vor dem 2:0 von Eugen Alanov, der dem Berliner Florian Kettemer den Puck nach Skilles Klasse-Steilpass aus dem eigenen Drittel den Puck an der blaue Linie des Gegners durch die Beine legte und anschließend auch Torhüter Justin Pogge mit einem perfekten Abschluß ins linke Eck überwand.

Keineswegs nur in dieser Situation verwandelte sich das Lächeln von Chef-Trainer Kleinendorst vor dem ersten Bully in ein breites Grinsen, das nach der Schluss-Sirene insoweit zu erster Erleichterung führte, als dass nun die “Pre-Playoffs” gesichert sind. Wenn nicht noch mehr drin ist . . .

Vor Goalie 31-Niklas Treutle (N) und 93-Leonhard Pföderl (B) schlägt 2-Brett Festerling (N) den Puck aus der Gefahrenzone

Folgt der Sicherung der “Pre-Playoffs” noch mehr?

Bei inzwischen 70 Punkten ist den THOMAS SABO Ice Tigers Nürnberg vier Runden vor Ende der Hauptrunde mindestens Platz 10 und die Teilnahme an den “Pre-Playoffs” sicher – rein rechnerisch könnten einzig die “Haie” des Kölner EC noch die “Panther” des Augsburger EV abfangen; die wiederum bei 65 Zählern und fünf Punkten Rückstand auf die Ice Tigers Platz 9 als Ziel der nächsten Begegnungen im Auge haben dürften.

Den Puck vor dem Visier hat Goalie 31-Niklas Treutle daneben 2-Brett Festerling (N) und 88-James Sheppard

Derweil die Nürnberger Eishockey-Fans den Blick ebenfalls weiter nach oben richten: Die “Grizzlys” Wolfsburg (8. mit 73 Punkten, allerdings einem Spiel weniger) und die punktgleichen “Panther” des ERC Ingolstadt (7.) sowie der “Pinguins” Bremerhaven (6.) scheinen bei jeweils 75 Zählern keineswegs uneinholbar – was dann sogar noch die “Play-offs” zu einem lohnenden Ziel macht, um die “Pre-Playoffs” zu umgehen . . .

95-Eugen Alanov (N) gegen 6-Kai Wissmann

Das meinten die Trainer zum Spiel der Ice Tigers gegen Berlins “Eisbären” . . .

Serge Aubin (Berlin): “Das war ein hart umkämpftes Spiel. Wir haben ein frühes Gegen-tor hingenommen, ich habe mich aber immer noch gut gefühlt. Wir hatten einige Mög-lichkeiten, um selbst Tore zu erzielen. Es hat sich heute so angefühlt, als hätte Nürnberg jeden unserer Fehler ausgenutzt. Wir wollen immer hart arbeiten und nie aufgeben, und ich glaube, die Jungs haben das sehr gut umgesetzt. Unser Gegner hat einfach sehr gut gespielt.”

Kurt Kleinendorst (Nürnberg): “Das war ein großartiges Spiel. Beide Teams haben sehr gut gespielt. Wir wussten, dass wir sicherstellen mussten, dass der Gegner nicht härter arbeitet als wir. Für uns war das ein großes Spiel und ein großer Sieg. Es ist noch nicht Playoff-Eishockey, aber es geht in diese Richtung. Ich denke, wir haben den Sieg heute verdient. Ich bin sehr glücklich und sehr stolz auf die Jungs.”

Die Trainer-Stimmen sind auch nachzulesen auf der Webseite der THOMAS SABO Ice Tigers Nürnberg.

31-Niklas Treutle (N)

Statistik zum 48. Spieltag der laufenden DEL-Saison 2019/20

Thomas Sabo “Ice Tigers” Nürnberg – “Eisbären” Berlin 5:3 (1:0, 2:0, 2:3)

Ice Tigers: 31 Treutle (60:00 Spielminuten), 34 Langmann (ohne Einsatz) – 2 Festerling, 9 Buck, 11 Brown, 14 Gilbert (A), 15 O’Brien, 17 P. Reimer (C), 21 Kislinger, 22 Mebus (A), 24 Weber, 29 Skille, 41 Acton, 55 Summers, 61 Bassen, 71 Fischbuch, 77 Bender, 88 Can-gelosi, 95 Alanov, 96 Eder / Mannschaftsleiter: André Dietsch – Chef-Trainer: Kurt Klei-nendorst – Co-Trainer: Manuel Kofler.
Berlin: 49 Pogge (59:48), 32 Dahm (ohne Einsatz) – 6 Wissmann, 7 Hördler (A), 18 Mül-ler, 21 Ortega, 23 Labrie, 24 Rankel (C), 28 Ferraro, 40 Lapierre, 41 Aubry, 44 Reichel, 55 Ramage (A), 58 McKiernan, 69 Kettemer, 81 Streu, 87 Dietz, 88 Sheppard, 91 Olver, 92 Noebel, 93 Pföderl / Mannschaftsleiter: Stephane Richer – Chef-Trainer: Serge Aubin – Co-Trainer: Gerry Fleming.

23-Pierre-Cedric Labrie zwischen 24-Marcus Weber (N) und Goalie 31-Niklas Treutle (N)

Tore: 1:0 71 Fischbuch – im abschließenden Spielberichtsbogen als einziger Assistent von den Unparteiischen angegeben 24 Weber + zunächst 17 Reimer (nach Drittel 1), was später korrigiert wurde; allerdings ohne 41 Acton, den eigentlichen Zuspieler auf 24 Weber aufzuführen … (Spielzeit 1:42 Minuten), 2:0 95 Alanov – Assistenten 29 Skille + 77 Bender (23:40), 3:0 96 Eder – 71 Fischbuch + 41 Acton, 5:4-Überzahl NIT (36:10), 3:1 23 Labrie – 21 Ortega + 40 Lapierre, 5:4-Überzahl EBB (45:32), 4:1 71 Fischbuch – 17 Reimer + 41 Acton, der erneut keine Berücksichtigung fand auf dem Spielberichtsbogen … (48:14), 4:2 28 Ferraro – 41 Aubry + zuvor 21 Ortega statt keineswegs 7 Hördler, wie auf dem Spielberichtsbogen vermerkt … (52:07), 4:3 28 Ferraro – 55 Ramage + dazwischen, wenn überhaupt, dann 21 Ortega statt 41 Aubry, wie erneut von den Schiedsrichtern angegeben … (55:32), 5:3 71 Fischbuch per Weitschuß kurz hinter der blauen Linie aus dem eigenen Drittel ins leere Gäste-Gehäuse – Assistent 41 Acton, der wiederum ohne Berücksichtigung auf dem Spielberichtsbogen blieb und dem damit drei von eigentlich vier Scorer-Punkten in dieser Partie versagt blieben … (58:43).

Schiedsrichter: Sirko Hunnius + Stephen Reneau – Linienschiedsrichter: Jonas Merten + Joshua Römer. Punktrichter + Result Manager: Michael Feldmann. Schiedsrichter-Coach: Gerhard Müller.

Strafzeiten: Nürnberg 4 = 8 Minuten (4 x 2) – Berlin 3 = 6 Minuten (3 x 2).

Zuschauer: 6080 (zahlende in der ARENA NÜRNBERGer Versicherung – deutlich mehr als zuletzt gegen Augsburg und Schwenningen).

Torjubel von 95-Eugen Alanov (N) nach seinem Tor zur 2:0-Führung

Und so geht’s weiter für die Ice Tigers . . .

28. FEBRUAR 2020 (FREITAG, 19:30 UHR) THOMAS SABO “Ice Tigers” Nürnberg – EHC Red Bull München
1. MÄRZ 2020 (SONNTAG, 19 UHR) Krefeld “Pinguine”– THOMAS SABO “Ice Tigers” Nürnberg
6. MÄRZ 2020 (FREITAG, 19:30 UHR) “Grizzlys” Wolfsburg – THOMAS SABO “Ice Tigers” Nürnberg
8. MÄRZ 2020 (SONNTAG, 14 UHR) THOMAS SABO “Ice Tigers” Nürnberg – Düsseldorfer EG

Damit sind dann die 52 Punktspiele der Hauptrunde in der Saison 2019/20 abgeschlossen + es geht zunächst in die Begegnungen der “Pre-Playoffs”, bevor über Viertel- und Halb-final-Partien sowie die Endspiele der Deutsche Meister ermittelt wird.

Text: Klaus Meßenzehl
Fotos: Matthias + Thorsten Schönberger (ISPFD)
weitere Fotos in unserer Bilddatenbank

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