Eishockey

DEL: Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Eisbären Berlin 2:3 n.P.

Leo Pföderl kehrte für ein Spiel zurück

Vor der Saisonrekordkulisse von 6.574 Zuschauern ging es für die THOMAS SABO Ice Tigers bei der Red Party 2019 gegen die Eisbären Berlin auch um den ehemaligen Nürnberger Leo Pföderl.

Berlins 93-Leo Pföderl wurde bei seiner Rückkehr nach Nürnberg mit einem Video und Ovationen begrüßt.
Berlins 23-Pierre-Cedric Labrie (re.) und Nürnbergs 31-Niklas Treutle (li.).

Die Ice Tigers muss- ten nach wie vor ohne Patrick Reimer, Austin Cangelosi, Philippe Dupuis, Tim Bern-hardt, Pascal Grosse und natürlich auch   Jim O’Brien auskom-men und wurden von den Eisbären früh unter Druck gesetzt. Dennoch hatten die Ice Tigers die erste gute Torchance, Andreas Eder schoss von der rechten Seite aber knapp übers Tor (4.). Kurz darauf kamen die Eisbären dem Führungstreffer gefährlich nahe, als Marcel Noebels nach einem perfekten Querpass von Leo Pföderl nur die Unterkante der Latte traf (5.). Die Eisbären hatten mehr vom Spiel und kamen zu den besseren Gelegenheiten, die Ice Tigers konnten nur vereinzelte Nadelstiche nach vorne setzen. Landon Ferraro setzte sich in der 14. Minute an der Bande durch und schoss von der rechten Seite gefährlich, konnte den wieder einmal starken Niklas Treutle aber nicht überwinden. Wenige Augenblicke später hatten die Ice Tigers den Führungstreffer auf dem Schläger, Rylan Schwartz verfehlte das Tor bei seinem Alleingang aber knapp (15.). Mit dem 0:0 nach 20 Minuten konnten die Ice Tigers dennoch zufrieden sein.

Berlins Torwart 32-Sebastian Dahm (links) hält diese Chance von Nürnebrgs 11-Chris Brown (re.).
Berlins Torwart 32-Sebastian Dahm (re.) klärt hier gegen Nürnbergs 32-Joachim Ramoser (mitte)..
Eisbären starten besser ins zweite Drittel.

Auch im zweiten Drittel erwischten die Eisbären den besseren Start und kamen nach einem Bandencheck von Rylan Schwartz gegen Sean Backman, der dabei unglücklich mit dem Rücken voraus in die Bande flog, zu einer Überzahlsituation, die sie aber nicht nutzen konnten. Kai Wissmann probierte es in der 25. Minute mit einem Bauerntrick, Niklas Treutle und Chris Summers bereinigten die Situation gemeinsam. In der 29. Minute spiel-ten die Ice Tigers zum ersten Mal im Powerplay, Will Acton scheiterte zunächst freistehend an Sebastian Dahm und traf anschließend aus spitzem Winkel nur die Latte. Nach einem Abspielfehler der Ice Tigers im eigenen Drittel hatten die Ice Tigers aber Glück, weil André Rankel freistehend an den Pfosten schoss (30.). Im direkten Gegenzug traf auch Eugen Alanov den Pfosten. In der 32. Minute glückte den Ice Tigers dann der in seiner Entstehung eher überraschende Führungstreffer: Daniel Fischbuch umkreiste das Berliner Tor und brachte  die Scheibe einfach mal aufs Gehäuse, Dahm leistete sich eine Unachtsamkeit und die Scheibe rutschte zum 1:0 für Nürnberg über die Linie. Chris Brown verpasste in der 36. Minute den zweiten Treffer nach einem feinen Zuspiel von Daniel Fischbuch und traf nur die Latte. Damit blieb es nach 40 Minuten bei der denkbar knappen Führung für die Ice Tigers.

Berlins 93-Leo Pföderl (re.) traf zum 1-1 Ausgleich. 18-Jonas Müller (links vorne) und 92-Marcel Noebels (links hinten) jubeln mit ihm.
Berlins 92-Marcel Noebels (li.), Berlins 18-Jonas Müller (2.v.li.), Nürnbergs 14-Tom Gilbert (2.v.re.) und Nürnbergs 41-Will Acton (re.).

 

 

 

 

 

 

 

 

Pföderl macht das Tor zum 1.1-Ausgleich – für Berlin

Im letzten Drittel konzentrierten sich die Ice Tigers zunächst auf die Defensive, was bis zur 49. Minute auch gut gelang. Dann stand Leo Pföderl viel zu frei im Slot, bekam den Querpass und bezwang Niklas Treutle mit ei-nem Schuss aufs lange Eck zum 1:1-Ausgleich. Die Eisbären machten weiter Druck und gingen in der 51. Minu-te in Führung. Nach einem Bully im Nürnberger Drittel spielte Louis-Marc Aubry die Scheibe so gut an den lan-gen Pfosten, dass Landon Ferraro nur noch einschieben musste – 1:2 für die Eisbären. Die Ice Tigers gaben aber nicht auf und kamen nur 78 Sekunden zum 2:2-Ausgleich. Rylan Schwartz spielte quer in den Lauf von Will Acton, der brachte die Scheibe ins Berliner Drittel, Oliver Mebus rückte mit auf und hämmerte den Puck aus dem Hintergrund perfekt in den Winkel.

Berlins 41-Louis-Marc Aubry (re.) checkt hier Nürnbergs 21-Max Kislinger.
Berlins 32-Sebastian Dahm (re.) fokussiert den Puck.
Anschließend wurde es richtig dramatisch.

In der 54. Minute spielten die Ice Tigers in Überzahl, Tom Gilbert spielte quer und Daniel Fischbuch hämmerte die Scheibe an den Pfosten. 86 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit bekamen die Ice Tigers eine Bank-strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis, nachdem Daniel Fischbuch zuvor von Ryan McKiernan vor der Nü-rnberger Spielerbank von hinten in die Bande gecheckt wurde. Kurz darauf kam es noch dicker, Tim Bender musste wegen Spielverzögerung auf die Strafbank. Die Ice Tigers überstanden die doppelte Unterzahlsituation aber schadlos, warfen alles rein und sicherten sich den Punkt nach 60 Minuten.

Berlins Trainer Serge Aubin.
Nürnbergs 71-Daniel Fischbuch traf zum 1-0 und klatscht an der Spielerbank ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Verlängerung hatten die Ice Tigers die besseren Chancen, am Ende musste aber das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Lukas Reichel traf für die Eisbären, Brandon Buck mit der Rückhand nur die Latte und die Eisbären sicherten sich den Zusatzpunkt in einem packenden und dramatischen Spiel.

Text: NIT (ISPFD)
Fotos: ISPFD
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