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Eishockey / DEL: Thomas Sabo Ice Tigers – Adler Mannheim 1:4

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Nach dem 0:1 (0:0, 0:0, 0:1) im bayerischen Derby gegen die Augsburger Panther stand für die Thomas Sabo Ice Tigers in der ARENA Nürnberger Versicherung gegen “Die Adler” des Mannheimer ERC das zweite Heimspiel in Folge an – erneut ohne Punktgewinn:

Das Bullykind übergibtr den Puck an den Schiedsrichter

34-Chet Pickard (MA) wird den Schuss von 11-Christopher Brown (N) abwehren

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Truppe von Martin Jiranek, weiter Sportdirektor und Cheftrainer in Personalunion, setzte ihre Nieder-lagen-Serie (vier Spiele in Folge ohne Punktgewinn seit dem 3:2-Sieg nach Verlängerung in Wolfsburg und dem 7:3-Erfolg von Straubing 14 bzw. 19 Tage zuvor) gegen den Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) fort – beim 1:4 (0:2, 1:1, 0:1) schienen die erneut Verletzungs-geplagten Ice Tigers lediglich nach dem 1:2-An-schlusstreffer kurzzeitig in der Lage, den Gästen ein Bein zu stellen.

34-Chet Pickard (MA) vor dem Schiedsrichter

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und wer nicht antritt, um es zu versuchen, der kann auch keinen Punkt ergattern – aber zu erwarten war ja schon vorher durchaus eher eine Fortsetzung des Höhenflugs der Adler aus Mann-heim als die Wende für die gebeutelten Ice Tigers ausge-rechnet gegen den Spitzenreiter. Und der derzeitige Primus bestätigte seine aktuell ausgezeichnete Form mit dem ver-dienten Sieg auch in Nürnberg – wiewohl den Schützlingen von Martin Jiranek auch diesmal keinerlei Vorwurf zu ma-chen war hinsichtlich Einsatz- und Kampfbereitschaft.

Was im übrigen auch die heimischen Fans sehr wohl er-kannten. Nur geringe Missfallensbekundungen in Form gelegentlicher Pfiffe (das war nach dem CHL-Ausscheiden gegen Rouen doch um einiges heftiger …) einiger weniger enttäuschter Besucher (echter Anhänger?) der Ice Tigers waren zu vernehmen – ansonsten löste jeder Ansatz spielerischer Aktionen oder von halbwegs erfolgreicher sportlicher wie auch nur körperlicher Gegen-wehr Anerkennung auf und Anfeuerung von den Rängen aus.

16-Jason Bast (N) gegen 53-Moritz Seider (MA)

Dass dann ein weiteres Mal das Verletzungspech zuschlug, machte die Aufgabe natürlich alles andere als leichter. Die frühe Sprunggelenk-Verletzung des 35jährigen Nürnberger US-Verteidigers Thomas Gilbert nach wenigen Spielminuten brachte das ohnehin wackelige Gesamtkonstrukt der Ice Tigers zusätzlich zum Wanken. In all dem Unerfreulichen, das da derzeit auf die Ice Tigers einprasselt, gibt’s dann ab und an auch etwas Positives zu vermerken und das tat Mar-tin Jiranek als derzeit sportlich Hauptverantwortlicher bei der Pressekonferenz nach dem 1:4 gegen Mannheim in sei-ner Funktion als Cheftrainer bei aller Selbstkritik: “Heute hat die vierte Reihe ein Tor geschossen, das freut mich!”

53-Moritz Seider (MA) vor 17-Patrick Reimer (N)

In der Tat war der Treffer zum 1:2-Anschlusstreffer in der 24. Spielminute, der zumindest für knapp acht Minuten Hoffnungen auf eine Wende weckte, ein Grund zur Freude: Nachdem Daniel Weiß die Scheibe hinters Mannheimer Gehäuse beförderte und sich auf den Weg zum Auswech-seln machte, eroberte Taylor Aronson mit erfolgreichem Forechecking gegen den Italo-Amerikaner Thomas Larkin, Verteidiger der dritten Reihe der Adler, und den zur Puck-Sicherung hinter seinen Kasten gefahrenen Deutsch-Kana-dier Chet Pickard im Mannheimer Tor, die Scheibe und passte sie in Richtung des anstürmenden Eugen Alanov. Gerade der 23-Jährige aus der vierten NIT-Angriffsreihe nutzte diese Vorarbeit per Rückhand zu seinem ersten DEL-Treffer der laufenden Saison und zum vielumjubelten, wenigstens vorübergehend Hoffnung machenden Anschlusstreffer.

26-Brandon Segal (N) vor 27-Brendan Mikkelson (MA)

Da es dabei jedoch blieb, was erfolgreiche Schüsse der Ice Tigers anging, entführte Tabellenführer Mannheim verdien-termaßen die drei zu vergebenden Punkte. David Wolf traf dabei zum sechsten Mal in dieser DEL-Saison zum 0:1 (5.) und das 0:2 (16.) erzielte der Kanadier Brendan MIkkelson, dessen Vater am Bundesliga-Aufstieg des MERC beteiligt war, mit seinem Premierentreffer per Rückhand – ebenso wie nach ihm Nürnbergs Eugen Alanov (bezogen sowohl auf Premiere wie Rückhand!). Und Thomas Larkin konnte den gemeinsamen Fauxpas mit seinem Goalie beim 1:2 dank seines zweiten Saisontors zum 1:3 (32.), bei dem Nürnbergs Goalie Niklas Treutle weniger gut aussah, schließlich wett machen, sowie Garrett Festerling, der 32 jährige Zwillings-bruder des verletzten NIT-Verteidigers Brett Festerling, mit dem 1:4 (50.) alles klar machen für Mannheim.

89-David Wolf (MA) verliert neben 91-Philippe Dupuis (N) seinen Schläger

Dabei war es keineswegs so, dass die Ice Tigers völlig ohne Chancen blieben. Zwar kontrollierte Mannheim meist das Geschehen, aber Nürnberg setzte immer wieder Nadelstiche und kam gelegentlich sogar gefährlich vors Gäste-Tor. Vor allem nach Alanovs 1:2 (24.) schien das Momentum auf Sei-ten des Heimteams: Chris Brown scheiterte mit seinem Schlagschuss aufs lange Eck an Pickards rechtem Schoner (26.) und Patrick Reimer ebenfalls an Pickard (28.). Als beide Strafbänke mit je einem Spieler belegt waren (Nürnbergs Marcus Weber wegen Haltens eines gegnerischen Schlägers, Mannheims Markus Eisenschmid wegen Hakens), drehten die Adler das Ganze wieder: Bei 4:4-Feldspielern und damit mehr Platz auf dem Eis nutzte die Mannschaft von Pavel Gross dies zu ihren Gunsten und zur 1:3-Vorentscheidung.

34-Chet Pickard (MA) und der Puck

Doch selbst danach gaben die Ice Tigers keineswegs auf. Kapitän Patrick Reimer eröffnete sich gar nach tollem Sprint die große Chance zum neuerlichen Anschlußtreffer, als er (in Unterzahl!) an der eigenen blauen Linie die Scheibe eroberte und alleine auf Pickard zulief – doch sprang ihm beim Schussversuch die Scheibe vom Schläger (37.). Auch im Schlussdrittel ließ Nürnberg nichts unversucht und hatte in doppelter Hinsicht Pech: Ein Mannheimer Foul an NIT-Ver-teidiger Shawn Lalonde blieb ohne Folgen (42.) und Philippe Dupuis verfehlte das 2:3 mit einem Schuß aus spitzem Win-kel an die Latte nur denkbar knapp (44.), während Milan Jurcina von der blauen Linie scheiterte an Adler-Goalie Pic-kard (48.), der fünf Minuten später auch den neuerlichen Schussversuch des freistehenden Dupuis mit dem Schoner entschärfte.

84-Andrew Desjardins (MA), der Puck und Goalie 31-Niklas Treutle (N)

Unter den immerhin deutlich mehr als 5000 Besuchern des Gastspiels des Spitzenreiters in der Noris befanden sich im Übrigen angeblich auch vier “Späher” der nordamerika-nischen National Hockey League (NHL). Ob alle wegen Mo-ritz Seider, der als “Pick 25” beim “2019 NHL Mock Draft” ins Visier der Washington Capitals geriet, in der Nürnberger Arena waren, bleibt vorerst ungewiss – František „Frank“ Musil jedenfalls soll den 17jährigen robusten Verteidiger der Adler Mannheim als Scout der Buffalo Sabres beobachtet haben. Und der 53jährige Tscheche aus Pardubice (bis 1984 bei seinem Heimatverein TJ Tesla auf Puckjagd), National-spieler wie NHLProfi (839 Einsätze für Minnesota North Stars, Calgary Flames, Ottawa Senators und Edmonton Oilers) sowie zweimaliger Canada-Cup- und fünfmaliger WM-Teilnehmer, der mit der CSSR 1985 Eishockey-Weltmeister wurde und auch als Trainer tätig war, weiß als ehemaliger Verteidiger, welche Qualitäten in Nordamerika insbesondere auf dieser Position erwartet werden.

17-Patrick Reimer (N) kommt neben 42-Chad Kolarik (MA) nicht mehr an den Puck

Vor seinem Goalie 34-Chet Pickard drängt 42-Chad Kolarik (beide MA) mit Eisgestöber Nürnbergs Patrick Reimer ab

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein solcher (noch dazu junger) Verteidiger täte den Ice Tigers angesichts ihrer Personalnot natürlich eben-falls gut, aber so muss es eben auch anders weitergehen (= unter den gegebenen und sei es noch so misslich-en Umständen). Und zum Ende des “Halloween”-Monats Oktober zuhause bereits auch schon wieder am Mittwoch, den 31.10.2018 – mit der “Red Party” beim Spiel gegen die Straubing Tigers!

Trainer Pavel Gross (MA) diskutiert mit dem Schiedsrichter

Das meinten die Trainer:

Pavel Gross (Mannheim): “Wir haben uns vor der DEL-Pau-se viele gute Spiele vorgenommen und wollen konzentriert arbeiten, ohne auf die Tabelle zu schauen. Nürn-berg hat im letzten Spiel gegen Augsburg sehr gut gespielt, da hätte das Spiel anders laufen können. Die Ice Tigers haben nach wie vor eine starke Mannschaft, aber einfach nicht die Ergeb-nisse. Wir haben heute ein sehr gutes erstes Drittel gespielt und uns die Chancen erarbeitet. Im Spiel gab es zwei Knack-punkte: Wir haben das Spiel bis zum ersten Gegentor gut kontrolliert, dann hatten die Ice Tigers ihre Chancen, aber nach dem dritten Tor war die Luft raus.”

Trainer / Sportdirektor Martin Jiranek (N) hört sich die Erklärung vom Schiedsrichter an

Martin Jiranek (Nürnberg): “Mannheim war heute die bes-sere Mannschaft. Wir haben Tom Gilbert in den ersten Mi-nuten verloren und sind wieder im Teufelskreis mit den Verletzungen. Nach dem 1:2 haben wir wieder Leben gezei-gt, das 1:3 hat uns dann den Zahn gezogen. Die Jungs wollen gewinnen, aber wir müssen uns besser konzentrieren. Mannheim hat einen sehr guten Lauf und ist nicht ohne Grund Tabellenführer. Wir (…) bekommen keine Unter-stützung der hinteren Reihen oder im Powerplay. Dass die vierte Reihe das Tor geschossen hat, freut mich – aber das ist zu wenig.”

Und so geht’s weiter:

Nach dem Auswärtsspiel bei den Eisbären Berlin müssen (oder dürfen?) die Ice Tigers nur drei weitere Tage danach am 31. Oktober 2018 (Mittwoch, 19:30 Uhr) im Rahmen der “Red Party” zuhause schon wieder gegen die Straubing Tigers ran. Nur zwei Tage später geht’s am 2. November 2018 (Freitag, 19:30 Uhr) zum ERC Ingolstadt und weiter im Zwei-Tage-Takt am 4. November 2018 (Sonntag, 16:30 Uhr) zuhause gegen die Iserlohn Roosters.

Das jüngste DEL-Heimspiel in der Statistik:

Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Adler Mannheim 1:4 (0:2, 1:1, 0:1)

Ice Tigers: 31 Treutle (Spielzeit 60:00 Minuten – 29 Jenike ohne Einsatz) – 8 Lalonde, 9 Buck, 10 Aronson, 11 Brown, 14 Gilbert, 16 Bast, 17 P. Reimer, 19 Grosse, 21 Kislinger, 24 Weber, 26 Segal, 41 Acton, 57 Weiß, 61 Bassen, 68 Jurcina, 77 Bender, 91 Dupuis, 93 Pföderl, 95 Alanov. / Trainer: Martin Jiranek – Co-Trainer: Mike Flanagan.

Mannheim: 34 Pickard (0:00–??:00 – 44 Endras ohne Einsatz) – 6 Lehtivuori, 7 Akdag, 14 G. Festerling, 16 Eisenschmid, 18 Smith, 21 Krämmer, 22 Plachta, 23 M. Goc, 27 Mikkelson, 29 Reul, 37 Larkin, 42 Kolarik, 53 Seider, 61 Huhtala, 84 Desjardins, 89 Wolf, 90 Adam, 94 Hungerecker, 95 Katic. / Chef-Trainer: Pavel Gross – Co-Trainer: Mike Pellegrims.

Tore: 0:1 89 Wolf / Assistenten 7 Akdag + 84 Desjardins (4:24 Spielminuten), 0:2 27 Mikkelson / 94 Hunger-ecker (15:54), 1:2 95 Alanov / 10 Aronson (23:50), 1:3 37 Larkin / 94 Hungerecker + 18 Smith – bei 4:4-Feld-spielern, da beide Teams je einen Spieler auf der Strafbank hatten (31:26), 1:4 14 G. Festerling / 90 Adam + 42 Kolarik (49:07).

Schiedsrichter: Sirko Hunnius + Mark Iwert.
Linienrichter: Maksim Cepik + Marcus Höfer.

Strafzeiten: Nürnberg 2 = 4 Spielminuten (2 x 2) – Mannheim 4 = 8 Spielminuten (4 x 2).

Zuschauer: 5170 (in der ARENA Nürnberger Versicherung).

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD
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