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Fußball

Fußballbundesliga: 1. FC Nürnberg – Fortuna Düsseldorf 3:0

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Das tat der Club-Seele richtig gut:

Dem 0:7 (0:2) vom Mittwoch beim BV 09 Borussia Dortmund ließ der 1. FC Nürnberg zum Ende der “englischen Woche” am samstäglichen 6. Spieltag der Saison 2018/19 im heimischen “Max-Morlock-Stadion” einen für den Klassenerhalt hochwichtigen, abgesehen davon aber ebenso verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf folgen!

Die Trainer Michael Köllner (FCN) und Friedhelm Funkel (D) vor dem Spiel

Bestes Fußballwetter am letzten Samstag im September

 

 

 

 

 

 

 

 

Verglichen mit dem Auftritt von Bundesliga-Absteiger Hamburger SV in der 2. Bundesliga nur 43 Stunden zuvor und gut vier Tage nach dessen 0:5-Heimklatsche gegen den SSV Jahn Regensburg bei der SpVgg Greuther Fürth (0:0) rund 14 Kilometer weiter nordwestlich präsentierte sich der 1. FCN nach seiner 0:7-Abfuhr in Dortmund knapp drei Tage zuvor gegen die 1895 (und damit fünf Jahre früher) gegründete Fortuna weitaus mutiger wie selbstbewusster als die Hanseaten in Fürth und durfte am Ende im Kampf um den Klassenerhalt drei wichtige Punkte gegen den Mitaufsteiger und direkten Mitkonkurrenten im Abstiegskampf verbuchen. Gewiss hatte der Club-Trainer seiner gegenüber Dortmund auf vier Positionen veränderten Startelf gegen Düsseldorf mit auf den Weg gegeben, konzentriert und sicher zu agieren, also kein unnötiges oder gar unkalkulierbares Risiko zu gehen – so abwartend, ängstlich (ja schon destruktiv) und jedwedes Risiko meidend wie der HSV in Nürnbergs Nachbarstadt aber begann die Elf von Michael Köllner gegen Friedhelm Funkels Mannschaft keineswegs und kam so am Ende verdientermaßen bereits bis zur Halbzeit zu mehr als die Hanseaten in Fürth über 90 Minuten – nämlich zu einem Tor, dem zwei weitere nach Seitenwechsel folgen sollten.

18-Hanno Behrens verwandelt den Elfmeter zur 1:0-Führung für Nürnberg

23-Tim Leibold (N) und 10-Marvin Ducksch (D) vor Nürnbergs Tor

 

 

 

 

 

 

 

 

In der taktischen Ausrichtung demonstrierten die Nürnberger nach dem vor allem in der personellen Ausstattung defensiven 5–3–2 von Dortmund, wo der FCN allem Anschein nach (der Schreiber dieser Zeilen hatte nicht das aus Nürnberger Sicht zweifelhafte Vergnügen, vor Ort dabei zu sein …) indes eher zu mutig (oder unstrukturiert?) nach vorne als zu defensiv agierte, gegen den Zweitliga-Meister 2018 (der am letzten Spieltag, als beide bereits aufgestiegen waren, dem Club mit seinem 3:2-Sieg nach 1:2-Pausenrückstand in dessen Heimspielstätte noch den Titel entrieß …) sowohl Flexibilität wie Lernfähigkeit – und das gegenüber dem damaligen Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf ebenso wie hinsichtlich des 0:7 drei Tage zuvor in Dortmund. Geschickt variierend in den Systemen 4–3–3, 4–3–1–2 und 4–3–2–1 (oder wie es der offizielle “Matchday Report” auswies, in einer 4–2–2–1–1- bzw. 4–2–3–1-Anordnung …) sorgten außerdem die drei offensiv(st)en FCN-Akteure Costa Pereira, Ishak (beide neben den defensiven Mittelfeldakteuren Löwen und Petrák neu für Bauer, Erras, Fuchs und Kubo in die Startelf gerückt) zusammen mit Misidjan durch ständige Positions- und Flügel-/Seitenwechsel für Belebung im eigenen Angriffsspiel sowie Verwirrung in der Düsseldorfer Defensive.

9-Mikael Ishak nach seinem Tor zur 2:0-Führung für Nürnberg

9-Mikael Ishak nach seinem Tor zur 2:0-Führung für Nürnberg

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch beeindruckender jedoch die Besonnenheit und Ruhe in der Defensiv-Arbeit: Wie Abwehr-Organisator Georg Margreitter seine Nebenleute führte, war eindrucksvoll und wie unaufgeregt sich etwa Lukas Mühl generell führen lässt, kann nur zu dem aus Club-Sicht hoffnungsvollen Schluss führen, dass sich da etwas sehr Positives entwickelt; dies betrifft ebenso die Außenverteidiger Valentini (den Eckball- und Freistoßspezialisten von rechts wie von links), der sich mit seinbem Pendant Leibold auf der linken Seite auch diesbezüglich Wechselspiele liefert und damit das Geschehen auch in Gegners Strafraum belebt. Mit großer Bereitschaft, zu ackern und sich gegenseitig zu helfen, entwickelt sich da in allen Mannschaftsteilen eine echte Gemeinschaft, die (auch und gerade hinaus über die jeweils auf dem Spielfeld aktiven Spieler) als Team auftritt und selbst Rückschläge wegsteckt wie das happige 0:7 von Dortmund beim seit dem Wochenende neuen Tabellenführer der Bundesliga (auch das gehört zur richtigen Einordnung einzelner, insbesondere außergewöhnlicher Ergebnisse …).

Vorbei an Torwart 1-Michael Rensing schickt 21-Federico Palacios den Ball zur 3:0-Führung auf den Weg

9-Mikael Ishak freut sich als Torschütze zur 2:0-Führung mit dem Torschützen zur 3:0-Führung – 21-Federico Palacios

Hervorzuheben aus der mannschaftlichen Ge-schlossenheit ist trotz-dem ein Akteur, der – welch Ironie – mit seiner Spielweise meist (wie auch über weite Strecken gegen die Fortuna) eher unauffällig agiert, wie-wohl oft genug umso effektiver: Hanno Beh-rens – der 28jährige Kapi-tän der Nürnberger war gegen Düsseldorf an allen drei Treffern beteiligt!

Nachdem er den in der 26. Spielminute von Dodi Lukebakio an Tim Lei-bold verursachten und wegen der nötigen Behandlung des FCN-Verteidi-gers erst zwei Minuten später zur Ausführung gekommenen Foulelfmeter sicher verwandelt hatte (28.), war der defensive Mittelfeldspieler (zusam-men mit Eduard Löwen und phasenweise Ondrej Petrák vor der Vierer-Abwehrkette auf der “6” agierend) auch Ausgangspunkt der beiden weiteren Tore: Vor Mikael Ishak’s 2:0 (64.), der allein vor dem auch in dieser Situa-tion machtlosen Fortuna-Schlussmann Michael Rensing sicher vollstreckte, ließ Behrens den Ball nicht ins Tor-aus am eigenen Strafraum laufen, sondern trickste Lukebakio aus und leitete dieses Tor ein mit seinem langen Ball auf Löwen, der diesen zwar nicht erreichte, aber mit seinem Einsatz Adam Bodzek zum Eingreifen per Kopfball zwang, der zur maßgerechten Verlängerung für Ishak wurde – und auch vor Federico Palacio’s 3:0 (78., ein Lupfer über den aus seinem Gehäuse herausstürzenden Rensing ins Düsseldorfer Netz) eroberte der FCN-Spielführer den Ball, den er erneut, diesmal erfolgreich, an Löwen adressierte, der quer zum Düsseldorfer Strafraum lief und dann maßgenau den Torschützen bediente (es hätte auch erneut Ishak, allerdings in ab-seitsverdächtiger Position, sein können – der jedoch glücklicherweise weg und somit regelkonform passiv blieb …)!

10-Marvin Ducksch (D) tritt den Freistoß und der Ball trifft 33-Georg Margreitter (FCN) mit voller Wucht – danach mußte dieser zu Boden gehen.

FCN-Sportvorstand Andreas Bornemann und der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Thomas Grethlein verfolgen die PK nach dem Spiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Versöhnliches Ende der “englischen Woche” und nun noch das Leipzig-Spiel vor der nächsten Pause

Dass nach dem 2:0 (0:0) gegen Hannover 96 zum Auftakt der ersten “englischen Woche” der Saison 2018/19 und dem 0:7 (0:2) bei Borussia Dortmund mit dem 3:0 (1:0) gegen Fortuna Düsseldorf am Ende sechs Pluspunkte das Habenkonto auf acht in sechs Punktepartien erhöhten, stimmt (von der Tordifferenz mal abgesehen) versöhnlich wie hoffnungsvoll. Am 7. Spieltag der laufenden Spielzeit steht nun für 7. Oktober 2018 (Sonntag, 18 Uhr) noch die Auswärts-Begegnung bei RB Leipzig an, ehe es in die nächste (Länderspiel-)Pause geht.

Die Bilanz des 1. FCN mit Fortuna Düsseldorf (= Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e. V.)

Gesamt-Bilanz aus Sicht des 1. FCN:
47 Spiele / 24 Siege, 9 Unentschieden, 14 Niederlagen / 87:65 Tore (zuhause: 24 Sp. / 18 S, 1 U, 5 N / 58:30 T – auswärts: 23 Sp. / 6 S, 8 U, 9 N / 29:35 T).

Bundesliga-Bilanz aus Sicht des 1. FCN:
25 Spiele / 14 S, 7 U, 4 N / 53:36 T (zuhause: 13 Sp. / 12 S, 1 U, 0 N / 37:15 T –
auswärts: 12 Sp. / 2 S, 6 U, 4 N / 16:21 T).

Das aktuelle Spiel in der Statistik:

1. FC Nürnberg – Fortuna Düsseldorf 1895 3:0 (1:0)

1. FCN: 1 Bredlow – 9 Ishak (87. 19 Knöll), 17 Löwen, 18 Behrens, 22 Valentini, 23 Leibold, 24 Misidjan, 27 Costa Pereira (46. 21 Palacios), 28 Mühl, 31 Petrák (90. 29 Erras), 33 Margreitter / ohne Einsatz auf der Bank: 26 Mathenia – 8 Bauer, 14 Kubo, 35 Fuchs / Trainer: Michael Köllner.

Düsseldorf: 1 Rensing – 5 Ayhan, 6 Morales, 10 Duksch, 13 Bodzek, 20 Lukebakio (68. 28 Hennings), 23 Gießelmann, 25 Zimmermann, 33 Usami (58. 19 Lovren), 35 Kaminski, 39 Zimmer / ohne Einsatz auf der Bank: 12 Theißen – 16 Nielsen, 22 Stöger, 31 Sobottka, 32 Bormuth / Trainer: Friedhelm Funkel.

Tore: 1:0 18 Behrens (28., Elfmeter nach Foul von 20 Lukebakio an 23 Leibold), 2:0 9 Ishak (64., vollstreckt sicher allein vor Torhüter 1 Rensing, nach langem Ball von 18 Behrens, den 13 Bodzek im Kopfballduell mit 17 Löwen Richtung eigenes Tor verlängert hatte), 3:0 21 Palacios (78., Lupfer über Torhüter 1 Rensing nach Pass von 17 Löwen, den auch der allerdings abseitsverdächtige 9 Ishak hätte erwischen können, der zum Glück weg und damit inaktiv blieb …)

Schiedsrichter: Harm Osmers (SV Baden 1924 / Achim, Niedersachsen) – SR-Assistenten: Thomas Gorniak (ATSV Sebaldsbrück / Bremen) + Jan Clemens Neitzel-Petersen (Eintracht Norderstedt / Schleswig-Holstein) / 4. Offizieller: Tobias Reicherl (GSV Maichingen / Sindelfingen, Baden-Württemberg) / Video-Assistentin: Bibiana Steinhaus (MTV Engelbostel-Schulenburg / Langenhagen, Niedersachsen).

Gelbe Karten: keine – 6 Morales (32. Foul), 39 Zimmer (68. Foul).
Gelb-Rote Karten: keine.
Rote Karten: keine.

Zuschauer: 36 102 (zahlende).

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD
weitere Fotos in unserer Bilddatenbank

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