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Fußball

Fußball-WM 2018 – Public-Viewing am Flughafen und ein Kommentar zu den Spielen

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Vor dem Kommentar zur Fußball-WM 2018 in Russland von unserem Reporter ein paar Fakten zum Public-Viewing am Nürnberger Flughafen.

14,000 Fußballfans konnten das Spiel Deutschland gegen Mexiko auf vier großen Leinwänden verfolgen

Auf dem Festivalgelände von werk:b-events am Flughafen Nürnberg wo der event sommer 2018 am 9. Juni mit dem „Latin airport Festival“ startete und noch das „HIPHOP GARDEN Festival“ am 30. Juni, sowie die bereits ausverkaufte „Super Sommer Sause“ am 14. Juli folgen werden, wurde auch der PSD-Fanpark für die Liveübertragung der WM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft eingerichtet.

Eingerichtet ist nicht das richtige Wort, denn es ist fast alles so, wie es auch bei den Festivals ist, mit dem Unterschied, dass statt der drei angekündigten drei großen LED-Leinwände, vier vorhanden sind. Für insgesamt 20.000 Besucher ist Platz und bereits zum ersten Livespiel am 17.06. kamen 14.000 Zuschauer für die auch Tribünenplätze, Gastronomie-, Promotion- und Fanartikelstände vorhanden sind.

Unter den 14.000 Zuschauern war auch eine kleine Gruppe von mexikanischen Fans, die ihren Erfolg jubelnd und fahnenschwenkend zwischen den enttäuschten, aber auch fairen deutschen Fans feierten.

Am kommenden Samstag ist das nächste Public Viewing und wir werden auch wieder dabei sein.

Kommentar zur WM:

Die Fußball-WM 2018 in Russland läuft und sie hat durchaus vielversprechend begonnen, was spielerische Leistungen angeht und die Bereitschaft der Aktiven, den Zuschauern vor Ort wie an elektronischen Geräten in der Heimat (oder wo immer) die Attraktivität ihrer Sportart zu zeigen.

Der Veranstalter, Organisator und Geschäftsführer von werk:b events, Christopher Dietz

Gemessen an dem, was das Salz in der Suppe des Spiels mit dem runden Leder ist, ließ es sich richtig gut an: Die ersten drei Tage mit acht Spielen und 21 Treffern (Schnitt: 2,625), nach vier Aufeinandertreffen sogar schon 13 Tore (Schnitt: 3,25) – und das trotz drei Auseinandersetzungen mit lediglich einem einzigen erfolgreichen Torschuss bei immerhin keinem 0:0!

Am Sonntag, dem vierten Tag, sah es dann schon etwas anders aus. In Gruppe E setzten immerhin der Weltranglisten-23. Costa Rica /23) und der FIFA-34. Serbien das Turnier fort und es gab auch erneut kein torloses Duell, jedoch sportliche Magerware mit vielen Fehlern sowie wenig Bereitschaft, eingetretene Pfade zu verlassen, um dem Ganzen eine Wende zu geben – was angesichts des Rückstands vornehmlich die Aufgabe der Mittelamerikaner gewesen wäre. Allerdings verbreiteten auch die Südost-Europäer wenig Glanz . .

Und was in dieser Begegnung noch mehr auffiel als in allen anderen zuvor, wo die Schiedsrichter stets bemüht waren, den Akteuren frühzeitig deutlich zu machen, dass sie nahezu alles sehen und ahnden würden – mit zumindest Letzterem haperte es dann doch zunehmend. Und leider scheinen auch die Unparteiischen im Video-Raum nicht nur nicht alles zu sehen (oder sehen zu sollen/wollen?), sie reagieren vor allem kaum – dass passt dann recht wenig zur Selbstbeweihräucherung der FIFA diesbezüglich.

Gastronomie- Promotion- und Fanartikelstände hatten für jeden der 14.000 Besucher etwas

Dabei möchte ich eine Lanze brechen für die Spielleiter auf dem Feld: Diese können unmöglich immer alles sehen – Situationsbedingt werden sie immer wieder die Hilfe entweder ihrer Assistenten an den Seitenlinien benötigen (wofür diese ja schließlich auch da sind) wie auch die der Video-Beobachter. Auf die Zusammenarbeit wird es ankommen, ob der “Video-Beweis” seinen Siegeszug im Sinne größerer Gerechtigkeit schneller oder langsamer wird antreten können – denn kommen wird er meiner Überzeugung nach so oder so ganz gewiss!

Die Gelbe Karte für den Serben Prijovic in der 90. Spielminute etwa ist so ein (halb-gutes Beispiel: Ohne Video-Unterbrechung und -Kontrolle wäre überhaupt nichts passiert, eine Übeltat ungesühnt geblieben – nichts war aber keineswegs geschehen, sondern ein Schlag des Serben mit der Hand ins Gesicht seines Gegenspielers. Der wiederum hatte ihn zuvor festgehalten, blieb aber unbestraft anstatt Gelb zu bekommen – und für die Tätlichkeit (denn das war der Schlag nach hinten nun mal!) hätte Rot die eigentlich fällige Strafe für den eingewechselten Serben sein müssen . . .

Nun, immerhin, halb ist besser als gar nichts – und das System muss sich ja vielleicht auch wirklich erst einspielen. Wobei Vergleichbarkeit der geahndeten Video-Überprüfungen schon auch nötig ist, um Fairneß walten zu lassen.

Deutsche Fahnen gab es an diesem Nachmittag nur vereinzelt zu sehen

Dabei hätten es die Spieler ja selbst in der Hand (oder im Kopf oder Fuß …) Fairneß über alles zu stellen. Ich fürchte nur, das können wir vergessen. Denn wie bereits im ersten Teil der Gruppenspiele der WM 2018 wird der persönliche-individuelle Vorteil gesucht, steht noch Heftigeres zu befürchten, wenn es um die Entscheidungen geht.

Und ich frage mich (auch angesichts dessen, dass die Unparteiischen eben auch nicht immer alles erkennen und ahnden können), was macht das mit unserer Jugend, die das zuhause an Großbildschirmen und TV-Geräten verfolgt, und wie wird das weiter (wie zuletzt) schon in den Jugend- und Amateurklassen explodieren?!?

Halten, Klammern, Schieben, Schubsen, Treten, Umrennen – und vieles davon mit Entrüstung abgewiesen; auch von Spielern der deutschen Nationalmannschaft (leider)!

Sehen sich diese Fußballer eigentlich noch als Vorbilder?

Im Hintergrund die Tribüne und die mexikanischen Fans waren in der Minderheit – konnten aber ihre Freude und ihre Fahnen zeigen zwischen den friedlichen, aber auch enttäuschten deutschen Fans zeigen

Dürfen wir diese Aktiven überhaupt noch in die Verlegenheit bringen, als Vorbilder dienen zu sollen?

Oder kann sich Fairneß in diesem “Geschäft” schon niemand mehr leisten? Nicht mal der Weltmeister!?!

Da darf in anderer Beziehung bereits Freude aufkommen, wenn mal ein falscher Einwurf (wie von Jerome Boateng beim deutschen WM-Auftakt) überhaupt gepfiffen wird (Kompliment dem Iraner Faghani!) – nur: Warum wird das nicht in allen Spielen geahndet und wieso nicht mal im selben, wenn direkt danach der Mexikaner ebenso falsch einwirft?!?

Wie sollen unsere Jugendlichen da lernen, wie es richtig ist (respektive wäre)?

Gleiches gilt für Attacken von hinten – beileibe nicht nur gegen DFB-Kicker (wenngleich auch da …).

Die 0:1-Niederlage gegen Mexico haben sich Joachim Löw’s Schützlinge indes schon selber zuzuschreiben. Immerhin gingen sie mit Anstand als Verlierer vom PLatz und bedankten sich zuvor noch bei den trotzdem Fahnen schwenkenden deutschen Fans für deren Unterstützung.

Zumal: Noch ist ja nicht aller Tage Abend und die Fußball-WM 2018 dauert noch eine ganze Weile!

Text: ISPFD+Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD

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