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Fußball

2. Liga: SpVgg. Greuther Fürth – F.C. Hansa Rostock 2:2

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Nach erneut sieglosem Spiel wurde Trainer Schneider freigestellt

Das Kleeblatt war zweimal in Führung und trennte sich trotzdem nur mit einem Unentschieden von Hansa Rostock.

Nach Toren von Branimir Hrgota und Ragnar Ache lag die Spielvereinigung bis in die Nachspielzeit vorne, ein Elfmeter, den Malone verwandelte, sorgte aber für den Punktgewinn für die Gäste, die nach einer gelbroten Karte für Verhoek die letzten 25 Minuten in Unterzahl spielten.

10-Branimir Hrgota (FÜ) hat den Ball zur 1:0-Führung auf den Weg geschickt

Anfangs sah man ein recht wildes Spiel, da die Gäste früh drauf gingen und versuchten, das Kleeblatt in viele Zweikämpfe zu verwickeln. Nach etwa zehn Minuten hatten die Fürther die Masche durchschaut und bekamen nun Struktur in ihre Aktionen. Tobias Raschl setzte den ersten Schuss ab aus etwa zwölf Metern, Kolke konnte aber sicher halten (10.).

Im Gegenzug setzten sich aber die Gäste über ihre linke Angriffsseite durch, Verhoek köpfte die weite Flanke aus fünf Metern aber zu unplatziert, sodass Andreas Linde parieren konnte.

Kurz darauf brachte Simon Asta den Ball von rechts flach nach innen, wo Ragnar Ache geschickt auf Timothy Tillman ablegte, doch ein Rostocker kam gerade noch dazwischen.

Nach dieser gemeinsamen Kopfballabwehr von 21-Anderson-Lenda Lucoqui und 7-Nico Neidhart müssen beide im Krankenhaus behandelt werden

In der 20. Minute brachte Marco John einen Freistoß nach innen, der wurde kurz abgewehrt, Hrgota zog aus 17 Metern ab, der leicht abgefälschte Ball flog als Bogenlampe unhaltbar zum 1:0 ins Netz.

Nach dem Kopfballzusammenstoss werden 21-Anderson-Lenda Lucoqui und 7-Nico Neidhart behandelt und müssen danach ins Krankenhaus zur ärztlichen Versorgung gebracht werden

Erneut ein Freistoß von John wurde dann gleich zwei Rostockern zum Verhängnis. Neidhart wollte wegköpfen, doch da eilte von der Seite sein Mannschaftskamerad Lucoqui herbei, sprang ebenfalls hoch. Die beiden stießen mit den Köpfen zusammen und mussten nach längerer Behandlungspause mit der Trage vom Platz transportiert werden.

37-Julian Green (FÜ) vor 14-Svante Ingelsson

Nachdem es wieder los ging, hatte Hrgota die nächste Chance, sein Weitschuss aus 25 Metern nach Doppelpass mit Tillman ging an die Latte. Die Gäste hatten nun Mühe, sich wieder in die Ordnung zu bringen, so blieb das Kleeblatt in der Spielkontrolle. In der siebenminütigen Nachspielzeit spielte Tillman zu Ache, dessen Versuch aus spitzem Winkel wurde von Kolke gehalten. Dann zog Tillman aus 17 Metern ab, der Ball wurde zur Ecke abgefälscht. Schließlich wurde Hrgota in einem Gewühl vor dem Tor abgedrängt, seine anschließende Flanke fand keinen Angreifer.

34-Lukas Fröde köpft den Ball zum 1:1-Ausgleich für Rostock auf den Weg

So ging es mit 1:0 in die Pause – Ache Tor reicht nicht für drei Punkte

Die zweite Hälfte begann mit einem Schuss von Ache, der aber rechts vorbei ging. Dann war es wieder Ache, der auf der Torauslinie weiterleiten wollte, der Ball rutschte aber ins Aus. Die Gäste warfen nun alles nach vorne und gingen Risiko. Dafür wurden sie in der 57. Minute belohnt, bei einer Ecke kam Lukas Fröde mit dem Kopf an den Ball, an einigen Fürthern vorbei kullerte die Kugel ins Netz zum 1:1.

39-Ragnar Prince Fridel Ache (FÜ) gewinnt das Kopfballduell gegen 16-Ryan Malone und schickt den Ball zur 2:1-Führung auf den Weg

Doch die Ronhofer schlugen postwendend zurück. Asta ging über rechts durch, seine weite Flanke köpfte Ache aus zentraler Mittelstürmerposition ins Tor zum 2:1 (60.). Kolke war noch dran, konnte die Kugel aber nicht aufhalten.

Gleich nach dem Anstoß waren wieder die Rostocker vorne, doch Hinterseers Schuss aus spitzem Winkel wurde von Linde geklärt. Hansa schwächte sich dann selbst, als der bereits verwarnte Verhoek Christiansen mit dem Arm im Gesicht traf und zurecht dafür mit Gelbrot runter musste.

2-Simon Asta (FÜ) gegen 13-Kevin Schumacher

Nun war meist das Kleeblatt am Ball. Astas Schrägschuss verfehlte aber das Ziel (70.), Aches Drehschuss wurde noch zur Ecke abgelenkt. Rostock zog sich zurück und wartete auf Konter, doch da tat sich zunächst nichts. Afimico Pululu kam in der 83. Minute nicht an eine Flanke heran, die Kolke sicher pflückte. Fünf Minuten darauf wäre der Schlussmann aber geschlagen gewesen, doch Pululu schoss nach tollem Konter und Zuspiel Hrgotas den Ball freistehend aus wenigen Metern über das fast leere Tor. In der 90. Minute war es dann wieder Hrgota, der nach einem Konter abzog, doch der Ball wurde zur Ecke gelenkt.

16-Ryan Malone (HRO) verwandelt gegen Torwart 1-Andreas Linde (FÜ) den Elfmeter zum 2:2-Ausgleich

In der Nachspielzeit kamen die Gäste dann noch zu einem Einwurf, den sie weit vor das Tor warfen. Linde wurde bedrängt, der Schiedsrichter erkannte jedoch kein Foul am Keeper. Beim Versuch, den Befreiungsschlag anzusetzen, traf Christiansen einen Rostocker Stürmer, der ging zu Boden und es gab Elfmeter. Den verwandelte Malone sicher flach rechts zum 2:2-Endstand. Es ging noch eine Minute weiter, doch bis auf einen Flachschuss der Gäste, den Linde sicher aufnahm, passierte nichts mehr.

2-Simon Asta (FÜ) spiegelt die Stimmung beim Kleeblatt nach dem erneuten sieglosen Spiel wieder

SpVgg. Greuther Fürth: Linde – Asta, Michalski, Griesbeck, John – Christiansen, Raschl, Tillman (79. Dudziak), Green (86. Itter) – Hrgota, Ache (79. Pululu)
F.C. Hansa Rostock: Kolke – Roßbach (46. Malone), van Drongelen, Neidhart (34. Ananou), Lucoqui (34. Schumacher) – Dressel, Ingelsson, Pröger (75. Fröling), Fröde – Verhoek, Hinterseer (75. Schröter)
Tore: 1:0 Hrgota (20.) 1:1 Fröde (57.) 2:1 Ache (60.) 2:2 Malone (90+2.)
Gelb-Rote Karte: Verhoek (62.)

Zuschauer: 10.516

Marc Schneider ist nicht mehr länger Trainer in Fürth.

Am Morgen nach dem Spiel hat die SpVgg. Greuther Fürth Marc Schneider von seinem Amt als Trainer freigestellt. Dies wurde dem Schweizer in einem Gespräch mitgeteilt. „Wir haben in den letzten Wochen viel versucht, auch Marc hat alles versucht, aber am Ende müssen wir festhalten, dass wir uns zwar punktetechnisch leicht verbessert haben, aber nicht so, wie wir uns alle das vorstellen“, so Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi, der ergänzt: „Wir danken Marc für seinen Einsatz, die menschlich außergewöhnliche und gute Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine weitere Karriere nur das Beste.“

Fürths Trainer Marc Schneider bedankt sich unwissent zum letzten Mal von seinem Torschützen 39-Ragnar Prince Fridel Ache nach dessen Auswechslung

Marc Schneider hat sich am Samstagmorgen vor dem Auslaufen von der Mannschaft verabschiedet und bis auf Weiteres werden die Co-Trainer Rainer Widmayer und Stefan Kleineheismann das Training beim Kleeblatt leiten.

Der Gesichtsausdruck von Fürths Trainer Marc Schneider während der Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen Rostock sagt alles …

Marc Schneider erklärt: „Ich möchte mich bei den Spielern, beim Verein und beim Staff für die Zusammenarbeit bedanken. Leider haben wir nicht die Punkte eingefahren, wie wir das hätten können. Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft sich aus der aktuellen Situation herausarbeiten wird. Dafür und für die Zukunft wünsche ich dem Kleeblatt alles Gute.“

Text: SGF (ISPFD)
Titelfoto: Ob Fürths Trainer Marc Schneider zu diesem Zeitpunkt während des Heimspiels gegen Rostock eine Ahnung hatte was am Tag darauf geschah?
Fotos: ISPFD
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