Connect with us

Eishockey

DEL: Nürnberg Ice Tigers – Bietigheim Steelers 1:5

Published

on

„Corona“ ist so wenig vorbei wie der Krieg in der Ukraine . . .

Was bedeutet Sport, was kann er bedeuten in Zeiten von Krieg und/oder Pandemie?

Nürnbergs #55 Blake Parlett (li.) und Bietigheims #90 Constantin Braun (re.).

Dass auch nach einer Woche weder die Invasion respektive der Überfall offizieller russischer Streitkräfte in der/auf die Ukraine vorbei ist noch das seit rund zwei Jahren wütende Virus „Corona“, wurde am Mittwoch-Abend in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ deutlich: Die ohnehin nur mit 18 Akteuren (gegenüber 22 des SC Bietigheim „Steelers“) angetretenen „Ice Tigers“ aus Nürnberg mussten im Laufe der Begegnung wegen des zwischenzeitlichen Eingangs positiver Befunde auf zwei weitere Spieler verzichten!

„Es hört nicht auf“, hatten die NIT-Offiziellen bereits vor der zumindest in der Höhe überraschenden 1:5 (0:1, 0:0, 1:4)-Niederlage gegen Aufsteiger Bietigheim „getwittert“. Schon vor dem 7:4 vom Sonntag gegen die „Haie“ des Kölner EC hatten PCR-Tests die positiven Schnelltests bei Tim Fleischer und Max Kislinger (seitdem in Isolation) bestätigt, doch dieses „Gezwitscher“ war noch nicht das Ende der Fahnenstange an einem Tag, an dem schier alles falsch lief, was schief laufen konnte für Nürnbergs Eishockey-Cracks. Nach Tim Bender (Magen-Darm-Probleme) musste Gregor MacLeod, der sogar auf dem offiziellen Spielberichtsbogen aufgeführt war, wegen einer Oberkörper-Verletzung noch kurzfristiger passen, ehe es während der Partie mit dem Ausschluß von Daniel Schmölz und Ryan Stoa knüppeldick kam für die Ice Tigers.

Bietigheims #57 Daniel Weiss (li.) und Nürnbergs #26 Dennis Lobach (re.).

Positiv nach 1. Drittel: Schmölz + Stoa schieden aus!

Während des 1. Drittels respektive in der Pause zum 2. Spielabschnitt (da gab’s unterschiedliche Informationen) der Ansetzung des 50. Spieltags der Saison 2021/22 der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erreichte die Nürnberger Verantwortlichen die Nachricht, dass die beiden Akteure, die (wie alle anderen auch) am Vormittag noch negativ „schnell-getestet“ worden waren, im PCR-Test einen positiven Befund hätten. Mit der Folge, dass sie von da an keine Spielberechtigung mehr besaßen für den weiteren Verlauf der Partie.

Verwunderlich dabei allerdings, was der Statistik-Bogen der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) auswies: Während beim 30-jährigen Deutschen Schmölz im ersten Spieldrittel eine Einsatzzeit von 7:55 Minuten (= bei Nürnbergs Feldspielern bis dahin die viertlängste nach Andrew Bodnarchuk/9:25, Blake Parlett/8:37 und Nicholas Welsh/8:24) zu Buche stand, waren beim US-Amerikaner Stoa (34) sechs Minuten und 41 Sekunden vermerkt, die sich aus 6:23 Minuten für den ersten, 14 Sekunden für den zweiten sowie vier Sekunden für den dritten Spielabschnitt zusammensetzten – laut Roman Horlamus, dem Leiter der Geschäftsstelle sowie Medien- und PR-Manager der Nürnberg Ice Tigers, “ ein Fehler der Statistik“!?!

Nürnbergs #15 Charlie Jahnke (re.) zieht vor Bietigheims #90 Constantin Braun (li.) ab.

Wie dem auch sei, die Mannschaft des Trainer-Teams Thomas „Tom“ Rowe und Manuel Kofler musste im weiteren Verlauf mit 14 Feldspielern auskommen, konnte also noch nicht mal drei komplette Reihen aufbieten. Im Gegensatz dazu hatten die erneut mutigen Gäste (wie schon bei Nürnbergs 3:0-Heimsieg zu Saison-Beginn am 2. Spieltag im September 2021 im damals allerersten DEL-Aufeinandertreffen der beiden „Organisationen“) weiter 19 Feldspieler zur Verfügung, was der Aufsteiger aus Bietigheim auch ebenso geschickt wie weidlich nutzte; außer den Torhütern Cody Brenner (25 Jahre jung), im niederbayerischen Bogen geborener Deutsch-Kanadier, und Leon Doubrawa (mit 20 noch fünf Jahre jünger), gebürtiger Oberbayer aus Ebersberg, kamen neben dem 29-jährigen Keeper Sami Aittokallio aus Tampere/Finnland alle auf dem Spielberichtsbogen aufgeführten „Steelers“ zum Einsatz – in zwei Fällen weniger als eine Minute = beim Münchner Fabjon Kuqi und dem Füssener Jimmy Martinovic, den beiden noch bzw. grade erst 20-jährigen bayerischen Youngsters des Liga-Neulings.

Die Patzer der Konkurrenz blieben ungenutzt

So wurde es also nichts aus den drei angestrebten Punkten, die die Hoffnung auf die „PlayOffs“ hätten stärken können – zumal mit Bremerhaven (2:4 gegen Berlin) und vor allem den beiden bayerischen Rivalen Ingolstadt (ebenfalls zuhause 2:3 nach Penalty-Schießen gegen Krefeld) wie Straubing (1:3 in Mannheim) die drei Konkurrenten um Tabellenplatz 6 gleichermaßen Federn ließen. Wie aber hätte das bei den quanti- wie qualitativen Ausfällen auch funktionieren sollen?

Bietigheims Verteidiger #39 Matt KcKnight (mi.) und Torwart #7 Sami Aittokallio (re.) klären gemeinsam gegen Nürnbergs #48 Jake Ustorf (li.).

Mit ohnehin lediglich sechs Verteidiger (immerhin gerade noch drei Reihen) und zehn Angreifern in die Auseinandersetzung mit den „Steelers“ gegangen, schrumpfte die Zahl der Stürmer ab Spielminute 21 auf acht (also weniger als drei komplette Reihen). Die Ausfälle von Gregor MacLeod (12 Tore + 20 Assists = 32 Scorer-Punkte aus 40 Begegnungen) und dann auch noch Ryan Stoa (15 + 17 = ebenfalls 32 bei 43 Einsätzen), beide sind gleichauf die drittbesten Punktesammler der „Eistiger“, plus Daniel Schmölz (10 + 21 = 31 in allen bisher möglichen 44 1/3 Partien) wogen zu schwer. Zumal die Nürnberger Top-Torjäger und -Scorer Tyler Sheehy (21 + 17 = 38 in 40 Partien, damit als bester Nürnberger auf Rang 16 der DEL-Scorerliste), dessen nur kurz Hoffnung machendes 1:3 (56. Spielminute) eher ein Bietigheimer Eigentor war, sowie Dane Fox (17 + 16 = 33 in 44 Spielen, DEL-Rang 32) im Gegensatz zu Riley Sheen Ladehemmung hatten.

Der 27-jährige Kanadier in Bietigheimer Diensten baute seine Ausbeute mit den beiden Treffern in der Noris zum 0:2 (41., im Powerplay = bei 5:4-Überzahl) und zum letztlich entscheidenden 1:4 (57. = „empty goal“, nachdem die Ice Tigers Torhüter Treutle zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatten) auf nunmehr sagenhafte 35 Tore bei 43 Einsätzen aus. Dazu kommen 18 Vorlagen, was den Bietigheimer angesichts 53 Scorer-Punkten (zusammen mit Straubings Jason Akeson = 20 Tore + 33 Assists bei allerdings „nur“ 41 Spielen) an die Spitze der DEL-Scorer-Wertung hievt.

Bietigheims Torwart #74 Sami Aittokallio (li.) klärt vor Nürnbergs #23 Lukas Ribarik (re.).

Schwenningen erwischte es noch heftiger als Nürnberg

„Corona“-Alarm auch andernorts und zum Teil noch schlimmer: Die Tageszeitung „Schwarzwälder Bote“ meldete in ihrem Online-Auftritt am späten Mittwoch-Abend (= 22:46 Uhr), also rund eine Stunde nach dem Ende der Partie in Nürnberg (da ertönte die Schluß-Sirene um 21:44), dass die „Wild Wings“ des Schwenninger ERC (nahezu) komplett in Quarantäne sein sollen; offizielle Stellungnahmen der SERC-Verantwortlichen dazu gab es (zumindest zunächst) nicht.

Das zeitgleich mit dem Bietigheimer Gastspiel in Nürnberg angesetzte Heimspiel der Schwenninger gegen die „Panther“ des Augsburger EV war da ebenso bereits ausgefallen wie die folgende Reise zum Auswärtsspiel der „Wild Wings“ bei den „Pinguinen“ des Krefelder EV laut dem TV-Sender „Magenta Sport“ bereits abgesagt war. Darüber hinaus steht offensichtlich die Sonntag-Begegnung der Südbadener gegen die Düsseldorfer EG auf der Kippe – insbesondere, wenn sich die jüngsten Schnelltests bestätigen sollten, wonach bei den Baden-Württembergern, die am Mittwoch-Vormittag noch regulär (und ohne Anzeichen von „Corona“-Infektionen) trainiert hatten, nur zwei Aktive ohne positiven Befund waren.

Nürnbergs #15 Charlie Jahnke (li.) und Bietigheims #29 Alexander Preibisch (re.).

Nächstes Heimspiel für die Ice Tigers:

4. MÄRZ 2022 (FREITAG, 19.30 UHR): NÜRNBERG ICE TIGERS – EHC „Eisbären“ Berlin in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ (Vorsaison 1:3 + 3:4 n.P. = wegen „Corona“ nur 2 Spiele gegen die DEL-Klubs der Nord-Gruppe; in der aktuellen Spielzeit 2021/22 am 7.10.2021 in Nürnberg 2:6 = für die Eisbären sowie 4:3 am 28.11.2021 + 3:1 am 9.1.2022 in Berlin = jeweils für die Ice Tigers; in dieser Runde also nur Auswärts-Siege zwischen „Tigern“ und „Bären“ am Eis)

Statistik zum jüngsten Heimspiel der Nürnberg Ice Tigers in der „PENNY DEL“-Saison 2021/22

Nürnberg „Ice Tigers“ – SC Bietigheim „Steelers“ 1:5 (0:1, 0:0, 1:4)

Nürnberg Ice Tigers: 31 Treutle (59:28 Spielminuten), 38 Dubeau (ohne Einsatz) – 8 Sheehy, 11 Brown (A = Assistent-Spielführer), 13 Stoa, 15 Jahnke, 22 Mebus, 23 Ribarik, 24 M. Weber (C = Kapitän/Spielführer), 25 Schmölz, 26 Lobach, 29 Welsh, 48 J. Ustorf, 55 Parlett (A), 67 Friedrich, 68 Pilu, 71 Bodnarchuk, 74 Fox, 89 MacLeod / Mannschaftsleiter: Manuel Kofler – Chef-Trainer: Manuel Kofler (laut offiziellem Spielberichtsbogen, statt dem eigentlichen „Boss“ Thomas „Tom“ Rowe) – Co-Trainer: „Tom“ Rowe (zumindest laut DEL-Mitteilung – der erneut mit Anzug + Schlips an der Bande tätige sonstige Kapitän Patrick Reimer, der wegen seiner Rücken-Probleme weiter ausfiel, fand keine offizielle Berücksichtigung).
Steelers: 51 Brenner (ohne Einsatz), 70 Doubrawa (ohne Einsatz), 74 Aittokallio (60:00) – 3 Prommersberger, 4 Smereck, 5 Schoofs, 8 G. Naud, 10 Hauner, 12 Stretch, 15 Kneisler, 23 Martinovic, 24 Renner, 25 Kojo, 26 Jasper, 29 Preibisch (A), 39 McKnight (A), 40 Schüle, 42 Kuqi, 57 Weiß, 90 Braun (C), 91 Sheen, 95 Ranford / Mannschaftsleiter: Marco Schwarzer – Chef-Trainer: Daniel Naud – Co-Trainer: Fabian Dahlem.
Tore: 0:1 5 Schoofs – Assistenten 12 Stretch + 95 Ranford (Spielzeit 13:05 = 20 Sekunden nach Beginn der ersten 4:5-Unterzahl für Nürnberg, als drei Spieler auf den Strafbänken saßen = zwei Nürnberger + ein Bietigheimer, obwohl dieser der Auslöser der Strafen wegen „Roughing“ = Übertriebener Härte war), 0:2 91 Sheen – 95 Ranford + 90 Braun (40:56 = 46 Sekunden nach Beginn der ersten Nürnberger 4:5-Unterzahl im Schlußdrittel), 0:3 4 Smereck – 40 Schüle + 39 McKnight (50:16 = 19 Sekunden nach Beginn der zweiten 4:5-Unterzahl für Nürnberg im 3. Drittel), 1:3 8 Sheehy – ohne Angabe von Assistenten, wobei die Vorlage zweifelsfrei von einem Mitspieler kam, der vermutlich 55 Parlett war (55:47 = Break bei 4:5-Unterzahl der Ice Tigers, wobei Bietigheims 40 Schüle den Querpaß des von den Schiedsrichtern Regel-konform aufgeführten Torschützen ins eigene Gehäuse lenkte und so Nürnbergs 24 Weber dessen Torerfolg vermasselte), 1:4 91 Sheen – 24 Renner (56:36 = ins leere NIT-Gehäuse = „empty goal“, als die Ice Tigers Torhüter Treutle zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatten), 1:5 95 Ranford – erneut, diesmal völlig korrekt, ohne Angabe von Assistenten (57:19 = nochmals in den leeren Nürnberger Kasten = „empty goal“, als die Ice Tigers wiederum Torhüter Treutle zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatten).
Haupt-Schiedsrichter: #18 Lukas Kohlmüller (TSV Erding / DEB-Landesverband Bayern) + 35 Jake Rekucki (Vereins-Zugehörigkeit ebenso unbekannt wie DEB-LV).
Linien-Schiedsrichter: #61 Markus Merk (ESC Kempten Sharks / DEB-LV Bayern) + 98 Maksim Cepik (Berliner Schlittschuh-Club / DEB-LV Berlin).
Punktrichter: Michael Feldmann (Nürnberg).
Strafen bzw. Strafzeiten: NIT 7 = 14 Minuten (7 x 2 – 3 im 1., 1 im 2. + 3 im 3. Drittel) = 11 Brown (12:45, wegen „Roughing“ = Übertriebene Härte + 40:13, wegen „Tripping“ = Beinstellen), 22 Mebus (12:45, wegen „Roughing“ = Übertriebene Härte + 36:15, wegen „Tripping“ = Beinstellen), 74 Fox (16:17, wegen „Slashing“ = Stockschlag + 49:57, wegen „Tripping“ = Beinstellen), 71 Bodnarchuk (54:15, wegen „Cross-checking“ = Stock-Schlag) – Bietigheim 2 = 4 Minuten (2 x 2 – beide in Drittel 1, keine im 2. + 3. Spielabschnitt) = 12 Stretch (3:01, wegen „Interference“ = Behinderung), 26 Jasper (12:45, wegen „Roughing“ = Übertriebene Härte).
Zuschauer: 2580 (zahlende) in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ – gemäß aktueller „Corona“-Lockerungen, die in Bayern eine Auslastung von 50 Prozent in geschlossenen Sportstätten erlaubt. Laut Mitteilung der Nürnberg Ice Tigers gibt es Eintrittskarten über den Online-Ticketshop hinaus inzwischen auch wieder an allen bekannten Vorverkaufsstellen und ab zwei Stunden vor Spielbeginn an der Abendkasse“.

Die offizielle Mitteilung der Nürnberg Ice Tigers im Wortlaut:

Aktuelle Zutrittsregelungen (2G) 02. März 2022 Allgemein

Bei den Heimspielen der Nürnberg Ice Tigers gilt aktuell die „2G“-Regel. Zutritt erhalten also nur Personen, die vollständig geimpft oder genesen sind oder noch nicht 14 Jahre alt sind. Ein zusätzlicher, tagesaktueller Schnelltest oder eine Boosterimpfung sind aktuell nicht notwendig. Tickets Folgend die werden auch nicht mehr personalisiert verkauft.
Ungeimpfte haben bei „2G“ keinen Zutritt.

Zutritt für Jugendliche: Minderjährige Schülerinnen und Schüler, die in der Schule regelmäßig negativ getestet werden, haben gegen Vorlage des Schülerausweises auch ohne Impfung Zugang. Kinder bis zum 6. Geburtstag und noch nicht eingeschulte Kinder stehen geimpften oder genesenen Personen gleich.

Weiterhin gilt das Alkoholverkaufs- und -konsumverbot. In der gesamten ARENA NÜRNBERGER Versicherung herrscht die FFP2-Maskenpflicht. Die Maske darf nur vorübergehend zum Verzehr von Speisen und Getränken abgenommen werden. Kinder und Jugendliche zwischen dem sechsten und dem 16. Geburtstag müssen nur eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Von der Maskenpflicht ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren.

Aktuell darf die ARENA zu 50% ausgelastet werden. Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im Online-Ticketshop und ab zwei Stunden vor Spielbeginn an der Abendkasse.

Text: Klaus Meßenzehl = „Pressedienst Nürnberg“ (PDN)
Titelfoto: Nürnbergs Chris Brown ist in das Tor von Bietigheims Torwart #74 Sami Aittokallio (oben) gerutscht.
Fotos: Thorsten Schönberger / ISPFD
weitere Fotos in unserer Bilddatenbank

Advertisement
Advertisement

News

Interessante Beiträge