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Eishockey

DEL-Playoff-VF 5: Rückblick Mannheim – Nürnberg 7:4 mit Fotos von der Abschlussfeier

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“Adler” im Halbfinale gegen Köln – Ice Tigers nun im Urlaub!

Saisonabschlussfeier im Tucherhof und Maskottchen “Pucki” in Aktion

Die Spieler warten um Brandon Segal auf ihren Auftritt und am Rand klatscht noch Sportdirektor-/Cheftrainer Martin Jiranek

 

 

 

 

 

 

 

 

Verabschiedung und Danke an Andreas Jenike

Das Ergebnis in Spiel 5 von Mannheim fiel am Ende dann doch deutlich aus mit 4:7 (2:2, 1:2, 1:3), wenngleich schon mal deutlich weniger deutlich als Auftakt-Begegnung 1 in der “Quadrate-Stadt”, in der es nach ähnlichem Spielverlauf am Ende 2:7 (1:1, 1:3, 0:3) gestanden hatte aus Nürnberger Sicht. Doppelt so viele Tore geschossen also zum Abschluss und noch viel näher dran an einer Überraschung nach zwischenzeitlicher 3:2-Führung als je zuvor in der SAP Arena – wo es in der Saison 2018/19 insgesamt fünf (!) Niederlagen setzte gegenüber “nur” drei in der heimischen Umgebung bei wenigstens einem 4:3-Verlängerungssieg in Spiel 4 der Viertelfinal-Playoffs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL).

Gegeben hatten die Spieler der Ice Tigers ebenso wie die Offiziellen im Umfeld letztlich alles, mehr war gegen die insgesamt besser besetzten “Adler” des Mannheimer ERC, schließlich ja auch Hauptrunden-Bester der DEL, kaum drin in der Endphase einer Saison, die selbst die eigenen An-hänger nach der Schluss-Sirene der letzten Begegnung positiv begleiteten: Trotz zahlreicher Enttäuschungen im Verlauf der aktuellen Runde präsen-tierten die erneut zahlreich ins nördliche Baden-Württemberg mitgereisten Fans ihre NIT-Schals und signalisierten den zunächst durchaus geknickten Nürnberger Akteuren (soweit das aus der Ferne am TV-Bildschirm zu beurteilen war), dass sie alles andere als enttäuscht waren von ihnen.

Die Verabschiedung von Brandon Segal fiel emotional aus

Waren Erwartungen/Hoffnungen nach guter Vorsaison überzogen?

Enttäuschend indes war der Verlauf der Saison 2018/19, die nach Platz 3 in der Spielzeit zuvor ganz offensichtlich (überzogene?) Hoffnungen (oder gar Erwartungen?) geweckt hatte, insgesamt schon. Zumal der Auftakt mit den Erfolgen in der Champions Hockey League (CHL) gegen die Spitzen-teams von Kärpät aus Oulu/Finnland und Mountfield aus Hradec Králové in Tschechien trotz durchwachsenem DEL-Start zu bestätigen schien, dass Platz 3 in der Vorsaison und das Erreichen des Halbfinals in den DEL-Playoffs keine Eintagsfliege war.

Allerdings war es womöglich genau diese Zusatzbelastung aus den internationalen Partien, die (neben großem Verletzungspech) einen besseren Start und damit auch eine erfolgreichere Spielzeit verhinderte(n). Und wer weiß, was geschehen wäre, hätten die Verantwortlichen mehr Geduld in der Trainerfrage bewiesen – nach der Verpflichtung von Kevin Gaudet (54 Jahre) als Nachfolger Rob Wilson’s (49 Lenze zuvor in Toron-to/Ontario geboren, von 2014–18 Cheftrainer der Ice Tigers und zu den Peterborough Petes in die kanadische Junioren-Liga Ontario Hockey League gewechselt) zogen Thomas Sabo & Co. bereits Ende September die Reißleine und beendeten die Zusammen-arbeit, noch bevor der zuvor als Spieler und noch mehr als Coach in Straubing, Hannover, Wien und Bietig-heim erfolgreiche Franko-Kanadier mit deutschem Pass seinen 55. Geburtstag in der Noris feiern konnte . . .

Die Verabschiedung von Brandon Segal, hier mit Dane Fox und Philippe Dupuis, fiel emotional aus.

In der CHL hui, in der DEL pfui . . .
– Kevin Gaudet musste gehen!

Nach drei Siegen bei nur einer Niederlage in der CHL, um-gekehrt aber lediglich einem Erfolg bei drei verlorenen DEL-Begegnungen hatte Kevin Gaudet geäußert, dass alle Betei-ligten dazulernen müssten – für ihn selbst war das bereits zwei Tage nach dem 3:4 zuhause gegen den ERC Ingolstadt kein Thema mehr; seine Zeit als Trainer der Thomas Sabo Ice Tigers hatte da bereits ihr Ende gefunden. Laut offizieller Medien-/Pressemitteilung der Ice Tigers waren “(…) unter-schiedliche Auffassungen über die taktische Ausrichtung und Führung der Mannschaft (…)” der Grund für die Frei-stellung.

Trikotverlosung von Christopher Brown

Diese Formulierung ließ in der Tat “(…) erstaunlich wenig Interpretations-spielraum (…)”, wie Sebastian Böhm. Sportredakteur der “Nürnberger Nachrichten”, im Internet-Portal “nordbayern.de” kund tat. Wobei es offensichtlich um Lernprozesse ging, die den NIT-Offiziellen womöglich zu lange dauerten. Betroffenheit dokumentierte der Betroffene damals durchaus, viel mehr nicht. “Das ist die größte Enttäuschung meines Lebens”, äußerte Gaudet gegenüber Andreas Eberle, Sportredakteur der “Bietigheimer Zeitung” (“BZ”), wollte über genauere Hintergründe seiner erzwungenen Beurlaubung jedoch öffentlich nicht reden: „Ich muss die Entscheidung akzeptieren.“

Missverständnis (oder mehr?) am Rande:

Dass, wie im Internet-Auftritt der “BZ”/”Südwest-Presse-Online” nachzu-lesen ist, mit ihm als Chefcoach auch seine Ehefrau Robin Niderost ihren Job los war, bestreiten die Ice Tigers – laut Roman Horlamus, dem Leiter der Geschäftsstelle sowie Medien- und PR-Manager, war Gaudet’s Part-nerin zwar stets dabei, jedoch keineswegs als “Co-Fitnesstrainerin” in Nürnberg angestellt. Zahlen indes mussten die die NIT trotzdem und müssen es weiter, noch bis 30. April diesen Jahres; zumindest den freígestellten Ex-Chefcoach, der zwar gerne anderswo tätig geworden wäre, aber anscheinend nicht das Passende fand.

Saisonabschlussfeier mit Autogrammstunde im Tucherhof

Die Planungen für die Saison 2018/19 laufen

Wie dem auch sei:

Die Planungen für die kommende Saison laufen, nach dem Ausscheiden aus den DEL-Playoffs endlich auch mit mehr Ruhe und Zeit für Sportdirektor Jiranek – der im Übrigen nicht zum ersten Mal als verantwortlicher Trainer in die Bresche sprang.

Bei aller Entlastung durch Co-Coach Mike Flanagan dürfte Martin Jiranek extremer (Mehr-, wenn nicht gar Doppel-) Belastung ausgesetzt gewesen sein; als Dauerzustand wohl weder zumutbar noch sinnvoll, weil das Ergebnis in mehr-facher Hinsicht fast zwangsläufig leiden muss.

Autogrammstunde auch mit Maskottchen “Pucki”

Weshalb vermutlich davon auszugehen ist, dass der NIT-Sportdirektor neben der personellen Entwicklung im Be-reich des Spielerkaders vor allem einen neuen Chef-Trainer sucht – wenn er nicht bereits fündig geworden ist und das Ergebnis nur unter der Decke hält. Ganz abgesehen davon empfiehlt es sich ja wohl, Kader-Planungen zumindest mit dem sportlich Verantwortlichen abzusprechen, wenn nicht gar diesem (zumindest mit-) entscheidend zu übertragen.

Damit es ein Missverständnis wie im Fall Kevin Gaudet möglichst kein weiteres Mal gibt!

Und so geht’s weiter

PAUSE + Zeit zur Erholung von einer anstrengenden Runde, bis es dann mit dem Sommer-Training wieder los geht.

Letzte Autogrammstunde mit Leonhard Pföderl

ISPFD hält Sie, geneigte Leserinnen + Leser, auf dem Laufenden . . . – versprochen!

Spiel 5 der “Playoffs” der DEL-Serie “Best of Seven” (Endstand 4:1 für Mannheim) in der Kurz-Statistik:

Adler Mannheim – TS Ice Tigers Nürnberg 7:4 (2:2, 2:1, 3:1)

Tore: 1:0 14 G. Festerling / Assistenten 90 Adam + 18 Smith – 5:3-Überzahl Mannheim (Spielzeit 11:53), 1:1 61 Bassen / 11 Brown + 24 Weber – 5:4-Überzahl Nürnberg (12:51), 2:1 42 Kolarik / 7 Akdag + 14 G. Festerling – 5:4-Überzahl Mann-heim (Spielzeit 19:12), 2:2 17 Reimer / 91 Dupuis + 77 Ben-der – 5:4-Überzahl Nürnberg (19:52), 2:3 24 Weber / 74 Fox + 8 Lalonde (29:14), 3:3 42 Kolarik / 7 Akdag + 14 G. Festerling (29:36), 4:3 16 Eisenschmid / 23 Goc + 37 Larkin (38:34), 5:3 89 Wolf / 42 Kolarik + 95 Katic – 5:4-Überzahl Mannheim (42:05), 6:3 29 Reul / 7 Akdag + 17 Kink (45:08), 6:4 6 Stephan / 9 Buck (50:31), 7:4 95 Katic – Empty-Net-Goal nach Herausnahme von NIT-Torhüter Treutle (58:06).

Schiedsrichter: Lasse Kopitz, Aleksi Rantala.

Strafzeiten: Mannheim 6 = 12 Minuten (6 x 2) – Nürnberg 10 = 20 Minuten (10 x 2).
Zuschauer: 11 882 (zahlende in der diesmal nicht ausverkauften SAP Arena Mannheim).

Autogrammstunde mit Maximilian Kislinger

Das meinten die Chef-Trainer
(siehe auch Website der Nürnberg Ice Tigers)

Martin Jiranek (Nürnberg): “Mannheim hat eine sehr gute Serie gespielt und verdient gewonnen. Meine Jungs haben richtig gekämpft, sie wollten diese Serie interessant mach-en. Wir waren kurz vorne, dann hat Mannheim Druck ge-macht und wir konnten nicht mithalten. Wir haben alles gegeben, aber es hat nicht ganz gereicht. Jeder Spieler in unserer Kabine ist ein guter Mensch und hat alles gegeben. Die Jungs haben die Playoffs erreicht und die 1. Runde ge-wonnen. Ich bin stolz auf die Jungs und unsere Zuschauer.”
Pavel Gross (Mannheim): “Klar sind wir glücklich, dass wir nicht mehr nach Nürnberg fahren müssen. Je länger das Spiel gedauert hat, desto mehr hat man gesehen, dass wir heute unbedingt gewinnen wollten. Nürnberg war die ganze Zeit und die ganze Serie ein guter Gegner und war gut eingestellt. Ein Spiel dauert immer 60 Minuten, aber es gibt in jedem Spiel so genannte Gamebreakers, diese entscheidenden Szenen. Das schnelle 3:3 und das fünfte Tor haben uns unheimlich geholfen. Es war eine gute, harte und fair geführte Serie.”

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD
weitere Fotos in unserer Bilddatenbank

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