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Basket-& Handball

Handball-Bundesliga: HC Erlangen – Füchse Berlin 22:27

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Es bleibt nach fünf Punktspielen vorerst bei einem einzigen, wenngleich mit 30:22 (15:10) durchaus beeindruckenden (Auftakt-)Sieg für den HC Erlangen in der eben begonnenen Saison 2018/19 der DKB Handball-Bundesliga – auch nach dem zweiten Auswärtsspiel bei GWD Minden, das mit 22:29 (9:12) ebenso verloren ging wie die vorherige Heimpartie gegen FrischAuf Göppingen, die eine bittere 24:25 (11:13)-Niederlage bescherte, und der dritten Heim-Begegnung;

Dabei erwies sich der aktuelle EHF-Cup-Sieger Füchse Berlin (im Grunde erwartungsgemäß, insbesondere angesichts der zusätzlich angespannten Erlanger Personalsituation ohne Haaß und Murawski) als zu stark und brachte dem HCE eine 22:27 (8:16)-Niederlage bei!

Die mit zwei Siegen und zwei Niederlagen zwar ebenfalls durchwachsen in die aktuelle Spielzeit gestarteten Gäste aus Berlin machten früh klar, dass ihr Ziel beide Punkte waren und legten den Grundstein zu ihrem letztlich verdienten Erfolg in der Anfangsphase der Begegnung. Nach schnellem 0:2-Rückstand trotz Anwurfs kam der HCE zwar zum 2:2, es sollte allerdings der einzige Ausgleich des gesamten Spiels bleiben . . . – denn in der Folge zog die Mansnchaft von Velimir Petkovic auf 2:7 davon und HCE-Trainer Eyjolfsson sah sich bereits nach 12:43 Minuten Spielzeit zur ersten Auszeit gezwungen. Bis zum 6:11 konnten seine Schützlinge in der Folge einen höheren Rückstand vermeiden, doch dann ließen die Füchse ihrem vorherigen 5:0-Lauf weitere drei Treffer ohne Erlanger Tor folgen und bauten ihre Pausenführung auf acht Treffer aus!

Dominik Mappes

Was die Erlanger dann in der zweiten Halbzeit ablieferten, war aller Ehren wert – wenngleich immer wieder von eige-nen Unzulänglichkeiten durchzogen und so kaum dazu ge-eignet, dem Spiel noch eine entscheidende Wende zu geb-en. Zunächst allerdings hielt Berlin den Abstand, erhöhte ihn dann jedoch innerhalb 6:13 Minuten sogar auf zehn Treffer und sah sich plötzlich einem 6:0-Lauf des HCE ausgesetzt, der zwischen Spielminute 37 (36:19) und 46 (45.20) auf 16:20 verkürzte. Dabei griff das “time-out” der Gäste (43:40) nach vier Gegentoren in Folge zum 14:20 auch nicht sofort, erst nach weiteren 2:17 Minuten und zwei zusätzlichen Heim-Toren gelang den Gästen wieder ein Treffer; von Spielminu-te 36:13 bis 45:57 landete kein Ball im Erlanger Netz – fast zehn Minuten lang!

In dieser Phase ließen sich auch die Berliner anstecken von Fehlern der Erlanger, die von der Heim-Mann-schaft jedoch nie völlig abgelegt werden konnten und so den Füchsen auch wieder zur Konsolidierung ver-halfen. Zwei Tore in Folge nach dem 17:21 und gar drei hintereinander zum 18:26 (ein Tempogegenstoß nach leichtem HCE-Fehler) ließen die Füchse wieder auf acht Tore enteilen. Mit viel Moral (dies wohl auch dank großartiger Unterstützung des Publikums) gelang den Gastgebern nochmal ein 3:0-Lauf und am Ende ein, vor allem angesichts des Rückstands zur Halbzeit halbwegs versöhnliches Endergebnis von 22:27.

Noch überragender als der auch diesmal wieder starke HCE-Schlussmann Nikolas Katsigiannis agierte auf der Gegenseite der glänzend aufgelegte Nationaltorhüter Silvio Heinevetter, der ebenso wie sein zum Einsatz kommende Stellvertreter Malte Semisch einen Siebenmeter parierte – dieses Kunststück gelang im Übrigen auch Katsigiannis-Ersatzmann Gorazd Skof, der nach zuvor fünf erfolgreichen Strafwürfen des Berliners Frederik Simak gegen Katsigiannis (alle in Halbzeit 1) Sieger blieb. Bei den vier Erlanger Strafwürfen scheiter-ten sowohl Christoph Steiner wie Johannes Sellin je ein Mal; hatten also lediglich eine 50-prozentige Erfolgsquote . . .

Überragender Torschütze der Partie war Füchse-Rechtsaußen Mattias Zachrisson: Der Linkshänder traf sieben Mal und war kaum zu bremsen. Auf Erlanger Seite trugen sich Nikolai Link und Christoph Steinert je fünf Mal in die Liste der Torschützen ein.

Gefasst zeigte sich HCE-Coach Eyjolfsson nach dem Spiel: „Ich kann meiner Mannschaft heute trotz der Niederlage ein Kompliment machen. Wir haben eine sehr schwache erste Halbzeit gespielt und es über unseren Kampfgeist und unsere Moral geschafft, uns kurz vor Ende noch einmal auf vier Tore heran zu kämpfen.” Auf diese zweite Halbzeit möchte Adalsteinn Eyjolfsson aufbauen, “um uns nächste Woche gegen die Eulen von Beginn an stärker zu präsentieren”. Dabei vergaß der HCE-Trainer nicht das Publikum zu erwähnen: “Dass wir die zweite Halbzeit für uns entscheiden konnten, lag vor allem auch an unseren tollen Fans, die uns immer wieder motiviert und nach vorne gepeitscht haben!“

Weiter geht’s in der DKB Handball-Bundesliga für den HCE kommende Woche mit zwei Auswärts-Begeg-nungen: Am Donnerstag, den 27.9.2018, um 19 Uhr bei den Eulen Ludwigshafen und am Sonntag, den 30.9.2018, um16 Uhr beim THW Kiel – ehe am Sonntag, dem 7.10.2018, um 16 Uhr mit dem Gastspiel des Deutschen Meisters SG Flensburg-Hndewitt das nächste Heimpiel in der ARENA Nürnberger Versicherung ansteht.

Das Spiel in der Statistik:

HC Erlangen – Füchse Berlin 22:27 (8:16)

HCE: 12 Skof (Spielzeit 3:28 / 53. pariert 7m von 24 Simak), 26 Haßferter (ohne Einsatz), 29 Katsigiannis (56:32) – 5 Sellin (2 Tore/davon 1x7m, 1x7m gescheitert an 16 Semisch), 8 Maidl, 9 Överby (1), 15 Gorpishin, 17 Kellner, 20 Büdel (2), 21 Bissel (2), 22 Mappes (2), 25 Schäffer (3), 33 N. Link (5), 36 von Gruchalla, 44 Steinert (5/davon 1x7m, 1x7m gescheitert an 12 Heinevetter), 46 Thümmler (1???). / Trainer: Adalsteinn Eyjolfsson.
Berlin: 12 Heinevetter (45:12 / 27. pariert 7m von 44 Steinert), 16 Semisch (14:48 / 58. pariert 7m von 5 Sellin) – 3 Wiede (4/davon 1x7m), 4 Elisson (2),6 Holm (3), 7 Struck (1), 10 Gojun (1), 21 Zachrisson (7), 24 Simak (6/davon 5x7m, 1x7m gescheitert an Skof), 28 Schmidt, 42 Jallouz, 43 Reißky (1), 77 Koch (1), 95 Drux (1). / Trainer: Velimir Petkovic.
Torfolge: 0:2, 2:2, 2:7, 3:7, 3:8, 4:8, 4:10, 5:10, 5:11, 6:11, 6:14, 7:14, 7:15, 8:15, 8:16 – 8:17, 9:17, 9:18,
10:18, 10:20, 16:20, 16:21, 17:21, 17:23, 18:23, 18:26, 21:26, 21:27, 22:27.
Schiedsrichter: Fabian Baumgart (TuS Altenheim/Ortenau) + Sascha Wild (Hedos Elgersweier/Ortenau).
Gelbe Karten/Verwarnungen: 33 N. Link (0:52), 9 Överby (16:46.), Trainer Eyjolfsson (48:33) – 10 Gojun
(3:03), 28 Schmidt (9:55), 95 Drux (11:20), Trainer Petkovic (44:32.).
Zeitstrafen: HCE 6 Minuten = 25 Schäffer (5:41 + 9:14), 33 N. Link (26:48) – Berlin 10 = 10 Gojun (4:21), 77 Koch (20:39), 43 Reißky (34:25), 7 Struck (37:13), 28 Schmidt (44:32).

Rote Karte/Disqualifikation:

Zuschauer: 3341 (in der ARENA Nürnberger Versicherung).

Autor: Klaus Meßenzehl

Fotos: ISPFD

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