Fußball
Google Pixel Frauen-Bundesliga: 1. FC Nürnberg – VfL Wolfsburg 2:8
Bittere Wende vor 1307 Zuschauer*innen
Die Saison 2026/27 in der „Google Pixel Frauen-Bundesliga“ ist eröffnet: Und was mit dem zumindest vom Rahmen her beeindruckenden Eröffnungs-Spiel am Freitagabend unter Flutlicht im „Stadion An der Alten Försterei“ vor 17 083 (!) zahlenden Besucher*innen zwischen dem 1. FC Union Berlin und den aktuellen Double-Gewinnerinnen vom FC Bayern München (1:4) seinen Anfang nahm, fand tags darauf seine Fortsetzung u.a. am frühen Nachmittag im „Max-Morlock-Stadion“ mit dem Auftritt von Vorjahres-Vizemeister VfL Wolfsburg beim 1. FC Nürnberg.

Nürnbergs #21 Keira Bednorz (links unten) überwindet hier Wolfsburgs Torhüterin #1 Stina Johannes (rechts) zum 2-0.
Dass sich dort dann grad‘ mal 1307 Besucher*innen, die ihren Obolus im Vorverkauf oder an den Kassen entrichtet hatten, im weiten Rund der 50 000 Menschen fassenden Fußball-Arena optisch regelrecht verliefen, kam zwar wenig(er) überraschend, ist dann aber trotzdem ein Stück weit enttäuschend – auch angesichts des Interesses bei anderen Begegnungen:
Siehe etwa immerhin 3005 bei Hamburger SV gegen SC Freiburg (1:1) oder gar 4642 im baden-württembergischen Derby zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Aufsteiger VfB 1893 Stuttgart. Da dürfte kaum trösten, dass sich bei RasenBallsport (RB) Leipzig versus Bayer 04 Leverkusen (0:2) lediglich 1204 zahlende Zuschauer*innen am „Trainingszentrum Cottaweg“ in der Fußball-Hochburg Sachsens mit Erstligisten sowohl bei Frauen wie Männern „verloren“ und damit noch weniger als in der Noris.

Nürnbergs Torschützin zum 2-0 Pausenstand, #21 Keira Bednorz (oben) wird hier gefeiert.
Wo sich die FCN-Frauen anfangs erfolgreich wehrten gegen den Vorsaison-Vizemeister + Rekord-Pokalsieger bei den Frauen (= elf Mal: 2013 sowie von 2015 bis 2024 zehn Mal in Folge!). Und das keineswegs nur defensiv, sondern auch mit Mut nach vorne.
Der neue Chef-Trainer Omar Adlani hat als Nachfolger von „Eigen-Gewächs“ Isabel Bauer (die noch immer 27-jährige Interims-Trainerin übt nun wieder ihre vorherige Funktion als „Co-Coach Analyse“ aus) und Thomas Oostendorp (eine neue Station des 33-jährigen Niederländers ist derzeit nicht bekannt) seinem neu formierten Team offensiv offensichtlich einiges mit auf den Weg geben können.

Wolfsburgs Torhüterin #1 Stina Johannes (oben) fängt diese Nürnberger Flanke ab.
Fany Proniez mit Traumtor + Keira Bednorz zum 2:0
Mit einem mutigen Beginn legten die „CLUB“-Frauen einigermaßen furios los: So musste National- und VfL-Torfrau Stina Johannes gegen die nach genauem wie klugem Paß der Ungarin Emőke Patricia Pápai über die rechte Angriffsseite zum Abschluß gekommene Französin Fany Proniez früh am kurzen Pfosten klärend eingreifen (2. Spielminute). Der folgende Eckball brachte zwar nichts ein, doch ein wegweisender Akzent war gesetzt.

Wolfsburgs #39 Sarai Linder (rechts) ist hier von Nürnbergs #3 Fany Proniez (links) nur mit einem Foul zu stoppen.
Nach einer Rettungsaktion mit vereinten Kräften um die schweizerisch-deutsch-spanische FCN-Torhüterin Lourdes Carmen Romero Grzondziel im eigenen Strafraum gegen VfL-Mittelstürmerin Lara Prasnikar (4.) sowie dem völlig zu Recht wegen deutlichem Abseits nicht anerkannten vermeintlichen Wolfsburger Führungstor (7.) fasste sich die 23-jährige Fany Proniez, die Anfang Januar des laufenden Jahres von RC Lens aus der ersten französischen Liga nach Nürnberg gekommen war, erneut ein Herz und zog nach einem weiteren Eckball von rechts sowie gerade mal 13 Spielminuten aus rund 20 Metern mit dem linken Fuß ab und traf ins aus ihrer Sicht linke obere Eck des Gäste-Gehäuses!

Wolfsburgs #28 Cora Zicai (links) nutzt das Missverständnis zwischen Nürnbergs #17 Marie Bleil (mitte) und Torhüterin #1 Lourdes Romero (re.) zum Torerfolg.
Diese Führung durch die französische U23-Nationalspielerin verlieh der Adlani-Truppe offensichtlich Flügel und mit ein wenig Glück gelang sogar das 2:0 durch Keira Bednorz. Die 19-jährige, vom FC Coburg stammende und über Eintracht Frankfurt erst Mitte des Jahres zum 1.FCN gewechselte (ober)fränkische Defensiv-Akteurin beförderte den Ball in der 40. Spielminute am Boden liegend (wie weitere Spielerinnen beider Teams) aus Nahdistanz zu ihrem allerersten Bundesliga-Treffer (wie zuvor Proniez) in den VfL-Kasten!

Jubel bei Wolfsburgs #28 Cora Zicai nach ihrem zweiten Treffer.
Was dann aber nach Wiederbeginn geschah, konnte niemand ahnen:
Mit einer weiteren (der bis dahin und bis Spielende dritten) Gelben Karte für Fany Proniez machte die keineswegs immer Fehler-frei leitende Unparteiische die Französin für ein Foul, das gewiß zu pfeifen war, aber mit Gelb-Rot auch zu hart bestraft schien, zum Unglücksraben der Begegnung. Denn in der Folge nutzte der VfL Wolfsburg die eigene Überzahl gnadenlos aus und verpaßte den Gastgeberinnen mit dem 8:2 eine regelrechte Packung.

Nürnbergs Torhüterin #1 Lourdes Romero (oben) fängt diese Flanke von Wolfsburg ab.
Reise nach Frankfurt vor Süd-Derby gegen VfB Stuttgart
Diesem für die FCN-Frauen bitteren Auftakt folgt für das Team des neuen Chef-Traines Omar Adlani am 2. Spieltag der „Google Pixel Frauen-Bundesliga“ eine Reise nach Hessen: In der Main-Metropole geben die „CLUB-Mädels“ am kommenden SONNTAG, bei der SG Eintracht Frankfurt – die zum Punktspiel-Start den 1. FC Köln durch zwei Tore von DFB-Nationalspielerin Laura Freigang mit 2:0 bezwungen hatte – ihre Visitenkarte ab.

Hier zieht Wolfsburgs #16 Camilla Küver (links) zu ihrem Treffer vor Nürnbergs #18 Franziska Mai (re.) ab.
Im heimischen „Max-Morlock-Stadion“ steht danach ein weiteres Süd-Derby an:
Mit dem VfB Stuttgart 1883 gastiert am SONNTAG, den 6. SEPTEMBER 2026 (Anpfiff um 18:30 UHR), der neben dem 1. FSV Mainz 05 zweite der beiden Aufsteiger + Meister der Vorsaison der 2. Frauen-Bundesliga in der Noris.
Text: Klaus Meßenzehl / „Meßi/MZ-Media“
Titelfoto: Wolfsburgs Weronika Arasniewicz (links) hatte in dieser Szene Glück, dass das Schiedsrichtergespann diesen Ellenbogen gegen Nürnbergs Julia Pollak nicht gesehen hatten.
Fotos: TGS/ISPFD
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