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Eishockey

DEL: Nürnberg Ice Tigers – Eisbären Berlin 1:2

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Jubel über späten Sheehy-Ausgleich folgte Ernüchterung . . .

Wie bitter für die „Ice Tigers“:

Nürnbergs #15 Charlie Jahnke (li.) bleibt an Berlins #12 Eric Mik (re.) hängen.

Mehr als 37 Spielminuten hielten die Schützlinge der Trainer Thomas „Tom“ Rowe und Manuel Kofler das eigene Gehäuse gegen den Titelverteidiger und Tabellenführer EHC „Eisbären“ Berlin sauber, glichen den Rückstand 171 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit von 60 Minuten aus durch Tyler Sheehy, der damit sein 22. Tor in der „PENNY DEL“-Saison 2021/22 erzielte – und verloren den (zumindest einen) Punkt, den es gegeben hätte im Fall einer Verlängerung, 28 Sekunden vor der Schluß-Sirene wieder.

Derweil feierten die recht zahlreich in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ vertretenen Berliner Fans EHC-Torhüter Tobias Ančička, der zwar knapp am „Shou-out“ vorbeischrammte, aber trotzdem und völlig zu recht als „Bester Spieler“ der „Eisbären“ ausgezeichnet wurde.

Nürnbergs #68 Fabrizio Pilu (li.) und Berlins #9 Mark Zengerle (re.).

Dessen Vater Martin, im tschechischen Kladno geboren und für die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft sowie „Adler“ Mannheim und Nürnberg Ice Tigers in der DEL aktiv, dürfte stolz gewesen sein auf den vor ziemlich genau 21 Jahren in Heilbronn zur Welt gekommenen Filius, der über die Jugend des EV Regensburg beim Nachwuchs von EHC „Eisbären“ und Eishockey-Club Charlottenburg (ECC) Preussen Berlin mit Abstechern zu den Lausitzer „Füchsen“ ausgebildet wurde.

Während der Berliner Auswahl-Keeper der DEB-Nachwuchs-Nationalteams U16 bis U20 rundum zufrieden sein und sich freuen durfte über seine Auszeichnung, war diese für den „Besten Spieler“ der „Ice Tigers“ eher bitter-süß. Tyler Sheehy, der einzige Nürnberger Torschütze des Abends, baute zwar seine Führung innerhalb der Mannschaft auf 22 Tore und dank 18 Assists auf 40 Scorer-Punkte aus – und doch schlich der 27-jährige US-Amerikaner ebenso enttäuscht und geschlagen vom Eis wie seine Team-Kollegen.

Berlins #15 Manuel Wiederer (links vorne) scheitert an Nürnbergs Torwart #31 Niklas Treutle (re.).

Die „Ice Tigers“ hatten allesamt einen aufopferungsvollen Fight geliefert und insbesondere in den Schlußminuten, die den Ausgleich bescherten, auf zumindest einen Punkt hoffen dürfen.
NIT-Chefcoach Rowe enttäuscht + doch auch stolz!

Bei der 1:4 (0:2, 1:1, 0:1)-Niederlage zwei Tage zuvor beim EHC RedBull München, wo Gregor MacLeod, Charlie Jahnke und Max Kislinger ins Team zurückkehrten und Tim Bender wegen einer Erkältung ausfiel, war da weit weniger drin. Der fürs NIT-Gehäuse nominierte Alex Dubeau musste in Unterzahl früh hinter sich greifen (2. Spielminute) und nach zwei weiteren EHC-Treffern (9. + 25. per Konter) schien bereits Anfang des zweiten Spieldrittels alles gelaufen.

Nürnbergs #29 Nicholas Welsh (re.) und Berlins #23 Blaine Byron (li.).

Zwar gelang Christopher Brown (40., Vorlage Blake Parlett) mit dem 1:3 eine Verkürzung, doch der aus Nürnberger Sicht insgesamt frustrierende Verlauf fand mit Münchens viertem Tor (47., erneut bei Überzahl der Gastgeber) eine zeitige Vorentscheidung.

Im Gegensatz zum NIT-Auftritt beim Derby in der Landeshauptstadt, wo der nächste Gegner Berlin tags darauf mit einem 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)-Erfolg nach zweimaliger Führung drei Punkte beim Verfolger entführte und trotz der extremen Belastung von zwei Begegnungen innerhalb rund 26 Stunden auch in Nürnberg wie ein angehender Meister agierte, reagierte Nürnbergs Chef-Coach Rowe nach dem 1:2 gegen den Meister zwar enttäuscht, aber trotz der Niederlage positiv:

Nürnbergs #11 Chris Brown (li.) und Berlis #81 Sebastian Streu (re.).

„Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Wir haben in München nicht gut gespielt, also war es gut zu sehen, wie wir heute rausgekommen sind. Wir hatten einen Spielplan, um mehr Druck zu machen und schneller zu spielen. Ich bin sehr glücklich, wie wir heute die Spielzüge mit Geschwindigkeit gemacht haben. Die Niederlage heute tut richtig weh nach unserem späten Ausgleich und der Stimmung in der Halle.“

Und dann hatte Thomas „Tom“ Rowe noch ein dickes Kompliment für den jungen Gäste-Keeper: „Tobias Ančička war überragend, er ist ein zukünftiger Star in dieser Liga.“

Berlins Torwart #45 Tobias Ancicka (re.) hat den Puck im Blick. Links vorne Nürnbergs #55 Blake Parlett.

Trainer-Lob für Ančička + Vertragsverlängerung von Fox

Wie sehr sich die Protagonisten, ob Spieler oder Verantwortliche, mit der angespannten „Corona“-Situation arrangiert haben, zeigt wohl auch die Tatsache, dass keiner der beiden Trainer jammerte ob der Ausfälle, die auf beiden Seiten zu beklagen waren respektive beklagt hätten werden können. Während bei den Gastgebern nach Ryan Stoa auch Kapitän Patrick Reimer wegen muskulärer Probleme erneut ausfiel, fehlte den Gästen unter anderem deren Spielführer Frank Hördler sowie mit Leonhard Pföderl ein Ex-Nürnberger, der gern und häufig trifft gegen seinen früheren Klub.

Bezugnehmend auf das Gastspiel am Tag zuvor in München war es für „Eisbären“-Cheftrainer Serge Aubin „ein richtig harter Kampf für uns“ und er sah „ein bisschen mentale und körperliche Müdigkeit“. Sein Kompliment an Nürnberg („Unser Gegner hat harten Druck ausgeübt“) verband der 47-jährige Kanadier mit der erfreuten Erkenntnis, „wir haben aber trotzdem einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen“ und lobte seinen Torhüter: „Wir müssen uns heute bei Tobias Ančička bedanken, der uns den Tag gerettet hat. Nürnberg hat extrem hart gespielt, wir sind einfach nur glücklich mit den drei Punkten.“

Berlins #45 Tobias Ancicka (li.) spielt den Puck in den Lauf von Nürnbergs #74 Dane Fox, welcher jedoch nicht trifft.

Eine Erfolgs-Meldung in personeller Hinsicht hatten die Nürnberg „Ice Tigers“ dafür bereits zwischen dem 6:2-Heimsieg gegen die Krefelder EV „Pinguine“ und dem 1:4 bei EHC RB München liefern können: Mit Dane Fox, Team-intern nach Tyler Sheehy in der aktuellen Saison 2021/22 mit 36 Scorer-Punkten (17 Tore, 19 Assist) zweitbester Akteur, wurde ein weiterer Leistungsträger über die laufende Saison hinaus gebunden. Der28-jährige Kanadier verlängerte seinen Vertrag bis 2023!

Nächstes Heimspiel für die Ice Tigers:

28. MÄRZ 2022 (MONTAG, 19:30 UHR): NÜRNBERG ICE TIGERS – Iserlohner EC „Roosters“ in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“ (Vorsaison 2:3 n.V. + 7:3 = wegen „Corona“ nur 2 Spiele gegen die DEL-Klubs der Nord-Gruppe – in der aktuellen Spielzeit am 10.9.2021 in Iserlohn 1:4 = für die „Roosters“ + 5:4 n.V. am 18.2.2022 = für die „Ice Tigers“ sowie am 31.10.2021 in Nürnberg 4:3 = für Gastgeber „NIT“)

Berlins #45 Tobias Ancicka (li.) klärt gegen Nürnbergs #19 Tim Fleischer.

Hauptrunde-Finale der Saison 2021/22 + Fortsetzung mit „Pre-PlayOffs“/“PlayOffs“

Wer Ansetzungen, Ergebnisse und Tabelle der höchsten deutschen Eishockey-Liga aufmerksam verfolgt, wird längst bemerkt haben, dass den NÜRNBERG ICE TIGERS noch zwei Begegnungen fehlen, um in der Saison 2021/22 angesichts 15 Mannschaften in der „PENNY DEL“ auf das Hauptrunden-Soll von 56 Partien zu kommen. Der aktuelle Rest-Spielplan weist keines der beiden genau genommen noch offenen Nürnberger Auswärts-Spiele in Bremerhaven und Straubing aus.

Allerdings sieht Roman Horlamus dafür auch „keine freien Termine mehr“. Der Leiter der Geschäftsstelle und Medien- und PR-Manager der „Ice Tigers“ meinte nach dem 6:2-Heimsieg gegen die „Pinguine“ des Krefelder EV und vor der ersten Fahrt nach München in dieser Spielzeit auf An-/Nachfrage zum NIT-Restprogramm: „In der Theorie wären es acht, praktisch aber nur sechs, weil die ausgefallenen Spiele in Straubing und Bremerhaven sehr wahrscheinlich nicht mehr nachgeholt werden.“

Das bedeutet in der (von der DEL-Spielleitung damit akzeptierten, wenn auch bislang nicht so kommunizierten) Konsequenz, dass es keine Abschluss-Tabelle mit vollem Hauptrunden-Spielplan geben wird. Also wird die Quotienten-Regelung entscheiden (müssen)!

Statistik zum jüngsten Heim-Spiel der Nürnberg Ice Tigers in der „PENNY DEL“-Saison 2021/22

Nürnberg „Ice Tigers“ – EHC „Eisbären“ Berlin 1:2 (0:0, 0:1, 1:1)

„Ice Tigers“: 31 Treutle (59:39 Spielminuten), 38 Dubeau (ohne Einsatz) – 8 Sheehy, 11 Brown (A = Assistent des Spielführers), 15 Jahnke, 19 Fleischer, 21 Kislinger, 22 Mebus (A), 23 Ribarik, 24 M. Weber (C = Kapitän/Spielführer), 25 Schmölz, 26 Lobach, 29 Welsh, 48 J. Ustorf, 55 Parlett, 67 Friedrich, 68 Pilu, 71 Bodnarchuk, 74 Fox, 77 Bender, 89 MacLeod / Mannschaftsleiter: Manuel Kofler – Chef-Trainer: Manuel Kofler (laut offiziellem Spielberichtsbogen anstatt des eigentlichen „Bosses“ Thomas Rowe) – Co-Trainer: Thomas „Tom“ Rowe (laut DEL-Mitteilung); außerdem unterstützte erneut der noch verletzte Julius Karrer seine Mitspieler auf der Bank, während NIT-Kapitän Patrick Reimer wegen muskulärer Probleme nach seiner Rückkehr beim 6:2 gegen Krefeld diesmal ganz passen musste).
„Eisbären“: 35 Niederberger (ohne Einsatz), 45 Ančička (60:00) – 4 Ellis (A), 6 Wissmann (A), 9 Zengerle, 12 Mik, 15 Wiederer, 18 J. Müller, 21 Fiore, 23 Byron, 38 Veilleux, 39 Södergran, 44 Baßler, 47 Després, 48 Jensen, 78 Bokk, 81 Streu, 89 Boychuck (C), 92 M. Noebels, 97 White / Mannschaftsleiter: Craig Streu – Chef-Trainer: Serge Aubin – Co-Trainer: Craig Streu.
Tore: 0:1 89 Boychuck – alleiniger Assistent (gemäß Angabe der Schiesrichter) Veilleux (Spielzeit 37:02 Minuten – bei 5:4-Überzahl Berlin), 1:1 8 Sheehy – Assistenten 25 Schmölz + 89 MacLeod (57:09), 1:2 48 Jensen – 38 Veilleux (59:32).
Schiedsrichter: #19 Benjamin Hoppe (EC Bad Nauheim / DEB-Landesverband Hessen) + #25 Aleksi Rantala (Finnland). Linienschiedsrichter: #68 Jakub Klima (Tschechien) + #97 Marius Wölzmüller (Augsburger EV Panther / DEB-Landesverband Bayern). Punktrichter: Michael Feldmann (Nürnberg).
Strafen bzw. Strafzeiten: NIT 5, mit direkter (Tor-)Folge bei der vierten Strafzeit Ende des zweiten Drittels nach grade mal elf (!) Sekunden zum 0:1 = 10 Minuten (5 x 2 = keine im 1. Spieldrittel, 4 im Mittelabschnitt + 1 im Schlußdrittel) für 26 Lobach (25:29, wegen „Holding“ = Halten), 22 Mebus (28:47, wegen „Cross-checking“ = Stock-Check), 68 Pilu (32:18, wegen „Interference“ = Behinderung), 67 Friedrich (36:51, wegen „Holding“ = Halten + 50:48, wegen „Interference“ = Behinderung) – EBB 5, ohne (Tor-)Folgen = 10 Minuten (5 x 2 = 2 im 1. Spieldrittel, 1 im Mittelabschnitt + 2 im Schlußdrittel) für 89 Boychuck (6:59, wegen „High-sticking“ = Hoher Stock), 38 Veilleux (8:06, wegen „Tripping“ = Beinstellen + 45:28, wegen „Charging“ = Unerlaubter Körper-Angriff), 15 Wiederer (28:47, wegen „Tripping“ = Beinstellen), 9 Zengerle (49:02, wegen „Cross-checking“ = Stock-Check),
Zuschauer: 3899 (zahlende) in der „ARENA NÜRNBERGer Versicherung“; gemäß der nach wie vor geltenden „Corona“-Maßgaben der 15. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) = unter Einhaltung der „2G-Regel“ (das bedeutet vollständig geimpft oder genesen respektive noch keine 14 Jahre alt/jung) inklusive des Tragens einer „FFP2“-Gesichts-(= Mund-Nasen-)Maske während des gesamten Aufenthalts in der Halle.

Text: Klaus Meßenzehl = „Pressedienst Nürnberg“ (PDN)
Titelfoto: Berlins #38 Yannick Veilleux (links vorne) und #39 Johan Södergran (re.) im Zweikampf mit Nürnbergs #89 Gregor MacLeod (mi.).
Fotos: TGS / ISPFD
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