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Eishockey

DEL: Nürnberg Ice Tigers – Straubing Tigers 4:3

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Luke Adam zaubert beim ersten Heimsieg in der PENNY/DEL

Was sich am 30. Dezember 2020 beim 1:2 nach Verlängerung gegen die Schwenninger Wild Wings in eigener Halle angedeutet hatte, setzten die Nürnberg Ice Tigers bereits vier Tage später am 3. Januar 2021 um:

Nürnbergs 73-Roman Kechter.

Dem ersten Punktgewinn der PENNY/DEL-Saison 2020/21 nach drei Niederlagen zum Start ließen die Schützlinge von Frank Fischöder in Partie 5 den ersten Sieg folgen + das nach Toren von Luke Adam (24. + 26. Spielminute), Dane Fox (39.) und Daniel Schmölz (55.) bei einem Gegentreffer von Clarke (57.) auch noch eindrucksvoll mit 4:1 (0:0, 3:0, 1:1) nach regulärer Spielzeit bei den Panthern des Augsburger EV – um diesem ersten Dreier mit dem 4:3 (2:0, 2:3, 0:0) gegen die Straubings Tigers schließlich auch zuhause weitere drei Punkte und die erste volle Zähler-Ausbeute hinzuzufügen!

Nürnbergs 21-Max Kislinger (links) und Straubings 27-Sandro Schönberger (re.).

Dabei sah es nach gespielten 25:06 Minuten gegen die “Halb-Namensvetter” aus Niederbayern sogar nach einem Kantersieg aus. Da hatte Luke Adam, bereits Assistent bei der Führung durch Daniel Schmölz, in Unterzahl (!) das Gäste-Gehäuse umkurvt und per “Bauern-Trick” EHC-Torhüter Matthew Robson zum 4:0 überlistet . . . – was Gäste-Cheftrainer Tom Pokel dazu veranlasste, den Goalie zu wechseln. Ein kluger Schachzug, denn Sebastian Vogl hielt seinen Kasten in der Folge mit vielen, teils Klasse-Paraden sauber und verbuchte so wenigstens einen persönlichen “Shut out” (blieb also ohne Gegentreffer); was seinen Vorderleuten den nötigen Rückhalt für eine Aufholjagd verschaffte.

Nur 2:13 Minuten nach Luke Adams Genie-Streich zum 4:0 – fünf Minuten vor Spielende beförderte der 30-jährige kanadische “Puck-Zauberer” der Ice Tigers das Spielgerät sogar aus vollem Lauf über seinen Gegenspieler und kam zum Abschluß – schöpften die Gäste von der Donau dank Marcel Brandts Treffer (28.) neue Hoffnung. Und innerhalb weniger als zehn Minuten (genau 9:35) durften die Schützlinge des 53-jährigen US-Amerikaners Pokel, der bereits seit Oktober 2017 und damit die vierte Saison in Folge das Sagen hat bei den Gäubodenstädtern, dank weiterer Tore von Jeremy Williams (32.) und erneut Marcel Brandt (37.) wieder an etwas Zählbares in der “ARENA NÜRNBERGer Versicherung” denken.

Nürnbergs 9-Tyson McLellan (li.) und Straubings 33-Fredrik Eriksson (re.).

Debütanten-Sieg für Kechter wie zuvor bereits für Kulda

Doch so sehr das Spielgeschehen zwischenzeitlich phasenweise auch gekippt war, die Mannen des 49-jährigen DEL-Trainer-Novizen Fischöder ließen sich keineswegs schocken, hielten dagegen und fanden wieder zurück zu ihrer Linie. Ein erlösendes fünftes Nürnberger Tor indes wollte partout nicht fallen, weder im zweiten noch im dritten Drittel – immer wieder durchaus auch ein Verdienst des eingewechselten 34-jährigen, in Landshut geborenen Tigers-Keepers Vogl. Und so blieb es spannend bis zur allerletzten Sekunde und einem finalen Bully vor dem Gehäuse des trotz der drei Gegentreffer erneut ebenfalls stark haltenden NIT-Torstehers Niklas Treutle.

Auf Seiten der Ice Tigers besonders im Fokus standen gegen Straubing zudem zwei Kufenflitzer, die vom Alter her 15 Jahre, sechs Monate und 22 Tage trennen: Der 32-jährige, in Leipzig geborene Lette Arturs Kulda, der in Augsburg (s)ein Debüt mit einem Sieg als Einstand feiern durfte, hat fast doppelt so viel Lebenszeit auf dem Buckel wie der noch 16-jährige, in Weilheim gebürtige Oberbayer Roman Kechter, dessen Verpflichtung die Ice Tigers am Spieltag bekannt machten (siehe auch Extra-Meldung im Online-Magazin von “Pressedienst Nürnberg / ISPFD”).

Straubings 16-Chasen Balisy (links) zieht hier an Nürnbergs 77-Tim Bender (mi.) und 74-Dane Fox (re.) vorbei.

Der einstige “Young Ice Tiger”, der vom schwedischen Klub Rögle BK ausgeliehen wurde und damit (zumindest vorübergehend) in die Noris zurückkehrt, durfte gleichermaßen wie sein fast doppelt so alter Mannschaftskollege über einen Sieg beim allerersten Auftritt für seinen neuen Klub jubeln.

Straubings Torwart 25-Sebastian Vogl (links) klärt hier gegen Nürnbergs 17-Patrick Reimer (rechts vorne)

Der jüngste Akteur im Aufgebot ist Roman Kechter übrigens ebenso wenig wie Arturs Kulda der älteste. Der von den Adlern Mannheim ausgeliehene, in Augsburg zur Welt gekommene Moritz Elias ist immerhin noch 23 Tage jünger als Kechter – und Patrick Reimer, der von Rückenproblemen genesene 38-jährige NIT-Kapitän aus Mindelheim, hat fast fünfeinhalb Jahre mehr auf seinem Buckel als der Neuzugang aus Lettland.

Nürnbergs 20-Eric Cornel (li.) vor Straubings 9-Stephan Daschner (re.).

Schlechte Vorsaison-Bilanz in Straubing gleich aufbessern

Wiedersehen macht bekanntlich Freude – fragt sich nur, ob das immer zutrifft!?!

Für die Ice Tigers hat dieser Spruch aktuell sogar doppelte Bedeutung: Abgesehen von der Rückkehr des Nürnberger Eigengewächses Roman Kechter in die Noris geht’s bereits am kommenden Donnerstag (quasi im ersten Rückspiel der Saison 2020/21 der PENNY DEL) in Straubing erneut gegen die Tigers – die laut Trainer Pokel dann nicht nochmal die selben Fehler machen wollen wie in Nürnberg.

Straubings 29-Mitschell Heard (re.) zieht hier vor Nürnbergs 73-Roman Kechter (li.) ab.

Dabei kann sich der bald 17-jährige gebürtige Oberbayer Kechter in Niederbayern gegen den selben Gegner einen Eindruck verschaffen, wie es auswärts zugeht in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Geschont wurde der Weilheimer indes auch auf eigenem Eis keineswegs – in der 13. Spielminute verschaffte Gäste-Kapitän Sandro Schönberger dem NIT-Neuzugang mit der Nummer 73 direkt vor den Medien-/Presse-Arbeitsplätzen einen unsanften Kontakt mit der Bande und seinem Ellbogen. Roman Kechter schien sich kurz zu wundern, dass das keine Schiedsrichter-Sanktion zur Folge hatte und war ganz schnell wieder voller Konzentration auf das folgende Geschehen – eine Rangelei vor dem Gäste-Gehäuse, die Nürnbergs Daniel Schmölz und Straubings Benedikt Schopper nur Sekunden nach dem eigenen Zusammenstoß mit Straubings Spielführer Schönberger die ersten Strafzeiten der Begegnung bescherten.

Nürnbergs 73-Roman Kechter.

Gewiss wird der sonstige Stürmer und Torjäger Roman Kechter, in der DEL-Partie gegen Straubing neben Thomas Gilbert als Verteidiger eingesetzt und mit (s)einer Größe (= Länge) von 1,77 Metern sowie einem Gewicht von 78 Kilogramm zu den größten Talenten im deutschen Eishockey zählend, nach dem gelungenen Einstand bei den Profis nachlegen wollen. Womit er seinen Beitrag dazu leisten kann, dass die Ice Tigers ihre eher schlechte Vorsaison-Bilanz gegen die Niederbayern verbessern: 2019/20 hatte es in (Heim)Spiel 1 zwar ebenfalls einen Sieg gegeben (3:2), danach aber lauter Niederlagen (2:3, 2:5, 1:2) und damit keinen Punkt mehr . . . – das soll sich in der Spielzeit 2020/21 auf keinen Fall wiederholen!

Nürnbergs 73-Roman Kechter (links) und neben Straubings 19-Tim Brunnhuber (re.).

Und so geht’s weiter für die Ice Tigers in der Saison 2020/21 der “PENNY DEL Eishockey-Bundesliga”

14. JANUAR 2021 (DONNERSTAG, 20:15 UHR): EHC Straubing Tigers – Nürnberg Ice Tigers (Vorsaison 2:3, 3:2, 5:2, 2:1)
17. JANUAR 2021 (SONNTAG, 14:15 UHR): Nürnberg Ice Tigers – Adler Mannheim (Vorsaison 1:4, 0:2, 2:7, 1:5) (in der “ARENA NÜRNBERGer Versicherung”)

Straubings Torwart 25-Sebastian Vogl (links) klärt hier vor Nürnbergs 25-Daniel Schmölz (re.).

Statistik zum 4. Spiel der Nürnbergs Ice Tigers in der Penny/DEL-Saison 2020/21

Nürnberg Ice Tigers – Straubing Tigers 4:3 (2:0, 2:3, 0:0)

Ice Tigers: 31 Treutle (60:00 Spielminuten), 43 Sharipov (ohne Einsatz) – 5 Kulda, 9 McLlellan, 11 Brown, 14 Gilbert (A), 17 Reimer (C), 18 Walther, 20 Cornel, 21 Kislinger, 22 Mebus (A), 25 Schmölz, 27 Trinkberger, 39 Pollock, 44 Broda, 46 Elias, 73 Kechter, 74 Fox, 77 Bender, 81 Bires, 90 Adam / Mannschaftsleiter: Manuel Kofler – Chef-Trainer: Frank Fischöder – Co-Trainer: Manuel Kofler.
Straubing: 25 Vogl (33:58), 40 Robson (25:06) – 9 Daschner, 10 Schopper, 15 Mulock, 16 Balisy, 17 Klein, 18 Williams (A), 19 Brunnhuber, 20 Eder, 21 Mouillierat, 22 Connolly (A), 27 Schönberger (C), 28 Laganiére, 29 Heard, 33 Eriksson, 34 Kohl, 39 Latta, 52 Ziegler, 62 Acolatse, 92 Brandt / Mannschaftsleiter: Rob Leask – Chef-Trainer: Tom Pokel – Co-Trainer: Rob Leask.
Tore: 1:0 25 Schmölz – Assistenten 90 Adam + 22 Mebus (Spielzeit 9:16 Minuten), 2:0 39 Pollock – Assistent 22 Mebus als direkter Zuspieler; wobei 11 Brown + 77 Bender als mitgelaufene Anspielstationen gegnerische Akteure banden, dem Torschützen den Weg freihielten und so ebenfalls ihren Anteil hatten (14:09), 3:0 11 Brown – keine offiziellen Assistenten (20:42), 4:0 90 Adam – 77 Bender + 20 Cornel (25:06 – 0:10 nach Spielfortsetzung in Folge einer Strafzeit für 14 Gilbert bei 4:5-Unterzahl Nürnberg), 4:1 92 Brandt – 15 Mulock + 27 Schönberger (27:19), 4:2 18 Williams – 19 Brunnhuber + 62 Acolatse (31:19 – 0:36 nach Spielfortsetzung in Folge einer Strafzeit für 73 Kechter bei 5:4-Überzahl Straubing), 4:3 92 Brandt – keine offiziellen Assistenten (36:54).
Schiedsrichter: Lasse Kopitz + Gordon Schukies – Linienschiedsrichter: Gabriel Gaube + Christoffer Hurtik – Punktrichter: Michael Feldmann.
Strafen bzw. Strafzeiten: NIT 5 = 10 Minuten (5 x 2) – Straubing 4 = 8 Minuten (4 x 2).
Zuschauer: KEINE (zahlenden in der ARENA NÜRNBERGer Versicherung)

Text: Klaus Meßenzehl
Titelfoto: Nürnbergs Neuzugang und Eigengewächs 73-Roman Kechter (li.) setzt sich gegen Straubings 19-Tim Brunnhuber (re.) durch.
Fotos: Thorsten Schönberger / ISPFD
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