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Eishockey

DEL: Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Fischtown Pinguins Bremerhaven 7:3 & Kantersieg in Schwenningen

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Die Talfahrt der Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg scheint beendet !?

Trainer / Sportdirektor Martin Jiranek (N)

Trainer Thomas Popiesch (BHV)

 

 

 

 

 

 

 

Seit der Heim-Niederlage gegen die Düsseldorfer EG (2:3 nach 2:0-Führung …) am 2. Dezember gab es kein Spiel mehr in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ohne wenigstens einen Punkt für die Ice Tigers (einzige Niederlage beim 2:3 nach Penalty-Schießen in Straubing) und dabei aus diesen vier Begegnungen immerhin zehn von zwölf möglichen Punkten. So darf es aus Sicht der NIT-Anhänger gerne weiter gehen . . .

48-Nicholas B. Jensen (BHV) gegen 91-Philippe Dupuis (N)

Ausgerechnet in Schwenningen bei den Wild Wings, wo es zum Punktspielstart der Saison 2018/19 Mitte September eine eher ernüchternde 2:3-Niederlage gesetzt hatte (nach zweimaliger Führung und in “Overtime” …), ließen die Ice Tigers zu Beginn des zweiten Teils der Hauptrunde nun mit dem 8:3 (2:2, 1:3, 0:3) einen Kantersieg folgen, der das 7:3 (4:1, 2:0,1:2) drei Tage zuvor gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven in der ARENA Nürnberger Versicherung noch toppte. Im Gegensatz zum Blitzstart mit deutlichem Heim-Erfolg über die Gäste aus der nördlichsten DEL-Stadt bewies die Mannschaft von Head Coach Martin Jiranek und “Co” Mike Flanagan im Schwarzwald Moral, kam (in Umkehrung des allerersten DEL-Punktspiels dieser Spielzeit an gleicher Stätte) nach dreimaligem Rückstand jedes Mal zurück und begeisterte danach mitgereiste rund 50 Anhänger ebenso wie am heimischen TV-Apparat mitfiebernde Beoachter (sei es Fans – oder “Kritiker” wie mich …)!

Sieben Tore gegen Bremerhaven!

91-Miha Verlic (BHV), der Puck und Goalie 29-Andreas Jenike (N)

“Unterhaltsamer 7:3-Sieg gegen Bremerhaven!” titelten die Ice Tigers auf ihrer Website nach dem Heim-Erfolg vor 3870 Besuchern über die Fischtown Pinguins, den Daniel Weiß mit dem Blitz-1:0 (1:11 Spielminuten) auf Zuspiel von Leo Pföderl und Tim Bender einleitete. Nur 158 Sekunden später revanchierte sich Weiß bei Pföderl mit der Vorlage zum 2:0 (3:49), ehe Taylor Aronson (Assistenten Shawn Lalonde + William “Will” Acton) in 5:4-Überzahl dem An-schlusstor von Brock Hooton (8:29) das 3:1 (11:16) und Patrick Reimer (Weiß + Tom Gilbert) gar in 5:3-Überzahl innerhalb weniger als 150 Sekunden (= zweieinhalb Minuten) das 4:1 (13:44) folgen ließen. Philippe “Phil” Dupuis (Dane Fox + Tim Ben-der, 24:06) sowie Mike Mieszkowski (Marcus Weber, 29:03), der es mangels Ab-/Anspielstation mutig selbst versuchte und erstmals seit September 2017 wieder traf, schraubten die Führung bis zur zweiten Drittelpause auf 6:1.

Gleich nach Wiederbeginn verkürzten der Slowene Jan Urbas (Verlic, 40:07) in 5:4-Überzahl und Schwartz (Hooton + Rumble, 43:03) mit ihren Anschlusstoren zu Beginn des Schlussdrittels auf 6:3 – was Martin Jiranek als Head Coach der NIT angesichts entsprechend negativer Erfahrungen aus der Zeit fehlender Erfolge zu einer Auszeit veranlasste. Mit Erfolg, denn seine Mannen bekamen das Spiel daraufhin wieder in den Griff und machten bereits weniger als viereinhalb Minuten später alles klar, als Pföderl in 5:4-Überzahl das letztlich entscheidende 7:3 (47:24) erzielte; nach Zuspiel von Dupuis hielt Patrick Reimer den Puck im Angriffsdrittel, machte Tempo und bediente perfekt den am langen Pfosten lauernden Pföderl, der aus spitzem Winkel zu seinem zweiten Treffer an diesem Tag kam.

8-Shawn Lalonde (N) vor 13-Rylan Schwartz (BHV)

Weniger Strafzeiten als die Gegner . . .

Jeweils weniger Strafzeiten sowohl gegen Bremerhaven (8 gegenüber 12 Minuten der Gäste) wie in Schwenningen (ebenfalls 8, bei 13 für die Wild Wings – davon 11 allein für Dominik Bittner, der außerdem per Spieldauer-Disziplinar-strafe vorzeitig zum Duschen durfte/musste …) sind wo-möglich auch ein Schlüssel zu den Nürnberger Erfolgen. Wiewohl es im Südwesten Deutschlands auf Grund extrem strenger Auslegung der Regeln zu Beginn genau umgekehrt zu laufen schien, als die Gastgeber frühe Strafzeiten gegen Jason Bast (3:41) und Daniel Weiß (4:01) innerhalb 20 Sekunden gegen Ende der 5:3-Überzahl zur Führung nutzten.

In der Schlussphase haderten dann die Wild Wings mit den Unparteiischen Marc Iwert + André Schrader, die immerhin konsequent, also keineswegs einseitig pfiffen. Die (das räumte sogar der Telekom-Berichterstat-ter/Kommentator selbstkritisch ein) bei Bittners Rettungsaktion (48:11) gemäß geänderter Regelauslegung zu dieser Runde korrekterweise keinen Penalty, sondern nur zwei Minuten Strafzeit verfügten, weil der Schwen-ninger zunächst korrekt die Scheibe gespielt und den allein aufs Heimtor zustürmenden Nürnberger erst danach von den Beinen holte!

8-Shawn Lalonde (N) vor 26-Mike Höffel (BHV)

Acht Treffer in Schwenningen!

Zum Spiel selbst vor 3300 Zuschauern in der Helios-Arena ist anzumerken, dass Nürnberg nach den weiteren Aus-fällen von Yannick Wenzel und kurzfristig Chris Brown sieben Ak-teure fehlten und so keine vier kompletten Sturmreihen aufgeboten werden konnten. Der wechsel-haften Anfangsphase beiderseits mit mehreren uner-laubten Weitschüssen folgten schließlich die Strafzeiten für Bast und Weiß, die den Wild Wings in doppelter Überzahl das 1:0 (5:30) durch Mirko Höfflin (Assistenten Anthony Rech + Bittner) bescherte.

Diesen Rückstand glich Nürnberg durch Daniel Weiß (Reimer + Lalonde) ebenso aus zum 1:1 (6:32), wie die weiteren Führungen der Wild Wings zum 2:1 (10:09) durch Istvan Bartalis (Hult + Bittner) und zum 3:2 (20:45) von Stefano Giliati (Kurth) – das 2:2 (14:38) erzielte Philippe Dupuis (Gilbert + Segal) indem er bei angezeigter Strafe für Schwenningen und 6:5-Feldspielern von hinter dem Tor den Schlittschuh von Jussi Timonen als Bande benutzte, zum 3:3 (21:48) netzte wieder Weiß ein (nach erneu-tem Reimer-Schuss, den Dustin Strahlmeier im SERC-Tor noch abwehren konnte + vorherigem Pföderl-Pass).

Die Fans von Nürnberg sagen ihre Meinung mit einem Spruchband

Und dann kam die Wende: Nach Dupuis’ Bully-Gewinn im Angriffsdrittel schoss Lalonde halbhoch von der blauen Linie und Brandon Segal fälschte die Scheibe unhaltbar für Schwenningens Torhüter Strahlmeier durch dessen Schoner zum 3:4 (25:24) für die Ice Tigers ab. In 5:4-Überzahl ließ Dane Fox dank Querpass von Lalonde das 3:5 (31:52) folgen, mit dem es in die zweite Drittelpause ging – ehe alles seinen endgültigen Lauf nahm: Ausgerechnet Will Acton besiegelte an früherer Wirkungsstätte in 5:4-Überzahl mit dem 3:6 (47:04) nach perfektem Konter über Bast und Bassen das Schicksal der Gastgeber.

Dominik Bittners 2+2 Strafminuten nutzte Dane Fox wie-derum in 5:4-Überzahl nach perfekter Vorarbeit von Lalonde und Taylor Aronson per Direktschuss durch Strahlmeiers Schoner zum 3:7 (49:48) und seinem zweiten Tor in dieser Begegnung. Den Schlusspunkt setzte schließlich Daniel Weiß nach neuerlicher Strafe für Dominik Bittner (53:22 – Check gegen das Knie von Oliver Mebus, der verletzt in die Kabine gebracht werden musste …): Nach überstandener Strafe für Dane Fox (54:16) bei 4:4-Feldspielern sorgte er mit seinem Treffer Nummer 3 an diesem Tag zum Endstand von 3:7 (56:32) und machte zum dritten Mal eine 5:4-Überzahl zum Torerfolg – nach Pföderls Zuspiel auf Tom Gilbert und dessen Klasse-Rückhandpass!

11-Cory Quirk (BHV) gegen 41-William Acton (N) und 24-Marcus Weber (N)

Folge-Programm kein Zuckerschlecken

Die nun überwunden scheinende Durststrecke, die mit und nach dem Ausscheiden aus der so überraschend erfolgreich gestarteten Gruppenphase der Champions Hockey League (CHL) mit absolut sensationellen Siegen gegen die Finnen aus Oulu und die Tschechen aus Hradec Kralove begann (das bittere Scheitern an Frankreichs Vertreter Rouen sei mal dahingestellt …), war verbunden mit phasenweisen Führungen, die teils sogar deutlicher als nur mit einem Tor ausfielen. Oftmals schwer nachvollziehbar verspielt gerieten diese dann zu einer Negativ-Spirale, die nun der Vergangen-heit angehören soll.

Das Programm der nächsten Wochen mit Partien gegen die Spitzenteams aus Berlin, Köln und Mannheim dürfte indes ebenso wenig ein Zuckerschlecken werden wie das zusätzliche Programm zwischen Weihnachten und Neujahr beim “Spengler-Cup” in Davos.

91-Miha Verlic (BHV) gegen 93-Leonhard Pföderl (N)

Und so geht’s weiter:

Nach dem Auswärtsspiel bei den Eisbären Berlin am 18. Dezember 2018 erwarten die Ice Tigers drei weitere Tage später am 21. Dezember 2018 zuhause die Kölner Haie und müssen nur zwei Tage später am 23. Dezember 2018 beim derzeitigen Tabellenführer Adler Mannheim zum letzten Spiel dieses Jahres antreten.

Aus den laut Spielplan neun Tagen weihnachtlicher DEL-Pause wird für die Nürnberger Eishockey-Cracks dank der erfolgreichen Vorsaison mit Platz 3 und dem Aus in den Play-offs erst im Halbfinale allerdings keine Erholungsphase – beim “Spengler-Cup” im schweizerischen Davos stehen am 27. + 28. Dezember 2018 in der “GRUPPE CATTINI” Spiele gegen Gastgeber HC Davos und das “Team Canada” an (die Reihenfolge ergibt sich erst nach dem Aufeinandertreffen dieser beiden Gegner am 26.12.). Je nach Abschneiden weist das Termin-Tableau dann am 29. Dezember das Viertelfinale aus (mit einem dann dritten und womöglich letzten Spiel) oder am 30. und 31. Dezember 2018 das Halbfinale und Endspiel.

Obwohl bereits auf dem Eis liegend hat 93-Leonhard Pföderl (N) den Puck im Blick und 55-Mike Moore (BHV) drückt ihn nach unten

Inwieweit Letzteres förderlich wär’ für die eigene Fortsetz-ung der DEL-Punkterunde, steht auf einem anderen Blatt – fest steht aber zweifelsfrei, dass es weiter geht mit einem Reigen bayerischer DEL-Duelle im Zwei-Tage-Turnus: Nur einen Tag nach dem Jahreswechsel, also bereits am 2. Ja-nuar 2019 (Mittwoch, 19:30 Uhr) in München beim etwas abgerutschten Meister EHC Red Bull, am 4. Januar 2019 (Freitag, 19:30 Uhr) zuhause gegen die im Vorderfeld der Liga glänzenden Augsburger Panther und am 6. Januar 2019 (Sonntag, 17 Uhr) beim ERC Ingolstadt, als dritter Klub aus dem Freistaat auf Qualifikations-Kurs für die Play-offs, für die sich zunächst nur die ersten Sechs der Tabelle direkt qualifizieren (während es für die Ice Tigers derzeit um das Erreichen der “Pre-Play-offs” geht …).

Autor: Klaus Meßenzehl
Fotos: ISPFD
weitere Fotos in unserer Bilddatenbank

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